Gendern Angestellter: Formen im Überblick
Geschlechtergerechte Formen für die Personenbezeichnung
Beim gendern Angestellter stehen mehrere korrekte Varianten zur Wahl: die Doppelnennung als Angestellte und Angestellter, verkürzte Formen mit Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich sowie neutrale Umschreibungen wie Beschäftigte oder Mitarbeitende. Anders als bei vielen Berufsbezeichnungen bildet Angestellter die weibliche Form nicht mit der Endung -in, sondern durch adjektivische Deklination, weshalb sich auch die üblichen Genderzeichen nicht eins zu eins übertragen lassen. Welche Schreibweise sich eignet, hängt vom Kontext ab: von der wissenschaftlichen Arbeit bis zur alltäglichen Kommunikation.
Gendern Angestellter: kurz erklärt
Wer Angestellter geschlechtergerecht formulieren möchte, hat mehrere fachlich anerkannte Möglichkeiten. Am gebräuchlichsten ist die Doppelnennung, bei der die weibliche und die männliche Form ausgeschrieben werden, etwa als „die Angestellte und der Angestellte“ oder im Plural als „Angestellte und Angestellte“. Daneben haben sich verkürzte Schreibweisen mit Genderstern, Doppelpunkt oder Unterstrich etabliert, die beide Formen in einem Wort zusammenfassen. Wer auf eine geschlechtsspezifische Endung ganz verzichten möchte, kann auf neutrale Begriffe wie Beschäftigte oder Mitarbeitende ausweichen. Beim gendern Angestellter ist zudem wichtig zu wissen, dass die weibliche Form nicht wie bei vielen anderen Berufsbezeichnungen mit der Endung -in gebildet wird, sondern über die adjektivische Deklination des Partizips.

Alle Genderformen im Überblick
Für die Personenbezeichnung Angestellter lassen sich die gängigen Genderformen wie folgt bilden. Wichtig zu wissen: Im Plural unterscheiden sich die männliche und die weibliche Form ohnehin nicht, „die Angestellten“ schließt grammatisch also bereits alle Geschlechter ein, ohne dass ein zusätzliches Zeichen nötig wäre. Genderzeichen sind bei diesem Wort vor allem im Singular relevant, wenn zwischen „ein Angestellter“ und „eine Angestellte“ unterschieden werden soll. Die folgende Übersicht zeigt die gebräuchlichen Varianten für Texte, Formulare und wissenschaftliche Arbeiten im direkten Vergleich, damit die passende Schreibweise je nach Kontext und Zielgruppe gewählt werden kann.
- Doppelnennung: die Angestellte und der Angestellte (Singular) beziehungsweise Angestellte und Angestellte (Plural, seltener verwendet, da Angestellte allein schon beide Formen abdeckt)
- Gendersternchen: Angestellte*r
- Doppelpunkt: Angestellte:r
- Unterstrich: Angestellte_r
- Binnen-I: bei diesem Wort unüblich, da die weibliche Form nicht auf -in endet und sich kein passender Binnen-I-Platz ergibt
Geschlechtsneutrale Alternativen zu Angestellter
Wer eine Doppelnennung oder ein Genderzeichen vermeiden möchte, kann auf geschlechtsneutrale Begriffe ausweichen. Im Plural bietet sich vor allem Beschäftigte an, da diese Form ebenso wie Angestellte grammatisch nicht zwischen den Geschlechtern unterscheidet. Auch Mitarbeitende hat sich als neutrale Sammelbezeichnung etabliert und funktioniert sowohl im Singular als auch im Plural ohne erkennbare Geschlechtsmarkierung. Für formellere Kontexte eignet sich der Sammelbegriff Personal, der eine Gruppe von Angestellten bezeichnet, ohne einzelne Personen geschlechtlich zuzuordnen. Wird eine einzelne Person beschrieben, hilft häufig eine Umschreibung wie eine angestellte Person oder eine Person im Angestelltenverhältnis. Eine wirklich perfekte, in jedem Kontext passende neutrale Alternative gibt es allerdings nicht: Je nach Branche und Formalitätsgrad klingt manche Variante sperriger als die klassische Doppelnennung, sodass die Wahl immer vom jeweiligen Text abhängt. Einen Überblick über weitere neutrale und verkürzte Schreibweisen bietet der Grundlagenartikel zu gendergerechte Sprache.
