Einen Ausstellungskatalog korrekt zitieren
Ausstellungskatalog zitieren
Ordne die bibliografischen Angaben des Katalogs und gleiche sie sorgfältig mit der verwendeten Zitierform ab.
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Literaturverzeichnis: Muster für APA und Harvard
Erst der Ausstellungskatalog, dann die Zeile darunter. Buch, Sammelbandbeitrag, Zeitschriftenaufsatz, Internetquelle und KI-Quelle: jede hat ihre fertige Zeile, einmal nach APA und einmal nach Harvard. Du füllst die eckigen Klammern und löschst die Zitierweise, die du nicht brauchst. Keine Anmeldung.
Ausstellungskataloge als Literaturangabe einordnen
Wenn du einen Ausstellungskatalog zitierst, steht die Literaturangabe zu diesem Katalog im Mittelpunkt. Der Leitfaden zum Zitieren von Literatur aus der Kunstwissenschaft führt Ausstellungskataloge ausdrücklich auf. Die Aufgabe gehört also dorthin, wo du Literaturangaben für deinen eigenen wissenschaftlichen Text ordnest und kontrollierst.
Für wissenschaftliches Schreiben bedeutet das: Arbeite nicht mit einer bloßen Erinnerung an einen Titel. Öffne das verwendete Exemplar, erfasse die dort genannten bibliografischen Angaben und bilde daraus eine einheitliche Angabe. Der Leitfaden der TU Dortmund zeigt Katalogbeispiele mit Titel, Kennzeichnung als Ausstellungskatalog, Orts- und Jahresangaben sowie Herausgeberangaben. Dazu gibt es eine Variante für den Fall, dass kein Herausgeber bekannt ist. Diese beiden Formen sind die Grundlage für die folgenden Schritte.
Die Literaturangabe ist ein eigener Arbeitsgegenstand (mehr dazu bei Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit): Du notierst, ordnest, vergleichst und kontrollierst sie vor dem Einfügen. Wenn du eine Hausarbeit schreiben oder eine Masterarbeit schreiben willst, prüfe den Katalog unmittelbar am Exemplar. Willst du deine Forschungsfrage formulieren, brauchst du dafür die Katalogangabe nicht. Auch die wissenschaftliche Argumentation bearbeitest du getrennt davon. Der Leitfaden gibt eine Orientierung für Literaturzitate, aber keine Aussagen über Inhalte, Epochen oder Eigenschaften der Kunst im Katalog.
Nutze deshalb nur Angaben, die im Katalog selbst stehen. Fehlt eine Angabe oder lässt sie sich nicht eindeutig lesen, halte die Stelle fest und sieh im Exemplar noch einmal nach. Für zusätzliche Vorgaben vergleichst du deine Notizen mit den Unterlagen für deinen eigenen Text. So bleibt die Angabe an das Exemplar gebunden, das du in der Hand hast.

Angaben erfassen und in eine Reihenfolge bringen
Der Leitfaden führt Ausstellungskataloge als Literaturangaben mit eigenen Beispielen auf. Dort erscheinen Titel, die Bezeichnung Ausstellungskatalog, Angaben zur Ausstellung, Herausgeber sowie Angaben zum Erscheinen. Ein Beispiel unterscheidet Braunschweig 2004 bei der Katalogbezeichnung von München 2004 nach den Herausgebern. Bei unbekannten Herausgebern gibt es eine kürzere Form mit Titel, Ausstellungskatalog, Ort und Jahr.
Erstelle vor dem Formulieren eine Arbeitsliste. Schreibe erst den Titel ab. Halte danach getrennt fest, welche Orts- und Jahresangaben direkt bei der Bezeichnung Ausstellungskatalog stehen und welche Orts- und Jahresangaben nach einer möglichen Herausgeberangabe folgen. Suche anschließend nach den Herausgebern. Das Ergebnis ist eine Liste einzelner Angaben, die noch nicht vermischt wurde.
- Titel: Übertrage den Titel aus dem verwendeten Katalog.
- Katalogbezeichnung und Ausstellung: Prüfe, ob eine Bezeichnung als Ausstellungskatalog sowie ein zugehöriger Ort und ein Jahr im Exemplar stehen, und notiere diese Angaben als eigenen Block.
