Das oder dass: Übungen für die richtige Schreibweise
Übungen mit das oder dass: richtige Schreibweise
Bei das und dass sind beide Schreibweisen zulässig. Welche Form in einem konkreten Satz steht, entscheidet die Funktion des Wortes. Die Ersatzprobe mit dies, dieses, jenes oder welches führt zur passenden Schreibweise.
Welche Schreibweise ist korrekt?
Für das und dass sind zwei Schreibweisen zulässig. Im konkreten Satz ist jedoch die Funktion des fraglichen Wortes entscheidend. Das Wort das kann als bestimmter Artikel oder als Pronomen auftreten. Als Artikel begleitet es ein Substantiv. Als Pronomen kann es ein Substantiv ersetzen. Bei den Pronomen unterscheidet die Quelle außerdem zwischen Relativpronomen und Demonstrativpronomen.
Dass ist eine Konjunktion. Es verbindet Sätze oder Satzglieder miteinander. Deshalb bestehen zwischen den beiden Schreibweisen Bedeutungs- und Funktionsunterschiede. Die Schreibweise lässt sich nicht allein nach dem Klang auswählen. Führe im eigenen Satz die Ersatzprobe durch: Passt an der Stelle dies, dieses, jenes oder welches, steht dort das. Lässt sich das fragliche Wort nicht durch eines dieser Wörter ersetzen, prüfe dass als Konjunktion.
Beispiel: In „Das Ergebnis überzeugt“ kann das fragliche Wort durch „Dieses Ergebnis überzeugt“ ersetzt werden. In „Das Ergebnis, das überzeugt, bleibt im Text“ passt als Ersatz „welches“. In „Dass das Ergebnis überzeugt, überrascht mich“ führt die Ersatzprobe nicht zu einem grammatisch passenden Satz. Die erste Form gehört daher zur Gruppe von das, die zweite ebenfalls, während die einleitende Form im dritten Satz als dass geprüft wird.
Wenn du deine Rechtschreibung verbessern möchtest, ordne die Entscheidung zuerst der Wortart und ihrer Funktion zu. Prüfe anschließend den vollständigen Satz. Weitere Rechtschreibregeln können dabei helfen, die grammatische Einordnung im Zusammenhang nachzuschlagen.

Die Ersatzprobe als Regel
Die belegte Regel beruht auf einer einfachen Ersatzprobe. Frage nicht zuerst, wie das Wort gesprochen wird, sondern welche Funktion es im Satz erfüllt. Lässt sich das fragliche Wort durch „dieses“, „jenes“ oder „welches“ ersetzen, liegt das mit einfachem s vor. Diese Probe deckt die Verwendung als Artikel und als Pronomen ab. Ein Artikel steht als Begleiter eines Substantivs. Ein Pronomen kann ein Substantiv auch ersetzen.
Führt die Ersetzung mit diesen Wörtern nicht zu einer passenden Satzstruktur, prüfe dass mit Doppel-s. Die Quelle ordnet dass der Wortart Konjunktion zu. Eine Konjunktion verbindet Sätze oder Satzglieder. Das DWDS beschreibt dass unter anderem als einleitendes Wort für einen Gliedsatz, etwa für einen Subjektsatz, Objektsatz, Attributsatz, Adverbialsatz, Prädikativsatz oder einen selbstständigen Satz mit der Wortstellung eines Gliedsatzes. Für die konkrete Übung genügt zunächst die Frage, ob dass einen Satz oder ein Satzglied anschließt, ohne selbst als Artikel oder Pronomen eingesetzt zu werden.
Wende die Regel am vollständigen Beispielsatz an. Markiere die Stelle, an der das Wort steht. Ersetze sie nacheinander gedanklich durch dies, dieses, jenes oder welches. Ist eine solche Ersetzung passend, schreibe das. Ist sie nicht passend, untersuche die Verbindung der Satzteile und schreibe dass, wenn die Funktion als Konjunktion durch den Satz getragen wird.
Die Groß- und Kleinschreibung und die Getrennt- und Zusammenschreibung sind dabei eigene Prüffelder. Für die Auswahl zwischen das und dass bleibt in dieser Übung die belegte Wortartprobe der maßgebliche Bezug. Bei der anschließenden Satzkontrolle kann auch die Kommasetzung betrachtet werden, weil die Satzteile vollständig gelesen werden sollen.
Vergleichspaare mit eindeutiger Einordnung
Jedes Paar unterscheidet dieselbe Stelle im Satz. Die Einordnung folgt der Ersatzprobe und der Funktion des Wortes.
| Vergleich | Einordnung | Prüfung |
|---|---|---|
| Das Heft liegt bereit. Dass Heft liegt bereit. | Die erste Schreibweise ist korrekt, die zweite falsch. | „Dieses Heft liegt bereit“ passt. Das begleitet hier ein Substantiv. |
| Ich kenne das Bild, das du beschreibst. Ich kenne das Bild, dass du beschreibst. | Die erste Schreibweise ist korrekt, die zweite falsch. | „Ich kenne das Bild, welches du beschreibst“ ist möglich. Das steht hier als Relativpronomen. |
| Dass sie anruft, überrascht ihn. Das sie anruft, überrascht ihn. | Die erste Schreibweise ist korrekt, die zweite falsch. | Dass leitet den anschließenden Satz ein. Die Ersetzung durch dies, dieses, jenes oder welches passt nicht. |
| Das gefällt mir. Dass gefällt mir. | Die erste Schreibweise ist korrekt, die zweite falsch. | „Dies gefällt mir“ passt. Das wird als Demonstrativpronomen verwendet. |
| Er erklärt, dass die Lösung stimmt. Er erklärt, das die Lösung stimmt. | Die erste Schreibweise ist korrekt, die zweite falsch. | Dass verbindet den übergeordneten Satz mit dem angeschlossenen Satz; die Ersatzprobe passt nicht. |
Ein Satzanfang entscheidet die Schreibweise nicht. Lies die folgende Wortgruppe, bestimme die Funktion und führe dann die Ersatzprobe durch. Für die weiteren Regeln der Zeichensetzung ist ebenfalls der vollständige Satz zu prüfen.
