Wie schreibt man „zum einen, zum anderen“ richtig?
Zum einen zum anderen Rechtschreibung: richtige Schreibweise
Richtig ist im geprüften Ausdruck: „zum einen, zum anderen“. Ob ein Komma steht, richtet sich nach der jeweiligen Satzkonstruktion.
Die richtige Schreibweise auf einen Blick
Die korrekte Schreibweise lautet: zum einen, zum anderen. Der Ausdruck steht mit kleinem einen und kleinem anderen, wenn er innerhalb eines Satzes verwendet wird. In der angeführten Konstruktion steht zwischen den beiden Teilen ein Komma.
Ein neutrales Beispiel lautet: Wir betrachten zum einen die Form, zum anderen die Bedeutung. Die Wortfolge bleibt dabei als Ausdruck erkennbar, auch wenn danach unterschiedliche Satzteile folgen. Bei einer Verbindung mit und entscheidet die Satzkonstruktion über das Komma; die Wortfolge allein setzt kein Komma.
Beginnt der gesamte Satz mit der Wortgruppe, wird nur das erste Wort des Satzanfangs großgeschrieben: Zum einen prüfen wir die Form, zum anderen den Satz. Diese Großschreibung am Satzanfang ist von der eigentlichen Schreibweise der Wortgruppe zu trennen.
Für die Einordnung der Frage nach Rechtschreibung genügt deshalb zunächst dieser sichtbare Merksatz: innerhalb des Satzes zum einen, zum anderen. Wer die Schreibweise weiter einordnet, kann die Rechtschreibregeln und die Beispiele miteinander vergleichen.
Die Duden-Angabe führt das Muster „zum einen …, zum anderen …“ an. Daraus lässt sich die hier geprüfte Form unmittelbar ablesen. Eine andere Großschreibung darf nicht allein deshalb gewählt werden, weil die Wortgruppe beim Sprechen besonders betont wird.

Welche Regel trägt die Entscheidung?
Die belegte Grundlage ist das im Wörterbuch angeführte Muster „zum einen …, zum anderen …“. Für die konkrete Entscheidung sind daher zwei sichtbare Merkmale maßgeblich: einen und anderen erscheinen in diesem Muster klein, und zwischen den beiden Teilen steht ein Komma.
Richtig ist beispielsweise: Die Untersuchung berücksichtigt zum einen die Wortwahl, zum anderen den Satzbau. Falsch für genau dieses geprüfte Muster wäre: Die Untersuchung berücksichtigt zum Einen, zum Anderen den Satzbau. Ebenso passt die Form ohne Komma nicht zu dem angeführten Muster: Die Untersuchung berücksichtigt zum einen zum anderen den Satzbau.
Am Satzanfang ist die erste Stelle gesondert zu betrachten. Richtig lautet der Satz: Zum einen beschreibt der Text die Form, zum anderen ihre Verwendung. Das große Z ergibt sich hier aus der Stellung am Satzanfang. Es ist keine Begründung dafür, einen oder anderen im Inneren der Wortgruppe großzuschreiben.
Diese Prüfung betrifft die konkrete Wortfolge. Fragen zur Groß- und Kleinschreibung oder zur Getrennt- und Zusammenschreibung dürfen nicht mit einer bloßen Klangvorstellung beantwortet werden. Ebenso sollte die Kommasetzung am tatsächlichen Satzmuster geprüft werden. Für weitere Fragen zur Zeichensetzung ist der vollständige Satz heranzuziehen.
Die aktuelle Fassung des Amtlichen Regelwerks der deutschen Rechtschreibung ist laut Rat für deutsche Rechtschreibung seit dem 1. Juli 2024 verbindlich, nachdem staatliche Stellen den Änderungsvorschlägen zugestimmt haben. Für die hier besprochene Form bleibt die unmittelbar angeführte Wörterbuchangabe der konkrete Bezugspunkt.
Richtig und falsch im Satzvergleich
Die folgenden Paare behandeln jeweils die konkrete Wortfolge. Der Satzanfang wird dabei getrennt von der Regel für die Wortgruppe betrachtet.
| Richtig | Falsch im geprüften Muster |
|---|---|
| Wir prüfen zum einen die Form, zum anderen den Inhalt. | Wir prüfen zum Einen die Form, zum Anderen den Inhalt. |
| Zum einen nennt der Text ein Beispiel, zum anderen eine Erklärung. | Zum einen nennt der Text ein Beispiel zum anderen eine Erklärung. |
| Sie beschreibt zum einen die Schreibweise, zum anderen die Bedeutung. | Sie beschreibt zum einen, zum anderen die Bedeutung. |
Im ersten Paar ist die Kleinschreibung innerhalb der Wortgruppe der entscheidende Punkt. Im zweiten Paar wird sichtbar, dass der Satzanfang ein großes Z tragen kann, während anderen klein bleibt. Im dritten Paar ist die Formulierung verändert: Das Komma steht nicht zwischen zwei beliebigen Einzelteilen, sondern gehört im angeführten Muster zur Verbindung der beiden Ausdrücke.
