Picus und Kremayr & Scheriau: So reichst du dein Manuskript ein

Picus oder Kremayr & Scheriau: Programm und Rückmeldung

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 9. Oktober 2026 · Buch veröffentlichen

Picus nimmt Einsendungen nur per Post an, Kremayr & Scheriau ausschließlich per E-Mail. Beide Häuser nennen dazu eine Textprobe von höchstens 30 Seiten und ein Exposé. Hier siehst du, welche Unterlagen, Wege und Rückmeldungen jedes Haus beschreibt, damit du deine Unterlagen gezielt vorbereiten kannst.

Einreichweg: Post bei Picus, E-Mail bei Kremayr & Scheriau

Picus nimmt Einsendungen nur per Post an, Kremayr & Scheriau ausschließlich per E-Mail. Wer sein Manuskript bei einem der beiden Häuser einreichen will, sollte diesen Unterschied vor dem Versand klären, denn der jeweils andere Weg entspricht nicht den Angaben des Verlags. Ein Manuskript-Check vor dem Versand hilft, die eigenen Unterlagen noch einmal zu sichten, bevor die Einreichung bei Picus auf dem Postweg losgeht.

Der Picus Verlag bittet darum, Manuskriptangebote mit der Post zu schicken. E-Mails und elektronische Datenträger werden nach Angabe des Verlags für Manuskriptangebote nicht bearbeitet und auch nicht gespeichert. Wer sein Material also per Mail an Picus schickt, kann nicht davon ausgehen, dass es gelesen wird. Die Einschränkung betrifft ausdrücklich nur die Manuskriptangebote. Gewünscht sind dabei ein Exposé, eine Leseprobe und eine kurze Vorstellung der einreichenden Person, wobei die Leseprobe höchstens 30 Seiten umfassen soll.

Kremayr & Scheriau geht den umgekehrten Weg: Der Verlag bittet darum, Manuskripte ausschließlich per E-Mail zu schicken, und gibt dafür zwei getrennte Adressen an für Sachbuch und Literatur, die hier nicht ausgeschrieben werden. Gewünscht ist eine repräsentative Textprobe von höchstens 30 Seiten, dazu ein Exposé sowie bio- und bibliografische Angaben zur Person. Wer dennoch Papier verschicken möchte, sollte nach Angabe des Verlags nur Kopien einsenden, denn für unverlangt eingesandtes Material auf dem Postweg übernimmt Kremayr & Scheriau grundsätzlich keine Haftung. Eine Rücksendung ist dabei nur möglich, wenn ein adressierter und ausreichend frankierter Rückumschlag beiliegt.

Auch bei Picus gilt: Wer sein Material einschickt, trägt das Risiko für den Transport selbst, denn der Verlag haftet nach eigener Angabe nicht und sendet nichts an die absendende Person zurück. Zusätzlich bittet der Verlag ausdrücklich darum, auf ein Einschreiben zu verzichten. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, setzt eher auf eine normale Postsendung mit Kopien als auf ein Einschreiben, das der Verlag nicht wünscht. Eine Rückmeldung gibt Picus zudem nur dann, wenn Interesse an dem Angebot besteht, und wegen der großen Zahl an Einsendungen dauert die Prüfung einige Zeit; Nachfragen zum Stand wünscht der Verlag ausdrücklich nicht. Ähnlich handhabt es Kremayr & Scheriau: Eine Antwort gibt es wegen der hohen Zahl täglicher Einsendungen nur bei positiver Rückmeldung, und telefonische oder schriftliche Nachfragen beschleunigen die Entscheidung nicht.

Tabelle: Frage, Picus, Kremayr & Scheriau
FragePicusKremayr & Scheriau
ProgrammBelletristik, Kinderbücher, Sachbücher und die Reihe Picus LesereisenSachbuch und Literatur, seit 2015 mit eigenem Literaturprogramm
Einreichwegnur Postnur E-Mail, zwei Adressen für Sachbuch und Literatur
UnterlagenExposé, Leseprobe, Vorstellung der PersonTextprobe, Exposé, bio- und bibliografische Angaben
Umfang der ProbeLeseprobe höchstens 30 SeitenTextprobe höchstens 30 Seiten
Rückmeldungnur bei Interesse, keine Nachfragen gewünschtnur bei Zusage, Nachfragen ohne Wirkung auf die Entscheidung
Rücksendungkeine Rücksendung, keine Haftungnur mit beiliegendem Rückumschlag, sonst keine Haftung

In der Tabelle steht nur, was der jeweilige Verlag selbst angibt. Für beide Häuser gilt außerdem, dass eine Einreichung keine Zusage ist, sondern erst der erste Schritt zu einer möglichen Prüfung des Textes. Vor dem Versand lohnt sich daher ein zweiter Blick auf die genannten Punkte, damit Weg, Umfang und beigefügte Unterlagen zum jeweils angeschriebenen Haus passen.

Picus oder Kremayr & Scheriau: der Ablauf in drei Schritten

Unterlagen und Rückmeldung bei beiden Verlagen

Picus verlangt drei Teile: ein Exposé, eine Leseprobe und eine kurze Vorstellung der einreichenden Person. Die Leseprobe soll dabei höchstens 30 Seiten umfassen, ein vollständiges Manuskript wird an dieser Stelle nicht verlangt. Wer sein Exposé für den Roman vorbereitet, sollte das Projekt knapp und verständlich umreißen, denn weitere Vorgaben zur Form macht der Verlag dazu nicht.

Kremayr & Scheriau möchte ebenfalls keine vollständige Fassung erhalten, sondern eine repräsentative Textprobe von höchstens 30 Seiten. Dazu kommen ein Exposé, das das Projekt skizziert, sowie eine Kurzbiografie und eine Bibliografie zur Person. Der Verlag bittet zusätzlich darum, vorher zu prüfen, ob das eigene Projekt zum Verlagsprogramm passt, bevor die Einreichung bei Kremayr & Scheriau losgeht.

