Muss jedes Kapitel Ihrer Abschlussarbeit auf einer neuen Seite beginnen?

Seitenumbruch vor neuen Kapiteln: Vorgaben und Word-Einstellung

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 1. Oktober 2026 · Word für die Bachelorarbeit

Manche Formatvorgaben verlangen, dass jedes Kapitel auf einer neuen Seite beginnt. Andere schreiben das Gegenteil vor. Dieser Artikel zeigt vier konkrete Beispiele aus verschiedenen Hochschulen und erklärt, wie die Einstellung in Word technisch gesetzt wird.

Beginnt jedes Kapitel auf einer neuen Seite?

Ob ein Kapitel auf einer neuen Seite beginnt, entscheidet die Formatvorgabe der Hochschule, die Vorgaben unterscheiden sich. Das ist der entscheidende Ausgangspunkt vor jeder Formatierungsarbeit: Die eigene Formatvorgabe zuerst lesen und die Regelung zum Kapitelanfang heraussuchen.

Die Orientierung für das Layout von Abschlussarbeiten der Fakultät Informatik/Mathematik der HTW Dresden hält fest, dass ein neues Kapitel mit einer neuen Seite beginnt. Diese Angabe gilt für die genannte Fakultät. Wer dort studiert, kennt damit die Regel für seinen Fachbereich. Eine Übertragung auf andere Einrichtungen oder andere Fächer wäre nicht belegt.

Der Ratgeber des Fachbereichs Elektrotechnik/Informatik der Universität Kassel formuliert die Anforderung eindeutig: Ein Kapitel beginnt immer auf einer neuen Seite. Auch das ist die Vorgabe dieser konkreten Einrichtung und kein allgemeines Prinzip. Am anderen Ende der Bandbreite steht der Leitfaden Neuere Geschichte auf historicum-estudies der Universität zu Köln: Dort beginnen Kapitel ausdrücklich nicht auf einer neuen Seite. Dieser Leitfaden gilt für die dort genannte Abteilung und ist nicht auf andere Fächer übertragbar.

Zwischen diesen beiden Positionen liegt die Empfehlung der Universität Duisburg-Essen, Fakultät für Bildungswissenschaften: Kapitel der ersten Gliederungsebene sollten auf einer neuen Seite beginnen. Das Wort sollten macht deutlich, dass es sich um eine Empfehlung handelt, nicht um eine Pflicht. Wer eine andere Vorgabe hat, folgt ihr.

Die vier Beispiele zeigen, dass keine einheitliche Antwort existiert. Welche Vorgabe gilt, steht im Leitfaden des eigenen Fachbereichs oder im Merkblatt des Prüfungsamts. Wer die Formatierung dauerhaft und konsistent absichern möchte, richtet Formatvorlagen für Abschlussarbeiten in Word so ein, dass die Kapitelüberschrift die Einstellung automatisch trägt und nicht bei jeder einzelnen Überschrift manuell gesetzt werden muss.

Seitenumbruch vor neuen Kapiteln einfügen: der Ablauf in drei Schritten

Vorgaben im Vergleich: Was einzelne Hochschulen regeln

Der direkte Vergleich der vier Leitfäden zeigt, wie unterschiedlich die Hochschulen die Frage regeln. Die folgende Tabelle fasst ausschließlich die Vorgaben zusammen, die in den vier genannten Leitfäden stehen.

Tabelle: Hochschule, Vorgabe zum Kapitelanfang, Besonderheit
HochschuleVorgabe zum KapitelanfangBesonderheit
HTW Dresden, Fakultät Informatik/MathematikNeues Kapitel auf neuer SeiteUnterkapitel mit zwei Leerzeilen vom vorausgehenden Text abgesetzt
Universität Duisburg-Essen, BildungswissenschaftenEbene 1 sollte auf neuer Seite beginnen (Empfehlung)Gilt ausdrücklich nur für Überschriften ersten Grades
Universität Kassel, Elektrotechnik/InformatikImmer auf neuer SeiteBei doppelseitigem Layout auf rechter Seite mit ungerader Seitennummer
Universität zu Köln, Leitfaden Neuere GeschichteNicht auf neuer SeiteAusnahme: wissenschaftlicher Apparat; Kapitel, bei denen nur die Überschrift auf die Seite passt

Die vier Beispiele zeigen, dass die Regel von immer bis nie reicht und je Hochschule oder Abteilung verschieden ist. Wie viele Hochschulen insgesamt eine neue Seite verlangen, lässt sich aus diesen vier Quellen nicht sagen. Eine Aussage, dass eine dieser Regeln bundesweit gilt, ist damit ebenfalls nicht belegt.

