Schreibt man „Alles Gute“ groß?
Alles gute: richtige Schreibweise
Die korrekte Form lautet „alles Gute“ innerhalb eines Satzes und „Alles Gute“ am Satzanfang. Entscheidend ist die Großschreibung von „Gute“.
Die richtige Schreibweise auf einen Blick
Die richtige Schreibweise lautet alles Gute, wenn die Wendung innerhalb eines Satzes steht. Beginnt sie den Satz, lautet die Form Alles Gute. Das Wort Gute wird dabei großgeschrieben. Die Schreibweise „alles gute“ ist für diese Wendung nicht korrekt, weil „Gute“ hier die Funktion eines Nomens übernimmt.
Ein kurzer Beispielsatz lautet: „Für deinen neuen Lebensabschnitt wünsche ich dir alles Gute.“ Steht die Wendung am Satzanfang, heißt es zum Beispiel: „Alles Gute für deinen weiteren Weg.“ In beiden Sätzen bleibt Gute groß. Nur bei alles entscheidet die Position im Satz über den großen oder kleinen Anfangsbuchstaben.
Die gesuchte Form ist deshalb nicht „Alles gute“ und auch nicht „alles gute“. Richtig sind „alles Gute“ innerhalb eines Satzes sowie „Alles Gute“ am Satzanfang. Diese Unterscheidung beantwortet die Frage nach der korrekten Schreibweise unmittelbar.

Warum „Gute“ großgeschrieben wird
Die zugrunde liegende Regel betrifft die Nominalisierung. Das Adjektiv „gut“ steht in dieser Form mit der Endung „-e“ und übernimmt die Funktion eines Nomens. Deshalb wird es großgeschrieben: In diesem Zusammenhang heißt es „Gute“.
Die Struktur lässt sich so zusammenfassen: Auf „alles“ folgt ein Adjektiv mit der Endung „-e“, ohne dass danach ein Nomen steht. In dieser Verbindung liegt eine Nominalisierung vor. Das erklärt die Großschreibung von „Gute“.
„Wir wünschen dem Paar alles Gute.“ Hier steht die Wendung im Satzinneren, daher beginnt „alles“ klein. „Alles Gute für die gemeinsame Zeit.“ Hier eröffnet die Wendung den Satz, daher beginnt „Alles“ groß. „Ich hoffe, dass für dich alles Gute eintritt“ folgt derselben Schreibweise bei „Gute“.
Die falsche Form „alles gute“ schreibt das nominalisierte Adjektiv klein. Bei „Alles gute“ ist zwar der Satzanfang großgeschrieben, „gute“ bleibt jedoch klein. Richtig sind dagegen „alles Gute“ im Satz und „Alles Gute“ am Satzanfang.
Richtig und falsch im direkten Vergleich
Bei den folgenden Paaren ist der Satzanfang getrennt von der eigentlichen Regel zu betrachten. Am Satzanfang darf „Alles“ großgeschrieben werden. Unabhängig davon bleibt „Gute“ in der Wendung groß.
Richtig: „Ich wünsche dir alles Gute.“
Falsch: „Ich wünsche dir alles gute.“
Im Satzinneren steht „alles“ klein, während „Gute“ wegen der Nominalisierung großgeschrieben wird.
Richtig: „Alles Gute für deinen Weg.“
Falsch: „Alles gute für deinen Weg.“
Hier beginnt die Wendung den Satz. Deshalb ist „Alles“ groß. Die Großschreibung von „Gute“ folgt zusätzlich aus der Regel.
Richtig: „Zum Abschied wünschen wir euch alles Gute.“
Falsch: „Zum Abschied wünschen wir euch alles gute.“
Die Position im Satz macht bei „alles“ einen Unterschied, nicht aber bei „Gute“.
Die Paare zeigen damit zwei getrennte Prüfungen: Zuerst wird festgestellt, ob die Wendung am Satzanfang steht. Danach wird geprüft, ob das nominalisierte Adjektiv „Gute“ großgeschrieben ist. Wer nur auf das erste Wort achtet, kann die entscheidende Großschreibung am zweiten Wort übersehen.
Typische Verwechslungen bei der Schreibweise
Eine naheliegende Stolperfalle besteht darin, die Schreibweise allein aus der Aussprache oder aus einer umgangssprachlichen Verwendung abzuleiten. Das reicht für die Entscheidung nicht aus. In „alles Gute“ übernimmt „Gute“ die Funktion eines Nomens und wird deshalb großgeschrieben.
Eine zweite Verwechslung entsteht durch die Satzposition. Am Anfang eines Satzes steht „Alles Gute“, innerhalb eines Satzes dagegen „alles Gute“. Daraus darf nicht abgeleitet werden, dass „Gute“ innerhalb eines Satzes kleinzuschreiben sei. Die Satzposition betrifft das erste Wort der Wendung. Die Nominalisierung erklärt die Schreibweise des zweiten Wortes.
Auch die Form „Alles gute“ sieht auf den ersten Blick plausibel aus, weil das erste Wort am Satzanfang großgeschrieben wird. Sie ist dennoch nicht korrekt, weil „gute“ die erforderliche Großschreibung nicht erhält. Bei „alles gute“ im Satzinneren ist dagegen „alles“ richtig kleingeschrieben; nur „gute“ muss als „Gute“ erscheinen.
Prüfe die Stellung der Wendung im Satz und anschließend die Schreibweise von „Gute“. So wird die Form nicht bloß aus Klang, Gewohnheit oder Umgangssprache abgeleitet.

Der kurze Prüfweg für den eigenen Text
Für eine schnelle Prüfung reichen vier Fragen. Erstens: Steht die Wendung am Satzanfang? Wenn ja, beginnt sie mit „Alles“, steht sie innerhalb des Satzes, beginnt sie mit „alles“. Zweitens: Folgt das Wort „Gute“? In der Wendung wird es großgeschrieben, weil es nominalisiert ist.
- Prüfe die vollständige Schreibweise: „alles Gute“ oder am Satzanfang „Alles Gute“.
- Prüfe die Regel: „Gute“ übernimmt die Funktion eines Nomens und erhält den Großbuchstaben.
- Vergleiche deinen Satz mit einem passenden Beispielsatz wie „Ich wünsche dir alles Gute“ oder „Alles Gute für dich“.
- Suche nach der Verwechslung „alles gute“ beziehungsweise „Alles gute“ und ersetze sie durch die passende Form.
Der Prüfweg verbindet damit Schreibweise, Regel, Beispielsätze und eine mögliche Verwechslung. Als Merksatz genügt: Das erste Wort richtet sich nach dem Satzanfang, „Gute“ bleibt in dieser nominalisierten Wendung groß. So lässt sich die Form im eigenen Text unmittelbar kontrollieren.
Passende nächste Schritte
Quellen und Stand
- Fachquelle: languagetool.org (geprüft am 2026-08-15)