Pronomen im Deutschen verständlich erklärt

Liste der Pronomen einfach erklärt

Lesezeit ca. 6 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Grammatikregeln

Pronomen sind deklinierbare Wörter, die ein Nomen vertreten oder es näher bestimmen. Diese Übersicht zeigt die belegte Grundidee anhand eigener Beispielsätze.

Was Pronomen leisten

Ein Pronomen ist ein deklinierbares Wort. Es kann ein Nomen vertreten oder gemeinsam mit einem Nomen auftreten und dieses näher bestimmen. Genau darin liegt die zentrale grammatische Funktion: Das Pronomen steht entweder an der Stelle eines Nomens oder begleitet ein Nomen im Zusammenhang des Satzes. Der Duden nennt dafür beispielsweise er, mein und welcher. Das DWDS beschreibt ein Pronomen als Fürwort, das eine bereits genannte oder unbestimmte Person oder Sache vertritt.

Die Bezeichnung Fürwort macht die Vertretungsfunktion anschaulich. In Die Studentin liest. Sie markiert eine Stelle. steht sie für das zuvor genannte Nomen. Im zweiten Satz vertritt sie damit dieses Nomen. In mein Buch steht dagegen das Pronomen zusammen mit dem Nomen. Es begleitet Buch und bestimmt es näher.

Eine Liste der Pronomen ordnet deshalb nicht einfach Wörter nach ihrer Länge oder Schreibweise. Sie betrachtet die Funktion eines Wortes im Satz. Zu den im DWDS genannten Bezeichnungen gehören unter anderem Personalpronomen als persönliche Fürwörter, Demonstrativpronomen als hinweisende Fürwörter, Possessivpronomen als besitzanzeigende Fürwörter, Indefinitpronomen als unbestimmte Fürwörter, Fragepronomen als fragende Fürwörter und Relativpronomen als bezügliche Fürwörter. Diese Bezeichnungen beschreiben unterschiedliche Bedeutungsrichtungen innerhalb der Wortart.

Für die Arbeit an deutschen Texten genügt zunächst eine klare Leitfrage: Vertritt das betreffende Wort ein Nomen, oder bestimmt es ein Nomen näher? Mit dieser Frage lässt sich die Funktion im konkreten Satz beschreiben. Wer zusätzlich Rechtschreibung prüfen möchte, sollte die Pronomenfrage von der Prüfung einzelner Schreibweisen trennen. Für Regeln zur Schreibweise bietet eine Übersicht der Rechtschreibregeln einen eigenen Zugang.

Die Einordnung bleibt an die belegte Definition gebunden. Aus der Bezeichnung eines Pronomentyps folgt hier keine zusätzliche Aussage über Stil, Häufigkeit, Textsorte oder eine bestimmte Lernreihenfolge. Solche Aussagen werden in den Quellen nicht getragen und gehören daher nicht zur Erklärung.

Konkreter Sprachcheck zu Liste der Pronomen einfach erklärt mit Regel und vollständigem Beispielsatz

Die Funktion im Satz erkennen

Die Grundregel wird sichtbar, wenn man einen Satz in zwei Fragen zerlegt. Erstens: Steht das Pronomen anstelle eines Nomens? Zweitens: Tritt es zusammen mit einem Nomen auf und bestimmt dieses näher? Die Antwort beschreibt die Funktion, ohne eine weitergehende Regel zu behaupten.

Im Satz Der Forscher prüft die Quelle. Er notiert den Titel. vertritt er das Nomen der Forscher. Das Pronomen steht allein an der entsprechenden Stelle und nimmt die Funktion eines Fürworts wahr. Im Satz Welche Quelle ist verlässlich? steht welche beim Nomen Quelle. Die Form steht dort zusammen mit dem Nomen. Die Quelle nennt welcher als Beispiel für ein Pronomen. Die Analyse beschreibt deshalb nur die Verbindung von Wort und Nomen im Satz.

Ein weiteres Beispiel lautet: Das Buch liegt auf dem Tisch. Dieses ist geöffnet. Hier steht dieses anstelle des zuvor genannten Nomens Buch. Die hinweisende Bedeutung passt zur im DWDS genannten Bezeichnung Demonstrativpronomen, also hinweisendes Fürwort. Die Analyse beschreibt dabei nur die sichtbare Beziehung zwischen Pronomen und Nomen im Beispielsatz.

Die Bezeichnung Possessivpronomen wird in der Quelle als besitzanzeigendes Fürwort erklärt. In Mein Heft liegt neben dem Buch begleitet mein das Nomen Heft und bestimmt es näher. In Das Heft ist meines steht meines selbstständig anstelle einer Nominalgruppe. Die beiden Sätze zeigen, dass die Satzfunktion im konkreten Zusammenhang betrachtet werden muss.

