Die Standardabweichung berechnen

Streuung um den Mittelwert in drei Schritten

Lesezeit ca. 6 Min. · aktualisiert: 11. Juli 2026 · zurück zum Blog

Die Standardabweichung zeigt, wie weit die einzelnen Werte um den Mittelwert schwanken. Dieser Ratgeber erklärt die Formel, macht den Unterschied zwischen Stichprobe und Grundgesamtheit deutlich und rechnet die Streuung Schritt für Schritt an einem Beispiel vor.

Was die Standardabweichung über die Daten verrät

Die Standardabweichung (Symbol s oder σ) beschreibt, wie weit die einzelnen Messwerte im Schnitt vom Mittelwert abweichen. Ist der Kennwert klein, drängen sich die Daten eng um den Mittelwert, ist er groß, verteilen sie sich breit. Rechnerisch entsteht sie als Wurzel der Varianz und trägt dieselbe Einheit wie die Ausgangswerte.

Die Formel im Überblick

Bei einer Stichprobe lautet die Formel: s = Wurzel aus [ Summe (xi − x̄)² / (n − 1) ]. Geht es um die Grundgesamtheit, steht im Nenner n statt n − 1. Dieses n − 1 (die Bessel-Korrektur) sorgt dafür, dass die Streuung einer Stichprobe nicht systematisch zu niedrig ausfällt – in Abschlussarbeiten arbeitest du deshalb fast immer mit der Stichprobenformel.

Standardabweichung Schritt für Schritt berechnen

Nehmen wir als Beispiel die Werte 4, 8, 6, 5, 3:

Damit liegt die Standardabweichung bei etwa 1,92.

Die Standardabweichung richtig interpretieren

Liegt näherungsweise eine Normalverteilung vor, fallen etwa 68 % der Werte in den Bereich Mittelwert ± eine Standardabweichung und rund 95 % in den Bereich ± zwei Standardabweichungen. Gib die Standardabweichung stets gemeinsam mit dem Mittelwert an, üblicherweise in Klammern: M = 5,2 (SD = 1,92).

Häufige Stolperfallen

Am häufigsten passiert Folgendes: Varianz und Standardabweichung werden verwechselt (die Wurzel bleibt ungezogen), im Nenner steht n statt n − 1 bei Stichproben, oder die Einheit fehlt am Schluss. Kontrolliere zusätzlich, ob dein Tool die Stichproben- oder Populationsformel nutzt – in SPSS und Excel (Funktion STABW.S) ist die Stichprobenvariante voreingestellt.

Noch mehr Statistik-Grundlagen findest du bei Varianz berechnen und Mittelwert berechnen. Den großen Zusammenhang liefert die deskriptive Statistik, während der Statistik-und-SPSS-Hub sämtliche Auswertungen bündelt. Die saubere Berichtsweise sichert am Ende ein Korrekturlesen.

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Wichtige Fragen zur Standardabweichung

Was sagt die Standardabweichung aus?

Sie zeigt, wie weit die Werte im Schnitt vom Mittelwert entfernt liegen: ein kleiner Wert bedeutet dichte, ein großer breite Streuung.

Wie berechnet man die Standardabweichung?

Zuerst den Mittelwert bilden, dann die quadrierten Abweichungen aufsummieren, durch n − 1 teilen (das ergibt die Varianz) und zum Schluss die Wurzel ziehen.

Was ist der Unterschied zwischen n und n − 1?

Für Stichproben rechnest du mit n − 1 (der Bessel-Korrektur), für die vollständige Grundgesamtheit mit n.

Wie berichtet man die Standardabweichung?

Immer gemeinsam mit dem Mittelwert, etwa in der Form M = 5,2 (SD = 1,92).

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