Geborene richtig gendern: Formen sicher verwenden
Geborene richtig gendern
Bei „Geborene“ unterscheiden sich grammatische Flexion und geschlechtssensible Schreibweisen. Die passende Form ergibt sich aus Personenzahl, Kasus, Artikel und gewählter Schreibweise.
Welche Formen gibt es für „Geborene“?
„Geborene“ kann als adjektivisch flektierte Substantivierung geschlechtsneutral verwendet werden. Der Wörterbucheintrag führt außerdem Paarform, Schrägstrichschreibung und Klammerform als geschlechtssensible Bezeichnungen auf.
In der Paarform stehen beide Personenformen nebeneinander. Für den Nominativ Singular ist „die bzw. der Geborene“ angegeben; im Akkusativ Singular lautet die Angabe „die Geborene bzw. den Geborenen“. Im Plural nennt der Eintrag „die Geborenen“ für den Nominativ und „den Geborenen“ für den Dativ.
Die Schrägstrichschreibung ist ebenfalls mit vollständigen Formen aufgeführt. Im Nominativ Singular steht „der/die Geborene“, im Akkusativ Singular „den/die Geborene/-n“. Die Pluralangaben lauten „die Geborenen“ im Nominativ und „den Geborenen“ im Dativ.
Für die Klammerform nennt der Eintrag im Nominativ Singular „der/die Geborene“ und im Akkusativ Singular „den/die Geborene(n)“. Im Plural sind dort „die Geborenen“ für den Nominativ sowie „den Geborenen“ für den Dativ verzeichnet.
Bei schwacher Flexion mit bestimmtem Artikel ist „Geborene“ im Nominativ Singular für beide Geschlechter gleich: „der/die Geborene“. Bei starker Flexion mit unbestimmtem Artikel oder ohne Artikel unterscheiden sich die Formen; der Eintrag zeigt dafür „ein Geborener“ und „eine Geborene“.
| Schreibweise | Nominativ Singular | Akkusativ Singular |
|---|---|---|
| Paarform | die bzw. der Geborene | die Geborene bzw. den Geborenen |
| Schrägstrich | der/die Geborene | den/die Geborene/-n |
| Klammer | der/die Geborene | den/die Geborene(n) |

Welche Form passt zum Satzkontext?
Der Wörterbucheintrag unterscheidet Paarform, Schrägstrichschreibung, Klammerform und die geschlechtsneutrale Partizipialform. Für den Nominativ Singular sind „die bzw. der Geborene“ sowie „der/die Geborene“ als vollständige Angaben verzeichnet. Die Klammerform verwendet im Nominativ dieselbe Form „der/die Geborene“.
Für den Akkusativ Singular führt der Eintrag unterschiedliche vollständige Schreibweisen auf: „die Geborene bzw. den Geborenen“ in der Paarform, „den/die Geborene/-n“ mit Schrägstrich und „den/die Geborene(n)“ in Klammern. Die Angaben enthalten jeweils Artikel und die zugehörige Form von „Geborene“.
Im Plural weist die Quelle „die Geborenen“ dem Nominativ und „den Geborenen“ dem Dativ zu. Diese beiden Angaben gehören zu allen drei aufgeführten geschlechtssensiblen Schreibweisen. Für eine Formulierung kann geprüft werden, ob die benötigte Angabe im Eintrag für den gewünschten Numerus und Kasus verzeichnet ist.
Die neutrale Einordnung bezieht sich auf die Partizipialform. Mit bestimmtem Artikel ist die schwach flektierte Form im Nominativ Singular für beide Geschlechter gleich: „der/die Geborene“. Bei starker Flexion mit unbestimmtem Artikel oder ohne Artikel unterscheidet der Eintrag die Formen und zeigt „ein Geborener“ sowie „eine Geborene“.
Die Begriffe Paarform, Schrägstrichschreibung, Klammerform und geschlechtsneutrale Bezeichnung stehen im Eintrag für die dort aufgeführten Möglichkeiten. Der Eintrag bezeichnet „Geborene“ dabei als adjektivisch flektierte Substantivierung.
Welche Alternativen sind belegt?
Als direkt belegte Alternativen zu einer einzelnen Personenform stehen die Paarform, die Schrägstrichschreibung, die Klammerform und die geschlechtsneutrale Partizipialform zur Verfügung. Die Paarform schreibt beide Varianten aus: „die bzw. der Geborene“ im Nominativ Singular und „die Geborene bzw. den Geborenen“ im Akkusativ Singular.
Die Schrägstrichschreibung verdichtet die beiden Formen. Für den Nominativ Singular ist „der/die Geborene“ angegeben. Im Akkusativ Singular steht „den/die Geborene/-n“. Die Klammerform verwendet ebenfalls „der/die Geborene“ im Nominativ Singular und „den/die Geborene(n)“ im Akkusativ Singular.
