Gendern Bauer: Doppelnennung, neutrale Alternativen und Doppelpunkt

Bauer gendern: Doppelnennung, neutrale Alternativen und Sonderzeichen. Bei Bauer und Bäuerin verhindert der Umlaut eine Kurzform wie Bauer*innen.

Bäuerin, Bauer*innen und neutrale Alternativen im Überblick

Lesezeit ca. 6 Min. · aktualisiert: 14. Juni 2026 · zurück zum Blog

Um Bauer gegendert zu schreiben, stehen verschiedene Wege offen: Entweder nutzt man die Doppelnennung Bäuerin und Bauer oder greift auf eine neutrale Umschreibung zurück, sofern der Kontext dies zulässt. Da die weibliche Form durch einen Umlaut geprägt ist, lassen sich Bauer und Bäuerin nicht zu Kurzformen wie Bauer*innen, Bauer:innen, Bauer_innen oder BauerInnen zusammenziehen. In wissenschaftlichen Texten sollte die gewählte Variante den Anforderungen der zuständigen Hochschule genügen und im gesamten Text einheitlich verwendet werden. Diese Übersicht stellt die verfügbaren Alternativen vor und zeigt entsprechende Beispiele.

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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen

Ein Satz legt die Schreibweise von „Bauer“ für die ganze Arbeit fest: ab Seite 2 vier fertige Hinweise (generisches Maskulinum, Doppelpunkt, neutrale Formen, kurze Fußnote), dazu der richtige Ort im Dokument und eine Wortliste mit drei Formen. Von der Hausarbeit bis zur Masterarbeit.

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Gendern Bauer: die kurze Antwort

Bauer lässt sich geschlechtergerecht formulieren. Eine gut nachvollziehbare Möglichkeit ist die Doppelnennung: Bäuerin und Bauer oder im Plural Bäuerinnen und Bauern. Beim Gendern Bauer eignen sich Kurzformen wie Bauer*innen, Bauer:innen oder Bauer_innen nicht, da die weibliche Form einen Umlaut enthält. Daneben sind neutrale Umschreibungen möglich, etwa landwirtschaftliche Fachkraft oder Person in der Landwirtschaft. Welche Variante sich eignet, hängt vom Textformat, vom Stil der Publikation und, bei Abschlussarbeiten, von den Vorgaben der Hochschule ab.

gendern Bauer: Doppelnennung und Gendersternchen im Vergleich
gendern Bauer im Überblick.

Alle Genderformen für Bauer

An dem Umlaut erkennt man die geschlechtsspezifische Form: Im Singular stehen Bäuerin und Bauer, im Plural Bäuerinnen und Bauern. Die folgende Übersicht ordnet die Möglichkeiten ein:

  • Doppelnennung: die Bäuerin und der Bauer (Singular), die Bäuerinnen und Bauern (Plural)
  • Gendersternchen: keine geeignete Kurzform, da sich Bauer und Bäuerin im Vokal unterscheiden
  • Doppelpunkt: keine geeignete Kurzform, weil sich Bauer und Bäuerin im Vokal unterscheiden
  • Unterstrich (Gender-Gap): keine geeignete Kurzform, da sich Bauer und Bäuerin im Vokal unterscheiden
  • Binnen-I: keine geeignete Kurzform, weil sich Bauer und Bäuerin im Vokal unterscheiden

Sonderzeichen wie Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I werden unterschiedlich bewertet und gehören nicht zum Kernbestand der deutschen Rechtschreibung. Sie eignen sich nicht als Kurzform für Bauer und Bäuerin, da die Formen einen unterschiedlichen Vokal haben.

Neutrale Alternative zu Bauer

Für Bauer gibt es keine einzelne, allgemein gebräuchliche geschlechtsneutrale Personenbezeichnung. Das Wort ist kein substantiviertes Partizip, sodass sich keine Form wie „Studierende“ ableiten lässt. Je nach Kontext sind Umschreibungen möglich, etwa landwirtschaftliche Fachkraft oder Person in der Landwirtschaft. „Landwirtschaftlicher Betrieb“ passt dagegen nur, wenn eine Institution statt einer Person gemeint ist. Für Gruppen kann auch „Bauersleute“ passen. Ist die konkrete Personenbezeichnung wichtig, bleibt die Doppelnennung Bäuerin und Bauer die eindeutigere Form.

Beispielsatz mit Bauer im Studienkontext

In einer akademischen Untersuchung zur Agrarsoziologie würde ein Beispiel mit Doppelnennung folgendermaßen aussehen: „Befragt wurden 45 Bäuerinnen und Bauern aus drei Bundesländern zu ihrer Einschätzung des Strukturwandels.“ Wegen des vorhandenen Umlauts sind die darauffolgenden Abkürzungen keine empfehlenswerten und nicht sinnvollen Gebilde: „Befragt wurden 45 Bauer*innen aus drei Bundesländern.“ Ebenfalls ungeeignet erscheint die Ausführung mit Doppelpunkt: „Die Studie basiert auf Interviews mit Bauer:innen im ländlichen Raum.“ Für eine geschlechtsneutrale Beschreibung ohne Zusatzsymbole oder Paarung bietet sich dieser Ansatz an: „Befragt wurden 45 landwirtschaftliche Fachkräfte aus drei Bundesländern.“ Zwingend erforderlich ist es, die einmal getroffene Entscheidung über die komplette Arbeit hinweg konsequent fortzuführen, damit der Inhalt kohärent und übersichtlich bleibt.

