Apps im Text und Literaturverzeichnis zitieren

App zitieren: Angaben, Beispiel und Werkzeug-Frage

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. September 2026 · Zitierweisen im Überblick

Erfahre, welche Angaben ein App-Nachweis enthält, wann eine App als Werkzeug gilt und wie du den Eintrag anhand eines Beispiels prüfst.

Die Kernangaben für deinen App-Eintrag

Wer die allgemeinen Regeln zum Software zitieren nachlesen will, findet dort die Grundlagen für Computerprogramme ohne Store-Vertrieb. Für eine Mobile App nennt das Basisschema den Entwickler oder Anbieter als Autor und ergänzt das Jahr. Danach folgt der Name der App mit der Versionsnummer in runden Klammern. Anschließend steht der Klammerzusatz [Mobile App]. Als Quelle folgt der App Store oder der Google Play Store. Falls vorhanden, ergänzt du die URL zum Store-Eintrag. Diese Reihenfolge bildet die Angaben ab, die der Leitfaden der Hochschule Trier für eine Mobile App nennt.

Ein Beispiel aus dem Studienalltag: Du verwendest eine Lern-App, um Begriffe für ein Seminar zu wiederholen. Zuerst notierst du den Anbieter und das Jahr. Danach überträgst du den vollständigen App-Namen und die angezeigte Versionsnummer. Den Zusatz [Mobile App] setzt du in eckige Klammern. Zum Schluss prüfst du, ob der Nachweis den passenden Store und, falls vorhanden, die URL enthält. So bleibt er auf die im Leitfaden genannten Bestandteile begrenzt. Ob die App zusätzlich als Quelle behandelt wird, klärst du getrennt von der technischen Zusammenstellung des Nachweises.

Für den Fließtext und das Literaturverzeichnis verwendest du anschließend das Format, das deine Arbeit vorgibt. Der Quellenhinweis darf die Mobile App nicht mit einem Computerprogramm ohne Store-Vertrieb vermischen. Bei einer offenen Frage vergleichst du den Nachweis mit dem gewählten Zitierleitfaden oder fragst die betreuende Person.

App richtig zitieren: der Ablauf in drei Schritten

Diese Elemente gehören in den Nachweis

Ähnlich wie beim Internetquelle zitieren gehört auch bei der App die vollständige Fundstelle in den Nachweis. Das Basisschema der Hochschule Trier nennt dafür Autor oder Anbieter, Jahr, App-Name, Versionsnummer in Klammern, den Klammerzusatz [Mobile App], den Store als Quelle und, falls vorhanden, die URL. Diese Angaben bilden die Grundlage für die folgende Übersicht. Weitere Bestandteile werden hier nicht ergänzt.

Tabelle: Bestandteil, Beispiel
BestandteilBeispiel
Autor oder AnbieterName des Anbieters
JahrJahr
App-NameName der App
Versionsnummer(Version der App)
Klammerzusatz[Mobile App]
Store als QuelleApp Store oder Google Play Store
URLURL zum Store-Eintrag, falls vorhanden

Ein Beispiel aus dem Studienalltag macht die Zuordnung greifbar: Für eine Lern-App überträgst du den Namen des Anbieters in die erste Position. Danach folgt das Jahr. Der App-Name steht mit der Versionsnummer in Klammern, anschließend folgt [Mobile App]. Als Quelle trägst du den App Store oder den Google Play Store ein. Eine vorhandene URL ergänzt du am Ende. Die Tabelle dient dabei als Prüfreihenfolge, nicht als Aufforderung, zusätzliche Angaben zu erfinden.

Prüfe vor der Übernahme, ob der Store-Eintrag die genannten Angaben enthält. Wenn eine URL vorhanden ist, übernimmst du die URL zum Store-Eintrag. Bei einer offenen Frage hältst du dich an den verwendeten Leitfaden oder klärst sie mit der betreuenden Person. Das Schema bleibt auf die belegten Bestandteile beschränkt.

Ein konkreter Fall aus dem Studium

Ein neu formuliertes Studienbeispiel kann so aussehen: CampusNotiz GmbH. (2026). Lernplan Kompakt (Version 1.3) [Mobile App]. App Store. Die Angaben sind hier fiktiv und zeigen nur die Reihenfolge der Bestandteile. Der Anbieter steht zuerst, danach folgt das Jahr. Anschließend erscheinen App-Name und Versionsnummer. Der Klammerzusatz [Mobile App] und der Store schließen das Beispiel ab.

