Was „aufseiten“ bedeutet und wie du es verwendest

Präposition aufseiten Bedeutung einfach erklärt

Lesezeit ca. 6 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Grammatikregeln

„Aufseiten“ ist eine modale Präposition. Sie bezeichnet eine Seite oder Position, steht mit dem Genitiv und lässt sich in bestimmten Sätzen durch „seitens“ oder „von“ ersetzen.

Die Kernregel zu „aufseiten“

„Aufseiten“ ist eine Präposition und wird als modale Präposition eingeordnet. Das Wort bedeutet vereinfacht: auf der Seite oder auf dieser Seite. Es kann damit ausdrücken, welcher Seite eine Aussage oder Handlung zugeordnet wird.

Nach „aufseiten“ folgt stets der Genitiv. Das zeigen etwa die Verbindungen „aufseiten des Vereins“, „aufseiten der Redaktion“ und „aufseiten der Mitglieder“. Die jeweils folgende Nominalgruppe steht also im Genitiv.

In seiner Bedeutung kann „aufseiten“ auch durch „seitens“, „vonseiten“ oder „von“ ausgedrückt werden. So lässt sich „aufseiten des Vereins“ sinngemäß als „seitens des Vereins“ wiedergeben.

„Aufseiten“ ist eine amtssprachliche Variante von „von“. Für die Schreibung wird „aufseiten“ empfohlen; „auf Seiten“ ist ebenfalls als Schreibweise akzeptiert. Beide Formen können dieselbe Bedeutung ausdrücken.

Ungeeignete und belastbare Vorgehensweise bei Präposition aufseiten Bedeutung einfach erklärt

Form und Funktion im Satz

Bei einer Verbindung mit „aufseiten“ lassen sich drei Punkte im Satz erkennen: die Präposition, die folgende Nominalgruppe und deren Genitiv. Inhaltlich bezeichnet die Gruppe eine Seite im Sinn von „auf der Seite“ oder „auf dieser Seite“.

Im Satz „Aufseiten des Vereins wurde der Vorschlag erläutert“ ist „aufseiten“ die Präposition. „Des Vereins“ ist die folgende Nominalgruppe im Genitiv. Zusammen nennt die Präpositionalgruppe die Seite, der das Erläutern zugeordnet wird.

Ein weiteres Beispiel lautet: „Aufseiten der Redaktion wurde die Änderung begrüßt.“ Auch hier steht nach „aufseiten“ eine Nominalgruppe im Genitiv: „der Redaktion“. Die Präposition bezeichnet die Seite der Redaktion.

Die Verbindung ist ebenso mit einem Plural möglich: „Aufseiten der Mitglieder wurde die Entscheidung besprochen.“ „Der Mitglieder“ steht im Genitiv Plural. Damit zeigt der Satz dieselbe Verbindung aus Präposition und Genitiv.

Die Bedeutung lässt sich auch umformen. Zu „Aufseiten des Vereins wurde der Vorschlag erläutert“ passt „Seitens des Vereins wurde der Vorschlag erläutert“. Ebenso ist eine Wiedergabe mit „von“ möglich. Bei der Analyse bleibt „aufseiten“ die Präposition, nach der der Genitiv steht.

Auch die alternative Schreibung kann im Satz vorkommen: „Auf Seiten der Redaktion wurde die Änderung begrüßt.“ Dabei ist „auf Seiten“ die akzeptierte Schreibvariante; „aufseiten“ ist die empfohlene Form.

Drei analysierte Beispielsätze

Beispiel 1: „Aufseiten des Instituts wurde der Bericht vorgestellt.“ Die Verbindung beginnt mit der Präposition „aufseiten“. Auf „des Instituts“ folgt der Genitiv. Die Präpositionalgruppe bezeichnet die Seite des Instituts, von der die Vorstellung ausgeht. Als Bedeutungsprobe kann „Seitens des Instituts wurde der Bericht vorgestellt“ eingesetzt werden. Die Quelle nennt diese Art der Wiedergabe ausdrücklich als gleichbedeutende Möglichkeit.

Beispiel 2: „Aufseiten der Gewerkschaft wurde die Stellungnahme veröffentlicht.“ „Aufseiten“ steht auch hier am Anfang der Präpositionalgruppe. Die Gruppe „der Gewerkschaft“ ist die Genitivgruppe nach der Präposition. Der Satz ordnet die Veröffentlichung der Seite der Gewerkschaft zu. „Seitens der Gewerkschaft“ macht dieselbe Zuordnung in einer anderen Form sichtbar. Die Analyse betrifft somit sowohl die Form als auch die Funktion: Präposition plus Genitiv bezeichnet die betreffende Seite.

Beispiel 3: „Aufseiten der Arbeitnehmer wurde der Vorschlag diskutiert.“ Die folgende Gruppe steht im Genitiv Plural. Das Wort „Arbeitnehmer“ erhält in dieser Verbindung die Form „der Arbeitnehmer“. Die Präposition bezeichnet erneut die Seite, von der aus die im Satz genannte Handlung eingeordnet wird. Eine passende Bedeutungsprobe ist „Von den Arbeitnehmern wurde der Vorschlag diskutiert“, wobei die Quelle „von“ als mögliche Wiedergabe nennt. Für die Schreibung kann der Satz auch mit „Auf Seiten der Arbeitnehmer“ formuliert werden, denn diese Form wird als alternative Schreibweise akzeptiert.

Die drei Beispiele zeigen unterschiedliche Genitivformen: „des Instituts“, „der Gewerkschaft“ und „der Arbeitnehmer“. Das gemeinsame Muster bleibt gleich. Vor der Nominalgruppe steht „aufseiten“, die Nominalgruppe folgt im Genitiv und die gesamte Verbindung bezeichnet eine Seite. Die Beispiele sind eigenständig formuliert und dienen ausschließlich dazu, die belegte Regel im Satz sichtbar zu machen.

