DeepL in wissenschaftlichen Arbeiten kennzeichnen
DeepL zitieren: Kennzeichnung, APA-Regel und Eigenständigkeitserklärung
Wenn du DeepL als Übersetzungswerkzeug nutzt, prüfe in den Vorgaben deiner Hochschule, welche Kennzeichnung erwartet wird und an welcher Stelle sie stehen soll. Halte dabei Werkzeugname und Einsatzzweck „Übersetzung von Textpassagen“ fest. Die folgenden Abschnitte ordnen DeepL ein, grenzen es von textgenerierenden KI-Tools wie ChatGPT ab und zeigen, wie du den Bezug zur Eigenständigkeitserklärung prüfst.
DeepL als Übersetzungswerkzeug angeben
Wer ein KI-Tool angeben will, kann zunächst Werkzeug und tatsächlichen Einsatzzweck festhalten. Die Paderborner Handreichung nennt DeepL Translate als Beispiel für die Übersetzung von Textpassagen und führt ChatGPT für andere Zwecke getrennt auf. Beschreibe daher bei deiner Passage nachvollziehbar, dass du DeepL als Übersetzungswerkzeug eingesetzt hast. Formuliere nur, was du tatsächlich genutzt hast, und ergänze keine Angaben, die du nicht belegen kannst.
Prüfe anschließend deine Unterlagen daraufhin, ob sie eine Kennzeichnung direkt bei der übersetzten Passage, in einer Fußnote oder in einer Liste genutzter KI-Tools vorsehen. Falls dort eine Liste verlangt oder empfohlen wird, trage DeepL und den tatsächlichen Einsatzzweck ein. Falls die Unterlagen keine eindeutige Vorgabe enthalten, kläre die Form der Dokumentation mit der betreuenden Person oder dem maßgeblichen Regelwerk. So vermeidest du, eine Vorgabe für alle wissenschaftlichen Arbeiten anzunehmen.
Das Wiener Handout beschreibt DeepL als Werkzeug für neuronale maschinelle Übersetzungen, die auf umfangreichen menschlichen Übersetzungen trainiert werden. Vergleiche den erzeugten Text sorgfältig mit der Ausgangsstelle, bevor du ihn verwendest, denn die Qualität kann je nach Sprachkombination unterschiedlich ausfallen. Beim Thema fremdsprachige Quelle übersetzen prüfst du außerdem Bedeutung, Fachbegriffe und den Zusammenhang der Passage. Auch DeepL Write behandelt das Handout vorsichtig: Kontrolliere dessen Ergebnis ebenso gründlich wie eine eigene Übersetzung. Weitere Fragen zur Seite KI-Tool angeben klärst du anhand deiner Unterlagen.

Kennzeichnung an der übersetzten Stelle
Anders als beim ChatGPT zitieren geht es bei DeepL um die Kennzeichnung einer Übersetzung. Die Handreichung der Universität Paderborn nennt DeepL Translate für „Übersetzung von Textpassagen“. ChatGPT ist dort getrennt aufgeführt, unter anderem für Paraphrasieren, Ideengenerierung und Ausformulierung. Dokumentiere daher nicht verschiedene Nutzungen unter einem unklaren Zweck.
| Werkzeug | Einsatzzweck |
|---|---|
| DeepL Translate | Übersetzung von Textpassagen |
| ChatGPT | Paraphrasieren, Ideengenerierung oder Ausformulierung |
Prüfe anhand der Hochschulvorgaben, ob die Kennzeichnung an der jeweils übersetzten Stelle im Text oder in einer Fußnote erfolgen soll. Wenn eine Tool-Liste verlangt wird, führe DeepL Translate dort mit dem tatsächlich verwendeten Zweck. Die Tabelle zeigt die in der Paderborner Handreichung getrennten Zwecke; sie ersetzt keine institutionelle Vorgabe für deine Arbeit.
Das Wiener Handout ordnet Übersetzungstools wie DeepL neuronalen maschinellen Übersetzungen zu. Prüfe den generierten Output wie eine eigene Übersetzung und vergleiche ihn mit der Ausgangsstelle. Besteht eine Frage zur Erklärung des eigenen Arbeitsanteils, ermittle die zuständige Regel aus offiziellen Unterlagen; die Seite Eigenständigkeitserklärung KI kann dabei ein Ausgangspunkt sein.
APA-Referenz für Software und KI-Tools
APA Style nennt für eine Referenz auf ein KI-Tool Autor, Jahr, einen kursiv gesetzten Titel des Tools, eine Beschreibung in eckigen Klammern und die URL. Das veröffentlichte Muster bezieht sich auf OpenAI und ChatGPT. Prüfe deshalb, ob dein gewählter Zitierstil für DeepL eine eigene Vorgabe enthält; aus dem ChatGPT-Beispiel entsteht keine fertige DeepL-Referenz.
Bei fremdsprachige Quelle übersetzen gilt zusätzlich, dass du die Vorgaben zur Kennzeichnung der übersetzten Stelle prüfst. Ermittle aus dem Regelwerk deiner Hochschule, welche Angabe verlangt wird. Die Paderborner Handreichung nennt DeepL Translate für „Übersetzung von Textpassagen“ und führt davon getrennt ChatGPT 4.0 für Paraphrasieren, Ideengenerierung und Ausformulierung auf.
