Die oder das E-Mail: Was ist richtig?

E-Mail: Warum zwei Artikel richtig sind

Lesezeit ca. 6 Min. · aktualisiert: 14. Juni 2026 · zurück zum Blog

Die oder das E-Mail: Beide Formen sind laut Duden korrekt, denn der Artikel hängt von der Region ab. Bundesweit gilt die E-Mail als Standardform, weil sich der Artikel an der weiblichen Post oder Nachricht orientiert. In Süddeutschland, Österreich und der Schweiz ist dagegen das E-Mail üblich, angelehnt an das Mail als sächliches Kompositum. Wer offiziell oder geschäftlich schreibt, liegt mit die E-Mail immer richtig, während das E-Mail regional ebenso korrekt bleibt und keineswegs falsch ist.

Die kurze Antwort: Beide Formen sind richtig

Wer sich fragt, ob es die oder das E-Mail heißt, bekommt vom Duden eine klare Antwort: Beide Formen sind standardsprachlich korrekt. In Deutschland ist die E-Mail die gebräuchlichere und im offiziellen Sprachgebrauch bevorzugte Form. In Süddeutschland, Österreich und der Schweiz wird dagegen häufig das E-Mail verwendet, und auch das gilt nicht als Fehler, sondern als regionale Variante.

Wichtig ist die Unterscheidung von einer anderen häufigen Frage: Es geht hier ausschließlich um den Artikel, nicht um die Schreibweise. Ob man E-Mail oder Email schreibt, ist ein eigenes Thema und hat mit dem Genus nichts zu tun.

Die oder das E-Mail: Regionale Varianten im Vergleich
die oder das E-Mail im Überblick.

Woher kommt der Unterschied zwischen die und das E-Mail?

Die Doppelform erklärt sich aus zwei unterschiedlichen Herleitungen. Die E-Mail orientiert sich an der Bedeutung des Wortes: Im Deutschen sind die Post, die Nachricht und die Sendung feminin, und da E-Mail ebenfalls eine schriftliche Mitteilung bezeichnet, übernimmt sie deren Genus. Diese Form hat sich bundesweit als Standard durchgesetzt und wird auch vom Duden als Hauptvariante geführt.

Das E-Mail folgt dagegen dem englischen Ursprungswort mail, das im Deutschen oft neutral eingeordnet wird, ähnlich wie das Handy oder das Update. Diese Ableitung ist vor allem in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet, wo sie sich parallel zur femininen Form etabliert hat. Beide Herleitungen sind sprachlich nachvollziehbar, weshalb keine der beiden Formen als falsch gilt.

Beispielsätze: Die E-Mail und das E-Mail im Satz

Im Alltag lassen sich beide Formen problemlos in Sätzen verwenden. Wer die bundesweite Standardform nutzt, schreibt etwa: Ich habe dir die E-Mail bereits gestern geschickt. Oder: Hast du meine E-Mail schon gelesen? Auch in geschäftlichen Texten ist diese Variante üblich: Bitte antworten Sie auf die E-Mail bis Freitag.

In Regionen, in denen das sächliche Genus gebräuchlich ist, klingen die gleichen Sätze so: Ich habe dir das E-Mail bereits gestern geschickt. Oder: Hast du mein E-Mail schon gelesen? Beide Varianten sind grammatisch vollständig korrekt, solange man innerhalb eines Textes konsequent bei einer Form bleibt und nicht willkürlich zwischen die E-Mail und das E-Mail wechselt.

Häufige Fehler rund um die oder das E-Mail

Der häufigste Fehler ist die Annahme, eine der beiden Formen sei grundsätzlich falsch. Das stimmt nicht: die oder das E-Mail sind beide im Duden verzeichnet, lediglich mit unterschiedlicher regionaler Häufigkeit. Problematisch wird es erst, wenn innerhalb eines einzigen Textes zwischen beiden Formen gewechselt wird, etwa die E-Mail im ersten und das E-Mail im nächsten Satz. Das wirkt uneinheitlich und sollte bei Bewerbungen, Hausarbeiten oder geschäftlicher Korrespondenz vermieden werden.

Ein weiterer Irrtum betrifft die Pluralform: Der Plural lautet immer die E-Mails, unabhängig davon, ob im Singular die oder das E-Mail verwendet wird. Auch die Verwechslung mit der Schreibweise E-Mail oder Email ist verbreitet, hat mit dem Artikel jedoch nichts zu tun.

