Wie schreibt man „zukommen zu lassen“ richtig?
Zukommen zu lassen Rechtschreibung: richtige Schreibweise
Richtig ist: „zukommen zu lassen“. „Zukommen“ bleibt zusammengeschrieben, während „zu lassen“ getrennt steht.
Die richtige Schreibweise auf einen Blick
Die korrekte Schreibweise lautet zukommen zu lassen. In dieser Verbindung wird „zukommen“ als ein Wort geschrieben. Das nachfolgende „zu“ steht vor „lassen“ und wird davon getrennt geschrieben. Die Form zukommenzulassen ist für die hier geprüfte Wendung nicht die belegte Schreibweise.
Ein vollständiger Beispielsatz lautet: „Ich bitte Sie, mir die Unterlagen zukommen zu lassen.“ Die Wendung steht darin sichtbar in drei Teilen: „zukommen“, „zu“ und „lassen“. Diese Reihenfolge ist für die Entscheidung bei Zukommen zu lassen Rechtschreibung maßgeblich. Auch der Satz „Sie bat ihn, ihr die Ergebnisse zukommen zu lassen“ zeigt die Wortgruppe mit einem Empfänger und einer Sache, die übermittelt werden soll.
Wer eine einzelne Schreibfrage klären möchte, kann sie zunächst als Frage der Rechtschreibung einordnen und anschließend die konkrete Wortgruppe prüfen. Hilfreich ist dabei, die Wörter nicht nur nach ihrem Klang zu beurteilen, sondern ihre Stellung im vollständigen Satz anzusehen. Für die gesuchte Verbindung ergibt sich so die Form „zukommen zu lassen“.
Auch in einem sachlichen Brief oder beim Thema wissenschaftliches Schreiben bleibt die sichtbare Schreibweise gleich. Der Kontext ändert nicht die Buchstabenfolge der geprüften Wendung. Ein weiteres Beispiel ist: „Die Verfasserin bittet darum, ihr die Ergebnisse zukommen zu lassen.“

Warum „zukommen zu lassen“ getrennt und zusammengeschrieben wird
Der Duden führt „zukommen“ als starkes Verb und zeigt die Verbindung „etwas zukommen lassen“. Außerdem ist dort die Formulierung „etwas zukommen zu lassen“ als Beispiel belegt. Für die konkrete Entscheidung lässt sich deshalb unterscheiden: „zukommen“ gehört innerhalb der Wendung zusammen, während „zu lassen“ als nachfolgende Verbverbindung getrennt erscheint.
Die Regelentscheidung darf hier nicht durch eine frei formulierte Zusatzregel erweitert werden. Sicher belegt ist die konkrete Schreibweise in der Wörterbuchdarstellung. Daraus folgt für den Beispielsatz „Die Redaktion bittet darum, den Hinweis zukommen zu lassen“ die Form mit einem Leerzeichen zwischen „zu“ und „lassen“. Zugleich bleibt „zukommen“ ohne Leerzeichen.
Wer Rechtschreibregeln nachschlägt, sollte deshalb genau zwischen der belegten Einzelwortschreibung und der gesamten Verbgruppe unterscheiden. Die Schreibweise „zukommen“ wird nicht dadurch aufgelöst, dass ein weiteres Verb folgt. Umgekehrt wird „zu lassen“ in der geprüften Form nicht zu einem einzigen Wort verschmolzen.
Die Beispiele sind kurze Anwendungssätze für dieselbe Entscheidung: „Ich bitte darum, mir die Nachricht zukommen zu lassen.“ „Der Autor bat den Verlag, ihm die Korrektur zukommen zu lassen.“ „Wir ersuchen Sie, uns die Unterlagen zukommen zu lassen.“ In allen drei Sätzen bleibt die Zielschreibung unverändert.
Für diese Frage ist keine Aussage über eine bestimmte Behörde, ein bestimmtes Land oder einen besonderen Verwendungszweck erforderlich. Das Amtliche Regelwerk wird im Quellenmaterial als Regelwerk mit Regelteil und Wörterverzeichnis beschrieben. Die dort genannten Änderungen betreffen unter anderem bestimmte Paragraphen und einzelne Wortschreibungen; eine zusätzliche Aussage zur hier geprüften Wendung wird daraus nicht abgeleitet.
Auch eine Rechtschreibreform darf nicht pauschal als Erklärung für jede einzelne Schreibentscheidung verwendet werden. Für den vorliegenden Fall trägt die konkrete Wörterbuchangabe des Duden die Entscheidung. Eine weitergehende historische Einordnung wäre nur aufzunehmen, wenn sie für diese Wortgruppe ausdrücklich belegt wäre.
Richtig oder falsch im SatzBetrachte den Satzanfang getrennt von der Schreibentscheidung. Ob ein Satz mit „Sie bat ihn“, „Die Redaktion bittet“ oder „Wir bitten“ beginnt, ändert die Wortgruppe „zukommen zu lassen“ nicht. Für die gemeinte Übermittlung zeigt der vollständige Satz außerdem, wer etwas erhalten soll.
| Richtig | Falsch |
|---|---|
| Sie bat ihn, ihr die Unterlagen zukommen zu lassen. | Sie bat ihn, ihr die Unterlagen zukommenzulassen. |
| Die Redaktion bittet die Autorin, dem Leser den Hinweis zukommen zu lassen. | Die Redaktion bittet die Autorin, dem Leser den Hinweis zu kommen zu lassen. |
| Wir bitten Sie, uns die Datei zukommen zu lassen. | Wir bitten Sie, uns die Datei zukommenzulassen. |
Die Duden-Darstellung führt „zukommen“ als zusammengeschriebene Verbform und zeigt die Verbindung mit „zu lassen“. Der Satzanfang schafft dafür keine zusätzliche Schreibweise. Entscheidend bleibt die Wortgruppe im vollständigen Satz.