Vor dem Versand an einen der beiden Häuser lohnt sich ein Blick auf die eigene Textprobe, denn Rechtschreibung, Zeichensetzung und ein klarer Satzbau fallen bei einer Leseprobe schnell auf. Ein Buch-Lektorat kann helfen, den eingereichten Ausschnitt noch einmal durchzusehen, bevor Exposé und Textprobe verschickt werden. Das ersetzt weder bei Picus noch bei Kremayr & Scheriau eine inhaltliche Entscheidung des Verlags, schafft aber eine saubere Textgrundlage für die Prüfung.

Bei der Rückmeldung unterscheiden sich beide Häuser kaum. Picus braucht laut eigener Angabe wegen der großen Zahl an Einsendungen einige Zeit für die Prüfung, Nachfragen zum Stand wünscht der Verlag dabei nicht. Eine Antwort gibt es nach Angabe des Verlags nur, wenn Interesse an dem Angebot besteht. Kremayr & Scheriau antwortet nach eigener Aussage wegen der hohen Zahl täglicher Einsendungen ausschließlich bei einer positiven Rückmeldung; telefonische und schriftliche Nachfragen beeinflussen die Entscheidung nicht.

Picus oder Kremayr & Scheriau: Prüfliste mit vier Punkten

Programm und Unterschiede zwischen Picus und Kremayr & Scheriau

Zum Programm von Picus gehören Belletristik, Kinderbücher, Sachbücher und die Reihe Picus Lesereisen. Ausgeschlossen sind dagegen Lyrik, Fantasy, Science-Fiction, Märchen, Jugendbücher, Ratgeber und Fotobände.

Picus hat seinen Sitz in Wien und wurde 1984 von Dorothea Löcker und Alexander Potyka gegründet. Laut Verlagsporträt arbeiten dort drei Mitarbeiterinnen, pro Jahr erscheinen rund dreißig Titel, insgesamt zählt der Verlag mehr als 1200 Bücher. Das Verlagsporträt bezeichnet das Haus zudem als nach wie vor unabhängig.

Im Impressum steht für Picus eine Ges.m.b.H. mit Sitz in Wien und eine Geschäftsführung; eine Muttergesellschaft wird dort nicht aufgeführt. Zusätzlich verweist Picus auf eine Förderung durch Kunstmittel des zuständigen österreichischen Bundesministeriums für das Programm. Wer unsicher ist, ob das eigene Projekt zu diesem Haus passt, kann zum Vergleich auch einen weiteren Verlag finden und die jeweiligen Programme gegenüberstellen.

Kremayr & Scheriau wurde 1951 in Wien gegründet und bezeichnet sich nach eigener Angabe als unabhängiger Verlag für Sachbuch und Literatur. Seit Herbst 2015 gibt es dort ein eigenes Literaturprogramm, das auf neue Stimmen, auf Debütantinnen und Debütanten sowie auf das Spiel mit der Sprache setzt. Im Impressum steht eine GmbH & Co. KG in Wien unter der Geschäftsführung von Philip Scheriau.

Wer seine Unterlagen für eines der beiden Häuser zusammenstellt, kann parallel auch einen Klappentext vorbereiten, der das eigene Projekt kurz zusammenfasst und später für weitere Schritte nützlich bleibt. Manche Autorinnen und Autoren prüfen außerdem, ob sich eine Literaturagentur finden lässt, die den Kontakt zu Verlagen übernimmt. Das bleibt unabhängig von den hier beschriebenen Einreichwegen eine mögliche zusätzliche Option.

Quellen und Stand

Soll dein Manuskript vor dem Versand sprachlich geprüft werden?

Datei hochladen

Häufige Fragen zu Picus und Kremayr & Scheriau

Nimmt Picus Manuskripte auch per E-Mail an?

Nein. Picus bittet darum, Manuskriptangebote mit der Post zu schicken. E-Mails und elektronische Datenträger werden für Manuskriptangebote nach Angabe des Verlags nicht bearbeitet und auch nicht gespeichert.

Muss ich mein gesamtes Manuskript an Kremayr & Scheriau schicken?

Nein. Kremayr & Scheriau bittet darum, nicht das gesamte Manuskript einzureichen, sondern eine repräsentative Textprobe von höchstens 30 Seiten auszuwählen, dazu Exposé, Kurzbiografie und Bibliografie.

Darf ich mein Manuskript bei Picus als Einschreiben verschicken?

Der Verlag bittet darum, Manuskriptangebote nicht als Einschreiben zu schicken. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, verschickt die Unterlagen besser als normale Postsendung.

Bekomme ich meine eingesandten Unterlagen bei Picus zurück?

Nach Angabe des Verlags übernimmt Picus für eingesandtes Material keine Haftung und schickt es nicht zurück.

Antwortet Kremayr & Scheriau auf jede Einsendung?

Nein. Kremayr & Scheriau beantwortet unverlangt eingesandte Manuskripte wegen der hohen Zahl täglicher Einsendungen ausschließlich bei einer positiven Rückmeldung, Nachfragen beeinflussen die Entscheidung nicht.

Welche Themen verlegt Picus nach eigener Angabe nicht?

Nicht verlegt werden Lyrik, Fantasy, Science-Fiction, Märchen, Jugendbücher, Ratgeber und Fotobände.

Seit wann gibt es bei Kremayr & Scheriau ein eigenes Literaturprogramm?

Seit Herbst 2015 gibt es ein Literaturprogramm, das auf neue Stimmen, auf Debütantinnen und Debütanten sowie auf das Spiel mit der Sprache setzt.

Unsere Partner