Wer Rechtschreibreform oder ältere und neuere Schreibweisen vergleicht, sollte die konkrete Schreibweise in einer verlässlichen Sprachquelle nachschlagen. Rechtschreibprogramme können bei der Textkontrolle einbezogen werden, ersetzen aber nicht die hier beschriebene Prüfung der Wortfunktion.
Typische Verwechslungen vermeiden
Eine naheliegende Falle ist die Orientierung an der Aussprache. Das und dass können im gesprochenen Satz ähnlich wirken. Daraus folgt jedoch keine Entscheidung für eine der beiden Schreibweisen. Ermittle stattdessen, ob du einen Artikel, ein Pronomen oder eine Konjunktion vor dir hast. Die Ersatzprobe verhindert, dass der Klang allein die Auswahl bestimmt.
Eine zweite Falle entsteht, wenn das als bloßes Füllwort betrachtet wird. Prüfe, ob es ein Substantiv begleitet oder ein Substantiv ersetzt. In „Das Fenster ist offen“ begleitet das den Ausdruck Fenster. In „Das ist erstaunlich“ ersetzt das keinen ausdrücklich folgenden Gegenstand, sondern steht als Demonstrativpronomen. In „Das Buch, das ich meine, beginnt später“ muss die Relativstelle gesondert geprüft werden. Setze dort welches ein und entscheide erst danach.
Eine dritte Falle betrifft dass am Beginn einer längeren Wortgruppe. Lies nicht nur das einzelne Wort, sondern auch den anschließenden Satzteil. Dass kann einen Gliedsatz einleiten. Das DWDS nennt dafür verschiedene Funktionen, darunter Subjekt-, Objekt- und Attributsätze. Es beschreibt außerdem selbstständige Sätze mit der Wortstellung eines Gliedsatzes sowie bestimmte Ausrufe und eingeschobene Sätze. Für die Übung ist deshalb die Verbindung im konkreten Satz zu untersuchen.
Vermeide außerdem eine unbelegte Häufigkeitsannahme. Ob eine Form in einem eigenen Text häufig vorkommt, ist für die Entscheidung nicht der Prüfmaßstab. Schreibe die Form, die sich aus der Ersatzprobe und der Satzfunktion ergibt. Für Fragen zum wissenschaftlichen Schreiben kann zusätzlich die Gesamtverständlichkeit des Satzes geprüft werden. Bei einzelnen Fachwörtern helfen Abkürzungen richtig schreiben sowie Wortbedeutungen und Abkürzungen als getrennte Nachschlagebereiche. Sie ersetzen jedoch nicht die Entscheidung zwischen das und dass.
Passend dazu findest du weitere Hinweise im Beitrag wissenschaftliches Schreiben.

Der kurze Merkcheck für eigene Sätze
Nutze für jede Übung denselben knappen Prüfweg:
- Markiere die fragliche Stelle und lies den ganzen Satz.
- Prüfe die Schreibweise zunächst ohne Rückschluss aus der Aussprache.
- Setze probeweise dies, dieses, jenes oder welches ein.
- Passt die Ersetzung, ordne das als Artikel oder Pronomen ein.
- Passt keine Ersetzung, prüfe dass als Konjunktion, die Sätze oder Satzglieder verbindet.
- Kontrolliere danach den Beispielsatz, seine Satzteile und die Kommasetzung.
- Prüfe abschließend die Schreibweise und notiere die häufige Verwechslung: das als Artikel oder Pronomen gegenüber dass als Konjunktion.
Ein kurzer Selbsttest lautet: „___ Ergebnis ist klar“, „Ich weiß, ___ Ergebnis klar ist“ und „___ ist klar“. Im ersten Satz prüfst du die Begleitung des Substantivs, im zweiten die Verbindung mit dem folgenden Satzteil und im dritten die pronominale Verwendung. Entscheide nicht pauschal, sondern wende die Ersatzprobe jeweils neu an.
Auch der grammatische Zusammenhang kann gezielt nachgeschlagen werden. Artikel der, die und das unterstützt die Prüfung von Artikeln. Bei Formen im Singular und Plural kann die Pluralbildung separat kontrolliert werden. Für eine stilistische Überarbeitung lassen sich Synonyme prüfen, und bei der Einordnung eines Textes helfen Textformen. Diese Zusatzprüfungen ändern die belegte Kernfrage nicht: Ersetzt dies, dieses, jenes oder welches das fragliche Wort, oder verbindet dass Satzteile?
Quellen und Stand
- „das“ oder „dass“? | So liegen Sie immer richtig | Duden: www.duden.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)
- dass, Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Beispiele | DWDS: www.dwds.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)
Bei „Das oder dass: Übungen für die richtige Schreibweise“ werden zusätzlich „lösen“ eingeordnet.