Bei der Satzanalyse sollten Form und Funktion getrennt benannt werden. Die Form ist das tatsächlich verwendete Pronomen, etwa er, dieses, welche oder mein. Die Funktion beschreibt, ob das Wort ein Nomen vertritt oder zusammen mit einem Nomen dessen Bezug näher bestimmt. Dass Pronomen deklinierbar sind, gehört zur Definition. Eine konkrete Form sollte deshalb immer so betrachtet werden, wie sie im jeweiligen Satz erscheint.

Für Texte über Groß- und Kleinschreibung oder Getrennt- und Zusammenschreibung ist diese Satzanalyse eine inhaltliche Vorprüfung: Zuerst wird die Wortfunktion geklärt, danach wird die betreffende Schreibfrage gesondert untersucht. Bei einem Satzzeichenproblem kann anschließend die Kommasetzung oder allgemein die Zeichensetzung geprüft werden.

Drei analysierte Beispielsätze

Beispiel 1: Die Dozentin öffnet das Buch. Sie liest den Abschnitt. Das Pronomen sie steht im zweiten Satz anstelle des Nomens die Dozentin. Es vertritt damit eine bereits genannte Person. Die Analyse folgt der Definition des DWDS, nach der ein Pronomen eine bereits genannte oder unbestimmte Person oder Sache vertreten kann.

Beispiel 2: Welcher Text passt zur Frage? Das Wort welcher tritt gemeinsam mit dem Nomen Text auf und bestimmt es in einem Fragesatz näher. Die Form gehört damit zu dem in der Quelle genannten Bereich des Fragepronomens beziehungsweise fragenden Fürworts. Für die Satzanalyse ist entscheidend, dass das Pronomen nicht allein anstelle des Nomens steht, sondern mit ihm verbunden ist.

Beispiel 3: Der Bericht liegt auf dem Tisch. Dieser ist vollständig. Das Wort dieser steht anstelle des zuvor genannten Nomens Bericht. Es weist auf den bezeichneten Gegenstand zurück. Diese Verwendung lässt sich mit der Quellenbezeichnung Demonstrativpronomen verbinden, die als hinweisendes Fürwort erläutert wird.

Beispiel 4: Mein Kapitel beginnt mit einer Definition. Das Pronomen mein begleitet das Nomen Kapitel und bestimmt es näher. Die Quelle führt mein ausdrücklich als Beispiel für ein Pronomen an. Die Erklärung bleibt deshalb bei der beobachtbaren Verbindung von Pronomen und Nomen.

Beispiel 5: Jemand hat die Notiz ergänzt. Das Wort jemand steht im Satz ohne ein begleitendes Nomen. Der Beispielsatz beschreibt nur diese sichtbare Stellung des Wortes. Eine Zuordnung zu einer bestimmten Untergruppe der Pronomen wird daraus nicht abgeleitet.

Wer diese Beispiele mit anderen Sprachfragen verbindet, kann für die passende Vertiefung zwischen Rechtschreibreform, Rechtschreibprogramme und wissenschaftliches Schreiben unterscheiden. Die Pronomenanalyse beantwortet die Wortart- und Satzfunktionsfrage; sie ersetzt keine gesonderte Prüfung von Schreibweisen oder Textgestaltung.

Was die Liste nicht pauschal festlegt

Die Quellen belegen die Grunddefinition und mehrere Bezeichnungen für Pronomengruppen. Sie liefern in diesem Quellenpaket jedoch keine vollständige Tabelle aller Formen, keine umfassende Kasusübersicht und keine allgemeine Regel, nach der jede Form in jedem Satz gleich verwendet wird. Deshalb dürfen einzelne Beispiele nicht zu einer vollständigen Deklinationslehre erweitert werden.

Auch Bedeutungen dürfen nicht ohne Prüfung verallgemeinert werden. Ein Wort kann im Satz entweder ein Nomen vertreten oder zusammen mit einem Nomen auftreten und dieses näher bestimmen. Die konkrete Funktion wird am jeweiligen Satz festgestellt. Bei einer unklaren Stelle sollte man das fragliche Wort im vollständigen Satz markieren, die Beziehung zum Nomen prüfen und die Einordnung anhand einer maßgeblichen Wörterbuchbeschreibung kontrollieren.

Die Bezeichnungen der Quellen sind ebenfalls nicht als Anlass für unbelegte Zusatzbehauptungen zu verwenden. Personalpronomen werden als persönliche Fürwörter, Demonstrativpronomen als hinweisende Fürwörter, Possessivpronomen als besitzanzeigende Fürwörter, Indefinitpronomen als unbestimmte Fürwörter, Fragepronomen als fragende Fürwörter und Relativpronomen als bezügliche Fürwörter bezeichnet. Daraus wird hier keine Aussage über Rangfolge, Häufigkeit, richtige Textsorte oder verpflichtende Verwendung abgeleitet.

