Zu dem Zweck, dass: So schreiben Sie die Verbindung richtig
Zu dem Zweck so dass: richtige Schreibweise
Hier geht es um die Wahl zwischen „das“ und „dass“: „Zu dem Zweck“ nennt die Absicht einer Handlung, „dass“ leitet den anschließenden Satz ein. „Das“ passt an dieser Stelle nicht.
Die richtige Schreibweise auf einen Blick
Die korrekte Schreibweise lautet: zu dem Zweck, dass. Entscheidend ist die Trennung der beiden Funktionen. Die Wortgruppe „zu dem Zweck“ nennt den Zweck einer Handlung oder eines Vorgangs. Das folgende „dass“ verbindet einen weiteren Satz oder Satzteil mit dem vorhergehenden Ausdruck.
Ein neutrales Beispiel lautet: „Sie dokumentiert den Ablauf zu dem Zweck, dass die einzelnen Schritte nachvollziehbar bleiben.“ In diesem Satz bezeichnet „zu dem Zweck“ die Absicht. „Dass“ eröffnet den anschließenden Inhalt, nämlich dass die Schritte nachvollziehbar bleiben. Die Form „zu dem Zweck das“ ist für diese Verbindung nicht die richtige Schreibweise.
Für die Einordnung einer solchen Frage hilft ein Blick auf die Rechtschreibung. Bei „das“ und „dass“ entscheidet nicht allein der Klang, denn beide Wörter werden gleich ausgesprochen. Maßgeblich ist vielmehr die Funktion im Satz. „Das“ kann als Artikel oder Pronomen auftreten. „Dass“ ist eine Konjunktion. Eine Konjunktion verbindet Sätze oder Satzglieder miteinander.
Wenn du die Wortgruppe in einem eigenen Satz prüfst, frage deshalb zuerst: Wird mit „zu dem Zweck“ eine Absicht oder ein Ziel genannt? Danach prüfst du das kurze Wort am Übergang zum folgenden Satzteil. Leitet es den anschließenden Inhalt ein, steht hier „dass“ mit Doppel-s. Die sichtbare Kurzantwort bleibt damit eindeutig: zu dem Zweck, dass.
Weitere Rechtschreibregeln können bei der Einordnung verwandter Fragen helfen. Für diese konkrete Verbindung genügt jedoch die Unterscheidung zwischen der Zweckangabe und der Konjunktion. Eine bloße Orientierung an der Aussprache führt nicht zu einer sicheren Entscheidung.

Welche Regel die Entscheidung trägt
Die Entscheidung beruht auf zwei belegten Funktionen. Die Präposition „zu“ kann bei der Angabe eines Anlasses, einer Funktion, eines Grundes, eines Ziels oder eines Zwecks verwendet werden. In der Wortgruppe „zu dem Zweck“ wird der Zweck einer Handlung oder eines Vorgangs bezeichnet.
„Dass“ gehört dagegen zur Wortart der Konjunktionen. Es verbindet Sätze oder Satzglieder. Genau diese Funktion liegt in „zu dem Zweck, dass“ vor: Auf die Zweckangabe folgt ein Inhalt, der als angeschlossener Satzteil formuliert ist. Deshalb steht an dieser Stelle „dass“ mit Doppel-s.
„Das“ erfüllt andere Funktionen. Es kann als bestimmter Artikel vor einem Substantiv stehen oder als Pronomen verwendet werden. Artikel begleiten Substantive, Pronomen können Substantive ersetzen. Diese Funktionen liegen in der geprüften Verbindung nicht vor. Die Form „zu dem Zweck das“ setzt an der betreffenden Stelle daher das falsche Wort ein.
Eine Ersatzprobe unterstützt die Entscheidung. Lässt sich das fragliche Wort durch „dieses“, „jenes“ oder „welches“ ersetzen, handelt es sich um „das“ mit einfachem s. Lässt es sich nicht auf diese Weise ersetzen, steht „dass“ mit Doppel-s. Im Beispielsatz „Sie dokumentiert den Ablauf zu dem Zweck, dass die Schritte nachvollziehbar bleiben“ passt keine dieser Ersetzungen. Das Wort verbindet den folgenden Satzteil, also ist „dass“ richtig.
