Kennenzulernen: Bedeutung, Synonyme und Beispiele

Kennen zu lernen Synonym: Bedeutung und Verwendung

Lesezeit ca. 6 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Wortbedeutungen

Welche Alternative zu „kennen zu lernen“ passt, richtet sich nach der Bedeutung von „kennen“ im jeweiligen Satz. Die Quelle unterscheidet Wissen, Bekanntsein und Erkennen.

Welche Synonyme zu „kennen zu lernen“ passen

Ein passendes Synonym für „kennenzulernen“ hängt davon ab, was der Satz ausdrücken soll. Bei einer Sache muss die vorhandene Bedeutung erhalten bleiben. Mit „kennen“ kann Wissen über einen Gegenstand, durch Studium erworbenes Wissen oder Kenntnis aus eigener Wahrnehmung und Erfahrung gemeint sein. Formuliere daher konkret: „Die Gruppe nahm die Methode in ihr Wissen auf“, wenn das Lernen gemeint ist. Lautet der Satz dagegen „Das Verfahren war der Gruppe nicht unbekannt“, beschreibt er bereits vorhandenes Wissen und nicht mehr den Vorgang des Kennenlernens.

Bei Personen passt eine andere Richtung. „Mira lernte den Kollegen kennen“ kann, je nach gemeintem Inhalt, mit „Mira wurde mit dem Kollegen bekannt“ oder „Mira hatte näheren Umgang mit dem Kollegen“ ersetzt werden. Diese Formulierungen beziehen sich auf Bekanntsein und Umgang miteinander. „Kontakt“ und „Bekanntschaft“ können ebenfalls passen, wenn der Satz als Nomen formuliert wird: „Zwischen Mira und dem Kollegen entstand Kontakt“ oder „Mira machte die Bekanntschaft des Kollegen.“ Prüfe dabei, ob wirklich eine Person gemeint ist; für eine Methode oder ein Verfahren wären diese Ausdrücke nicht passend.

Für Dinge bieten sich außerdem Formulierungen an, die den Wissensstand ausdrücklich benennen. „Die Methode war der Gruppe kein Neuland“ und „Die Methode war der Gruppe nichts Unbekanntes“ drücken aus, dass die Sache schon bekannt ist. Sie ersetzen deshalb nicht ohne Weiteres „Die Gruppe lernte die Methode kennen“. Soll der Erkenntnisvorgang im Mittelpunkt stehen, kann der Satz besser bei dem bleiben, was die Gruppe über die Methode erfuhr oder in ihr Wissen aufnahm.

Das Erkennen oder Identifizieren ist wiederum etwas anderes. Ein Satz wie „Die Besucherin erkannte den Eingang am Symbol“ handelt nicht vom Kennenlernen und braucht kein entsprechendes Synonym. Für die Überarbeitung eines Satzes ist Rechtschreibung ein eigener Schritt. Synonyme sind nur dann sinnvoll, wenn die Ersatzformulierung dieselbe gemeinte Bedeutung ausdrückt: Wissen über eine Sache, Bekanntsein mit einer Person oder das Erkennen eines Merkmals.

Konkrete Regel und vollständige Beispielsätze zu Kennen zu lernen Synonym

Bedeutung und Kontext zusammen lesen

Die Quelle unterscheidet bei „kennen“ mehrere Bedeutungsrichtungen. Für „kennenzulernen“ sind sie nicht als gemeinsame Merkmale zu lesen. Entscheidend ist, ob der Satz das Aufnehmen von Wissen oder eine Bekanntschaft beschreibt.

  1. Wissen über eine Sache: „Kennen“ kann sich auf Wissen beziehen, das durch Wahrnehmung, Erfahrung oder Studium vorliegt. Im Satz „Im Seminar lernte die Gruppe eine Forschungsmethode kennen“ steht das Kennenlernen für den Zugang zu einer Sache. Die Aussage richtet sich auf Wissen über die Methode.
  2. Bekanntschaft mit einer Person: „Kennen“ kann auch näheren Umgang oder Bekanntsein mit einer Person betreffen. Im Satz „Bei der Veranstaltung lernte Mira den neuen Kollegen kennen“ geht es um eine persönliche Bekanntschaft. Die Aussageabsicht betrifft eine Person, nicht Sachwissen.
  3. Erkennen oder Identifizieren: Die Quelle nennt außerdem das Erkennen oder Identifizieren. Diese Bedeutung gehört zu „kennen“, belegt aber keine Bedeutung von „kennenzulernen“. Der Satz „An der Farbe erkannte er das Modell“ behandelt daher eine andere Konstruktion und ist kein Beispiel für „kennenzulernen“.

