Wie schreibt man „zugrunde liegen“ richtig?
Zugrunde liegen: richtige Schreibweise
Die empfohlene Schreibweise lautet „zugrunde liegen“. Daneben ist „zu Grunde liegen“ als alternative Schreibung belegt.
Die richtige Schreibweise auf einen Blick
Die von Duden empfohlene Schreibweise ist zugrunde liegen. Für die schnelle Entscheidung ist diese Form sofort verwendbar: Schreibe zugrunde liegen.
Als alternative Schreibung ist zu Grunde liegen angegeben. Beide genannten Formen bestehen aus getrennt geschriebenen Wörtern.
Die Verbindung kann ausdrücken, dass etwas die Grundlage für etwas anderes bildet. Ein neutraler Beispielsatz lautet: „Dem Plan liegt eine Annahme zugrunde.“
Am Satzanfang wird das erste Wort wegen seiner Satzposition großgeschrieben: „Zugrunde liegt dem Plan eine Annahme.“ Die Großschreibung von „Zugrunde“ beruht dort auf der Stellung am Satzanfang.
Für den eigenen Text wähle entweder die empfohlene Form zugrunde liegen oder die alternative Form zu Grunde liegen.

Welche Schreibweise ist belegt?
Die Quelle nennt zwei Schreibweisen: zugrunde liegen als empfohlene Form und zu Grunde liegen als Alternative. Damit lässt sich die Schreibentscheidung auf diese beiden Formen beschränken.
Die Verbindung steht für einen Sachverhalt, der einer anderen Sache als Grundlage dient. Sie lässt sich in neutralen Sätzen anwenden: „Der Entscheidung liegt eine Annahme zugrunde.“ „Einer Erklärung kann ein Missverständnis zugrunde liegen.“ „Dem Entwurf liegt eine Überlegung zu Grunde.“
Die Beispielsätze verwenden die empfohlene und die alternative Schreibung. „Der Entscheidung liegt eine Annahme zugrunde“ enthält die empfohlene Form. „Dem Entwurf liegt eine Überlegung zu Grunde“ zeigt die erlaubte Alternative.
Steht die Verbindung am Anfang eines Satzes, lautet der Beginn „Zugrunde liegt ...“. „Zugrunde“ wird dort wegen der Satzposition großgeschrieben.
Prüfe einen eigenen Satz, indem du die verwendete Schreibweise mit zugrunde liegen und zu Grunde liegen vergleichst. So lässt sich feststellen, ob eine der beiden genannten Formen verwendet ist.
Richtig oder falsch: drei Satzpaare
Die drei Paare unterscheiden sich jeweils nur in der geprüften Schreibweise. Die Großschreibung am Satzanfang wird anschließend gesondert betrachtet.
| Richtig | Falsch |
|---|---|
| Wir prüfen, was der Notiz zugrunde liegt. | Wir prüfen, was der Notiz zugrundeliegt. |
| Eine Annahme kann der Entscheidung zugrunde liegen. | Eine Annahme kann der Entscheidung zugrundeliegen. |
| Der Skizze soll eine Annahme zugrunde liegen. | Der Skizze soll eine Annahme zugrunde-liegen. |
Im ersten Paar lautet die empfohlene Form „zugrunde liegt“. Im zweiten und dritten Paar lautet sie „zugrunde liegen“. Die Zusammenschreibungen und die Bindestrichschreibung gehören nicht zu den belegten Schreibweisen.
Ein korrektes Beispiel mit der alternativen Schreibung lautet: „Der Notiz liegt eine Annahme zu Grunde.“ Die Variante bleibt ebenfalls getrennt.
Beginnt ein Satz mit der Verbindung, kann er lauten: „Zugrunde liegt der Entscheidung eine Annahme.“ Der Großbuchstabe erklärt sich durch den Satzanfang. Er verändert die getrennte Schreibweise nicht.
Typische Stolperfallen bei der Schreibweise
Eine zentrale Stolperfalle ist die Verwechslung von empfohlener und alternativer Schreibung. „zugrunde liegen“ ist die empfohlene Form. „zu Grunde liegen“ ist als Alternative belegt. Beide Formen werden getrennt geschrieben.
