So legst du das Literaturverzeichnis deiner Dissertation an

Literaturverzeichnis der Dissertation: vollständig und einheitlich

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 11. September 2026 · Alle Zitierweisen im Überblick

Dieser Ratgeber hilft dir, das Literaturverzeichnis deiner eigenen Dissertation anzulegen und vor der Abgabe zu prüfen. Wenn du dagegen eine fremde Arbeit als Quelle nachweisen willst, lies „Dissertation zitieren“.

Klarheit über den Anwendungsbereich schaffen

Gleich am Anfang ist wichtig festzustellen, ob es hier um das Verzeichnis geht, das du für deine eigene wissenschaftliche Leistung erstellst. Genau darum dreht sich dieser Beitrag. Du lernst, wie du die Werke sammelst, die du während deiner Forschungsphase genutzt hast.

Falls du hingegen eine bereits erschienene Schrift anderer Personen als Quelle nutzen möchtest, handelt es sich um ein anderes Thema. In solchen Fällen wirst du zur Seite Dissertation zitieren verwiesen, wo erklärt wird, wie man fremde Texte korrekt belegt. Hier konzentrieren wir uns ausschließlich darauf, wie du deinen eigenen Katalog strukturierst und prüfst, bevor er Teil deiner Abschlussarbeit wird.

Hier kannst du Schritt für Schritt lernen, wie du dein Literaturverzeichnis erstellen systematisch planst und sauber formatierst.

Literaturverzeichnis der Dissertation: der Ablauf in drei Schritten

Die Verbindung zwischen Nachweis und Erklärung verstehen

Das Literaturverzeichnis soll die Quellen und Hilfsmittel nachweisen, die du für deine Dissertation benutzt hast. Ein Beispiel liefert das Muster einer eidesstattlichen Versicherung des KIT: Dort erklärt die promovierende Person, nur die angegebenen Quellen und Hilfsmittel verwendet und keine unzulässige Hilfe Dritter genutzt zu haben. Übernommene Inhalte aus anderen Werken müssen dort, ob wörtlich oder sinngemäß, als solche erkennbar sein.

Dieses Muster ist kein allgemeingültiger Wortlaut für alle deutschen Promotionsordnungen. Wortlaut und Vorgaben können sich je Universität und Fakultät unterscheiden. Lies deshalb die für deine Dissertation geltende Ordnung und kläre offene Punkte mit der betreuenden Person. Prüfe anschließend jede Textstelle gegen dein Verzeichnis: Ist eine Quelle, ein Hilfsmittel oder ein übernommener Inhalt verwendet, kontrollierst du, ob der Nachweis vorhanden und passend ist. So stützt das Verzeichnis die Erklärung, die du abgibst.

Mit Literaturverzeichnis mit Citavi kannst du Einträge organisieren; den Abgleich mit den verwendeten Materialien führst du dennoch selbst durch.

Struktur und Sortierung sinnvoll gestalten

Für ein umfangreiches Verzeichnis kannst du die Einträge nach den Nachnamen der Autorinnen und Autoren ordnen. Bei modernen Namen ist dafür der Nachname maßgeblich. Mehrere Titel derselben Person lassen sich nach ihrem Erscheinungsjahr sortieren; bei identischem Jahr dienen Kleinbuchstaben zur Unterscheidung. Prüfe vorab die Vorgaben deiner Promotionsordnung oder kläre offene Fragen mit der betreuenden Person.

Eine Trennung in Quellen und Forschungsliteratur kann fachabhängig vorgesehen sein. Wenn diese Einteilung für deine Arbeit gilt, führe beide Gruppen getrennt und sortiere sie jeweils alphabetisch. Verwende außerdem durchgehend ein Zitationssystem mit allen nötigen Angaben, damit die benutzte Ausgabe eindeutig erkennbar ist. Entscheide dich innerhalb der Arbeit für eine Form und kontrolliere, dass sich keine abweichenden Angaben einschleichen.

Besonderheiten bei zusammengesetzten Werken beachten

Bei einer kumulative Dissertation können die Quellenangaben in den einzelnen Manuskripten stehen oder gemeinsam am Ende der Arbeit angeordnet werden. Welche Gestaltung für deine Dissertation zulässig ist, ergibt sich aus den Vorgaben der zuständigen Promotionsordnung. Lies diese Unterlagen vor dem Einrichten der Verzeichnisse und kläre offene Punkte mit der betreuenden Person. So behandelst du eine Regelung aus einem anderen Fachbereich nicht als allgemeine Vorgabe.

Die Richtlinie der Viadrina nennt beide Anordnungen. Sie hält zugleich fest, dass die Einzelmanuskripte ihre eigenen Literaturangaben behalten. Ein gemeinsames Verzeichnis ersetzt diese Angaben daher in diesem beschriebenen Fall nicht. Für das Gesamtliteraturverzeichnis sind die Arbeiten maßgeblich, die in der Einleitung oder in der Gesamtdiskussion zitiert werden. Vergleiche diese beiden Teile der Arbeit gezielt mit dem Gesamtverzeichnis. Markiere beim Abgleich jede dort zitierte Arbeit und kontrolliere anschließend, ob der passende Eintrag vorhanden ist.

Richte die Literaturangaben der Manuskripte nach der gewählten und zugelassenen Struktur aus. Prüfe anschließend getrennt, welche Einträge in einem Manuskript erscheinen und welche zusätzlich im Gesamtverzeichnis stehen. Ergänze keinen Eintrag allein aufgrund einer Vermutung über Übersetzungen, Abbildungen oder weitere Materialien. Entscheidend sind die tatsächlich verwendeten Quellen sowie die Zitate in Einleitung und Gesamtdiskussion. Die örtlichen Vorgaben bestimmen darüber hinaus, welche Anordnung für deine Arbeit gilt. Damit bleibt die Struktur nachvollziehbar, ohne für alle kumulativen Dissertationen dieselbe Lösung zu behaupten.