Zur ergänzenden Prüfung von Groß- und Kleinschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung und Kommasetzung können jeweils eigene Fragen entstehen. Diese Bereiche betreffen jedoch nicht dieselbe Entscheidung: Hier geht es um die Buchstabenfolge und die Trennung innerhalb von „zukommen zu lassen“.
Typische Verwechslungen bei der Schreibweise
Eine naheliegende Verwechslung entsteht, wenn die gesamte Wendung beim Lesen oder Sprechen wie eine geschlossene Einheit wirkt. Daraus darf jedoch nicht allein auf die Schreibweise geschlossen werden. Die Aussprache ist für die Entscheidung keine ausreichende Begründung. Maßgeblich bleibt die belegte Darstellung der Wortgruppe mit „zukommen“ und „zu lassen“.
Ebenso sollte keine Variante allein aus Umgangssprache abgeleitet werden. Die Quelle nennt „zukommen lassen“ und „zukommen zu lassen“. Sie führt außerdem „gelassen“ als seltenere Form an. Diese Angabe erlaubt die Wiedergabe der genannten Variante, trägt aber keine unbelegte Aussage darüber, wie häufig eine Schreibweise in bestimmten Textsorten vorkommt.
Ein weiterer Fehler besteht darin, aus dem getrennten „zu lassen“ auch „zu kommen“ zu machen. Das wäre eine andere sichtbare Struktur. In der hier geprüften Verbindung lautet der erste Teil „zukommen“ als zusammengeschriebenes Verb. Der zweite Teil lautet „zu lassen“. Die Kombination ist daher nicht „zu kommen zu lassen“ und auch nicht „zukommenzulassen“.
Beim Korrekturlesen sollten außerdem Zeichensetzung und Wortschreibung getrennt geprüft werden. In einem Beispielsatz wie „Ich bitte Sie, mir die Unterlagen zukommen zu lassen“ kann die Kommasetzung eine eigene Frage bilden. Sie ändert jedoch nicht die Schreibweise der drei Wörter.
Wer ein Rechtschreibprogramm verwendet, sollte einen markierten Vorschlag nicht ungeprüft als Beleg behandeln. Für die konkrete Entscheidung ist die Wörterbuchdarstellung heranzuziehen. Bei Unsicherheit kann der vollständige Satz in der Quelle oder in einem geeigneten Nachschlagewerk überprüft werden. Eine Häufigkeit oder eine allgemeine Empfehlung wird daraus nicht behauptet.
Auch verwandte Hilfen wie Abkürzungen richtig schreiben, Wortbedeutungen und Abkürzungen, Artikel der, die und das, Pluralbildung und Synonyme beantworten nicht automatisch diese Schreibfrage. Sie betreffen andere sprachliche Prüfbereiche. Für „zukommen zu lassen“ ist die direkte Unterscheidung der Wortgruppe entscheidend.
Passend dazu findest du weitere Hinweise im Beitrag Rechtschreibprogramme.

Der kurze Prüfweg
Prüfe zuerst die Schreibweise des Verbs: Steht dort „zukommen“ als ein Wort? Die Duden-Darstellung führt dieses Verb in genau dieser Form. Prüfe danach die anschließende Verbindung: Steht das „zu“ getrennt vor „lassen“? Für die gesuchte Wendung lautet die belegte Form „zukommen zu lassen“.
- Markiere im eigenen Satz die gesamte Wortgruppe.
- Trenne gedanklich den ersten Teil „zukommen“ vom anschließenden „zu lassen“.
- Vergleiche die sichtbare Form mit dem belegten Muster „etwas zukommen zu lassen“.
- Lies den vollständigen Beispielsatz nochmals auf die Zielschreibung hin.
- Prüfe eine mögliche Verwechslung mit „zu kommen“ oder „zukommenzulassen“ ausdrücklich aus.
Ein knapper Merkcheck lautet: zukommen zusammen, zu lassen getrennt. Beispielsatz: „Ich bitte Sie, mir die Unterlagen zukommen zu lassen.“ Häufige Verwechslung: Die ganze Verbindung wird fälschlich zu „zukommenzulassen“ verschmolzen oder der erste Teil wird als „zu kommen“ geschrieben.
Wenn zusätzlich die Textformen des eigenen Dokuments geprüft werden, bleibt die Zielschreibweise dieselbe. Für einen sachlichen Brief, eine Seminararbeit oder eine andere Textform sollte der konkrete Satz betrachtet werden. Das ist eine Prüfmethode für den eigenen Text und keine Aussage über eine besondere institutionelle Vorgabe.
Bei ergänzenden Fragen zu Kommasetzung oder Zeichensetzung ist jeweils die entsprechende Regel separat nachzuschlagen. Für die Wortgruppe selbst genügt der beschriebene Vergleich mit der belegten Form.
Quellen und Stand- Regeln und Wörterverzeichnis: www.rechtschreibrat.com (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)
- zukommen ▶ Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft | Duden: www.duden.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)