Die Probe lässt sich an weiteren neutralen Beispielen anwenden. „Er ordnet die Unterlagen zu dem Zweck, dass die Angaben leichter gefunden werden.“ Hier nennt „zu dem Zweck“ die Absicht, während „dass“ den angeschlossenen Inhalt einführt. „Das Ergebnis liegt vor.“ Hier kann „das“ als Artikel vor einem Substantiv stehen. Der Unterschied ergibt sich aus der Funktion, nicht aus dem bloßen Schriftbild.
Für die Entscheidung wird das fragliche Wort im Satz bestimmt. Ein Artikel begleitet ein Substantiv, ein Pronomen kann ein Substantiv ersetzen, und eine Konjunktion verbindet Sätze oder Satzglieder. Die Ersatzprobe prüft deshalb, ob „dieses“, „jenes“ oder „welches“ an die Stelle von „das“ treten kann.
Groß- und Kleinschreibung
Getrennt- und Zusammenschreibung
Kommasetzung
Zeichensetzung
Zeichensetzung
Richtig und falsch in kurzen Satzpaaren
Bei den folgenden Paaren steht der Satzanfang getrennt von der eigentlichen Regelprüfung. Zuerst wird also die Formulierung betrachtet, anschließend wird geprüft, welche Funktion „das“ oder „dass“ im betreffenden Satz hat.
| Richtig | Falsch |
|---|---|
| Sie erklärt den Ablauf zu dem Zweck, dass alle Angaben verständlich bleiben. | Sie erklärt den Ablauf zu dem Zweck das alle Angaben verständlich bleiben. |
| Er sammelt die Belege zu dem Zweck, dass die prüfende Person den Vorgang nachvollziehen kann. | Er sammelt die Belege zu dem Zweck das die prüfende Person den Vorgang nachvollziehen kann. |
| Die Notizen werden geordnet zu dem Zweck, dass die einzelnen Schritte sichtbar sind. | Die Notizen werden geordnet zu dem Zweck das die einzelnen Schritte sichtbar sind. |
In allen drei richtigen Sätzen bezeichnet „zu dem Zweck“ die Absicht. Das anschließende „dass“ verbindet den folgenden Satzteil mit dieser Zweckangabe. In den falschen Sätzen wurde „das“ eingesetzt. Die Ersatzprobe macht den Unterschied sichtbar: „Dieses“, „jenes“ oder „welches“ passen an dieser Stelle nicht. Deshalb ist „dass“ mit Doppel-s erforderlich.
Zum Vergleich kann „das“ in einem anderen Satz korrekt sein: „Das Protokoll ist vollständig.“ Hier steht „das“ als bestimmter Artikel vor dem Substantiv „Protokoll“. Eine weitere Verwendung zeigt der Satz „Das ist die vollständige Fassung.“ In diesem Beispiel tritt „das“ als Pronomen auf. Diese Beispiele gehören nicht zur Verbindung „zu dem Zweck, dass“.
Die Satzanfänge ändern an der Entscheidung nichts. Ob ein Satz mit „Sie“, „Er“ oder „Die Notizen“ beginnt, ist für die Wahl zwischen „das“ und „dass“ nicht ausschlaggebend. Geprüft wird die Funktion des fraglichen Wortes innerhalb der Verbindung.
Wer einen Text überarbeitet, kann die Beispiele mit eigenen neutralen Sätzen ersetzen. Dabei bleibt die Ersatzprobe gleich: Ersetzbare Artikel oder Pronomen stehen für „das“, nicht ersetzbare verbindende Wörter für „dass“.
Typische Verwechslungen sicher einordnen
Eine mögliche Verwechslung entsteht durch die gleiche Aussprache von „das“ und „dass“. Die Schreibweise lässt sich daraus nicht allein ableiten. Entscheidend ist die grammatische Funktion im Satz.
Eine Verwechslung besteht zwischen „das“ als Artikel und „dass“ als Konjunktion. In „das Protokoll“ begleitet „das“ ein Substantiv. In „zu dem Zweck, dass die Angaben verständlich bleiben“ verbindet „dass“ den folgenden Satzteil. Die beiden Wörter gehören damit zu unterschiedlichen Wortarten und Funktionen.
