Eigenständigkeitserklärung mit KI-Passus richtig formulieren
Was du unterschreibst – und was seit 2026 darin steht
Die Eigenständigkeitserklärung KI ist die Erklärung, mit der du die Eigenleistung deiner Arbeit bestätigst. Ob und wie KI-Nutzung angegeben werden muss, richtet sich nach den Vorgaben deiner Hochschule und der jeweiligen Prüfung. Hier findest du Formulierungsbeispiele und ihre Bedeutung.
Warum die Erklärung einen KI-Passus bekommen hat
Der klassische Text („Ich versichere, die Arbeit selbstständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen benutzt zu haben") stammt aus einer Zeit ohne ChatGPT. Er ließ offen, ob ein KI-generierter Absatz eine „Quelle" ist. Die Hochschulen haben nachgezogen: Aktuelle Erklärungen nennen generative KI ausdrücklich, entweder als verbotenes Hilfsmittel oder als erlaubtes, das vollständig zu dokumentieren ist.

Muster: die drei gängigen Formulierungen
Die folgenden drei Muster zeigen mögliche Varianten; entscheidend ist der Wortlaut deiner Prüfungsordnung.
Typ 1 – KI ausgeschlossen: „Ich versichere, dass ich die Arbeit selbstständig und ohne Einsatz generativer KI-Werkzeuge verfasst habe."
Typ 2 – KI erlaubt mit Dokumentation: „Eingesetzte KI-Werkzeuge habe ich vollständig im beigefügten Verzeichnis angegeben und deren Beiträge gekennzeichnet."
Typ 3 – Hilfsmittel-Liste: „Alle verwendeten Hilfsmittel, einschließlich KI-gestützter Werkzeuge, sind im Hilfsmittelverzeichnis aufgeführt."
Für Typ 2 und 3 benötigst du den entsprechenden Beleg: Das Layout der Tabelle zeigt KI Verzeichnis erstellen, die kurze Kennzeichnung im Text erläutert der KI Disclaimer.
Rechtliche Bedeutung: mehr als eine Formalie
Falsche Angaben in der Erklärung können prüfungsrechtliche Folgen haben. Das Urteil des VG Kassel betrifft einen konkreten Fall, in dem die unzulässige Nutzung generativer KI als schwere Täuschung bewertet wurde; die Folgen richten sich nach der jeweils geltenden Prüfungsordnung. Wird eine Erklärung als Versicherung an Eides statt verlangt, können unrichtige Angaben strafrechtlich relevant sein.
Der Unterschied zwischen beiden Formen ist wichtig; er wird im Ratgeber zur Eidesstattlichen Erklärung ausführlich erläutert.

Checkliste: Was du vor der Unterschrift prüfen solltest
Selbst formulieren musst du hier nichts; entscheidend ist, den vorgegebenen Text richtig zu übernehmen. Erstens: Verwende den exakten Wortlaut deiner Hochschule, nicht ein Muster aus dem Netz, denn Vorlagen unterscheiden sich in entscheidenden Details. Zweitens: Gleiche ein gegebenenfalls verlangtes KI-Verzeichnis mit dem tatsächlichen Schreibprozess ab. Drittens: Beachte Vorgaben zu Datum und handschriftlicher Unterschrift. Viertens: Bewahre eine Kopie der unterschriebenen Fassung auf.
Ehrlich unterschreiben und sicher sein
Die Erklärung umfasst den gesamten Text, auch Passagen, die du vor Wochen mit KI-Unterstützung entworfen und längst vergessen hast. Eine KI-Analyse kann Hinweise auf KI-typische Sprachmuster geben, aber keine Autorschaft beweisen. Prüfe deshalb deine Angaben anhand deines Schreibprozesses und der Vorgaben deiner Hochschule.