Eine weitere Stolperfalle besteht darin, die Verbindung zu einem einzigen Wort zusammenzuziehen. Die Formen „zugrundeliegen“ und „zugrundeliegt“ sind nicht als richtige Schreibungen anzusetzen. Auch ein Bindestrich in „zugrunde-liegen“ wird nicht als belegte Schreibung ausgewiesen.
Die Bedeutung sollte bei der Prüfung nicht erweitert werden. Belegt ist die Verwendung für den Fall, dass eine Sache als Grundlage für etwas dient oder die Grundlage für etwas bildet. Daraus darf keine zusätzliche Bedeutungsunterscheidung zwischen „zugrunde liegen“ und „zu Grunde liegen“ abgeleitet werden.
Auch Varianten sollten nicht nach einer vermuteten Häufigkeit bewertet werden. Die vorliegende Entscheidung nennt eine empfohlene Schreibung und eine alternative Schreibung. Eine Aussage darüber, welche Form außerhalb dieser Einordnung häufiger oder seltener sei, ist für die Prüfung nicht erforderlich.
Am Satzanfang kann die Großschreibung irritieren. „Zugrunde liegt dem Bericht ein Missverständnis“ beginnt mit einem großen „Z“. Das liegt an der Position am Satzanfang. Im Satzinneren bleibt die empfohlene Form klein: „Dem Bericht liegt ein Missverständnis zugrunde.“
Eine weitere Prüfung betrifft die Stellung im Satz. In „Dem Bericht liegt ein Missverständnis zugrunde“ steht die Form „zugrunde“ am Ende. In „Wir prüfen, was dem Bericht zugrunde liegt“ erscheint die gebeugte Verbform „liegt“ später. Die unterschiedliche Satzstellung verändert nicht die getrennte Schreibweise der Verbindung.

Der kurze Prüfweg für den eigenen Text
Für die Prüfung des eigenen Satzes reicht ein knapper Ablauf. Zuerst wird die Schreibweise betrachtet: Soll die empfohlene Form verwendet werden, lautet sie zugrunde liegen beziehungsweise eine gebeugte Form wie „zugrunde liegt“. Die Wörter bleiben getrennt.
- Schreibweise prüfen: Stehen „zugrunde“ und „liegen“ als getrennte Wörter? Wenn die alternative Form verwendet wird, stehen auch „zu“ und „Grunde“ getrennt vor „liegen“.
- Bedeutung prüfen: Beschreibt der Satz, dass etwas als Grundlage für etwas anderes dient oder die Grundlage für etwas bildet? Dann entspricht der Zusammenhang der belegten Bedeutung.
- Satzbeispiel prüfen: Lies die Verbindung in ihrem ganzen Satz. Ein mögliches Muster ist: „Dem Bericht liegt ein Missverständnis zugrunde.“ Ein weiteres Muster lautet: „Seiner Erklärung kann ein Irrtum zugrunde liegen.“
- Verwechslung prüfen: Suche nach einer Zusammenschreibung wie „zugrundeliegen“ oder „zugrundeliegt“ sowie nach einem Bindestrich. Diese Formen sind nicht als richtige Schreibungen anzusetzen.
- Satzanfang prüfen: Beginnt der Satz mit der Verbindung, wird „Zugrunde“ großgeschrieben. Die Großschreibung entsteht durch den Satzanfang und hebt die Worttrennung nicht auf.
Als kompakter Merkcheck bleibt damit: zugrunde liegen ist die empfohlene getrennte Schreibweise. zu Grunde liegen ist die belegte getrennte Alternative. Prüfe anschließend die Bedeutung als Grundlage, den vollständigen Satz und mögliche Zusammenschreibungen.
Ein kurzer Anwendungssatz kann so aussehen: „Dem Entwurf liegt ein Missverständnis zugrunde.“ Wird die Verbindung an den Satzanfang gestellt, lautet der Satz: „Zugrunde liegt dem Entwurf ein Missverständnis.“ Beide Beispiele zeigen die getrennte Schreibweise und die unterschiedliche Großschreibung an der Satzposition.
Passende nächste Schritte
Quellen und Stand
- Fachquelle: www.duden.de (geprüft am 2026-08-15)