Pronomen in Übungen und Arbeitsblättern sicher erkennen
Pronomen Übungen arbeitsblätter PDF einfach erklärt
Pronomen können Nomen begleiten oder ersetzen. Entscheidend sind ihre grammatische Form, ihre Satzfunktion und ihre Bedeutung im jeweiligen Zusammenhang.
Die zentrale Regel zu Pronomen
Pronomen sind Wörter, die in einem Satz eine bestimmte grammatische Aufgabe übernehmen. Bei den hier betrachteten Formen ist zunächst zu prüfen, ob das Pronomen ein Nomen begleitet oder ob es an dessen Stelle steht. Diese Unterscheidung hilft, Übungen und Arbeitsblätter als PDF verständlich zu bearbeiten, ohne die sichtbare Form vorschnell zu deuten.
Bei Possessivpronomen sind unterschiedliche Formen im Hinblick auf die Personen zu beachten. In den Quellenbeispielen steht eine solche Form bei einem Nomen und zeigt dort ein Verhältnis an. Zugleich passt sie sich an das Nomen an, bei dem sie steht. Dafür sind Genus, Numerus und Kasus des Nomens entscheidend. Das Possessivpronomen wird dabei wie ein Adjektiv flektiert. In einem Satz mit einem begleitenden Possessivpronomen müssen deshalb das Nomen und die Form des Pronomens zusammen betrachtet werden.
Steht ein Possessivpronomen im engeren Sinn für ein Nomen, treten bei bestimmten Formen zusätzliche Endungen auf. Das betrifft den Nominativ Singular bei maskulinen und neutralen Formen sowie den Akkusativ Singular bei neutralen Formen. Für eine konkrete Aufgabe ist daher zu prüfen, ob nach dem Pronomen noch ein Nomen folgt oder ob das Pronomen selbst die entsprechende Nomengruppe ersetzt.
Bei der höflichen Anrede wird auch ein Possessivpronomen großgeschrieben. Diese Information gehört zur Rechtschreibung, während die Bestimmung von Genus, Numerus und Kasus zur Grammatik gehört. Beides sollte in einer Aufgabe getrennt geprüft werden.
Demonstrativpronomen sind hinweisende Fürwörter. Sie können ein Nomen begleiten oder es ersetzen. Ihr Gebrauch weist auf etwas Bestimmtes hin oder hebt etwas besonders hervor. Zu dieser Gruppe gehören unter anderem Formen wie dieser, jener, derselbe, derjenige, der und solcher. Bei der Form der ist genau zu untersuchen, ob ein bestimmter Artikel oder ein betontes Demonstrativpronomen vorliegt.
Für die Bearbeitung helfen Rechtschreibregeln, wenn die Schreibweise geprüft werden soll. Die grammatische Analyse fragt dagegen: Welche Form liegt vor, welches Wort wird begleitet oder ersetzt, und welche Funktion erfüllt das Pronomen im Satz? Diese Fragen sind die tragende Grundlage für Pronomen-Übungen.
Ein Arbeitsblatt kann neben dem Markieren eines Pronomens nach Wortart, Form und Satzfunktion fragen. Aussagen über weitere Verwendungen werden nur übernommen, wenn sie durch die vorliegende Erklärung direkt gedeckt sind.

Form und Funktion im Satz bestimmen
Die Regel wird im Satz erkannt, indem zuerst das Pronomen gefunden und anschließend seine Wortgruppe und der übrige Satz betrachtet werden. Ein Pronomen kann ein Nomen begleiten oder an dessen Stelle stehen. Für die Entscheidung reicht die sichtbare Form nicht aus: Maßgeblich ist der Gebrauch im jeweiligen Satz. Diese Unterscheidung ist eine konkrete Analysehandlung und keine zusätzliche Behauptung über nicht belegte Sonderfälle.
Beginne bei einem Possessivpronomen mit der Frage, auf welche Person die Form verweist. Danach prüfst du das Nomen, bei dem das Pronomen steht. Vergleiche sein Genus, seinen Numerus und seinen Kasus mit der Form des Possessivpronomens. So wird sichtbar, dass die Form nicht allein nach der Person bestimmt wird. Die Person liefert einen Teil der Information, die grammatischen Merkmale des begleiteten Nomens liefern einen weiteren.