Der Kölner Leitfaden benennt zwei Ausnahmen von seiner Regel: Erstens den wissenschaftlichen Apparat, zweitens Kapitel, bei denen nur die Überschrift auf die aktuelle Seite passt und der Fließtext erst auf der Folgeseite steht. In Duisburg-Essen gilt die Empfehlung ausdrücklich nur für Überschriften ersten Grades; tiefere Gliederungsebenen erwähnt der Leitfaden an dieser Stelle nicht.

Wer nach dem Überarbeiten der Formatierung unerwünschte leere Seiten im Dokument entdeckt, kann mit der Anleitung zum Leerseiten in Word löschen gezielt vorgehen, ohne dabei die Absatzformatierung zu verändern. Welche Vorgabe konkret gilt, lässt sich allein aus dem Leitfaden des eigenen Fachbereichs oder einer Rückfrage beim Prüfungsamt klären.

Seitenumbruch vor einem Kapitel in Word einstellen

Der Microsoft-Support beschreibt einen Weg, wie man in Word einen Seitenumbruch unmittelbar vor einem bestimmten Absatz erzwingt. Dieser Weg arbeitet über die Absatzeinstellungen und kommt ohne manuelle Eingriffe in den Text aus.

  1. Den Absatz auswählen, der nach dem Umbruch als erster auf der neuen Seite erscheinen soll.
  2. Die Absatzoptionen öffnen, zum Beispiel über das Dialogfeld Absatz im Menüband.
  3. Die Registerkarte Zeilen- und Seitenumbrüche wählen.
  4. Unter Paginierung die Option Seitenumbruch vor auswählen und die Eingabe mit OK bestätigen.

Die Microsoft-Hilfe nennt das nicht, aus der Praxis empfiehlt sich aber: Die Einstellung lässt sich auch direkt in der Formatvorlage der Kapitelüberschrift hinterlegen. Wer das tut, erhält den Seitenumbruch automatisch bei jeder Überschrift dieser Ebene, ohne die Einstellung einzeln setzen zu müssen. Das spart Zeit und sorgt für Einheitlichkeit im gesamten Dokument.

Auch das steht so nicht in der Microsoft-Hilfe, sondern ist ein Hinweis aus der Praxis: Die Einstellung sitzt direkt am Absatz. Wer sie nutzt, macht manuelle Seitenumbrüche oder zusätzliche Leerzeilen vor der Kapitelüberschrift überflüssig, weil Word den Umbruch automatisch einfügt. Ob die eigene Word-Version die Schritte genauso anzeigt, prüft man am besten direkt im eigenen Menüband, da sich Bezeichnungen zwischen Versionen unterscheiden können.

Beim Formatieren einer Abschlussarbeit taucht neben dem Seitenumbruch auch die Frage auf, wie einzelne Zeilen am Seitenanfang oder Seitenende vermieden werden. Das Thema Schusterjungen und Hurenkinder in Word vermeiden behandelt genau das und zeigt, welche Absatzeinstellungen dabei helfen.

Einseitiger und doppelseitiger Druck: Wann entstehen leere Seiten?

Ob eine leere Seite vor einem Kapitelanfang entsteht, hängt nicht nur von der Hochschulvorgabe ab, sondern auch davon, ob die Arbeit ein- oder doppelseitig gedruckt wird. Zwei der vier Quellen machen dazu Angaben, die jeweils nur für die genannte Einrichtung gelten.

  • Doppelseitiges Layout (Universität Kassel, Elektrotechnik/Informatik): Bei doppelseitigem Layout beginnt ein Kapitel auf einer rechten Seite mit ungerader Seitennummer. Das nennt der Kasseler Ratgeber für das dort beschriebene Layout.
  • Einseitiger Druck (Universität Kassel, Elektrotechnik/Informatik): Abschlussarbeiten werden nach dem Kasseler Ratgeber in der Regel einseitig gesetzt und gedruckt. Dann entfällt der Zwang zu einer geraden Seitenzahl je Kapitel, mit dem eine leere Seite vor dem Kapitelanfang vermieden wird.
  • Einseitiger Druck (Universität zu Köln, Leitfaden Neuere Geschichte): Der Kölner Leitfaden nennt einseitigen Druck und schreibt gleichzeitig vor, dass Kapitel nicht auf einer neuen Seite beginnen. Leere Seiten entstehen bei dieser Kombination nicht.