Bei einem konkreten Fall kann zusätzlich die Schreibweise betroffen sein. Dann ist eine getrennte Prüfung sinnvoll: Für Kurzformen und Abkürzungen richtig schreiben gelten andere Fragestellungen als für die Funktion eines Pronomens. Wer Begriffe vergleichen möchte, kann außerdem Wortbedeutungen und Abkürzungen nachschlagen. Für die Bestimmung des grammatischen Geschlechts eines Nomens ist der Bereich Artikel der, die und das zuständig, nicht die bloße Liste der Pronomen.

Die Quellen nennen außerdem die Pluralformen Pronomen und Pronomina. Diese Angabe darf als belegte Forminformation wiedergegeben werden. Eine weitergehende Aussage über andere Pluralmuster, Kasusformen oder Bedeutungsunterschiede wäre ohne zusätzliche direkte Quelle nicht abgesichert. Gleiches gilt für Aussagen zu Pluralbildung, Synonyme oder Textformen: Diese Themen können getrennt geprüft werden, werden durch die Grunddefinition des Pronomens aber nicht vollständig erklärt.

Liste der Pronomen einfach erklärt mit Bedeutung und passender Verwendung im Vergleich

Prüfablauf für Pronomen

  1. Wort markieren: Suche im eigenen Satz das Wort, dessen Funktion unklar ist.
  2. Nomenbezug prüfen: Ermittle, ob das Wort ein bereits genanntes oder unbestimmtes Nomen beziehungsweise eine Person oder Sache vertritt.
  3. Begleitung prüfen: Stelle fest, ob das Wort gemeinsam mit einem Nomen auftritt und dieses näher bestimmt.
  4. Funktion formulieren: Beschreibe ausdrücklich, ob das Wort stellvertretend oder begleitend verwendet wird.
  5. Bezeichnung abgleichen: Prüfe, ob eine Quellenbezeichnung wie Personalpronomen, Demonstrativpronomen, Possessivpronomen, Indefinitpronomen, Fragepronomen oder Relativpronomen direkt passt.
  6. Form nicht verallgemeinern: Übertrage die beobachtete Form oder Bedeutung nicht ohne direkten Beleg auf andere Sätze.
  7. Zusatzfragen trennen: Prüfe Rechtschreibung, Kasus, Singular und Plural oder Satzzeichen nur mit der jeweils passenden Regelquelle.

Der Ablauf lässt sich an den Beispielen nachvollziehen: Bei Sie liest den Abschnitt wird sie als Vertreterin des zuvor genannten Nomens erkannt. Bei welcher Text begleitet das Pronomen ein Nomen und bestimmt es näher. Bei dieser steht das Wort selbstständig anstelle eines zuvor genannten Nomens. Typische Fehler entstehen, wenn nur die Wortform betrachtet wird, ohne ihre Satzfunktion zu prüfen, oder wenn eine einzelne Bedeutung als allgemeine Regel ausgegeben wird.

Für die abschließende Textprüfung genügt daher eine belegte Feststellung: Pronomen sind deklinierbare Wörter, die ein Nomen vertreten oder zusammen mit einem Nomen dessen nähere Bestimmung übernehmen. Jede weitergehende Einordnung sollte am konkreten Satz und an einer direkt tragenden Wörterbuchbeschreibung kontrolliert werden.

Quellen und Stand

Im Zusammenhang „Pronomen im Deutschen verständlich erklärt“ werden die zentralen Punkte gebündelt.

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Häufige Fragen zu Liste der Pronomen

Was ist ein Pronomen?

Ein Pronomen ist ein deklinierbares Wort, das ein Nomen vertritt oder gemeinsam mit einem Nomen auftritt und dieses näher bestimmt.

Welche Pronomenarten werden in den Quellen genannt?

Genannt werden Personalpronomen, Demonstrativpronomen, Possessivpronomen, Indefinitpronomen, Fragepronomen und Relativpronomen. Die Quellen erläutern sie als persönliche, hinweisende, besitzanzeigende, unbestimmte, fragende beziehungsweise bezügliche Fürwörter.

Was bedeutet „Fürwort“?

„Fürwort“ bezeichnet die Vertretungsfunktion des Pronomens. Es kann im Satz anstelle eines Nomens stehen. Das DWDS beschreibt dabei auch die Vertretung einer bereits genannten oder unbestimmten Person oder Sache.

Kann ein Pronomen zusammen mit einem Nomen stehen?

Ja. Nach der Duden-Definition kann ein Pronomen ein Nomen vertreten oder mit einem Nomen zusammen auftreten und es näher bestimmen. In „mein Buch“ begleitet „mein“ das Nomen „Buch“.

Welche Pluralformen nennt der Duden?

Der Duden nennt für „Pronomen“ die Pluralformen „Pronomen“ und „Pronomina“.

Wie prüfe ich die Funktion eines Pronomens im Satz?

Markiere das fragliche Wort und prüfe, ob es ein Nomen vertritt oder gemeinsam mit einem Nomen dessen nähere Bestimmung übernimmt. Benenne anschließend die Funktion und gleiche sie mit der belegten Wörterbuchbeschreibung ab.

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