Der vollständige Satz macht den Zusammenhang sichtbar. Bei „eine Methode kennenzulernen“ kann der Inhalt Wissen betreffen; bei „eine Person kennenzulernen“ kann er Bekanntschaft betreffen. Beim Thema wissenschaftliches Schreiben lässt sich so prüfen, welche Aussage der Satz trägt.

Für die Einordnung können Wortbedeutungen und Abkürzungen nachgeschlagen werden. Rechtschreibregeln, Groß- und Kleinschreibung sowie Getrennt- und Zusammenschreibung betreffen die formale Kontrolle; sie ändern nicht, ob ein Satz Wissen oder Bekanntschaft ausdrückt.

Drei kurze Beispiele für unterschiedliche Kontexte

Die folgenden Sätze sind eigenständig formuliert und zeigen unterschiedliche Kontexte. Sie dienen dazu, die Bedeutungsrichtung im jeweiligen Satz zu prüfen.

  1. Sachwissen: „Im Kurs lernte Jana ein neues Verfahren kennen.“ Hier steht eine Sache im Mittelpunkt, über die Jana Wissen aufnimmt. Prüfe, ob eine Umformulierung den Erwerb von Wissen ausdrückt.
  2. Bekanntschaft: „Nach dem Gespräch lernte Omar die Leiterin des Projekts kennen.“ Hier geht es um eine Person und eine Begegnung. Prüfe, ob eine Umformulierung die Bekanntschaft bewahrt.
  3. Eigene Erfahrung: „Während des Rundgangs lernte Lea den historischen Garten kennen.“ Hier steht ein Ort im Mittelpunkt, den Lea durch eigene Wahrnehmung erlebt. Prüfe, ob die Umformulierung diese Erfahrung mit dem Ort erhält.

Die Beispiele zeigen unterschiedliche Bedeutungsrichtungen. Lies den Satz zunächst ohne Ersatzformulierung und bestimme, welche Aussage erhalten bleiben soll.

Für die anschließende Formkontrolle können Kommasetzung und Zeichensetzung betrachtet werden. Auch Abkürzungen richtig schreiben kann bei einem längeren Text geprüft werden. Vergleiche die gewählte Formulierung mit dem konkreten Satzkontext.

Wichtige Grenzen bei ähnlichen Ausdrücken

Ähnliche Ausdrücke dürfen nicht ohne Bedeutungsprüfung gleichgesetzt werden. Die Quelle nennt „kein Neuland sein“, „nichts Unbekanntes sein“ und „nicht unbekannt sein“ als bedeutungsverwandte Wendungen. Sie beschreiben eine Beziehung zu Bekanntheit oder Unbekanntheit. Daraus folgt nicht, dass sie jeden Satz mit „kennen zu lernen“ unverändert ersetzen.

Auch „sich ein bisschen auskennen“ ist in der Quelle mit einer umgangssprachlichen Markierung versehen. „Etwas am Hut haben“ und „etwas anfangen können“ sind ebenfalls als umgangssprachlich beziehungsweise bildlich gekennzeichnet. Eine solche Kennzeichnung gehört zur Einordnung der Quelle und sollte bei der Auswahl berücksichtigt werden. Ohne den konkreten Satz lässt sich nicht behaupten, dass eine dieser Wendungen stilistisch oder inhaltlich immer passt.

Eine zusätzliche Herkunft, Wertung oder Fachbedeutung wird hier nicht ergänzt. Die Quelle enthält eine Bedeutungsübersicht zu „kennen“, darunter Wissen durch Wahrnehmung, Erfahrung oder Studium, nähere Bekanntschaft sowie Erkennen und Identifizieren. Mehr lässt sich für diese Seite nicht sicher ableiten. Insbesondere darf aus den genannten Ausdrücken keine allgemeine Regel für Schule, Studium, Beruf oder Behörden abgeleitet werden.