Der Kasseler Ratgeber weist darauf hin, dass beim doppelseitigen Layout leicht eine leere Seite vor dem Kapitelanfang entsteht, wenn das vorherige Kapitel auf einer ungeraden Seite endet. Das ist eine Eigenheit dieses Layouts, die der Ratgeber für das dort genannte Vorgehen beschreibt. Die Angaben zum Druckformat gelten jeweils nur für die genannten Vorgaben der Universität Kassel und der Universität zu Köln, wie diese Quellen sie festhalten.

Welches Format die eigene Hochschule vorschreibt, steht allein in der eigenen Formatvorgabe. Wer wissen möchte, wann in Word ein anderer Umbruchtyp besser passt, findet eigenständige Hilfe beim Thema Abschnittsumbrüche in Word gezielt einsetzen, das erklärt, welcher Umbruch für welchen Zweck geeignet ist.

Unterkapitel und Kopfzeile am Kapitelanfang

Neben der Frage, ob ein Kapitel auf einer neuen Seite beginnt, regeln manche Leitfäden auch den Abstand zu Unterkapiteln und die Verbindung zwischen Kapitelanfang und Kopfzeile. Beide Aspekte hängen mit der Gesamtgliederung des Dokuments zusammen.

Die Orientierung der HTW Dresden hält fest, dass ein neues Unterkapitel mit zwei Leerzeilen vom vorausgehenden Text abgesetzt wird. Das ist die Vorgabe dieser Fakultät für die zweite Gliederungsebene. Ob dieselbe Regel bei anderen Einrichtungen gilt, lässt sich aus dieser Quelle nicht ableiten.

Der Leitfaden der Universität Duisburg-Essen, Bildungswissenschaften, nennt die Empfehlung für eine neue Seite ausdrücklich nur für Überschriften ersten Grades. Tiefere Gliederungsebenen werden dort in diesem Zusammenhang nicht erwähnt. Für diese Ebenen macht der Leitfaden an dieser Stelle keine Angabe, und die eigene Formatvorgabe ist zu prüfen.

Mit dem Kapitelanfang hängt auch die Kopfzeile des Dokuments zusammen: Ob die aktuelle Kapitelüberschrift dort erscheinen soll, regelt die Formatvorgabe des eigenen Fachbereichs. Wie das in Word umgesetzt wird, behandelt der Ratgeber zur Kapitelüberschrift in der Kopfzeile von Word eigenständig. Die technischen Schritte dafür sind unabhängig davon, ob das Kapitel auf einer neuen Seite beginnen muss oder nicht.

Wer in der eigenen Formatvorgabe keine Angabe zum Kapitelanfang findet, kann als Vorschlag die betreuende Person oder das Prüfungsamt fragen. Das Prüfungsamt gibt im Zweifelsfall die verbindliche Auskunft, weil Leitfäden nicht jede Detailfrage regeln.

Seitenumbruch vor neuen Kapiteln einfügen: Prüfliste mit vier Punkten

Was die Quellen nicht klären

Die Quellen zeigen Beispiele von vier Hochschulen und einer Word-Anleitung, sie ersetzen nicht die eigene Formatvorgabe. Wer diesen Artikel liest, lernt, welche Bandbreite an Regelungen existiert. Welche Regel konkret gilt, steht im Leitfaden des eigenen Fachbereichs.

Duisburg-Essen formuliert seine Vorgabe mit dem Wort sollten: Das ist ausdrücklich eine Empfehlung und lässt Spielraum. Andere Leitfäden in diesem Artikel lassen keinen. Der Kasseler Ratgeber und der Kölner Leitfaden sind Vorgaben einzelner Einrichtungen: Der eine gilt für den Fachbereich Elektrotechnik/Informatik der Universität Kassel, der andere für den Leitfaden Neuere Geschichte auf historicum-estudies der Universität zu Köln. Keine dieser Regeln gilt automatisch an einer anderen Hochschule oder in einem anderen Fach.

Microsoft beschreibt in seiner Hilfe zur Einstellung Seitenumbruch vor ausschließlich die Word-Funktion, nicht die Vorgabe einer Hochschule. Die Frage, ob ein Kapitel auf einer neuen Seite beginnen soll, beantwortet Microsoft nicht. Das ist allein Sache der Formatvorgabe des jeweiligen Fachbereichs.

Stand dieses Artikels ist Oktober 2026. Die Leitfäden der genannten Hochschulen können sich ändern. Wer auf aktuelle Gültigkeit angewiesen ist, ruft die Originalquelle des eigenen Fachbereichs ab und prüft das Veröffentlichungsdatum. Wer das Erscheinungsbild der Arbeit vor der Abgabe noch einmal systematisch durchsehen möchte, findet dazu eine Übersicht unter Layout der Bachelorarbeit prüfen, die weitere Formatpunkte abdeckt.