Die oder das E-Mail: Einheitliche Artikel richtig verwenden

Merksatz: So behalten Sie den richtigen Artikel

Wer sich unsicher ist, kann sich an einer einfachen Eselsbrücke orientieren: Die E-Mail ist wie die Post, denn beide bringen eine Nachricht. Wer sich diesen Merksatz einprägt, wählt automatisch die bundesweit gebräuchlichere und im Beruf sicherste Variante. Für alle, die in Süddeutschland, Österreich oder der Schweiz aufgewachsen sind und intuitiv das E-Mail sagen, gilt: Diese Form ist genauso korrekt, muss also nicht bewusst korrigiert werden, solange sie im Text einheitlich verwendet wird.

Für offizielle Anlässe wie Bewerbungsschreiben, wissenschaftliche Arbeiten oder Kundenkorrespondenz empfiehlt sich dennoch die E-Mail, da diese Form bundesweit erwartet und selten hinterfragt wird.

Fazit: Die oder das E-Mail, beide Formen bestehen

Am Ende bleibt festzuhalten: Bei der Frage die oder das E-Mail gibt es keinen echten Fehler, sondern zwei regional geprägte, standardsprachlich korrekte Varianten. Wer bundesweit einheitlich schreiben möchte, greift zu die E-Mail, während das E-Mail in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz genauso selbstverständlich ist. Entscheidend ist nur, innerhalb eines Textes bei einer Form zu bleiben.

Wer beim Schreiben unsicher bleibt oder eigene Texte vor der Veröffentlichung noch einmal prüfen lassen möchte, findet in den Rechtschreibregeln weitere Erklärungen zu Genus, Artikeln und Wortarten im Deutschen. Auch bei Bewerbungen, Abschlussarbeiten oder geschäftlichen Mails lohnt sich ein zweiter Blick, damit Artikel und Rechtschreibung durchgängig einheitlich bleiben.

Weitere sprachliche Zweifelsfälle: der oder das Liter, der oder das Meter und alle Rechtschreibregeln.

Lassen Sie Texte mit unsicherem Artikel oder anderen Zweifeln einfach professionell durch unser Korrekturlesen prüfen.

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Häufige Fragen zu die oder das E-Mail

Heißt es die E-Mail oder das E-Mail?

Beide Formen sind laut Duden korrekt. Die oder das E-Mail lässt sich also nicht pauschal falsch beantworten: Bundesweit ist die E-Mail die gebräuchlichere Form, während das E-Mail vor allem in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz verwendet wird und dort ebenfalls als Standard gilt.

Ist das E-Mail falsch?

Nein, das E-Mail ist nicht falsch, sondern eine regional geprägte, standardsprachlich korrekte Variante. Sie ist vor allem in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz gebräuchlich. Im restlichen deutschen Sprachraum wird häufiger die E-Mail verwendet, weil sich der Artikel dort an Wörtern wie die Post oder die Nachricht orientiert.

Welche Form ist die richtige im Beruf oder in Bewerbungen?

Für Bewerbungen, geschäftliche Korrespondenz und offizielle Texte empfiehlt sich die bundesweite Standardform die E-Mail, da sie im gesamten deutschen Sprachraum verstanden und erwartet wird. Das E-Mail ist dabei nicht falsch, wirkt aber außerhalb der süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Regionen ungewohnter und wird seltener verwendet.

Wie lautet der Plural von die oder das E-Mail?

Der Plural lautet unabhängig vom gewählten Artikel im Singular immer die E-Mails. Man schreibt also nie die E-Mailen oder das E-Mails, sondern ausschließlich die E-Mails, egal ob man im Singular die E-Mail oder das E-Mail bevorzugt. Diese Regel gilt bundesweit einheitlich und kennt keine regionalen Ausnahmen.

Warum gibt es überhaupt zwei Artikel für E-Mail?

Die doppelte Form entsteht durch zwei unterschiedliche Herleitungen: Die E-Mail übernimmt das Genus von Wörtern wie die Post oder die Nachricht, während das E-Mail sich am englischen Wort mail orientiert, das im Deutschen häufig neutral eingeordnet wird, ähnlich wie das Handy. Beide Entwicklungen haben sich parallel etabliert.

Muss ich in einem Text immer bei einer Form bleiben?

Ja, innerhalb eines Textes sollte durchgängig entweder die E-Mail oder das E-Mail verwendet werden, um einheitlich und professionell zu wirken. Ein Wechsel zwischen beiden Formen im selben Dokument gilt als stilistisch unsauber, auch wenn beide Varianten für sich genommen grammatisch korrekt sind.

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