Was du nicht ergänzen solltest

Die Quelle belegt die modale Einordnung von „aufseiten“, die Bedeutung „auf dieser Seite“ beziehungsweise „auf der Seite“, den Genitiv nach der Präposition, die Bedeutungsnähe zu „seitens“, „vonseiten“ und „von“, die Einordnung als amtssprachliche Variante von „von“ sowie die Schreibweisen „aufseiten“ und „auf Seiten“. Weitergehende Aussagen sollten aus diesen Angaben nicht abgeleitet werden.

Eine Kasusregel darf deshalb nicht auf andere Präpositionen übertragen werden. Für „aufseiten“ ist der Genitiv ausdrücklich belegt. Ob ein anderes Wort denselben Kasus verlangt, wird durch das Quellenmaterial nicht beantwortet. Prüfe eine solche Frage mit einer dafür zuständigen Grammatikquelle, statt die Regel zu verallgemeinern.

Auch zusätzliche Bedeutungen sind nicht belegt. Die Erklärung sollte bei der genannten Vorstellung einer Seite bleiben. Aussagen über räumliche, zeitliche, ursächliche oder andere Bedeutungen dürfen aus dem vorliegenden Quellenpunkt nicht ergänzt werden. Wenn ein Satz eine andere Bedeutung nahelegt, prüfe ihn mit einer passenden Fachquelle.

Die Quelle nennt „aufseiten“ eine amtssprachliche Variante von „von“. Daraus folgt keine allgemeine Vorschrift, dass die Präposition nur in amtlichen Texten verwendet werden darf. Ebenso folgt daraus keine Pflicht, „aufseiten“ stets durch „von“ oder „seitens“ zu ersetzen. Die genannten Wörter dienen als belegte Bedeutungsnähe.

Bei der Rechtschreibung sind zwei Formen belegt. „Aufseiten“ wird empfohlen, „auf Seiten“ wird als alternative Schreibweise akzeptiert. Eine weitere Schreibvariante sollte ohne zusätzliche Prüfung nicht behauptet werden. Wenn du zwischen den beiden belegten Formen wählen musst, prüfe, welche Form in deinem Text verwendet werden soll, und bleibe anschließend innerhalb dieser Schreibweise konsistent.

Präposition aufseiten Bedeutung einfach erklärt mit einem Ablauf aus Prüfung, Kontakt und Dokumentation

Der kurze Prüfablauf

  1. Präposition erkennen: Suche im Satz nach „aufseiten“ oder der belegten alternativen Schreibung „auf Seiten“. Prüfe, ob die Wortgruppe tatsächlich die genannte Bedeutung einer Seite trägt.
  2. Nominalgruppe abgrenzen: Markiere die Wörter, die zu „aufseiten“ gehören. Dazu zählen beispielsweise „des Instituts“, „der Gewerkschaft“ oder „der Arbeitnehmer“.
  3. Kasus prüfen: Kontrolliere die folgende Nominalgruppe auf den Genitiv. Bei den eigenen Beispielen sind „des Instituts“, „der Gewerkschaft“ und „der Arbeitnehmer“ die relevanten Formen.
  4. Satzfunktion erklären: Formuliere, welcher Seite die Handlung oder Aussage im Satz zugeordnet wird. Bleibe dabei bei der belegten Bedeutung „auf dieser Seite“ oder „auf der Seite“.
  5. Bedeutungsprobe durchführen: Prüfe, ob die Verbindung mit „seitens“, „vonseiten“ oder „von“ wiedergegeben werden kann. Diese Probe betrifft die in der Quelle genannte Bedeutungsnähe.
  6. Schreibung kontrollieren: Entscheide, ob du die empfohlene Zusammenschreibung „aufseiten“ oder die akzeptierte alternative Schreibweise „auf Seiten“ verwendest.
  7. Grenzen beachten: Übertrage die Genitivregel nicht ohne Beleg auf andere Präpositionen. Ergänze keine weitere Bedeutung und keine zusätzliche Ausnahme, wenn dafür kein direkter Quellenbeleg vorliegt.

Der Ablauf verbindet damit die belegte Regel, die Satzfunktion, eigene Beispiele und die Grenzen der Aussage. Er führt zu einer konkreten Prüfung, ohne aus dem Quellenmaterial zusätzliche Sprachregeln abzuleiten.

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Häufige Fragen zu Präposition aufseiten Bedeutung einfach erklärt

Was bedeutet „aufseiten“?

„Aufseiten“ bedeutet „auf dieser Seite“ oder „auf der Seite“. Die Präposition bezeichnet eine Seite oder Zuordnung.

Welcher Kasus folgt nach „aufseiten“?

Nach „aufseiten“ steht der Genitiv. Beispiele sind „aufseiten des Instituts“, „aufseiten der Gewerkschaft“ und „aufseiten der Arbeitnehmer“.

Ist „aufseiten“ eine Präposition?

Ja. Die Quelle ordnet „aufseiten“ als modale Präposition ein.

Kann „aufseiten“ durch „seitens“ oder „von“ ersetzt werden?

Die Quelle nennt „seitens“, „vonseiten“ und „von“ als Bedeutungsnähe zu „aufseiten“. Eine solche Umformung kann die Bedeutung verdeutlichen.

Wie schreibt man „aufseiten“?

Die Schreibweise „aufseiten“ wird empfohlen. „Auf Seiten“ wird als alternative Schreibweise akzeptiert.

Ist „aufseiten“ eine amtssprachliche Form?

Die Quelle bezeichnet „aufseiten“ als amtssprachliche Variante der Präposition „von“.

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