Pflichten gegenüber Archiven und Instituten erfüllen

Nach der Promotion wird die Dissertation veröffentlicht. Die Frist, die Veröffentlichungsform und die Zahl der abzugebenden Exemplare ergeben sich aus den Unterlagen der eigenen Hochschule oder Fakultät. Je nach Veröffentlichungsweg, etwa über eine Zeitschrift, einen Verlag oder elektronisch über die Universitätsbibliothek, können gedruckte Pflichtexemplare erforderlich sein. In den Hinweisen einer Fakultät wird beschrieben, dass typischerweise drei Exemplare an die Universitätsbibliothek weitergereicht werden und bei einer elektronischen Veröffentlichung zusätzlich eine abgestimmte Datei vorgesehen ist. Prüfe deshalb vor der Abgabe die für deinen Fall geltenden Vorgaben und die verlangte Form der Dateien oder Druckexemplare.

Für Dissertationen gilt außerdem die Ablieferungspflicht an die Deutsche Nationalbibliothek. Erscheint die Arbeit online, ist die Online-Fassung in einer Form abzuliefern, die sich zur Archivierung und Bereitstellung eignet. Wird sie ausschließlich gedruckt verbreitet oder weicht ihr Inhalt von einer anderen Ausgabe ab, sind unabhängig von der Auflage zwei gedruckte Pflichtexemplare abzuliefern. Diese DNB-Vorgabe beschreibt die Ablieferung der veröffentlichten Arbeit, nicht den Aufbau deines Literaturverzeichnisses. Ermittle die passenden Schritte daher anhand der offiziellen Unterlagen zu deinem Veröffentlichungsweg. So kannst du die Abgabe vorbereiten, wenn du deine Dissertation veröffentlichen möchtest.

Literaturverzeichnis der Dissertation: Prüfliste mit vier Punkten

Systematische Kontrolle vor der finalen Übergabe

Prüfe zuerst die Vollständigkeit: Vergleiche alle Belege im Text mit dem Literaturverzeichnis. Nimm dabei nicht nur Namen in den Blick, sondern auch übernommene Inhalte sowie verwendete Quellen und Hilfsmittel ohne Personennennung. Kontrolliere, ob wörtlich oder sinngemäß übernommene Inhalte als solche kenntlich sind. Ergänze fehlende Angaben erst, nachdem du die betreffende Stelle im Text erneut geprüft hast.

Vergleiche danach die Einträge untereinander. Wähle ein einheitliches Zitationssystem mit allen nötigen Angaben, damit die benutzte Ausgabe eindeutig erkennbar ist. Prüfe die alphabetische Reihenfolge; in einem Kölner Leitfaden werden moderne Autoren nach dem Nachnamen sortiert. Mehrere Titel derselben Person können zeitlich angeordnet und gleiche Jahre durch Kleinbuchstaben unterschieden werden. Ob diese Ordnung für deine Dissertation gilt, klärst du anhand der Promotionsordnung oder mit der betreuenden Person.

Lies vor der Abgabe auch die offiziellen Angaben zu Veröffentlichungsform, Dateien und Pflichtexemplaren. Ermittle daraus die zuständige Stelle und die für deine Arbeit verlangten Unterlagen. Eine Literaturverwaltung kann Einträge ordnen, ersetzt aber nicht den Abgleich mit dem Text. Ein Lektorat für die Dissertation kann die sprachliche Prüfung ergänzen.

Quellen und Stand

Bei „So legst du das Literaturverzeichnis deiner Dissertation an“ werden zusätzlich „richtig“ und „anlegen“ eingeordnet.

Du willst vor der Abgabe wissen, ob dein Verzeichnis vollständig und einheitlich ist?

Datei hochladen

Häufige Fragen zum Literaturverzeichnis der Dissertation

Muss ich meine Quellen wirklich komplett listen?

Die eidesstattliche Versicherung bezieht sich darauf, dass nur die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt wurden und keine unzulässige Hilfe Dritter genutzt wurde. Übernommene Inhalte müssen kenntlich sein; das Literaturverzeichnis stützt diese Erklärung.

Darf ich verschiedene Stile mischen?

Verwende ein einheitliches Zitationssystem. Welcher Stil zulässig ist, kann sich nach der Promotionsordnung oder den Fakultätsvorgaben richten.

Wohin kommen die Angaben bei mehreren Artikeln?

Bei einer kumulativen Dissertation können Quellenangaben je Manuskript oder gemeinsam am Ende stehen. Im Gesamtliteraturverzeichnis müssen die in Einleitung und Gesamtdiskussion zitierten Arbeiten erscheinen; die örtlichen Vorgaben können abweichen.

Wer bekommt meine digitalen Daten?

Bei einer Online-Ausgabe wird die Online-Fassung in geeigneter Form an die Deutsche Nationalbibliothek abgeliefert. Bei ausschließlich gedruckter oder inhaltlich abweichender Ausgabe sind zwei gedruckte Pflichtexemplare abzuliefern. Die Vorgaben für Exemplare der Hochschule stehen in den örtlichen Unterlagen.

Hilft Software bei der Pflege?

Software kann bei der Organisation des Literaturverzeichnisses helfen. Gleiche die Einträge dennoch selbst mit den verwendeten Quellen, Hilfsmitteln und Zitaten ab.

Sollte ich mir Unterstützung holen?

Du kannst einen externen Blick einholen. Prüfe dabei weiterhin selbst, ob die verwendeten Quellen und Hilfsmittel sowie die Zitate vollständig im Verzeichnis erfasst sind.

Unsere Partner