Bei der formalen Prüfung kann die Rechtschreibreform als eigener Nachschlagepunkt dienen. Rechtschreibprogramme können bei der Textkontrolle eingesetzt werden, beantworten aber nicht automatisch die Frage nach dem gemeinten Sinn. Für die Wahl einer Ausdrucksvariante bleiben Artikel der, die und das, Pluralbildung und die konkrete Satzbedeutung getrennte Prüfpunkte. Ebenso können unterschiedliche Textformen verschiedene Anforderungen an die Formulierung stellen, ohne dass daraus eine allgemeine Austauschbarkeit folgt.

Konkreter Abschlusscheck zu Kennen zu lernen Synonym

Kurzer Check vor der Verwendung

Prüfe die Formulierung in vier Schritten. Erstens: Lies den vollständigen Satz und bestimme die Kernbedeutung. Geht es um Wissen über eine Sache, um nähere Bekanntschaft mit einer Person oder um Erkennen und Identifizieren?

  1. Ordne den konkreten Satz einer dieser Bedeutungsrichtungen zu. Behandle die Richtungen als Alternativen und nicht als gemeinsame Voraussetzungen.
  2. Vergleiche die beabsichtigte Aussage mit der Quelle. Suche dort nach der Bedeutung und nach den aufgeführten bedeutungsverwandten Ausdrücken.
  3. Prüfe mögliche Verwechslungen. Eine Wendung über Unbekanntheit, eine umgangssprachliche Redewendung und eine Formulierung über Studium oder Erfahrung tragen nicht automatisch denselben Sinn.
  4. Lies den überarbeiteten Satz erneut. Frage, ob Wissen, Bekanntschaft oder Identifikation noch genauso gemeint ist.

Für die äußere Textkontrolle können Rechtschreibung, Kommasetzung und Zeichensetzung geprüft werden. Bei fachlichen Texten kann zusätzlich wissenschaftliches Schreiben als Orientierung für die Textform dienen. Der entscheidende Nachweis für die Synonymwahl bleibt jedoch die Übereinstimmung von Quelle und konkretem Satzkontext.

Wenn keine der belegten Bedeutungen eindeutig passt, sollte keine neue Synonymbehauptung formuliert werden. Stattdessen ist die konkrete Prüfung zu wiederholen: Ermittle die Aussageabsicht des Satzes und gleiche sie mit der Bedeutungsübersicht und den dort genannten Ausdrücken ab.

Quellen und Stand

Die Einordnung „Kennenzulernen: Bedeutung, Synonyme und Beispiele“ berücksichtigt außerdem „passende“.

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Häufige Fragen zu Kennen zu lernen Synonym

Welche Bedeutungen nennt die Quelle für „kennen“?

Die Quelle nennt Wissen über etwas durch Wahrnehmung, Erfahrung oder Studium, nähere Bekanntschaft mit einer Person oder zwischen Personen sowie das Erkennen und Identifizieren von Personen oder Sachen an einem Merkmal.

Ist „kein Neuland sein“ immer ein Synonym für „kennen zu lernen“?

Nein. Die Quelle führt „kein Neuland sein“ als bedeutungsverwandten Ausdruck zu „kennen“ auf. Die Wendung bezieht sich auf Vertrautheit mit etwas. Ob sie in einen konkreten Satz passt, muss anhand der Aussageabsicht geprüft werden.

Welche Quelle nennt umgangssprachliche Ausdrücke zu „kennen“?

Die Quelle nennt „etwas am Hut haben“, „etwas anfangen können“ und „sich ein bisschen auskennen“ und kennzeichnet diese Ausdrücke als umgangssprachlich beziehungsweise bildlich. Sie sind daher nicht ohne Bedeutungs- und Kontextprüfung gleichzusetzen.

Wie unterscheidet sich Wissen von Bekanntschaft?

Wissen bezieht sich in der Quelle darauf, über etwas durch Wahrnehmung, Erfahrung oder Studium Bescheid zu wissen. Bekanntschaft bezeichnet dagegen näheren Umgang oder ein näheres Bekanntsein mit einer Person oder zwischen Personen.

Wann bedeutet „kennen“ Erkennen oder Identifizieren?

Die Quelle führt diese Bedeutung für Fälle auf, in denen eine Person oder Sache an einem Merkmal erkannt oder identifiziert wird. Im konkreten Satz muss deshalb ein Bezug zu einer solchen Zuordnung erkennbar sein.

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