Kommunikation Synonym: Verständigung, Austausch oder Absprache
Ein Wort, das oft nur Gespräche meint
Kommunikation ist in Berichten und Konzepten ein Sammelwort, das Gespräche, Mitteilungen, Abstimmungen und Öffentlichkeitsarbeit zusammenfasst. Je nach Kontext bleibt offen, wer beteiligt ist und in welche Richtung etwas mitgeteilt wird. Deshalb wirkt es in Sätzen über Probleme oft ungenau: „Die Kommunikation war schwierig“ nennt weder Beteiligte noch einen konkreten Anlass. Präzisere Alternativen können Richtung und Beteiligte sichtbar machen.
Verständigung, Austausch, Bekanntgabe
Für die Verständigung im Sinn einer Einigung passen Verständigung, Absprache und Abstimmung. Diese Wörter können eine gemeinsame Linie oder Koordinierung meinen. Kommunikation legt dies nicht zwingend fest.
Für den Austausch kommen Kommunikation, Dialog und Gespräch infrage. Dialog betont meist die wechselseitige Verständigung und passt daher nicht zu jeder einseitigen Mitteilung.
Für eine Bekanntgabe passen Mitteilung und Bekanntgabe. Information kann den Inhalt oder eine Mitteilung bezeichnen. Die Wortwahl hängt davon ab, ob der Vorgang oder sein Inhalt gemeint ist.

Wer mit wem
Ein Mangel in Berichten ist eine fehlende Richtung. „Die Kommunikation zwischen den Abteilungen muss verbessert werden“ lässt offen, wer wem was mitteilen soll und wann.
Effektiv sind Formulierungen, die Beteiligte und Anlass ausdrücklich nennen: „Die Fachbereiche erhalten die Belegzahlen künftig bis zum 15. des Monats.“ So lässt sich die Umsetzung kontrollieren. Ähnlich problematisch ist die vagere Verwendung von Prozess in Planwerken.
In Fachsprache und Modewort
Die Kommunikationswissenschaft nutzt unterschiedliche Modelle, etwa Sender-und-Empfänger-Modelle und systemtheoretische Ansätze. Wer sich auf ein Modell bezieht, sollte es ausdrücklich benennen.
In Unternehmenstexten kann das Wort als Sammelbegriff Abteilungen, Kanäle und Maßnahmen zugleich bezeichnen. Unternehmenskommunikation kann eine Organisationseinheit meinen, Krisenkommunikation eine Aufgabe und interne Kommunikation ein Themenfeld: drei verschiedene Verwendungen eines Wortes.
Grammatik und Zusammensetzungen
Das Substantiv hat das feminine Geschlecht; der Plural lautet Kommunikationen. Zusammensetzungen wie Kommunikationswege oder Kommunikationsmittel bezeichnen dagegen jeweils andere Dinge.
Das Verb kommunizieren kann „sich verständigen“ bedeuten, etwa in „mit jemandem kommunizieren“. Es wird auch im Sinn von „mitteilen“ verwendet, etwa mit Informationen, Wissen oder Fakten. Als einfache Alternativen eignen sich mitteilen und bekannt geben.

In Bewerbungen
Als Selbstauskunft lässt sich „Kommunikationsstärke“ ohne konkrete Beispiele kaum beurteilen. Auswahlverfahren können deshalb nach Belegen fragen.
Konkrete Rollen und messbare Ergebnisse liefern Beweiskraft: Sitzungsführung, Berichtserstellung oder die Betreuung von Kundinnen und Kunden. Diese Logik betrifft ebenfalls Leidenschaft sowie sonstige behauptete Stärken.
Kommunikation und Information
Im Alltag kann Information den Inhalt einer Mitteilung bezeichnen, Kommunikation dagegen den Austausch oder die Übermittlung. Je nach Problem sind daher unterschiedliche Fragen nötig: Fehlen Daten, müssen sie bereitgestellt werden; kommt eine Mitteilung nicht an, ist der Übermittlungsweg zu prüfen.
Die Begriffe Daten, Information und Wissen werden in unterschiedlichen Fachmodellen voneinander abgegrenzt. Eine mögliche Einordnung beschreibt die Seite zu Wissen.
Formulierungshilfen für Störungsmeldungen
In Hinweisen an Nutzergruppen ist eine konkrete Terminmitteilung oft klarer als eine Ankündigung. „Wir kommunizieren den neuen Termin“ bleibt ohne Datum weniger konkret als „Der neue Termin ist der 12. Mai“.
In internen Auswertungen ist die Frage nach der Kommunikation dagegen berechtigt, weil dort untersucht wird, warum eine Information nicht ankam. Alle bearbeiteten Wörter stehen in der Übersicht Synonyme.
Bei Telekommunikationsdiensten schützt das Fernmeldegeheimnis sowohl Inhalte als auch nähere Umstände der Kommunikation; für Verkehrsdaten gelten besondere Regeln. Datenschutzhinweise sollten deshalb die verarbeiteten Daten und Speicherfristen konkret benennen.
Ein Kommuniqué ist eine amtliche Mitteilung. Es ist kein Synonym für Kommunikation.
In Projektberichten steht Kommunikation häufig in der Rubrik Risiken, und zwar als Sammelposten für alles, was zwischen Beteiligten schiefgehen kann. Allein ist der Begriff als Risikobeschreibung zu ungenau, weil sich daraus keine Maßnahme ableiten lässt. Brauchbar wird er erst mit Ereignis, Ursache und Wirkung: welche Information wann bei wem fehlen könnte und was daraus folgt.
Zu unterscheiden ist Kommunikation schließlich von Interaktion. Interaktion bezeichnet wechselseitiges Handeln; Kommunikation kann sprachlich oder nichtsprachlich stattfinden. Wie beide Begriffe abgegrenzt werden, hängt in sozialwissenschaftlichen Arbeiten vom verwendeten Ansatz ab.
Zu unterscheiden ist Kommunikation schließlich von Kooperation. Kooperation bezeichnet die gemeinsame Arbeit an einem Ziel; Kommunikation kann sie begleiten. In Projektberichten werden Mängel häufig der Kommunikation zugeschrieben, obwohl das Ziel nie gemeinsam festgelegt wurde. Wer den Unterschied benennt, findet die eigentliche Ursache leichter.
Was ist ein Synonym für Kommunikation?
Je nach gemeinter Handlung passen Abstimmung oder Absprache für eine Einigung, Dialog oder Gespräch für einen Austausch sowie Mitteilung oder Bekanntgabe für eine einseitige Mitteilung.
Kann man etwas kommunizieren?
Ja. Kommunizieren kann sowohl „sich verständigen“ als auch „mitteilen“ bedeuten. Für eine einfache Formulierung passen oft mitteilen oder bekannt geben.
Was ist der Unterschied zwischen Information und Kommunikation?
Information kann den Inhalt einer Mitteilung bezeichnen, Kommunikation den Austausch oder die Übermittlung. Fehlen Daten, müssen sie bereitgestellt werden; kommt eine Mitteilung nicht an, ist der Übermittlungsweg zu prüfen.