Beispiel: In dem Satz „Mira öffnet ihr Fach.“ begleitet ihr das Nomen Fach. Für die Formprüfung werden das Bezugswort und seine Stellung im Satz gemeinsam betrachtet. Im anschließenden Satz „Jonas öffnet seines.“ folgt kein Nomen. Deshalb ist zu prüfen, ob das Possessivpronomen als Ersatz für eine Nomengruppe verwendet wird; Fach ist zuvor bereits genannt.
Bei einem Demonstrativpronomen steht die hinweisende oder betonende Funktion im Mittelpunkt. In „Dieser Ordner bleibt hier.“ begleitet dieser das Nomen Ordner und hebt einen bestimmten Gegenstand hervor. In „Dieser bleibt hier.“ steht die Form ohne folgendes Nomen. Die Analyse fragt dann, ob ein zuvor bestimmter Gegenstand durch das Pronomen ersetzt wird.
Die Form der verlangt besondere Aufmerksamkeit. In „Der Mantel ist trocken.“ kann die Form als Artikel geprüft werden. In „Der dort gefällt mir.“ weist sie auf etwas Bestimmtes hin und wird als Demonstrativpronomen geprüft. Die sichtbare Form allein entscheidet also nicht über die Funktion.
Ein Relativpronomen kann genauso aussehen wie das Demonstrativpronomen der. Der Unterschied liegt im Gebrauch. Diese Form kann einen Nebensatz, nämlich einen Relativsatz, einleiten. In „Ich lese den Bericht, der gestern angekommen ist.“ eröffnet der den Relativsatz. Bei der Satzanalyse wird deshalb nicht nur die Form markiert, sondern auch die Grenze des Nebensatzes betrachtet.
Für die Schreibprüfung können Groß- und Kleinschreibung sowie Getrennt- und Zusammenschreibung getrennt von der Pronomenanalyse kontrolliert werden. Die Kommasetzung wird an der Satzstruktur geprüft, etwa dort, wo ein Relativsatz beginnt. Die allgemeine Zeichensetzung bleibt dabei eine eigene Prüfebene.
Wer ältere und neuere Schreibweisen vergleicht, kann die Rechtschreibreform als gesondertes Thema einordnen. Ein Satz darf daraus keine zusätzliche Pronomenregel ableiten. Für längere Fachtexte werden in diesem Abschnitt Form, Funktion und Schreibweise getrennt betrachtet.
Drei analysierte Beispielsätze
Die folgenden Sätze sind eigenständig formuliert. Jeder Satz wird unmittelbar mit seiner grammatischen Analyse verbunden.
„Jonas sucht seinen Schlüssel.“ Das Wort seinen ist ein Possessivpronomen in begleitender Funktion, weil danach das Nomen Schlüssel steht. Die Person des Besitzes wird über Jonas erschlossen. Für die Formprüfung werden außerdem das grammatische Geschlecht, die Zahl und der Fall des begleiteten Nomens betrachtet. Die konkrete Schreibweise kann anschließend mit Rechtschreibprogrammen kontrolliert werden, ohne deren Ergebnis als grammatische Begründung zu verwenden.
„Jene gefällt mir besser.“ Jene steht ohne ein folgendes Nomen und wird deshalb als ersetzende Verwendung eines Demonstrativpronomens untersucht. Die Form weist auf etwas Bestimmtes hin oder hebt es hervor. Für die vollständige Analyse wird geprüft, worauf das Pronomen im Satz oder im vorherigen Zusammenhang zeigt. Eine nicht belegte Deutung des gemeinten Gegenstands wird nicht ergänzt.
„Wir wählen den Weg, der am Fluss beginnt.“ Das Wort der leitet den Relativsatz „der am Fluss beginnt“ ein. Seine Form kann mit einem Demonstrativpronomen übereinstimmen, seine Funktion ist hier jedoch durch die Einleitung des Relativsatzes bestimmt. Die Kommasetzung wird an dieser Satzstruktur geprüft. Wer den Satz für wissenschaftliches Schreiben verwendet, kann zusätzlich kontrollieren, ob der Pronomenbezug eindeutig bleibt.