Beispiel aus dem Studienalltag
In wissenschaftlichen Arbeiten kommt die Personengruppe der Angestellten häufig in Methodenteilen oder Umfrageergebnissen vor. Eine Doppelnennung im Singular könnte lauten: Befragt wurde sowohl eine Angestellte als auch ein Angestellter aus der Personalabteilung. Im Plural wirkt die ausgeschriebene Doppelnennung dagegen redundant, da Angestellte beide Geschlechter bereits einschließt: An der Studie nahmen 42 Angestellte aus drei Abteilungen teil. In Fragebögen oder Formularen wird die Kurzform häufig als Rollenbezeichnung genutzt, etwa Position: Angestellte*r oder Angestellte:r seit (Jahr). Wer im Fließtext eine geschlechtsneutrale Lösung bevorzugt, formuliert stattdessen um: An der Studie nahmen 42 Beschäftigte aus drei Abteilungen teil. Diese Variante liest sich im laufenden Text meist flüssiger als wiederholte Genderzeichen.

Empfehlung: Gendern Angestellter in der Abschlussarbeit
Ein häufiger Fehler besteht darin, die weibliche Form fälschlich mit der Endung -in zu bilden, etwa als Angestellterin. Korrekt ist ausschließlich Angestellte, da das Wort wie ein Adjektiv dekliniert wird. Ein zweiter typischer Fehler ist der unbedachte Wechsel zwischen Doppelnennung, Genderstern und generischem Maskulinum innerhalb desselben Textes, was uneinheitlich wirkt. Wichtig zu wissen: Das amtliche Regelwerk des Rats für deutsche Rechtschreibung führt Genderstern und Doppelpunkt aktuell nicht als Standard, viele Hochschulen erlauben oder verlangen sie in ihren Leitfäden aber ausdrücklich. Für die wissenschaftliche Arbeit gilt daher: Zunächst die Vorgaben der Hochschule oder des Fachbereichs prüfen. Liegt keine Vorgabe vor, empfiehlt sich eine konsequente Beidnennung oder eine neutrale Formulierung wie Beschäftigte, durchgehend über die gesamte Arbeit hinweg angewendet. Ausführlichere Hinweise zum konsequenten Gendern in Haus-, Bachelor- oder Masterarbeiten bietet der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.
Fazit: Geschlechtergerechte Formen im Überblick
Beim gendern Angestellter existieren mehrere fachlich korrekte Wege, die Personenbezeichnung geschlechtergerecht zu formulieren: die ausgeschriebene Doppelnennung, verkürzte Varianten mit Genderstern, Doppelpunkt oder Unterstrich sowie neutrale Begriffe wie Beschäftigte oder Mitarbeitende. Da die weibliche Form Angestellte und nicht Angestellterin lautet und sich Plural- sowie Singularformen grammatisch unterschiedlich verhalten, lohnt sich ein genauer Blick auf den jeweiligen Kontext. Für Alltagstexte reicht häufig die neutrale Pluralform, in Formularen hat sich die Kurzschreibweise mit Stern oder Doppelpunkt etabliert, und in wissenschaftlichen Arbeiten entscheidet in erster Linie die jeweilige Hochschulvorgabe über die passende Form. Wer unsicher ist, wählt am besten eine Variante und wendet sie konsequent im gesamten Text an, das sorgt für Klarheit und Lesbarkeit gleichermaßen.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Arbeiter gendern, Auszubildender gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.