KI-Richtlinien an Hochschulen und was sie verlangen
Von der Empfehlung zur verbindlichen Prüfungsordnung
KI-Richtlinien an Hochschulen können sich auf Prüfungsordnungen, Handreichungen und Vorgaben für einzelne Prüfungen stützen. Wer eine Arbeit abgibt, sollte klären, welche Nutzung für die konkrete Prüfungsleistung erlaubt ist und ob oder wie sie offengelegt werden muss. Diese Übersicht zeigt typische Regelungsansätze und die Stellen, an denen du die für dich geltende Fassung findest.
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KI-Werkzeuge im Studium: Merkzettel für den richtigen Umgang
Die Übersicht über KI-Richtlinien an Hochschulen, begleitet von der Grenze zwischen Hilfsmittel und Eigenleistung, guten Prompts, der Pflicht zur Quellenprüfung, KI beim Korrekturlesen, den Grenzen von Textdetektoren, Datenschutz mit fremden Texten und der Erlaubnis der eigenen Hochschule.
Worum es dabei genau geht
In der Praxis kommen unterschiedliche Regelungsansätze vor. Für einzelne Prüfungsformen, etwa beaufsichtigte Klausuren, kann die Nutzung untersagt sein. Bei erlaubter Nutzung können Vorgaben zu zugelassenen Werkzeugen, Umfang und Kennzeichnung gelten. Die Kennzeichnung kann etwa im Methodenteil, Anhang oder in einer Eigenständigkeitserklärung verlangt werden. Teilweise konkretisieren Lehrende die Vorgaben für die jeweilige Prüfungsleistung. Maßgeblich sind die geltende Prüfungsordnung und die für die Prüfung bekannt gegebenen Regeln, ergänzt um einschlägige Satzungen und Handreichungen.
Die konkreten Regeln werden hochschul- und prüfungsbezogen festgelegt. Eine allgemeine Aussage wie „KI ist erlaubt“ oder „KI ist verboten“ reicht deshalb nicht aus, weil die Antwort von der Prüfungsordnung, der Aufgabe und möglichen Vorgaben der Lehrperson abhängt. Prüf die für deinen Studiengang und deine Prüfungsleistung geltenden Unterlagen.

Vorgehen Schritt für Schritt
- Die aktuelle Fassung der Prüfungsordnung des eigenen Studiengangs ermitteln
- Ergänzende Satzungen und Handreichungen der Fakultät prüfen
- Schriftliche Vorgaben der betreuenden Person einholen
- Einsatzumfang und Art der Anwendung protokollieren
- Die Deklaration in der geforderten Form beilegen
Halte Entscheidungen und Abweichungen während des gesamten Ablaufs schriftlich fest. Bei „KI-Richtlinien an Hochschulen und was sie verlangen“ kannst du spätere Fragen so anhand deiner Unterlagen klären, statt sich allein auf Erinnerungen zu stützen.
Ein durchgehendes Beispiel
Eine Lernende möchte ein textgenerierendes Programm nutzen, um internationale Studienquellen zusammenzufassen und ihren Arbeitsplan zu strukturieren. Sie prüft zunächst, ob ihre Prüfungsordnung und die Vorgaben für die konkrete Prüfungsleistung dies zulassen und welche Offenlegung gefordert ist. Ist eine zulässige Nutzung mit Offenlegung vorgesehen, hält sie Werkzeug, Einsatzzweck und betroffene Arbeitsschritte fest und fügt die Angaben in der geforderten Form bei. Ergebnisse aus dem Programm übernimmt sie nicht ungeprüft, sondern prüft sie fachlich und formuliert ihren Text eigenständig. Die Dokumentation kann bei Rückfragen den Arbeitsprozess nachvollziehbar machen; sie ersetzt weder die geltenden Vorgaben noch die Prüfung eines Detektorhinweises im Einzelfall.
Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
- sich auf allgemeine Pressemitteilungen statt auf die eigene Ordnung verlassen
- die Nutzung erst im Nachhinein aus dem Gedächtnis rekonstruieren
- die Deklaration weglassen, weil nur umformuliert wurde
- eine veraltete Fassung der Prüfungsordnung verwenden
Eine aussagekräftige Deklaration richtet sich nach den geltenden Vorgaben und kann Werkzeug, Zweck und Arbeitsschritt nennen. Wer den Entstehungsprozess mit Zwischenständen und Notizen dokumentiert, kann den Arbeitsprozess bei Rückfragen nachvollziehbar erläutern. Detektorwerte allein belegen keine Täuschung; für die Bewertung sind der Kontext, die Regeln der Prüfung und eine menschliche Prüfung erforderlich.

Kontrollfragen vor dem nächsten Schritt
Bevor du bei „KI-Richtlinien an Hochschulen und was sie verlangen“ weitermachst, lohnt sich ein kurzer Abgleich. Die folgenden Fragen greifen die Arbeitsschritte von oben auf und übersetzen sie in eine Selbstkontrolle:
- Hast du den Schritt „Prüfungsordnung des eigenen Studiengangs in der aktuellen Fassung suchen“ vollständig ausgeführt und belegbar dokumentiert?
- Hast du den Schritt „ergänzende Satzungen und Handreichungen der Fakultät prüfen“ vollständig ausgeführt und belegbar dokumentiert?
- Hast du den Schritt „Vorgaben der betreuenden Person schriftlich einholen“ vollständig ausgeführt und belegbar dokumentiert?
- Hast du den Schritt „Art und Umfang der Nutzung während der Arbeit dokumentieren“ vollständig ausgeführt und belegbar dokumentiert?
- Hast du den Schritt „Deklaration in der geforderten Form beilegen“ vollständig ausgeführt und belegbar dokumentiert?
Bei „KI-Richtlinien an Hochschulen und was sie verlangen“ gilt: Jede Frage, die du nicht anhand einer Regel oder einer schriftlichen Auskunft beantworten kannst, zeigt einen Klärungsbedarf. Klär offene Punkte vor der Abgabe, damit du die Nutzung und die geforderte Offenlegung rechtzeitig an den Vorgaben ausrichten kannst.
Weiterführende Ratgeber
Weiterführende Beiträge sind: rechtliche Aspekte der KI-Nutzung, Eigenständigkeitserklärung mit KI, erlaubter KI-Anteil, Folgen eines Täuschungsversuchs und KI-Detektor von korrektur.de.
Für „KI-Richtlinien an Hochschulen und was sie verlangen“ vertiefen diese Beiträge einzelne Aspekte, die hier nur im Überblick behandelt werden konnten. Maßgeblich bleiben die Vorgaben für deine konkrete Prüfungsleistung, denn Zuständigkeiten und Fristen können sich zwischen Einrichtungen und Fakultäten unterscheiden.
Wenn du bei „KI-Richtlinien an Hochschulen und was sie verlangen“ unsicher bist, welche Regelung für dich gilt, frag schriftlich bei der zuständigen Stelle nach und heb die Antwort auf. Eine schriftliche Auskunft kann dir helfen, die Nutzung und Offenlegung an den mitgeteilten Vorgaben auszurichten.