KI Verzeichnis für die Abschlussarbeit erstellen

Tool, Zweck, Prompts: KI-Nutzung sauber dokumentieren

Lesezeit ca. 5 Min. · aktualisiert: 3. Juli 2026

Immer mehr Hochschulen verlangen neben der Kennzeichnung im Text ein eigenes KI Verzeichnis im Anhang: eine Tabelle, die jedes genutzte Werkzeug mit Zweck und betroffenen Abschnitten auflistet. Die FU Berlin schreibt seit Februar 2026 eine konkrete Tabellenform vor, viele andere Universitäten stellen Vorlagen bereit. Hier findest du Aufbau, Beispiele und eine Vorlage zum Übernehmen.

Was ein KI Verzeichnis ist – und wer es verlangt

Das Verzeichnis dokumentiert deine komplette KI-Nutzung an einer Stelle, meist als Tabelle im Anhang der Arbeit. Es ergänzt die Erklärung am Ende der Arbeit und macht die Angaben überprüfbar: Welches Tool, in welcher Version, wofür, in welchen Kapiteln. Verlangt wird das inzwischen an vielen Hochschulen — teils als Pflicht, teils als Empfehlung der Prüfungsordnung oder des Lehrstuhls.

Ob deine Hochschule dazugehört, steht im Modulhandbuch, im Leitfaden des Lehrstuhls oder in der Prüfungsordnung. Im Zweifel gilt: lieber dokumentieren als weglassen. Seit dem Urteil des VG Kassel ist klar, dass nicht deklarierte KI-Nutzung als Täuschung gewertet werden kann.

KI Verzeichnis erstellen: Muster-Tabelle mit Tool, Version, Zweck und Abschnitten

Diese Angaben gehören in die Tabelle

Die gängigen Vorlagen der Universitäten fragen dieselben Spalten ab. Pro genutztem Werkzeug dokumentierst du: Tool und Version (etwa „ChatGPT, GPT-5" oder „DeepL Write"), den Verwendungszweck (Ideenfindung, Literaturüberblick, sprachliche Glättung, Code-Erklärung), die betroffenen Abschnitte (Kapitel oder Seitenbereiche) und den Umfang der Übernahme (Anregung, überarbeitete Übernahme, wörtliche Übernahme).

Vorlage: KI Verzeichnis als Tabelle

Tool / VersionVerwendungszweckAbschnitteUmfang
ChatGPT (GPT-5)Brainstorming zur GliederungKap. 1–2Anregung, keine Textübernahme
DeepL WriteSprachliche Glättunggesamte Arbeitüberarbeitete Vorschläge
PerplexityErstrecherche zu QuellenKap. 3Anregung, Quellen selbst geprüft

Prompts dokumentieren: wann und wie

Einige Hochschulen können zusätzlich die Offenlegung der Prompts verlangen — also der Eingaben, mit denen du die KI gesteuert hast. Der APA-Standard empfiehlt, den verwendeten Prompt samt Antwort im Anhang anzugeben, wenn KI-Output in die Arbeit eingeflossen ist. Praktikabel ist eine eigene Spalte oder ein Unterkapitel „Prompt-Dokumentation": Datum, Prompt im Wortlaut, kurze Notiz zur Weiterverarbeitung.

Wörtlich übernommene KI-Passagen müssen zusätzlich im Text belegt werden — wie das formal aussieht, zeigt ChatGPT zitieren.

KI Verzeichnis mit Prompt-Dokumentation: Spalten fuer Datum, Prompt und Verarbeitung

Verzeichnis oder Disclaimer? Beides hat seinen Platz

Der KI Disclaimer ist die kurze Kennzeichnung — ein, zwei Sätze, die die Nutzung offenlegen. Das Verzeichnis ist die ausführliche Belegform dahinter: Es macht den Disclaimer nachprüfbar. Wer beides sauber anlegt, nimmt einer späteren Rückfrage der Prüfer die Grundlage. Wie viel KI überhaupt zulässig ist, hängt von der Hochschule ab — die Übersicht dazu gibt der KI-Anteil 2026.

Vor der Abgabe: Angaben gegen den Text prüfen

Das beste Verzeichnis nützt wenig, wenn der Text mehr KI enthält, als du angibst — etwa weil ganze KI-Formulierungen unbemerkt stehen geblieben sind. Eine KI-Analyse zeigt dir vor der Abgabe abschnittsweise, wo dein Text nach KI klingt. So stellst du sicher, dass Verzeichnis und Text dieselbe Geschichte erzählen, bevor ein Prüfer die Frage stellt — und kannst die Tabelle danach in wenigen Minuten final erstellen.

Text vor der Abgabe auf KI-Anteil prüfen

Bevor du dein Verzeichnis finalisierst: Lade die Arbeit hoch und sieh abschnittsweise, wie viel KI-Wahrscheinlichkeit ein Detektor misst.

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Klicke auf einzelne Seiten, um sie aus dem Auftrag herauszunehmen.

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Sicher und anonym hochladen, ganz ohne Registrierung. Übertragung und Ablage erfolgen DSGVO-konform in deutschen Rechenzentren. Nach 24 Stunden wird die Datei automatisch gelöscht.

Verzeichnis fertig, Text unsicher? Prüfe vor der Abgabe, wie viel KI-Wahrscheinlichkeit dein Text misst — Bericht pro Abschnitt.

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Häufige Fragen zum KI Verzeichnis

Ist ein KI Verzeichnis überall Pflicht?

Nein, die Regeln unterscheiden sich je nach Hochschule und teils je Lehrstuhl. Prüfe Prüfungsordnung und Leitfaden — und dokumentiere im Zweifel freiwillig, das kann nie schaden.

Wohin gehört das Verzeichnis in der Arbeit?

In den Anhang, üblicherweise nach dem Literaturverzeichnis. Manche Vorlagen sehen es direkt vor oder nach der Eigenständigkeitserklärung vor — die Vorgabe der Hochschule geht vor.

Muss ich auch Rechtschreibtools wie DeepL Write angeben?

An vielen Hochschulen ja, sobald das Tool Formulierungen verändert statt nur Fehler zu markieren. Reine Rechtschreibprüfung gilt dagegen meist als zulässiges Hilfsmittel ohne Angabepflicht.

Müssen Prompts wirklich im Wortlaut in den Anhang?

Nur wenn deine Hochschule es verlangt oder KI-Output direkt eingeflossen ist. Sammle die Prompts aber während des Schreibens — nachträglich lassen sie sich kaum rekonstruieren.

Was passiert, wenn ich KI genutzt, aber nichts dokumentiert habe?

Nicht deklarierte Nutzung kann als Täuschungsversuch gewertet werden — mit Folgen bis zum Nichtbestehen. Die Rechtslage erklärt das Urteil des VG Kassel.

Wie prüfe ich, ob mein Text zum Verzeichnis passt?

Mit einem KI-Detektor: Er zeigt pro Abschnitt die KI-Wahrscheinlichkeit. Weicht das Ergebnis stark von deinen Angaben ab, überarbeite die betroffenen Stellen vor der Abgabe.

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