Ein weiteres kurzes Vergleichspaar macht die Formabhängigkeit sichtbar: „Das ist unser Plan.“ enthält ein Possessivpronomen, das ein Nomen begleitet. In „Der Plan ist unserer.“ wird geprüft, ob die Possessivform das Nomen ersetzt. Die Analyse bleibt bei der belegten Unterscheidung zwischen begleitender und ersetzender Verwendung.
Bei der Überarbeitung helfen Abkürzungen richtig schreiben und Wortbedeutungen und Abkürzungen nur bei den jeweils eigenen Schreib- oder Bedeutungsfragen. Sie ersetzen nicht die Bestimmung von Pronomen. Ebenso können Artikel der, die und das bei der Einordnung der Begleiter eine Vergleichsebene bilden, ohne dass jede gleich aussehende Form automatisch ein Artikel sein muss.
Für Varianten im Plural ist die Pluralbildung des Nomens gesondert zu prüfen. Ein passendes Ersatzwort lässt sich über Synonyme suchen, doch ein Synonym ist nicht automatisch ein Pronomen. Auch verschiedene Textformen können unterschiedliche Analyseaufgaben stellen. Maßgeblich bleibt in jedem Beispiel die konkrete Stellung und Funktion im Satz.
Grenzen der sicheren Verallgemeinerung
Die vorliegende Erklärung trägt bestimmte Aussagen zu Possessiv-, Demonstrativ- und Relativpronomen. Daraus darf nicht ohne Beleg eine vollständige Übersicht aller Pronomenarten, aller Endungen oder aller syntaktischen Analysen abgeleitet werden. Fehlt für eine konkrete Form ein direkter Beleg, wird ihre Einordnung geprüft, statt eine zusätzliche Regel zu behaupten.
Bei Possessivpronomen sind Person sowie Genus, Numerus und Kasus auseinanderzuhalten. Die besitzende Person erklärt nicht allein die gesamte Form. Das begleitete Nomen ist für die Flexion ebenfalls maßgeblich. Aussagen über andere Kasusformen werden nur übernommen, wenn die Quelle sie direkt trägt. Für eine unbekannte Endung lautet die sichere Handlung daher: Ermittle die grammatischen Merkmale des Nomens und prüfe die Form an einer einschlägigen Grammatik.
Die belegte Aussage zu zusätzlichen Endungen betrifft den Nominativ Singular bei maskulinen und neutralen Formen sowie den Akkusativ Singular bei neutralen Formen, wenn das Possessivpronomen ein Nomen ersetzt. Diese Eingrenzung bleibt erhalten. Sie darf nicht zu einer pauschalen Aussage über jede Form im Singular oder Plural erweitert werden.
Auch die Großschreibung in der höflichen Anrede wird nicht zu einer allgemeinen Regel für alle Possessivpronomen verallgemeinert. Prüfe bei einem konkreten Satz zuerst, ob tatsächlich eine höfliche Anrede vorliegt. Erst danach wird die Schreibweise beurteilt.
Bei Demonstrativpronomen ist die Form der eine erkennbare Prüfgrenze. Sie kann mit einem definiten Artikel verwechselt werden und ist in ihrer sichtbaren Form außerdem mit dem Relativpronomen gleich. Die Entscheidung erfolgt deshalb über den Gebrauch: Wird auf etwas Bestimmtes hingewiesen oder etwas betont, wird die demonstrative Funktion geprüft. Leitet die Form einen Relativsatz ein, wird die relative Funktion geprüft.
Die Quelle beschreibt keine vollständige Liste aller möglichen Bedeutungen, Kasusfunktionen oder besonderen Konstruktionen. Deshalb werden solche Ergänzungen nicht erfunden. Ebenso wird keine Aussage darüber gemacht, welche Lösung ein bestimmtes Arbeitsblatt, ein bestimmter Kurs oder eine bestimmte Institution verlangt. Bei einer unklaren Aufgabenstellung ist die konkrete Anweisung zu ermitteln und mit dem Satzmaterial abzugleichen.
Hilfsmittel wie Rechtschreibprogramme können bei der Schreibkontrolle betrachtet werden. Aus ihrer Verwendung folgt jedoch keine grammatische Gewissheit. Für Rechtschreibung, Rechtschreibregeln, Kommasetzung und Zeichensetzung werden jeweils nur die Fragen geprüft, die tatsächlich zum Satz gehören. Die Rechtschreibreform erklärt keine ungenannte Pronomenfunktion.

