Im Großen und Ganzen: So schreibt man es richtig
Im Großen und Ganzen: richtige Schreibweise
Die richtige Schreibweise lautet: „im Großen und Ganzen“.
Die richtige Schreibweise auf einen Blick
Die nachgeschlagene Schreibweise lautet im Großen und Ganzen. Die Wörter Großen und Ganzen stehen darin groß, und die Wortgruppe wird getrennt geschrieben. im großen und ganzen weicht von dieser Form ab.
Die richtige Form ist sofort sichtbar: im Großen und Ganzen. Als neutrales Beispiel kann stehen: Der Text ist im Großen und Ganzen stimmig.
Vergleiche bei einer Stelle die vollständige Wortgruppe mit im Großen und Ganzen. im Großen und ganzen sowie im großen und Ganzen stimmen nicht vollständig mit der nachgeschlagenen Schreibweise überein.

Belegte Form und Anwendung im Satz
Für den Vergleich steht die Form im Großen und Ganzen. Sie zeigt beide großgeschriebenen Wörter innerhalb der getrennt geschriebenen Wortgruppe.
Belegt geschrieben ist etwa: Der Bericht ist im Großen und Ganzen verständlich. Auch in Die Skizze wirkt im Großen und Ganzen klar. bleibt die Wortgruppe im Großen und Ganzen.
Zum Abgleich helfen die abweichenden Varianten im großen und ganzen, im Großen und ganzen und im großen und Ganzen. Keine davon gibt die nachgeschlagene Form vollständig wieder.
Prüfe daher die ganze Wortgruppe: Entspricht sie im Großen und Ganzen, ist die nachgeschlagene Schreibweise verwendet. Bei einer der genannten Abweichungen unterscheidet sich die Stelle von dieser Form.
Richtig und falsch im direkten Vergleich
Beim Vergleich wird der Satzanfang getrennt von der eigentlichen Schreibregel betrachtet. Am Satzanfang steht die Wendung ohnehin mit einem großgeschriebenen ersten Wort. Entscheidend für die feste Form sind jedoch beide Wörter: Großen und Ganzen.
| Richtig | Falsch |
|---|---|
Im Großen und Ganzen stimmt die Übersicht. | Im großen und ganzen stimmt die Übersicht. |
Die Übersicht stimmt im Großen und Ganzen. | Die Übersicht stimmt im Großen und ganzen. |
Im Großen und Ganzen ist der Text klar. | Im großen und Ganzen ist der Text klar. |
Im ersten Paar steht die Wendung am Satzanfang. Das erklärt das große I von Im, entscheidet aber nicht allein über die Schreibweise der gesamten Wortgruppe. Im zweiten Paar steht die Wendung nach dem Verb im Satzinneren. Dort bleibt die belegte Form im Großen und Ganzen erhalten. Im dritten Paar wird sichtbar, dass auch die Kleinschreibung von Großen die belegte Form verändert.
Die drei Paare zeigen dieselbe Entscheidung in unterschiedlichen Satzlagen: Am Anfang steht Im Großen und Ganzen, im Satzinneren im Großen und Ganzen. Die beiden hervorgehobenen Bestandteile bleiben dabei Großen und Ganzen. Für die Korrektur eines eigenen Satzes genügt der Vergleich mit dieser vollständigen Form.
Typische Verwechslungen sicher prüfen
Eine naheliegende Stolperfalle ist die Kleinschreibung in im großen und ganzen. Diese Schreibweise stimmt nicht mit der belegten Form überein. Leite die Orthografie deshalb nicht allein aus einer spontan vertrauten Form ab. Vergleiche die geschriebene Wortgruppe mit im Großen und Ganzen.
Eine zweite Abweichung betrifft nur eines der beiden Wörter: im Großen und ganzen oder im großen und Ganzen. Prüfe nicht nur den Anfang der Wendung. Lies den vollständigen Ausdruck bis zum letzten Wort und vergleiche beide hervorgehobenen Wörter mit der belegten Form.
Am Satzanfang beginnt die gesamte Wortgruppe mit Im. Im Satzinneren lautet der Anfang im. Prüfe bei einer Fundstelle daher den Satzanfang getrennt von Großen und Ganzen. So bleibt sichtbar, welches Wort gerade kontrolliert wird.
Behaupte bei einer unsicheren Stelle keine Häufigkeit und leite aus einer vertrauten Form keine zusätzliche Regel ab. Die redaktionelle Handlung lautet: Schreibe die fragliche Stelle ab, markiere Großen und Ganzen und vergleiche beide Wörter mit der belegten Form. Stimmen sie nicht überein, prüfe die Stelle erneut und passe den Ausdruck an.
Auch die Bedeutung kann beim Prüfen helfen, ohne eine neue Sprachregel zu begründen. Der Quellenauszug führt Formulierungen wie „im Allgemeinen“, „alles in allem“ und „aufs Ganze gesehen“ an. Lies den Satz zunächst auf eine zusammenfassende Aussage hin. Prüfe anschließend den vollständigen Ausdruck auf seine Schreibweise. Die Bedeutungsprüfung ersetzt den Schriftvergleich nicht.

Der kurze Prüfweg für den eigenen Text
- Schreibweise prüfen: Vergleiche die gesamte Wortgruppe mit im Großen und Ganzen. Kontrolliere besonders die Großbuchstaben in Großen und Ganzen.
- Regelbezug prüfen: Frage nicht nur, ob der Ausdruck verständlich klingt. Entscheidend ist, ob die geschriebene Form der belegten Form entspricht.
- Beispielsatz prüfen: Lies den eigenen Satz vollständig. Am Satzanfang kann die Wendung mit Im beginnen, im Satzinneren mit im. Die Wörter Großen und Ganzen bleiben dabei großgeschrieben.
- Verwechslung prüfen: Suche gezielt nach im großen und ganzen, im Großen und ganzen und im großen und Ganzen. Diese Varianten weichen von der vollständig belegten Form ab.
- Bedeutung abgleichen: Die Quelle führt „im Allgemeinen“, „alles in allem“ und „aufs Ganze gesehen“ an. Nutze diese Angaben als Bedeutungsvergleich und anschließend den Schriftvergleich.
Als Merksatz bleibt: im Großen und Ganzen. Zwei Wörter nach im werden in der belegten Wendung großgeschrieben. Der Satzanfang verändert nur den ersten Buchstaben von im, nicht die Großschreibung von Großen und Ganzen.
Wenn du eine konkrete Textstelle kontrollierst, arbeite den Prüfweg in derselben Reihenfolge ab: vollständige Schreibweise, belegte Form, Satzanfang, Beispielsatz, Verwechslung und Bedeutung. So bleibt die Entscheidung auf die nachgeschlagene Wortgruppe und ihre direkt genannten Bedeutungsangaben begrenzt.
Passende nächste Schritte
Quellen und Stand
- Fachquelle: www.duden.de (geprüft am 2026-08-15)