Gendern Aussteller: Formen und Beispiele
Weibliche Form, Kurzformen und neutrale Alternative
Gendern Aussteller bedeutet, die Personenbezeichnung Aussteller so zu formulieren, dass Frauen, Männer und weitere Geschlechtsidentitäten gleichermaßen sichtbar sind, etwa durch die weibliche Form Ausstellerin, die Doppelnennung Ausstellerinnen und Aussteller oder Kurzformen wie Aussteller*innen und Aussteller:innen. Daneben bietet das Partizip Ausstellende eine geschlechtsneutrale Alternative, die sich besonders im Plural gut einsetzen lässt. Welche Variante infrage kommt, hängt vom Kontext ab: Bei wissenschaftlichen Arbeiten gelten häufig eigene Vorgaben der Hochschule, an denen sich Studierende orientieren sollten.
Gendern Aussteller: kurze Antwort
Das Wort Aussteller ist grammatisch ein generisches Maskulinum und wurde traditionell auch für gemischte Gruppen verwendet, obwohl es ursprünglich nur männliche Personen benennt. Wer gendern Aussteller möchte, kann zwischen mehreren korrekten Varianten wählen: der weiblichen Form Ausstellerin (Plural: Ausstellerinnen), der Doppelnennung Ausstellerinnen und Aussteller sowie verkürzten Schreibweisen wie Aussteller*innen oder Aussteller:innen. Eine geschlechtsneutrale Alternative bietet zudem das substantivierte Partizip Ausstellende. Welche Form am besten passt, richtet sich nach dem Textkontext und, bei akademischen Arbeiten, nach den Vorgaben der jeweiligen Hochschule oder Fakultät. Für Alltagstexte, Broschüren oder Webseiten reicht meist die Doppelnennung oder eine Kurzform aus, während wissenschaftliche Arbeiten häufig klare Formatvorgaben der Hochschule einhalten müssen.

Alle Genderformen im Überblick
Für die Personenbezeichnung Aussteller stehen folgende geschlechtergerechte Varianten zur Verfügung:
- Doppelnennung: Ausstellerinnen und Aussteller
- Gendersternchen: Aussteller*innen
- Doppelpunkt: Aussteller:innen
- Unterstrich (Gender-Gap): Aussteller_innen
- Binnen-I: AusstellerInnen
Die weibliche Grundform lautet Ausstellerin, im Plural Ausstellerinnen, und zwar ganz ohne Umlaut, da das Wort regelmäßig mit der Endung -in gebildet wird. Alle verkürzten Formen sprechen weibliche, männliche und weitere Geschlechtsidentitäten gemeinsam an, werden im amtlichen Regelwerk der deutschen Rechtschreibung derzeit jedoch nicht als Standard geführt. Wer Aussteller gendern und dabei Sonderzeichen vermeiden möchte, greift stattdessen zur klassischen Doppelnennung oder zur weiter unten beschriebenen neutralen Form Ausstellende, die ganz ohne Stern, Doppelpunkt oder Unterstrich auskommt.
Geschlechtsneutrale Alternative zu Aussteller
Eine gute geschlechtsneutrale Lösung bietet das substantivierte Partizip Ausstellende (Singular: die ausstellende Person). Es funktioniert ähnlich wie Studierende oder Teilnehmende und lässt sich in den meisten Sätzen problemlos einsetzen, etwa als „die Ausstellenden der Messe“ statt „die Aussteller und Ausstellerinnen der Messe“. In formellen oder juristischen Zusammenhängen, etwa wenn Aussteller die Person meint, die ein Dokument oder Zeugnis ausstellt, ist die Umschreibung ausstellende Person oder ausstellende Stelle oft klarer als der substantivierte Plural. Eine allgemeingültige neutrale Einzelform ohne Umschreibung existiert für Aussteller dagegen nicht, hier bleibt nur die Umschreibung mit Person oder Stelle.
Beispielsatz im Studienkontext
In einer wissenschaftlichen Arbeit könnte ein Satz mit Doppelnennung so lauten: Die Ausstellerinnen und Aussteller der Fachmesse wurden im Rahmen der Studie befragt. Mit Gendersternchen: Die Aussteller*innen gaben an, dass digitale Angebote zunehmend wichtiger werden. Und mit der neutralen Variante: Die Ausstellenden nutzten den Fragebogen zur Bewertung ihrer Standfläche. Alle drei Formulierungen sind sprachlich korrekt und schließen alle Geschlechter ein. Wichtig ist, sich innerhalb eines Textes für eine Variante zu entscheiden und sie konsequent beizubehalten, damit die Arbeit einheitlich und nachvollziehbar bleibt. Ein Wechsel zwischen den Formen innerhalb eines einzigen Kapitels wirkt dagegen schnell unsauber und sollte vor der Abgabe noch einmal geprüft werden.

Häufige Fehler und Empfehlung für wissenschaftliche Arbeiten
Ein häufiger Fehler ist der Wechsel zwischen mehreren Genderformen innerhalb derselben Arbeit, etwa erst Aussteller*innen und wenige Seiten später Aussteller:innen. Auch eine falsche Pluralbildung, etwa „Ausstellers*innen“ statt Aussteller*innen, kommt vor. Da das amtliche Regelwerk Gendersternchen und Doppelpunkt derzeit nicht als Standard führt, verlangen manche Hochschulen die klassische Beidnennung oder eine neutrale Formulierung anstelle von Sonderzeichen, andere lassen beides zu. Vor dem Schreiben lohnt sich daher ein Blick in den Leitfaden der eigenen Fakultät. Mehr dazu erklärt der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit, der auch auf einheitliche Schreibweisen in Haus- und Abschlussarbeiten eingeht.
Fazit zum Gendern von Aussteller
Wer gendern Aussteller möchte, hat die Wahl zwischen Doppelnennung, verkürzten Formen wie Aussteller*innen oder Aussteller:innen und der neutralen Alternative Ausstellende. Entscheidend ist weniger die einzelne Form als die konsequente und einheitliche Anwendung im gesamten Text. Bei wissenschaftlichen Arbeiten empfiehlt es sich, zunächst die Vorgaben der Hochschule zu prüfen und erst danach eine Variante festzulegen. Eine sorgfältige Schlusskontrolle hilft dabei, uneinheitliche Schreibweisen und falsche Pluralformen zuverlässig aufzuspüren, bevor die Arbeit abgegeben wird. So bleibt die Personenbezeichnung Aussteller in jedem Kapitel korrekt, verständlich und geschlechtergerecht formuliert. Wer sich unsicher ist, welche Variante zur eigenen Arbeit oder zum eigenen Fachbereich passt, findet in den Vorgaben der Hochschule und in einem sorgfältigen Korrekturdurchgang die verlässlichste Orientierung.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Sammler gendern, Leiter gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.