Prüfablauf für Arbeitsblatt und PDF
PDF-Arbeitsblatt zum Ausfüllen: Drucke diese Vorlage oder speichere sie über die Druckfunktion deines Geräts als PDF. Bearbeite die Aufgaben auf Papier oder in einer Kopie. Schreibe bei jeder Lösung die untersuchte Form, ihre Funktion im Satz und den Satzteil auf, der deine Entscheidung trägt.
- Aufgabe 1: Bestimme dieser in Dieser Ordner bleibt hier. Notiere, ob die Form zusammen mit einem Nomen steht, und benenne dieses Nomen.
- Aufgabe 2: Bestimme dieser in Dieser bleibt hier. Halte fest, dass nach der Form kein Nomen folgt. Beschreibe, worauf sich die Form im Satz beziehen kann.
- Aufgabe 3: Vergleiche Mira sucht ihr Heft. und Mira sucht ihres. Markiere die Possessivformen. Prüfe im ersten Satz die Verbindung mit dem Nomen und im zweiten Satz, ob die Form an dessen Stelle steht.
- Aufgabe 4: Untersuche Ich lese den Bericht, der angekommen ist. Markiere der. Benenne den Nebensatz, den die Form eröffnet, und notiere das Wort, auf das sie sich bezieht.
- Aufgabe 5: Vergleiche Der Mantel ist trocken. mit Der dort gefällt mir. Erkläre anhand des gesamten Satzes, weshalb dieselbe sichtbare Form unterschiedlich verwendet werden kann.
Auswertungshilfe: Demonstrativpronomen können ein Nomen begleiten oder an seine Stelle treten. Die Aufgaben 1 und 2 machen diesen Unterschied sichtbar. Bei Aufgabe 3 unterscheidest du ebenfalls zwischen einer Form vor einem Nomen und einer Form ohne folgendes Nomen. Possessivformen richten sich, wenn sie bei einem Nomen stehen, nach dessen Genus, Numerus und Kasus. Aufgabe 4 führt zu einem Relativsatz: Ein Relativpronomen leitet einen solchen Nebensatz ein. Bei Aufgabe 5 genügt die Form allein nicht; entscheidend bleibt ihr Gebrauch im Satz.
Arbeite in dieser Reihenfolge: Lies zuerst den vollständigen Satz. Markiere dann die fragliche Form. Suche anschließend nach einem zugehörigen Nomen. Schreibe danach auf, ob die Form das Nomen begleitet oder ersetzt. Vergleiche bei einer Possessivform ihre Merkmale mit dem Nomen, bei dem sie steht. Wenn kein Nomen folgt, begründe deine Einordnung mit dem Satzumfeld. Formuliere zum Schluss einen eigenen kurzen Vergleichssatz, der nur denselben Prüfpunkt enthält. So kannst du deine Entscheidung am Unterschied der beiden Sätze kontrollieren, ohne aus einem einzelnen Beispiel eine weitergehende Aussage abzuleiten.
Nutze für das Arbeitsblatt einen freien Rand: links für die markierte Form, in der Mitte für die Satzfunktion und rechts für deine Begründung. Bei einer unsicheren Lösung notiere die Wörter, die du miteinander verglichen hast. Ergänze keine Ausnahme, wenn sie sich nicht am konkreten Satz zeigen lässt. Eine eigene Lösung bleibt nachvollziehbar, wenn sie sich auf Wortform, Nomen und Satzumfeld bezieht.
Als getrennte Schreibkontrolle kannst du Groß- und Kleinschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung, Kommasetzung und Zeichensetzung markieren. Falls die Aufgabe es verlangt, prüfe auch Abkürzungen richtig schreiben sowie Wortbedeutungen und Abkürzungen. Artikel der, die und das, Pluralbildung, Synonyme und Textformen bleiben davon getrennte Prüfpunkte.
Das Blatt ist fertig bearbeitet, wenn zu allen fünf Aufgaben eine Form, ihre Satzfunktion, ein Satzbeleg und eine kurze eigene Begründung vorliegen.
Quellen und Stand
- Was sind Pronomen? | Duden: www.duden.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)
- Pronomen, Wikipedia: de.wikipedia.org (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)
Die Einordnung „Pronomen in Übungen und Arbeitsblättern sicher erkennen“ berücksichtigt außerdem „PDF-Download“.