Quellen und Stand

Der Beitrag „Muss jedes Kapitel Ihrer Abschlussarbeit auf einer neuen Seite beginnen?“ trägt den vollständigen Titel „Seitenumbruch vor Kapiteln in Word einfügen“.

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Häufige Fragen zum Seitenumbruch vor neuen Kapiteln

Muss jedes Kapitel meiner Bachelorarbeit auf einer neuen Seite beginnen?

Das hängt von der Formatvorgabe des eigenen Fachbereichs ab. Vier Beispiele einzelner Hochschulen zeigen die Bandbreite: Die HTW Dresden (Informatik/Mathematik) nennt neue Seiten je Kapitel, die Universität Kassel (Elektrotechnik/Informatik) verlangt das immer, die Universität Duisburg-Essen (Bildungswissenschaften) empfiehlt es für Überschriften ersten Grades mit dem Wort sollten, und der Leitfaden Neuere Geschichte der Universität zu Köln schreibt das Gegenteil vor. Welche Regel gilt, steht allein in der eigenen Formatvorgabe oder beim Prüfungsamt.

Was ist der Unterschied zwischen einer Empfehlung und einer Pflicht beim Kapitelanfang?

Eine Empfehlung wie das sollten im Leitfaden der Universität Duisburg-Essen (Bildungswissenschaften) lässt Spielraum. Der Kasseler Ratgeber (Elektrotechnik/Informatik) formuliert dagegen eine Pflicht mit dem Wort immer. Welche Formulierung die eigene Formatvorgabe verwendet, entscheidet, ob ein Kapitelumbruch zwingend ist oder nicht.

Warum ist die Einstellung Seitenumbruch vor besser als Leerzeilen vor der Überschrift?

Der Microsoft-Support beschreibt Seitenumbruch vor als Absatzoption, die den Umbruch direkt am Absatz verankert. Aus der Praxis kommt dazu ein Hinweis, den die Microsoft-Hilfe selbst nicht nennt: Leerzeilen vor Überschriften können am Seitenanfang allein stehen und verschieben dabei die Abstände beim Druck unvorhersehbar. Die Einstellung Seitenumbruch vor arbeitet automatisch und hinterlässt keine solchen Reste.

Was passiert bei doppelseitigem Druck, wenn Kapitel auf einer neuen Seite beginnen sollen?

Der Ratgeber der Universität Kassel (Elektrotechnik/Informatik) weist darauf hin, dass bei doppelseitigem Layout ein Kapitel auf einer rechten Seite mit ungerader Seitennummer beginnt. Endet das vorherige Kapitel auf einer ungeraden Seite, entsteht dabei leicht eine leere Seite vor dem Kapitelanfang. Das beschreibt der Ratgeber für das dort genannte Layout. Ob die eigene Hochschule doppelseitigen Druck vorschreibt, steht in der eigenen Formatvorgabe.

Gilt die Vorgabe für eine neue Seite auch für Unterkapitel der zweiten Ebene?

Der Leitfaden der Universität Duisburg-Essen (Bildungswissenschaften) nennt die Empfehlung ausdrücklich nur für Überschriften ersten Grades. Tiefere Gliederungsebenen erwähnt er an dieser Stelle nicht. Die Orientierung der HTW Dresden (Informatik/Mathematik) hält fest, dass ein neues Unterkapitel mit zwei Leerzeilen vom vorausgehenden Text abgesetzt wird. Für andere Einrichtungen ist das nicht übertragbar.

Was tun, wenn die eigene Formatvorgabe keine Regelung zum Kapitelanfang enthält?

Wer in der eigenen Formatvorgabe keine Angabe zum Kapitelanfang findet, kann als Vorschlag die betreuende Person oder das Prüfungsamt fragen. Das Prüfungsamt gibt im Zweifelsfall die verbindliche Auskunft. Leitfäden regeln nicht jede Detailfrage, und eine direkte Nachfrage ist der sicherste Weg.

Warum beginnen Kapitel im Kölner Leitfaden Neuere Geschichte nicht auf einer neuen Seite?

Der Leitfaden Neuere Geschichte auf historicum-estudies der Universität zu Köln schreibt vor, dass Kapitel nicht auf einer neuen Seite beginnen. Ausnahmen sind der wissenschaftliche Apparat sowie Kapitel, bei denen nur die Überschrift auf die aktuelle Seite passt und der Text erst auf der Folgeseite steht. Der Leitfaden nennt außerdem einseitigen Druck als Druckformat. Warum diese Regel so formuliert wurde, ergibt sich aus dem Leitfaden selbst, nicht aus diesem Artikel.

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