Wörtliches Zitat in der Hausarbeit verstehen und anwenden
Am Lehrstuhl für Alte Kirchengeschichte und Patrologie der Universität
Diese Übersicht zeigt dir den Rahmen für ein wörtliches Zitat in der Hausarbeit und die nächsten sinnvollen Schritte.
Wörtliches Zitat in der Hausarbeit: Worum es geht
Ein wörtliches Zitat übernimmt den Wortlaut einer Quelle unverändert in den eigenen Text und macht diese Übernahme sichtbar. Diese Übersicht hilft dir, den Rahmen für ein wörtliches Zitat zu verstehen, bevor du mit dem Schreiben deiner Hausarbeit beginnst. Dabei gilt: Die formalen Vorgaben fallen je nach Fach und Hochschule unterschiedlich aus.
Ein Beispiel für eine fachspezifische Regelung liefern die Hinweise zum Zitieren am Lehrstuhl für Alte Kirchengeschichte und Patrologie der Universität Regensburg. Dort stehen Zitate in doppelten Anführungszeichen, während ein Zitat im Zitat einfache Anführungszeichen erhält. Diese Vorgabe zeigt, wie konkret ein einzelner Lehrstuhl den Umgang mit Zitaten regeln kann.
Wer sich vertieft mit wissenschaftliches Schreiben befasst, erkennt schnell, wie die Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit zusammenhängen und an welcher Stelle das Zitieren hineinpasst. Zitate stehen dabei nie isoliert, sondern immer im Zusammenhang mit der eigenen Argumentation.
Für die praktische Umsetzung lohnt sich ein Blick darauf, wie du eine Hausarbeit schreiben angehst, denn die Zitierregeln bilden nur einen Teil des gesamten Ablaufs. Dieser Text nennt dafür keine pauschalen Zeichen- oder Zeilengrenzen für Blockzitate und auch keine für alle Fächer geltende Zitierweise, sondern ordnet die Regensburger Vorgabe als ein Beispiel unter vielen möglichen Fachregeln ein.
Wenn du prüfen willst, ob eine Quellenangabe vollständig und korrekt aufgebaut ist, findest du dazu eine eigene Übersicht unter Quellenangaben richtig zitieren.

Schritt für Schritt zum wörtlichen Zitat
Der erste Schritt besteht darin, den Wortlaut der Quelle unverändert in doppelte Anführungszeichen zu setzen. Lässt du Textteile aus oder fügst du eigene Wörter ein, gehören diese Auslassungen und Zusätze in eckige Klammern. Jede Änderung am Zitat weist du zusätzlich in einer Fußnote aus, damit nachvollziehbar bleibt, was aus der Originalquelle stammt und was von dir ergänzt wurde.
Im zweiten Schritt bestimmst du die für deine Arbeit zuständige Stelle oder Person, etwa die betreuende Lehrperson oder den Lehrstuhl. Wer schon an der Gliederung einer Hausarbeit arbeitet, kann die Zitierfragen direkt mit der eigenen Forschungsfrage formulieren und so beides parallel klären, statt die Klärung bis kurz vor der Abgabe aufzuschieben.
Im dritten Schritt dokumentierst du das Ergebnis deiner Nachfrage schriftlich, etwa in einer Notiz zu den verbindlichen Formatvorgaben deiner Arbeit, und legst fest, welcher nächste Schritt folgt. Dazu gehört zum Beispiel, die geklärten Zitierregeln in die wissenschaftliche Argumentation deines Kapitels einzuarbeiten.
Ein Beispiel: Eine Studentin liest einen Fachaufsatz und möchte einen Satz daraus wörtlich übernehmen. Sie setzt den Satz in doppelte Anführungszeichen, markiert eine gekürzte Stelle mit eckigen Klammern und notiert die Änderung in einer Fußnote. Anschließend fragt sie bei ihrer betreuenden Person nach, welche Zitierweisen im jeweiligen Seminar gelten, und hält die Antwort fest. Für die passende Form schaut sie sich zudem an, wie die deutsche Zitierweise aufgebaut ist, bevor sie ihre Entscheidung trifft.