Die neutrale Alternative besteht in der Verwendung der substantivierten Partizipialform. Sie ist adjektivisch flektiert und kann geschlechtsneutral verwendet werden. Bei schwacher Flexion mit bestimmtem Artikel bleibt die Form im Nominativ Singular für beide Geschlechter gleich. Bei starker Flexion mit unbestimmtem oder ohne Artikel werden die Formen unterschieden, etwa durch „ein Geborener“ und „eine Geborene“.
Keine dieser Formen muss als einzige Schreibweise für jeden Satz behandelt werden. Die belegte Auswahl umfasst mehrere Varianten. Entscheidend ist, ob der konkrete Satz eine Paarform, eine verkürzte Schreibweise oder eine geschlechtsneutrale Form tragen soll. Dafür sind die vollständige Satzfunktion, der Kasus und die Lesbarkeit der gewählten Form zu prüfen.
Im Plural führen die genannten Schreibweisen zu den belegten Formen „die Geborenen“ im Nominativ und „den Geborenen“ im Dativ. Diese Pluralformen werden nicht durch eine zusätzliche Endung aus dem Singularfragment hergeleitet, sondern als vollständige Formen verwendet.
Vollständige Beispielsätze mit unterschiedlichen Formen
Die folgenden Sätze zeigen unterschiedliche belegte Formen in vollständigem Kontext. Sie sind eigenständige Beispiele und legen keine einzelne Variante für alle Sätze fest.
Die bzw. der Geborene liest den Text.
Der Text nennt den/die Geborene/-n.
Die Geborenen lesen den Text.
Ein Geborener liest den Text.
Eine Geborene liest den Text.
Der Text nennt den/die Geborene(n).
Im ersten Beispiel steht eine Paarform im Nominativ Singular. Das zweite Beispiel nutzt die Schrägstrichschreibung im Akkusativ Singular. Der dritte Satz verwendet die belegte Pluralform im Nominativ. Die Sätze vier und fünf zeigen die starke Flexion mit unbestimmtem Artikel und machen sichtbar, dass sich die Form dann unterscheidet.
Das letzte Beispiel nutzt die Klammerform im Akkusativ Singular. Die Beispiele zeigen, dass mehrere belegte Formen im vollständigen Satz stehen können.

Wie lässt sich die passende Form auswählen?
Beginne mit der Ausgangsform: Soll im Satz „Geborene“ als substantivierte Partizipialform stehen, oder soll eine geschlechtssensible Schreibweise ausdrücklich sichtbar werden? Die belegten Möglichkeiten sind die Paarform, die Schrägstrichschreibung, die Klammerform und die geschlechtsneutrale Partizipialform.
Prüfe danach den Personenbezug. Geht es um eine einzelne Person oder um mehrere Personen? Für den Plural sind „die Geborenen“ im Nominativ und „den Geborenen“ im Dativ belegt. Bei einer einzelnen Person muss zusätzlich der Kasus bestimmt werden. Im Nominativ und Akkusativ unterscheiden sich die aufgeführten Formen.
Als nächsten Punkt prüfst du Artikel und Satzfunktion. Mit bestimmtem Artikel ist „der/die Geborene“ im Nominativ Singular formgleich. Mit unbestimmtem oder ohne Artikel wird stark flektiert; dann stehen Formen wie „ein Geborener“ und „eine Geborene“. Im Akkusativ Singular sind ebenfalls vollständige Endungen zu berücksichtigen.
Berücksichtige anschließend die Zielgruppe. Eine Paarform schreibt beide Personenformen aus. Schrägstrich- und Klammerformen bündeln die Varianten in einer kürzeren Schreibweise. Die geschlechtsneutrale Partizipialform stellt die neutrale Verwendung von „Geborene“ in den Mittelpunkt. Welche Variante für die Zielgruppe verständlich ist, lässt sich am konkreten Satz prüfen.
Zum Schluss prüfst du die Lesbarkeit. Lies den vollständigen Satz mit der ausgewählten Form und kontrolliere Artikel, Kasus, Singular oder Plural sowie die Endung. Wenn ein Fragment wie „Geborene/-n“ oder „Geborene(n)“ im Akkusativ steht, muss der Satz die dazugehörige vollständige Schreibweise tragen. So bleibt die Form grammatisch vollständig, ohne eine einzelne Variante als überall verpflichtend zu behandeln.
- Ausgangsform bestimmen.
- Personenbezug und Zahl prüfen.
- Kasus, Artikel und Satzfunktion prüfen.
- Zielgruppe und Lesbarkeit berücksichtigen.
- Den vollständigen Satz auf die gewählte Form abstimmen.
Passende nächste Schritte
Quellen und Stand
- Fachquelle: www.genderator.app (geprüft am 2026-08-15)