Das Konfidenzintervall berechnen

Der Unsicherheitsbereich einer Schätzung

Lesezeit ca. 6 Min. · aktualisiert: 14. Juni 2026 · zurück zum Blog

Ein Konfidenzintervall gibt den Bereich an, in dem der wahre Wert mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit liegt. Diese Anleitung zeigt die Formel, den Einfluss von Standardfehler und Konfidenzniveau und rechnet ein 95-%-Konfidenzintervall vor.

Was ein Konfidenzintervall aussagt

Ein Konfidenzintervall (KI) gibt einen Bereich um einen Schätzwert – meist den Mittelwert – an, der den wahren Wert der Grundgesamtheit mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit überdeckt. Ein 95-%-KI bedeutet: Bei häufiger Wiederholung enthielten 95 % der so gebildeten Intervalle den wahren Wert.

Die Formel

Für den Mittelwert lautet das KI: x̄ ± z · (s / √n). Dabei ist x̄ der Mittelwert, s die Standardabweichung, n der Stichprobenumfang und z der Wert der Standardnormalverteilung (1,96 für 95 %). Der Term s / √n ist der Standardfehler. Bei kleinen Stichproben nutzt man statt z den t-Wert.

Schritt für Schritt berechnen

Beispiel: x̄ = 50, s = 10, n = 100, 95-%-Niveau:

Das 95-%-Konfidenzintervall reicht von rund 48 bis 52.

Was das Intervall breiter oder schmaler macht

Das Intervall wird schmaler (genauer) bei größerem Stichprobenumfang n und kleinerer Streuung. Es wird breiter bei höherem Konfidenzniveau: Ein 99-%-KI ist breiter als ein 95-%-KI, weil mehr Sicherheit mehr Spielraum verlangt. Der größte Hebel ist meist die Stichprobengröße.

Häufige Fehler

Der häufigste Denkfehler: Ein 95-%-KI heißt nicht, dass der wahre Wert mit 95 % Wahrscheinlichkeit im konkreten Intervall liegt – die Aussage bezieht sich auf das Verfahren über viele Stichproben. Weitere Fehler: z statt t bei kleinen Stichproben und die Verwechslung von Standardfehler und Standardabweichung.

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Häufige Fragen zum Konfidenzintervall

Was ist ein Konfidenzintervall?

Ein Bereich um einen Schätzwert, der den wahren Wert mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit überdeckt.

Wie berechnet man ein Konfidenzintervall?

Mittelwert ± z · (Standardabweichung / Wurzel aus n); z = 1,96 für 95 %.

Was ist der Standardfehler?

Die Streuung des Mittelwerts: Standardabweichung geteilt durch die Wurzel aus dem Stichprobenumfang.

Warum ist ein 99-%-Intervall breiter?

Mehr Sicherheit verlangt mehr Spielraum, also ein breiteres Intervall.

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