Das Wiener Handout ordnet DeepL den Werkzeugen für neuronale maschinelle Übersetzungen zu. Prüfe deshalb, welche Beschreibung für dein Werkzeug zutrifft, statt die Klammerbeschreibung des ChatGPT-Beispiels zu übernehmen. Falls eine APA-Referenz verlangt wird, kontrolliere Autor, Jahr, kursiven Titel, Klammerbeschreibung und URL gegen die APA-Vorgabe. Für weitere Zitierweisen nutze das einschlägige Regelwerk oder frage die betreuende Person.
DeepL und ChatGPT getrennt dokumentieren
DeepL überträgt vorhandenen Text. Das Wiener Handout beschreibt solche Werkzeuge als neuronale maschinelle Übersetzungen. Die Paderborner Handreichung führt DeepL Translate für „Übersetzung von Textpassagen“, ChatGPT dagegen getrennt für Paraphrasieren, Ideengenerierung und Ausformulierung. Halte den jeweiligen tatsächlichen Einsatz getrennt fest.
Prüfe in den Unterlagen deiner Hochschule, ob beide Werkzeuge in einer Liste der genutzten KI-Tools erscheinen sollen und welche Angaben für die Erklärung des eigenen Arbeitsanteils verlangt werden. Bei DeepL prüfst du zusätzlich die übersetzte Passage gegen die Ausgangsstelle. Das Wiener Handout empfiehlt, den generierten Output ebenso sorgfältig zu prüfen wie eine eigene Übersetzung.
Ein möglicher Fehler ist die Annahme, DeepL müsse genauso wie ein textgenerierendes Großsprachmodell zitiert werden. Die Quellen beschreiben DeepL als Übersetzungswerkzeug und geben kein solches Gleichsetzen vor. Ermittle stattdessen die passende Form aus dem Regelwerk. Wie DeepL in der Eigenständigkeitserklärung KI aufgeführt wird, klärst du dort oder mit der betreuenden Person; der Vergleich ChatGPT zitieren ersetzt diese Prüfung nicht.
Fehler bei der DeepL-Dokumentation vermeiden
Ein Fehler kann sein, DeepL nicht zu erwähnen. Prüfe dann die tatsächlich übersetzten Passagen und ermittle aus den Hochschulvorgaben, ob ein Vermerk und eine Tool-Liste erforderlich sind. Falls du DeepL dokumentierst, beschreibe den Einsatz zutreffend als „Übersetzung von Textpassagen“; so lautet der Zweck in der Paderborner Handreichung.
Ein weiterer Fehler ist, DeepL einem textgenerierenden KI-Tool gleichzusetzen. Die Paderborner Handreichung trennt DeepL Translate von ChatGPT und dessen Zwecken Paraphrasieren, Ideengenerierung sowie Ausformulierung. Prüfe daher für jedes verwendete Werkzeug die ausgeführte Tätigkeit. Dokumentiere nicht einen Übersetzungszweck für eine andere Tätigkeit und umgekehrt.
Auch eine nur mündliche Angabe kann unzureichend sein, wenn deine Hochschule eine schriftliche Dokumentation verlangt. Ermittle diese Vorgabe aus offiziellen Unterlagen und halte die verlangte Form an der übersetzten Stelle, in einer Fußnote oder in der Tool-Liste ein. Vergleiche außerdem den DeepL-Output mit der Ausgangsstelle: Das Wiener Handout weist darauf hin, dass nicht alle Sprachkombinationen hochwertige Ergebnisse liefern. Einen Überblick über Zitierweisen für weitere Quellenarten bietet eine eigene Seite.

DeepL in drei Schritten kennzeichnen
Wenn die Vorgaben deiner Hochschule eine Kennzeichnung an der übersetzten Textstelle verlangen, markiere die Stelle im Manuskript und ordne sie ihrer Ausgangsstelle zu. Vergleiche danach den DeepL-Output mit dem Ausgangstext. Das Handout der Universität Wien rät dazu, den erzeugten Text ebenso sorgfältig zu prüfen wie eine eigene Übersetzung. Es weist außerdem darauf hin, dass die Ergebnisse je nach Sprachkombination unterschiedlich ausfallen können.
Halte anschließend DeepL Translate mit dem Einsatzzweck „Übersetzung von Textpassagen“ in der verlangten Dokumentation fest. Die Handreichung der Universität Paderborn nennt DeepL Translate für diesen Zweck. Dort erscheint das Werkzeug getrennt von ChatGPT, das für andere Zwecke aufgeführt wird. Prüfe bei weiteren Tools daher ihren tatsächlichen Einsatz, bevor du sie dokumentierst.
Prüfe zum Schluss den Bezug zur Eigenständigkeitserklärung in den offiziellen Unterlagen deiner Hochschule. Falls die verlangte Kennzeichnungsform unklar bleibt, kläre sie mit der betreuenden Person. Die genaue Form richtet sich nach dem gewählten Zitierstil und den Vorgaben deiner Hochschule. Ermittle vor der Abgabe, ob die geforderte Kennzeichnung, die Tool-Dokumentation und eine mögliche Referenz zusammenpassen.
Quellen und Stand
- Universität Wien, Center for Teaching and Learning: Handout KI-generierte Übersetzungen (2024): ctl.univie.ac.at (geprüft am 2026-09-15)
- APA Style: How to cite ChatGPT: apastyle.apa.org (geprüft am 2026-09-15)
- Universität Paderborn: Handreichung zur Dokumentation und Kennzeichnung von KI-Tools (Stand Mai 2026): www.uni-paderborn.de (geprüft am 2026-09-15)