- Herausgeber: Prüfe, ob eine Herausgeberangabe vorhanden ist.
- Erscheinungsangaben: Erfasse Ort und Jahr, die nach der Herausgeberangabe stehen, getrennt vom Block zur Ausstellung. Ist keine Herausgeberschaft bekannt, orientiere dich an der kürzeren Variante.
Diese Reihenfolge trennt die Erfassung von der Gestaltung. Sie hilft auch bei der Gliederung einer Hausarbeit, weil die Literaturangabe so nicht mit der inhaltlichen Gliederung verwechselt wird. Willst du dein Literaturverzeichnis erstellen, behandle das Sammeln weiterer Titel als eigene Aufgabe. Prüfe jeden Eintrag am jeweiligen Werk, denn die Beispiele im Leitfaden sind nur eine erste Orientierung.
Wähle anschließend eine Form, die zu den Vorgaben deines Textes passt, und trage die erfassten Teile darin ein. Zum Vergleich der Formen eignen sich die Themen Zitierweisen, deutsche Zitierweise und Harvard-Zitierweise. Der Leitfaden zeigt Beispiele zur Zitierorientierung, entscheidet aber nicht allgemein zwischen diesen Bezeichnungen. Triff diese Entscheidung deshalb anhand der Vorgaben für deinen Text.
Den Katalog in vier Ergebnissen bearbeiten
- Katalogangabe notieren: Schreibe den Titel des Ausstellungskatalogs, Ort und Jahr als getrennte Angaben auf. Ergebnis: Die Grunddaten stehen in einer Arbeitsnotiz.
- Herausgabe einbeziehen: Ergänze eine vorhandene Herausgeberangabe. Ist keine Herausgabe angegeben, arbeite mit Titel, Katalogbezeichnung, Ort und Jahr weiter. Ergebnis: Die Notiz enthält die Angaben, die für die gewählte Form bereitstehen.
- Reihenfolge festlegen: Bringe die Angaben in eine einheitliche Reihenfolge und setze die erforderlichen Satzzeichen. Nutze die Beispiele des Leitfadens als erste Orientierung, nicht als unveränderliche Vorgabe für alle Texte. Ergebnis: Eine geordnete Fassung der Literaturangabe liegt vor.
- Form im eigenen Text abstimmen: Lies die Angaben zusammenhängend und gleiche Abkürzungen, Reihenfolge und Interpunktion mit der Zitierform ab, die du in deinem Text bereits verwendest. Ergebnis: Die Katalogangabe passt sprachlich und formal zu deiner Arbeitsfassung.
- Unklare Stellen kenntlich machen: Fehlt eine Angabe oder ist ihre Reihenfolge nicht sicher, lass die Stelle nicht durch eine Vermutung ersetzen. Halte fest, welche Angabe noch geklärt werden muss, und verwende nur die Angaben, die du sicher notiert hast. Ergebnis: Offene Punkte bleiben von der fertigen Angabe unterscheidbar.
Dieser Ablauf hilft dir beim Ordnen der bibliografischen Angaben. Der Katalog kann neben anderen Werken stehen, die du unter Methoden wissenschaftlicher Arbeiten oder qualitative und quantitative Forschung einordnest. Dafür gibt der Leitfaden keine Vorgabe. Entscheide deshalb getrennt, welche Funktion das Werk in deinem Text hat. Die Literaturangabe selbst bleibt bei den Angaben zum Katalog.
Lies die fertige Fassung abschließend langsam durch. Achte auf Schreibweise, Reihenfolge und Interpunktion innerhalb deiner gewählten Zitierform. Die Beispiele im Leitfaden sind ausdrücklich eine erste Orientierung. Nutze sie, um deine eigene Fassung nachvollziehbar aufzubauen, und kennzeichne fehlende Angaben, statt sie zu ergänzen. So siehst du, welche Teile der Angabe schon vorliegen und was noch offen ist.