gendern Bauer: Checkliste für wissenschaftliche Arbeiten

Häufige Fehler beim Gendern von Bauer

Ein häufiger Fehler beim Formulieren geschlechtergerechter Personenbezeichnungen ist die inkonsequente Verwendung: Wer sich für eine Form entscheidet, etwa die Doppelnennung, sollte diese über die gesamte Arbeit hinweg beibehalten und nicht mitten im Text zwischen verschiedenen Formen wechseln. Ein weiterer Stolperstein ist die falsche Bildung der weiblichen Form: Richtig ist Bäuerin (mit Umlaut), nicht Bauerin. Auch die Pluralform Bäuerinnen wird gelegentlich fehlerhaft ohne Umlaut geschrieben. Für wissenschaftliche Arbeiten empfiehlt es sich, zunächst die Vorgaben der eigenen Hochschule zu prüfen. Fehlt eine verbindliche Vorgabe, können eine konsequente Beidnennung oder eine passende neutrale Formulierung sinnvoll sein. Mehr dazu liefert der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit. Vor der Abgabe kann zudem ein fachliches Korrekturlesen auf eine einheitliche Schreibweise helfen.

Fazit zum Gendern von Bauer

Für das Gendern von Bauer gibt es keine einzige definitive Lösung. Sowohl die Doppelnennung Bäuerin und Bauer als auch passende neutrale Umschreibungen können je nach Textsorte geeignet sein. Entscheidend ist, dass die weibliche Form korrekt mit Umlaut gebildet wird (Bäuerin, Plural Bäuerinnen) und die gewählte Schreibweise im gesamten Dokument einheitlich bleibt. Bei Abschlussarbeiten sollten zunächst die Vorgaben der Hochschule oder des betreuenden Lehrstuhls geprüft werden. Sonderzeichen wie Sternchen oder Doppelpunkte gehören nicht zum Kernbestand der deutschen Rechtschreibung und bilden bei Bauer und Bäuerin wegen des Umlauts keine passende Kurzform.

Verwandte Einträge im Gender-Wörterbuch: Landwirt gendern, Winzer gendern sowie Gender-Wörterbuch A bis Z.

Das Lektorat von korrektur.de unterstützt Sie bei der abschließenden Prüfung Ihrer Abschlussarbeit auf eine einheitliche Genderschreibweise und korrekte Rechtschreibung.

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Häufige Fragen zum Gendern von Bauer

Wie schreibt man Bauer geschlechtergerecht?

Als gesichert gilt die Doppelnennung Bäuerin und Bauer oder im Plural Bäuerinnen und Bauern. Verkürzte Varianten wie Bauer*innen, Bauer:innen oder Bauer_innen passen hier nicht, da die weibliche Form Bäuerin einen Umlaut trägt. Für Texte ohne Doppelnennung kann eine neutrale Umschreibung wie landwirtschaftliche Fachkraft geeignet sein. Welche Form passend ist, hängt vom Kontext und bei wissenschaftlichen Arbeiten von den Vorgaben der Hochschule ab.

Wie lautet die weibliche Form von Bauer?

Die weibliche Form von Bauer lautet Bäuerin, gebildet mit Umlaut. Im Plural heißt es Bäuerinnen. Die Form Bauerin entspricht in dieser Bedeutung nicht der Standardschreibung. Daher ist im Singular und Plural auf die Schreibweise mit ä zu achten.

Was bedeutet Bauer*innen mit Sternchen?

Das Gendersternchen soll in Personenbezeichnungen unterschiedliche Geschlechter sichtbar machen. Bei Bauer eignet sich die Schreibweise Bauer*innen jedoch nicht als Kurzform, weil die weibliche Form Bäuerin einen Umlaut trägt. Sonderzeichen im Wortinneren gehören zudem nicht zum Kernbestand der deutschen Rechtschreibung. Ob sie in einem Text verwendet werden, richtet sich nach dem jeweiligen Hausstil oder den Vorgaben der Hochschule.

Gibt es ein geschlechtsneutrales Wort für Bauer?

Ein einzelnes, etabliertes neutrales Wort gibt es für Bauer nicht, da sich der Begriff nicht wie Studierende von einem Partizip ableiten lässt. Als Ausweg dienen Umschreibungen wie landwirtschaftliche Fachkraft oder Person in der Landwirtschaft. Diese passen jedoch nicht in jeden Kontext, sodass in vielen Fällen die Doppelnennung oder eine passende neutrale Umschreibung die praktikablere Lösung bleibt.

Muss ich in der Bachelorarbeit gendern?

Ob und in welcher Form in einer Bachelorarbeit gegendert wird, richtet sich nach den Vorgaben der Hochschule, des Fachbereichs oder der betreuenden Person. Gibt es keine verbindliche Vorgabe, sollte eine zum Fach und zum Text passende Form gewählt und im gesamten Text konsequent verwendet werden.

Was ist der Unterschied zwischen Bauer:innen und Bauer_innen?

Doppelpunkt und Unterstrich sind unterschiedliche Sonderzeichen innerhalb eines Wortes. Bei Bauer eignen sich weder Bauer:innen noch Bauer_innen als Kurzform, da die weibliche Form Bäuerin einen Umlaut enthält. Klarer sind hier die Doppelnennung oder eine zum Kontext passende neutrale Umschreibung. Maßgeblich bleiben zudem der Hausstil und die Hochschulvorgaben.

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