Den Mittelwert berechnen

Das arithmetische Mittel und seine Grenzen

Lesezeit ca. 6 Min. · aktualisiert: 14. Juni 2026 · zurück zum Blog

Der Mittelwert, genauer das arithmetische Mittel, ist das bekannteste Lagemaß. Diese Anleitung zeigt die Formel, rechnet ein Beispiel vor und erklärt, wann Median oder Modalwert die bessere Wahl sind.

Was das arithmetische Mittel ist

Das arithmetische Mittel (der Mittelwert, Symbol x̄) ist die Summe aller Werte geteilt durch ihre Anzahl. Es ist das gebräuchlichste Lagemaß und beschreibt den „Schwerpunkt“ der Daten. Voraussetzung ist ein metrisches Skalenniveau – für Rangdaten ist der Median geeigneter.

Die Formel

x̄ = (x1 + x2 + … + xn) / n, also die Summe aller Messwerte geteilt durch ihre Anzahl n. Bei Häufigkeiten multiplizierst du jeden Wert mit seiner Häufigkeit, summierst und teilst durch die Gesamtzahl (gewogenes Mittel).

Schritt für Schritt berechnen

Beispiel mit den Werten 4, 8, 6, 5, 3:

Das arithmetische Mittel beträgt 5,2.

Grenzen: der Ausreißer-Effekt

Der Mittelwert ist empfindlich gegenüber Ausreißern. Ein einziger extremer Wert verzerrt ihn stark: Bei den Gehältern 2.000, 2.100, 2.200 und 30.000 liegt das Mittel bei 9.075 € – kein typischer Wert. Hier bildet der Median die Verteilung besser ab. Prüfe die Daten vor der Wahl des Lagemaßes.

Häufige Fehler

Typische Fehler sind das Mitteln von Rang- oder Nominaldaten (unzulässig), das Übersehen von Ausreißern und das Runden zu früh im Rechenweg. Berichte den Mittelwert meist zusammen mit der Standardabweichung, damit auch die Streuung sichtbar ist. Als arithmetisches Mittel bleibt der Mittelwert trotz seiner Grenzen das gebräuchlichste Lagemaß.

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Häufige Fragen zum Mittelwert

Wie berechnet man den Mittelwert?

Alle Werte summieren und durch ihre Anzahl teilen: x̄ = Summe / n.

Was ist der Unterschied zwischen Mittelwert und Median?

Der Mittelwert ist der Durchschnitt, der Median der mittlere Wert; der Median ist robuster gegen Ausreißer.

Wann sollte man nicht den Mittelwert nehmen?

Bei starken Ausreißern oder nicht-metrischen Daten – dann ist der Median besser.

Was ist ein gewogenes Mittel?

Ein Mittelwert, bei dem Werte nach ihrer Häufigkeit oder Bedeutung gewichtet werden.

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