Kurzes Anwendungsbeispiel mit neutralen Platzhaltern
Eine Person verwendet einen Ausstellungskatalog für einen eigenen Text. Sie schreibt zunächst den sichtbaren Titel in ihre Notiz. Danach hält sie getrennt fest, ob bei der Katalogbezeichnung ein Ort und ein Jahr stehen. Anschließend prüft sie, ob im Katalog Herausgeber genannt werden und ob danach ein weiterer Ort mit Jahr steht.
Für die Arbeitsfassung verwendet sie neutrale Platzhalter: Titel. Ausstellungskatalog Ausstellungsort Ausstellungsjahr. Hg. von Name. Erscheinungsort Erscheinungsjahr. Damit bleibt sichtbar, dass die Orts- und Jahresangaben zur Ausstellung nicht mit den Erscheinungsangaben nach den Herausgebern zusammenfallen. Die Platzhalter ersetzt sie nur durch Angaben, die sie im verwendeten Katalog gefunden hat. Ist kein Herausgeber bekannt, nutzt sie die kürzere Variante aus dem Leitfaden als Orientierung: Titel. Ausstellungskatalog Ort Jahr.
Danach vergleicht sie die fertige Zeile mit dem Exemplar. Sie ergänzt keine Aussage über eine Kunstrichtung, keine zeitliche Einordnung und keine Behauptung über dargestellte Werke. Ihr Ergebnis bleibt auf die bibliografischen Angaben beschränkt. Beim weiteren Überarbeiten kann sie Quellenangaben richtig zitieren heranziehen und anschließend prüfen, ob die Quellen im gesamten Text gleich behandelt werden.
Die Zeile ordnet nur sichtbare Angaben: Titel, Ausstellungskatalog, Orts- und Jahresangaben sowie gegebenenfalls Herausgeber. Bleibt ein Bestandteil im Exemplar unklar, prüft sie die betreffende Stelle erneut und ergänzt keine Angabe, die sie nicht feststellen kann.

Inhaltliche Abgrenzung und Form getrennt prüfen
Definition prüfen: Beschreibt deine Angabe tatsächlich einen Ausstellungskatalog und nicht einen Beitrag darin? Der Leitfaden unterscheidet Katalogbeispiele von Beispielen für Beiträge mit einer Einleitung durch „In:“. Suche im Exemplar daher zuerst, ob du den gesamten Katalog oder einen einzelnen Text daraus angibst. Ergebnis: Der Gegenstand der Angabe ist klar abgegrenzt.
Zentrale Merkmale prüfen: Kontrolliere Titel, Katalogbezeichnung, Ort, Jahr und die Herausgeberangabe am Exemplar. Bei unbekanntem Herausgeber vergleiche deine Form mit der kürzeren Alternative aus dem Leitfaden. Ergebnis: Die bibliografischen Teile sind nachvollziehbar erfasst.
Anwendung prüfen: Lies die zusammengesetzte Angabe gegen deine Notizliste. Kontrolliere dabei, ob die Teile in der von dir verwendeten Zitierform stehen. Ergebnis: Die erfassten Teile wurden nicht vertauscht oder ausgelassen.
Abgrenzung prüfen: Trenne die Katalogangabe von Aussagen über Kunst, Personen oder Inhalte. Der Leitfaden nennt Namen und Titel nur als Beispiele für das Zitieren; daraus folgt keine zusätzliche Einordnung für deinen Text.
Formale Prüfung: Vergleiche Interpunktion und Schreibweise mit der Form, die du in deinem Text einsetzt. Prüfe anschließend, ob derselbe Katalog überall gleich angegeben ist. Für die Übernahme fremder Angaben und Texte kann der Arbeitsbereich Plagiat vermeiden als gesonderte Prüfung dienen. Ergebnis: Du hast die formale Kontrolle von der inhaltlichen Abgrenzung sichtbar getrennt.
Wenn nach dem Abgleich eine Frage offen bleibt, notiere die konkrete fehlende Angabe und prüfe den Katalog erneut. Triff keine Aussage über Daten, die du nicht im Exemplar feststellen kannst.
Quellen und Stand
- Zitieren von Literatur: Kunst: TU Dortmund: kunst.kmst.tu-dortmund.de (geprüft am 2026-08-24)