„Das“ kann auch als Pronomen vorkommen und dann ein Substantiv ersetzen. „Dass“ hat dagegen die Funktion einer Konjunktion. Die Ersatzprobe fragt deshalb, ob „dieses“, „jenes“ oder „welches“ für das fragliche Wort eingesetzt werden kann.
Eine weitere Verwechslung entsteht, wenn „zu dem Zweck“ isoliert gelesen wird. Diese Wortgruppe nennt den Zweck, aber sie entscheidet nicht allein über das folgende Wort. Erst der Anschluss zeigt, ob „das“ oder „dass“ vorliegt. Bei einem angeschlossenen Satzteil mit verbindender Funktion steht „dass“.
Im Satz „Die Unterlagen liegen bereit“ steht „die“ als Artikel vor einem Substantiv. Im Satz „Das ist die Unterlage“ kann „das“ ein Substantiv ersetzen. Solche Vergleichssätze zeigen, dass die Funktion des jeweiligen Wortes geprüft wird.
Eine vermutete Häufigkeit entscheidet die Schreibweise nicht. Lässt sich das fragliche Wort durch „dieses“, „jenes“ oder „welches“ ersetzen, spricht die Probe für „das“. Wenn diese Ersetzung nicht funktioniert und das Wort einen Satzteil verbindet, steht „dass“. Die Verbindung „zu dem Zweck, dass“ erfüllt diese zweite Funktion.
Zeichensetzung
Rechtschreibprogramme
wissenschaftliches Schreiben
Abkürzungen richtig schreiben
Wortbedeutungen und Abkürzungen
Artikel der, die und das
Pluralbildung
Synonyme

Der schnelle Prüfweg
Prüfe die Verbindung in vier kurzen Schritten. Erstens lies den vollständigen Satz und markiere die Wortgruppe „zu dem Zweck“. Zweitens frage, ob damit die Absicht, das Ziel oder der Zweck einer Handlung oder eines Vorgangs bezeichnet wird. Drittens untersuche das folgende Wort getrennt: Begleitet oder ersetzt es ein Substantiv, kommt „das“ infrage. Verbindet es den anschließenden Satzteil, steht „dass“.
- Schreibweise prüfen: In der gesuchten Zweckverbindung lautet die Form „zu dem Zweck, dass“.
- Regel prüfen: „Zu“ kennzeichnet hier einen Zweck; „dass“ verbindet den folgenden Satzteil.
- Beispielsatz prüfen: „Sie ordnet die Angaben zu dem Zweck, dass der Ablauf verständlich bleibt.“
- Verwechslung prüfen: Ersetzt du das Wort probeweise durch „dieses“, „jenes“ oder „welches“? Passt keine Ersetzung, spricht die Probe für „dass“.
Der Prüfweg trennt außerdem die eigentliche Wortwahl von der Kommasetzung. Die s-Schreibung wird über die Funktion und die Ersatzprobe geklärt. Die Zeichengliederung wird anschließend eigenständig betrachtet. Für weitere Textformen kann die Formulierung in einem passenden Beispielsatz geprüft werden, ohne die Entscheidung aus Aussprache oder vermuteter Alltagshäufigkeit abzuleiten.
Der wichtigste Merksatz für den hier geprüften dass-Satz lautet: Bei einer Zweckangabe mit angeschlossenem Satzteil steht „zu dem Zweck, dass“. Steht dagegen ein bestimmter Artikel oder ein Pronomen vor beziehungsweise anstelle eines Substantivs, wird die Funktion von „das“ geprüft. Bei Unsicherheit schreibe den ganzen Satz aus, führe die Ersatzprobe durch und vergleiche die Funktion. So bleiben Schreibweise, Regel, Beispielsätze und die häufige Verwechslung getrennt prüfbar.
Quellen und Stand
- „das“ oder „dass“? | So liegen Sie immer richtig | Duden: www.duden.de (geprüft am 2026 bis 09 bis 01)
- zu, Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Synonyme, Beispiele | DWDS: www.dwds.de (geprüft am 2026 bis 09 bis 01)