Gendern Abonnent: Geschlechtergerechte Formen
Geschlechtergerechte Varianten für die Personenbezeichnung Abonnent
Gendern Abonnent lässt sich auf mehrere anerkannte Arten lösen: durch die Doppelnennung Abonnentinnen und Abonnenten, durch eine verkürzte Schreibweise mit Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I, oder durch eine geschlechtsneutrale Umschreibung wie Abonnierende. Welche Variante passt, hängt vom Kontext ab, etwa von den Vorgaben der Hochschule oder des Verlags. In wissenschaftlichen Arbeiten empfiehlt sich meist eine konsequente Beidnennung oder eine neutrale Formulierung, damit der Text einheitlich und gut lesbar bleibt. So werden alle Geschlechter sprachlich gleichermaßen berücksichtigt.
Gendern Abonnent: die kurze Antwort
Beim gendern Abonnent stehen grundsätzlich drei Wege offen: die Doppelnennung (Abonnentinnen und Abonnenten), eine verkürzte Schreibweise mit Sonderzeichen (zum Beispiel Abonnent*innen oder Abonnent:innen) sowie eine geschlechtsneutrale Umschreibung wie Abonnierende. Alle drei Varianten sind sprachlich zulässig, unterscheiden sich aber in Lesbarkeit und Akzeptanz. Die Doppelnennung gilt als besonders klar und wird von den meisten Stilrichtlinien akzeptiert, auch dort, wo Sonderzeichen wie der Genderstern nicht erwünscht sind. Kurzformen mit Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich sparen Platz, sind aber je nach Hochschule, Verlag oder Unternehmen unterschiedlich anerkannt. Welche Form am Ende gewählt wird, hängt deshalb weniger von sprachlichen Regeln als von den jeweiligen Vorgaben des Umfelds ab, in dem der Text erscheint.

Alle Genderformen für Abonnent im Überblick
Für die Personenbezeichnung Abonnent existieren mehrere gängige Genderformen, die je nach Kontext infrage kommen:
- Doppelnennung: Abonnentinnen und Abonnenten (vollständige Nennung beider Formen)
- Gendersternchen: Abonnent*innen (kurze Schreibweise mit Sternchen)
- Doppelpunkt: Abonnent:innen (screenreaderfreundliche Variante)
- Unterstrich: Abonnent_innen (auch als Gendergap bekannt)
- Binnen-I: AbonnentInnen (ältere Schreibweise ohne Sonderzeichen)
Alle verkürzten Varianten werden beim Vorlesen wie die weibliche Form ausgesprochen, oft mit einer kurzen Pause vor der Endung, die den Sprechenden signalisiert, dass mehrere Formen gemeint sind. Innerhalb einer Hochschule oder eines Verlags sollte durchgängig eine Form gewählt werden, ein Wechsel innerhalb desselben Textes wirkt uneinheitlich und wird von Gutachtenden oft bemängelt.
Geschlechtsneutrale Alternative zu Abonnent
Als geschlechtsneutrale Alternative zur Doppelnennung oder zu Kurzformen bietet sich das Partizip Abonnierende an, gebildet nach dem gleichen Muster wie Studierende oder Mitarbeitende. Im Plural liest sich diese Form flüssig und wird zunehmend verwendet, etwa in Formulierungen wie „alle Abonnierenden erhalten den Newsletter“. Für den Singular gibt es dagegen keine ebenso elegante neutrale Bezeichnung: „ein Abonnierender“ oder „eine Abonnierende“ wirkt ungewohnt, sodass hier oft auf eine Umschreibung wie „Person mit Abonnement“ oder „wer das Abonnement abgeschlossen hat“ ausgewichen wird. Wer sich grundsätzlich mit den verschiedenen Prinzipien gendergerechter Sprache beschäftigt, findet dort weitere Beispiele für Partizipkonstruktionen und ihre Grenzen. Ehrlicherweise gilt: Eine perfekte neutrale Form für jeden Fall existiert nicht, die Wahl bleibt eine Abwägung zwischen Lesbarkeit und Kontext.
Beispiel aus dem Studienalltag
In einer Hausarbeit über Streaming-Dienste ließe sich der Satz je nach gewählter Form unterschiedlich formulieren. Mit Doppelnennung: „Die Umfrage richtete sich an Abonnentinnen und Abonnenten des Dienstes.“ Mit Gendersternchen: „Die Umfrage richtete sich an Abonnent*innen des Dienstes.“ Mit der neutralen Variante: „Die Umfrage richtete sich an Abonnierende des Dienstes.“ Alle drei Sätze sind inhaltlich identisch und unterscheiden sich nur in der sprachlichen Form. Wichtig ist, die einmal gewählte Schreibweise über die gesamte Arbeit hinweg beizubehalten, auch in Tabellen, Fußnoten und im Literaturverzeichnis, damit der Text konsistent wirkt und keine Rückfragen der Betreuenden provoziert.

Häufige Fehler und Empfehlung für die wissenschaftliche Arbeit
Ein häufiger Fehler ist der Wechsel zwischen verschiedenen Schreibweisen innerhalb derselben Arbeit, etwa Abonnent*innen im ersten Kapitel und Abonnent:innen im zweiten. Ebenso problematisch ist es, nur gelegentlich zu gendern und an anderen Stellen zur rein männlichen Form zurückzukehren. Zu beachten ist zudem, dass das amtliche Regelwerk des Rates für deutsche Rechtschreibung Sonderzeichen wie Genderstern oder Doppelpunkt bislang nicht als Standard führt, viele Hochschulen sie in ihren Leitfäden aber ausdrücklich erlauben oder sogar vorschreiben. Vor dem Schreiben lohnt sich deshalb ein Blick in die Vorgaben des Fachbereichs oder Verlags. Fehlen klare Regeln, empfiehlt sich eine konsequente Beidnennung oder eine neutrale Formulierung, da diese Varianten in jedem Fall korrekt und gut lesbar sind. Weitere Hinweise zum Umgang mit Sonderzeichen und Formulierungen liefert der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.
Fazit zum Gendern Abonnent
Für die Personenbezeichnung Abonnent stehen mit Doppelnennung, Kurzformen wie Abonnent*innen oder Abonnent:innen sowie der neutralen Umschreibung Abonnierende mehrere fachlich korrekte Lösungen zur Verfügung. Keine der Varianten ist per se falsch, entscheidend ist eine einheitliche und nachvollziehbare Anwendung im gesamten Text. Wer unsicher ist, welche Form für die eigene Arbeit passt, prüft zunächst die Vorgaben von Hochschule, Verlag oder Auftraggeber und wählt andernfalls die klar verständliche Doppelnennung. So bleibt der Text sprachlich korrekt, konsistent und für alle Leserinnen und Leser gut nachvollziehbar, unabhängig davon, für welche der vorgestellten Formen man sich am Ende entscheidet.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Wähler gendern, Politiker gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.