Genauso durchgerechnet zeigt die Seite APA 7 zitieren die Grundstruktur des gesamten Zitierstils. Für den Eintrag ordnest du zuerst Anbieter und Jahr zu. Danach folgen App-Name und Versionsnummer in Klammern. Hinter dem Klammerzusatz [Mobile App] steht der Store. Ist für den Store-Eintrag eine URL vorhanden, kommt sie danach hinzu. So lässt sich jede vorhandene Angabe mit dem konkreten Store-Eintrag abgleichen.

Der Leitfaden der Hochschule Trier veranschaulicht Mobile Apps mit zwei Store-Beispielen. Sie enthalten jeweils einen Entwickler oder Anbieter, ein Jahr, den Namen der App, eine Version, [Mobile App] und den jeweiligen Store. Die Beispiele nutzen unterschiedliche Stores. Für den eigenen Nachweis übernimmst du nur Angaben, die beim betreffenden App- oder Store-Eintrag vorliegen.

Die Beispielstruktur beantwortet noch nicht, ob eine App als Arbeitswerkzeug oder als Quelle einzuordnen ist. Diese Frage prüfst du getrennt im nächsten Abschnitt. Bei offenen Punkten hältst du dich an den verwendeten Leitfaden oder klärst sie mit der betreuenden Person.

Werkzeug nutzen oder Inhalt übernehmen?

Der TUM-Leitfaden unterscheidet Standardsoftware von spezieller Software. Weit verbreitete Standardsoftware, die nur zum Erheben, Auswerten oder Darstellen von Ergebnissen dient, wird nach diesem Leitfaden nicht ins Literaturverzeichnis aufgenommen. Im Fließtext werden stattdessen der Name und die Version der Software genannt. Eine spezielle App, aus der du inhaltlich zitierst oder deren Funktion du selbst untersuchst, gehört dagegen ins Literaturverzeichnis. Diese Unterscheidung bezieht sich auf die Funktion der verwendeten Software und auf den Einsatz in der Arbeit.

Ein Beispiel aus dem Studienalltag: Du nutzt eine Statistik-App nur, um eigene Messwerte auszuwerten. Dann prüfst du, ob sie unter die im Leitfaden beschriebene Standardsoftware fällt, und nennst bei dieser Einordnung Name und Version im Fließtext. Untersucht deine Arbeit dagegen die Funktion der App oder übernimmst du Inhalte aus ihr, prüfst du die Einordnung als spezielle App und den Eintrag im Literaturverzeichnis. Bei einer weiteren App prüfst du zuerst ihren konkreten Einsatz, bevor du den Nachweis festlegst.

Ein Fehler wäre, jede genutzte App ohne diese Prüfung ins Literaturverzeichnis aufzunehmen. Bei weit verbreiteter Standardsoftware nennt der TUM-Leitfaden stattdessen Name und Version im Text. Beim ChatGPT zitieren prüfst du ebenfalls, ob die KI-App nur beim Formulieren geholfen hat. Prüfe dann, ob du Inhalte aus der App übernimmst oder ihre Funktion untersuchst. Bei Unsicherheit vergleichst du den konkreten Fall mit dem Leitfaden oder fragst die betreuende Person.

Typische Stolperfallen vermeiden

Ein Fehler entsteht, wenn die Versionsnummer fehlt. Als Gegenmaßnahme überträgst du die Versionsnummer aus dem Store-Eintrag in runde Klammern hinter dem App-Namen. Ein weiterer Fehler ist der fehlende Klammerzusatz [Mobile App]. Du korrigierst ihn, indem du diesen Zusatz nach dem App-Namen und der Version einfügst. Fehlt der Store als Quelle, prüfst du, ob der Nachweis den App Store oder den Google Play Store nennt. So bleibt der Eintrag auf die Bestandteile des Mobile-App-Schemas bezogen.

Auch eine reine Standardsoftware kann fälschlich als eigene Literaturangabe geführt werden. Dafür prüfst du zunächst den Einsatz: Dient die weit verbreitete Standardsoftware nur zum Erheben, Auswerten oder Darstellen von Ergebnissen, nennt der TUM-Leitfaden Name und Version im Fließtext statt eines Eintrags im Literaturverzeichnis. Untersucht deine Arbeit dagegen eine spezielle App oder zitierst du ihren Inhalt, prüfst du die Einordnung als Quelle.