Typische Fehler beim wörtlichen Zitieren
Ein häufiger Fehler besteht darin, ein Zitat über den eigentlich übernommenen Wortlaut hinaus fortzuführen. Nach der am Lehrstuhl für Alte Kirchengeschichte und Patrologie beschriebenen Vorgabe endet ein Zitat mit dem letzten zitierten Wort, auch wenn der Originalsatz an dieser Stelle weitergeht. Wer das übersieht, vermischt eigenen Text mit fremdem Wortlaut, ohne dies kenntlich zu machen.
Ein zweiter Fehler liegt darin, die Regeln eines einzelnen Lehrstuhls für allgemein verbindlich zu halten. Die genannte Vorgabe aus Regensburg beschreibt den Umgang mit Zitaten in einem bestimmten Fach an einer bestimmten Universität und gilt nicht als für alle Hochschulen verbindliche Zitierweise. Wer eine solche Annahme ungeprüft mit einer festen Regel verwechselt, riskiert formale Rückfragen zu seiner Hausarbeit.
Ein dritter Fehler betrifft das Aufschieben von Nachweisen und Rückfragen. Wer offene Fragen zur Zitierweise erst kurz vor der Abgabe klärt, hat kaum noch Zeit, Quellenangaben richtig zu zitieren oder Formatierungen anzupassen.
Besser ist es, Rückfragen frühzeitig an die zuständige Stelle zu richten. Das gilt auch, wenn du zusätzlich zur Harvard-Zitierweise recherchierst oder prüfst, wie du Plagiat vermeiden kannst, denn unklar markierte Zitate erschweren auch diese Prüfung.

Checkliste für das wörtliche Zitat
Prüfe vor der Abgabe, ob jedes wörtliche Zitat in doppelten Anführungszeichen steht und ob ein Zitat im Zitat die passende einfache Markierung trägt, wie es die Regensburger Vorgabe für das Fach Alte Kirchengeschichte und Patrologie vorsieht. Kontrolliere außerdem, ob Auslassungen und eigene Zusätze in eckigen Klammern stehen und ob längere Zusätze mit den Initialen des Verfassers gekennzeichnet sind. Prüfe ergänzend, ob jede inhaltliche Änderung am Zitatwortlaut in einer Fußnote ausgewiesen ist, damit nachvollziehbar bleibt, was aus der Originalquelle stammt und was von dir ergänzt wurde.
Kläre für deine eigene Hausarbeit die zuständige Quelle oder Stelle, etwa die Leitlinien deines Lehrstuhls oder deiner Fakultät, denn die genannte Regensburger Regel gilt dort nur für dieses eine Fach und ist nicht ohne Prüfung auf andere Fächer übertragbar. Vergleiche dazu die Angaben im Modulhandbuch oder frage direkt bei deiner betreuenden Lehrperson nach, welche Zitierregeln für deine Abgabe verbindlich sind.
Ordne danach jede geprüfte Textstelle sauber in dein Literaturverzeichnis erstellen ein, damit jede zitierte Quelle später auffindbar bleibt, und gleiche die angewandten Methoden wissenschaftlicher Arbeiten mit den Vorgaben deines Studiengangs ab. Lege anschließend deinen persönlichen nächsten Schritt fest, etwa das Einarbeiten der geprüften Zitate in dein aktuelles Kapitel, bevor du dich mit qualitative und quantitative Forschung oder mit dem Masterarbeit schreiben weiter beschäftigst. Notiere dir außerdem, welche Stellen du noch einmal mit der Originalquelle abgleichen willst, damit am Ende der Überarbeitung keine offene Frage zur Markierung oder zur Fußnote übrig bleibt.
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.uni-regensburg.de (geprüft am 2026-10-22)
Das Thema „Wörtliches Zitat in der Hausarbeit verstehen und anwenden“ wird hier als Gesamtzusammenhang aufgegriffen.