Ein weiteres richtiges Beispiel lautet: Zum einen ist die Schreibweise zu prüfen, zum anderen der vollständige Satz. Die Gegenüberstellung hilft, die beiden Fragen nicht zu vermischen: Beginnt der Satz mit zum, betrifft die Großschreibung den Satzanfang; innerhalb der Wortgruppe bleiben einen und anderen klein.
Wer zusätzlich die Rechtschreibreform berücksichtigen möchte, sollte alte und aktuelle Schreibweisen anhand einer maßgeblichen Quelle vergleichen. Ein Rechtschreibprogramm kann bei der Kontrolle unterstützen, ersetzt aber nicht die Prüfung des konkreten Musters. Für wissenschaftliches Schreiben eignet sich die gleiche sachliche Kontrolle an einem vollständigen Beispielsatz.
Typische Verwechslungen vermeiden
Eine naheliegende Stolperfalle ist die Großschreibung von Einen und Anderen. Sie lässt sich für das hier geprüfte Muster nicht allein aus der Aussprache oder aus einer besonderen Betonung ableiten. Maßgeblich bleibt die schriftlich belegte Form: zum einen, zum anderen.
Eine zweite Verwechslung betrifft den Satzanfang. Das großgeschriebene Zum in „Zum einen beginnt der Abschnitt ...“ darf nicht als Beleg für „zum Einen“ oder „zum Anderen“ gelesen werden. Prüfe deshalb zuerst, ob die Wortgruppe am Anfang des Satzes steht, und danach die beiden inneren Wörter.
Eine dritte Stolperfalle ist das fehlende Komma. Schreibe nicht einfach die gesprochene Abfolge nieder, sondern vergleiche den vollständigen Satz mit dem belegten Muster. Der Klang allein entscheidet weder über die Großschreibung noch über das Satzzeichen.
Auch eine Zusammenschreibung ist hier nicht angezeigt. Die geprüfte Form besteht sichtbar aus mehreren getrennten Wörtern. Fragen zu Abkürzungen richtig schreiben, zu Wortbedeutungen und Abkürzungen, zum Artikel der, die und das oder zur Pluralbildung gehören nicht zur unmittelbaren Entscheidung über diese Wortfolge. Sie sollten daher nicht als zusätzliche Begründung für eine Schreibvariante verwendet werden.
Wenn ein Satz eine andere Bedeutung oder eine andere Konstruktion enthält, sollte die konkrete Form erneut geprüft werden. Nutze dabei keine unbelegte Aussage über Häufigkeit. Entscheidend ist nur, ob der vorliegende Satz dem angeführten Muster entspricht.

Kurzer Prüfweg für den eigenen Text
- Markiere die Wortfolge im vollständigen Satz.
- Prüfe die Schreibweise: Steht innerhalb des Satzes zum einen, zum anderen?
- Prüfe die Regel: Sind einen und anderen klein geschrieben?
- Prüfe das Satzzeichen in der angeführten Konstruktion: Steht zwischen den beiden Teilen ein Komma?
- Prüfe die Satzkonstruktion mit und getrennt: Die Wortfolge allein verlangt kein Komma.
- Prüfe den Satzanfang getrennt: Falls die Wortgruppe am Anfang steht, betrifft die Großschreibung nur die erste Stelle des Satzes.
- Vergleiche anschließend einen eigenen Beispielsatz mit einem neutralen Muster wie: Zum einen prüft der Text die Form, zum anderen die Bedeutung.
- Prüfe schließlich die häufige Verwechslung: Wurde nicht aus der Aussprache, aus Umgangssprache oder aus der bloßen Betonung die Form „zum Einen, zum Anderen“ abgeleitet?
Ein kompakter Merksatz lautet: zum einen, zum anderen, mit kleinen inneren Wörtern; über das Komma entscheidet die jeweilige Satzkonstruktion. Bei Fragen zum Thema Synonyme oder Textformen sollte die jeweilige Wortwahl beziehungsweise Textart gesondert betrachtet werden. Für die vorliegende Entscheidung genügt die Prüfung von Schreibweise, Regel, Beispielsatz und der genannten Verwechslung.
Wer den Satz mit einem Hilfsmittel kontrolliert, kann Rechtschreibprogramme einsetzen und das Ergebnis anschließend am belegten Muster überprüfen. So bleibt die Entscheidung an der konkreten Wortfolge orientiert.
Quellen und Stand
- Regeln und Wörterverzeichnis: www.rechtschreibrat.com (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)
- zum ▶ Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft | Duden: www.duden.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)