Wer stattdessen die deutsche Zitierweise mit Fußnoten nutzt, gleicht den App-Nachweis mit dem dafür verwendeten Leitfaden ab. Ein Beispiel aus dem Studienalltag: Bei einer Lern-App kontrollierst du nacheinander Version, Zusatz und Store. Bei einer Statistik-App prüfst du zusätzlich die Werkzeug-oder-Quelle-Frage. Bei einer Navigations-App hältst du fest, wofür du sie verwendet hast. So leitest du aus dem Einsatz keine unbelegte allgemeine Regel ab.

App richtig zitieren: Prüfliste mit vier Punkten

In drei Etappen zum fertigen Eintrag

Schritt eins: Notiere den Anbieter oder Entwickler und das Jahr. Diese beiden Angaben stehen am Anfang des Mobile-App-Nachweises. Schritt zwei: Halte den Namen der App mit der Versionsnummer in Klammern fest und ergänze den Klammerzusatz [Mobile App]. Übertrage die Angaben aus dem Store-Eintrag, ohne weitere Bestandteile hinzuzufügen. Schritt drei: Ergänze den Store als Quelle, also App Store oder Google Play Store, und füge die URL des Store-Eintrags hinzu, falls sie vorhanden ist.

Ein Beispiel aus dem Studienalltag: Für eine Navigations-App notierst du zuerst Anbieter und Jahr. Danach übernimmst du den App-Namen und die Versionsnummer. Anschließend setzt du [Mobile App] und den passenden Store ein. Zum Schluss prüfst du die URL. Bei einer Lern-App oder einer Statistik-App gehst du mit derselben Abfolge vor. Die drei Schritte beschreiben den Aufbau des Nachweises; sie entscheiden nicht allein darüber, ob die App als Quelle oder als Arbeitswerkzeug einzuordnen ist.

Am Ende hältst du fest, dass die genaue Formatierung vom gewählten Zitierstil und von den Vorgaben deiner eigenen Hochschule abhängt. Vergleiche den fertigen Eintrag deshalb mit dem Leitfaden, den du für deine Arbeit verwendest. Wenn der Leitfaden eine offene Frage nicht beantwortet, klärst du sie mit der betreuenden Person. So trennst du die belegten Bestandteile des App-Nachweises von Fragen zur Gestaltung deines konkreten Zitierstils.

Quellen und Stand

Der vollständige Titel zu „Apps im Text und Literaturverzeichnis zitieren“ lautet „App zitieren: Eintrag und Quellenangabe“.

Soll jemand prüfen, ob dein App-Zitat und dein Verzeichnis zusammenpassen?

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Häufige Fragen zum Zitieren einer App

Welche Angaben gehören in einen Mobile-App-Nachweis?

Das Basisschema nennt Anbieter oder Entwickler, Jahr, App-Name mit Versionsnummer in Klammern, [Mobile App], App Store oder Google Play Store und, falls vorhanden, die URL zum Store-Eintrag.

Was trage ich ein, wenn keine URL vorhanden ist?

Die URL wird im Schema nur ergänzt, falls sie vorhanden ist. Prüfe dann die übrigen Angaben: Anbieter oder Entwickler, Jahr, App-Name, Versionsnummer, [Mobile App] und Store als Quelle.

Wann ist eine Statistik-App ein Arbeitswerkzeug?

Prüfe den konkreten Einsatz. Dient weit verbreitete Standardsoftware nur zum Erheben, Auswerten oder Darstellen von Ergebnissen, nennt der TUM-Leitfaden Name und Version im Fließtext statt eines Literaturverzeichniseintrags.

Wann gehört eine App ins Literaturverzeichnis?

Eine spezielle App gehört nach dem TUM-Leitfaden ins Literaturverzeichnis, wenn du aus ihr inhaltlich zitierst oder ihre Funktion selbst untersuchst. Vergleiche den konkreten Fall mit dem Leitfaden.

Welche Fehler prüfe ich bei einer App?

Prüfe, ob Versionsnummer, [Mobile App], Store als Quelle und, falls vorhanden, die URL enthalten sind. Prüfe außerdem, ob eine reine Standardsoftware fälschlich als eigene Literaturangabe geführt wird.

Welcher Zitierstil gilt für den App-Eintrag?

Die genaue Formatierung prüfst du im gewählten Zitierstil und in den Vorgaben deiner eigenen Hochschule. Bei offenen Fragen vergleichst du den Eintrag mit dem verwendeten Leitfaden oder fragst die betreuende Person.

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