Gendern Absender: Formen und Beispiele
Geschlechtergerechte Formen für die Bezeichnung Absender
Gendern Absender heißt, die männliche Bezeichnung Absender so zu formulieren, dass sie weibliche, männliche und weitere Geschlechter gleichermaßen berücksichtigt oder neutral bleibt. Möglich sind die ausgeschriebene Doppelnennung Absenderinnen und Absender, verkürzte Varianten mit Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I sowie die geschlechtsneutrale Form Absendende, die wie Studierende als substantiviertes Partizip gebildet wird. Welche Schreibweise passend ist, hängt vom Textkontext ab, insbesondere davon, ob ein Formular, ein Brief oder eine wissenschaftliche Arbeit vorliegt. Bei Abschlussarbeiten lohnt sich vorab immer ein Blick in die Vorgaben der jeweiligen Hochschule.
Gendern Absender: die kurze Antwort
Um gendern Absender geschlechtergerecht umzusetzen, stehen im Deutschen mehrere anerkannte Wege offen: die Doppelnennung beider Formen, eine verkürzte Schreibweise mit Genderzeichen oder eine neutrale Umschreibung. Die korrekt gebildete weibliche Form lautet Absenderin, im Plural Absenderinnen, sodass sich die Doppelnennung Absenderinnen und Absender ergibt. Wer Platz sparen möchte, etwa in Formularen oder Tabellen, greift zu verkürzten Varianten wie Absender*innen, Absender:innen, Absender_innen oder AbsenderInnen. Für Fließtexte, insbesondere in wissenschaftlichen Arbeiten, eignen sich zusätzlich die neutrale Form Absendende oder die ausgeschriebene Doppelnennung, da beide ohne Sonderzeichen auskommen und in den meisten Stilrichtlinien ausdrücklich zugelassen sind.

Alle Genderformen für Absender im Überblick
Für die Personenbezeichnung Absender existieren mehrere fachlich anerkannte Schreibweisen, die sich in Lesbarkeit, Formalität und Verbreitung unterscheiden und je nach Textsorte sowie Vorgabe der Hochschule oder des Auftraggebers gewählt werden:
- Doppelnennung: Absenderinnen und Absender
- Gendersternchen: Absender*innen
- Gender-Doppelpunkt: Absender:innen
- Gender-Unterstrich (Gender-Gap): Absender_innen
- Binnen-I: AbsenderInnen
- Geschlechtsneutral: Absendende
Die Doppelnennung gilt als unumstritten korrektes Deutsch und eignet sich für alle Textsorten, während Sternchen, Doppelpunkt und Unterstrich zusätzlich Personen sichtbar machen sollen, die sich keiner der beiden binären Formen eindeutig zuordnen. Das Binnen-I wird heute seltener genutzt. Mehr zu den Grundlagen liefert der Beitrag zu gendergerechte Sprache.
Geschlechtsneutrale Alternative zu Absender
Für Absender existiert mit Absendende eine praktikable geschlechtsneutrale Alternative. Das Wort ist ein substantiviertes Partizip, gebildet wie Studierende von studieren, und bezeichnet die Person, die etwas absendet, ohne ihr Geschlecht zu benennen. Im Singular heißt es der oder die Absendende, im Plural die Absendenden. Diese Form lässt sich in vielen Sätzen unauffällig einsetzen, etwa in Anschreiben, Formularen oder wissenschaftlichen Texten, in denen das Geschlecht keine Rolle spielt. Wo die Partizipform sprachlich zu sperrig wirkt, helfen Umschreibungen wie die Person, die den Brief versendet. Da für Absender eine gute neutrale Lösung existiert, muss nicht zwingend auf Sonderzeichen zurückgegriffen werden.
Beispielsatz im Studien- und Universitätskontext
In einer wissenschaftlichen Arbeit könnte ein Beispielsatz mit Doppelnennung lauten: Die Absenderinnen und Absender der eingereichten Fragebögen wurden anonymisiert ausgewertet. Wer eine verkürzte Schreibweise bevorzugt, formuliert stattdessen: Die Absender*innen der Rückmeldungen stammten überwiegend aus dem ersten Studienjahr. Möglich ist ebenso die neutrale Variante: Alle Absendenden der Umfrage wurden vorab über die Studie informiert. Alle drei Sätze sind inhaltlich gleichwertig und unterscheiden sich nur in der gewählten Genderform. Für eine Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit ist entscheidend, dass die gewählte Schreibweise in der gesamten Arbeit konsequent beibehalten wird und nicht innerhalb eines Kapitels wechselt, da uneinheitliche Formen häufig als Formfehler gewertet werden.

Häufige Fehler und Empfehlung für die wissenschaftliche Arbeit
Ein häufiger Fehler ist der Wechsel zwischen mehreren Genderformen innerhalb eines Dokuments, etwa Absender*innen in der Einleitung und Absender:innen im Methodenteil. Ebenso problematisch ist es, das generische Maskulinum Absender durchgängig zu verwenden, ohne dies zu begründen, wenn die Hochschule Geschlechtergerechtigkeit ausdrücklich einfordert. Da das amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung Sonderzeichen wie Sternchen oder Doppelpunkt bislang nicht als Standard führt, viele Hochschulen sie aber ausdrücklich erlauben oder verlangen, lohnt sich vor Beginn der Arbeit ein Blick in den Leitfaden der jeweiligen Fakultät und in den Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit. Fehlt eine klare Vorgabe, ist die konsequente Doppelnennung oder die neutrale Form Absendende die sicherste Wahl.
Fazit zum Gendern von Absender
Wer Absender geschlechtergerecht formulieren möchte, hat die Wahl zwischen Doppelnennung, Genderzeichen und der neutralen Form Absendende. Beim gendern Absender entscheidet meist der Kontext: Für offizielle und wissenschaftliche Texte bieten Doppelnennung und die neutrale Form die größte Verlässlichkeit, weil sie ohne Sonderzeichen auskommen und von jeder Institution anstandslos akzeptiert werden. Genderzeichen wie Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich eignen sich vor allem dann, wenn die Hochschule oder der Auftraggeber sie ausdrücklich vorsieht oder wünscht. Entscheidend ist in jedem Fall eine einheitliche Schreibweise über die gesamte Arbeit hinweg, die den Vorgaben der jeweiligen Institution folgt und nicht zwischen den Kapiteln wechselt.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Spender gendern, Sponsor gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.