So reichst du dein Manuskript bei Kremayr & Scheriau ein

Kremayr & Scheriau: Unterlagen, Weg und Antwort

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 9. Oktober 2026 · Buch veröffentlichen

Kremayr & Scheriau bittet laut eigener Angabe zum Stand 9. Oktober 2026 darum, Manuskripte per E-Mail einzureichen, dazu eine Textprobe von maximal 30 Seiten, ein Exposé und Angaben zur Person beizulegen. Eine Antwort gibt der Verlag nach eigener Aussage nur bei einer Zusage.

Zuerst das Verlagsprogramm ansehen

Kremayr & Scheriau bittet darum, vor dem Versand das Programm anzusehen. Der Verlag beschreibt sich dabei als ein Haus, das grundsätzlich Interesse an neuen Buchprojekten hat, und bittet darum, selbst zu prüfen, ob ein Projekt zum Verlagsprogramm passt. Diese Formulierung lässt offen, welche Themen im Einzelnen gemeint sind, denn eine Liste von Genres oder ausgeschlossenen Stoffen nennt der Verlag nicht.

Ergänzend beschreibt der Verlag, dass seit Herbst 2015 ein eigenes Literaturprogramm existiert. Es richtet sich nach eigener Darstellung an gegenwärtige Stimmen, an Debütantinnen und Debütanten sowie an Texte, die mit Sprache experimentieren und ungewöhnliche Blickwinkel auf die Welt zeigen. Wer also belletristisch schreibt, findet hier einen Anhaltspunkt für die Ausrichtung, ohne dass daraus eine Zusage für das eigene Projekt folgt.

Weil weder eine vollständige Genreliste noch konkrete Ausschlüsse genannt werden, bleibt die Interessensbekundung des Verlags allgemein gehalten. Eine Offenheit für Buchprojekte ist keine Ankündigung, ein bestimmtes Manuskript anzunehmen. Sinnvoll ist deshalb, vor dem Versand das veröffentlichte Programm in den Bereichen Sachbuch und Literatur durchzusehen, damit das eigene Projekt zu einer der beiden Sparten passt. Wer unsicher ist, ob der eigene Text handwerklich reif ist, kann vorab einen Manuskript-Check in Anspruch nehmen, um Aufbau und Sprache noch einmal zu betrachten, bevor die Einsendung vorbereitet wird.

Manuskript bei Kremayr & Scheriau einreichen: der Ablauf in drei Schritten

Welche Unterlagen gehören in die Einsendung

Der Verlag bittet ausdrücklich nicht um das vollständige Manuskript. Stattdessen soll eine repräsentative Textprobe eingereicht werden, die höchstens 30 Seiten umfasst. Zu Sinn und Zweck dieser Begrenzung sagt der Verlag nichts weiter; die Angabe stammt allein aus den Hinweisen für Sachbuch und Literatur gemeinsam.

Zusätzlich zur Textprobe sollen zwei weitere Bestandteile beiliegen: ein Exposé, das das Projekt umreißt, sowie bio- und bibliografische Angaben zur Person. Wer sich mit dem Aufbau eines solchen Exposés noch unsicher fühlt, kann sich an einer Vorlage für ein Exposé für den Roman orientieren, auch wenn der Verlag selbst keine Vorgabe zu Länge oder Format macht.

Zur Übersicht lässt sich festhalten, was der Verlag konkret verlangt und wo Leerstellen bleiben.

Tabelle: Baustein, Angabe des Verlags, Worauf zu achten ist
BausteinAngabe des VerlagsWorauf zu achten ist
Textproberepräsentativ, maximal 30 Seitenkeine Seitenzahl darüber hinaus, kein Dateiformat genannt
Exposésoll das Projekt skizzierenkeine Längenvorgabe, Handlung und Ausgang nach allgemeiner Praxis sinnvoll
Angaben zur Personbio- und bibliografischFormat bleibt offen
Gesamtmanuskriptnicht verlangt, Textprobe genügtvollständiges Werk nicht einsenden

Da der Verlag weder eine Seitenzahl für das Exposé noch ein bestimmtes Dateiformat nennt, bleibt dieser Punkt der eigenen Einschätzung überlassen. In der Summe besteht die Einsendung also aus einer Textprobe bis 30 Seiten, einem Exposé und Angaben zur Person, wobei das Exposé nach allgemeiner Praxis Handlung und Ausgang des Projekts umreißt.

Der Einreichweg: E-Mail statt Post

Kremayr & Scheriau nennt als gewünschten Weg die elektronische Einsendung. Der Verlag begründet das mit Rücksicht auf die Umwelt und bittet, Manuskripte ausschließlich elektronisch zuzusenden. Dafür gibt es zwei getrennte Adressen, eine für Sachbuch und eine für Literatur, die hier nicht ausgeschrieben werden, da sie sich der Verlagsseite entnehmen lassen.

Der Postweg wird auf der Seite zwar erwähnt, jedoch nicht als der gewünschte Weg genannt. Für Material, das trotzdem unverlangt per Post eingesandt wird, übernimmt der Verlag nach eigener Aussage grundsätzlich keine Haftung und rät, nur Kopien statt Originale zu verschicken. Eine Rücksendung ist demnach nur möglich, wenn ein adressierter und ausreichend frankierter Rückumschlag beiliegt.

Welche der beiden Adressen passt, richtet sich nach der Sparte des eigenen Projekts: Sachbuch oder Literatur. Eine Einsendung an die jeweils passende Adresse dürfte die Zuordnung innerhalb des Verlags erleichtern, auch wenn die Seite dazu keine weitere Erläuterung liefert. Wer stattdessen über den Umweg einer Agentur einreichen möchte, kann sich zunächst informieren, wie man eine Literaturagentur finden kann, bevor eine Entscheidung für den direkten Weg oder den Weg über eine Agentur fällt.

Wann und ob der Verlag antwortet

Kremayr & Scheriau beschreibt die eigene Praxis bei unverlangt eingesandten Manuskripten klar: Wegen der hohen Zahl täglicher Einsendungen erfolgt eine Antwort ausschließlich dann, wenn die Rückmeldung positiv ausfällt. Telefonische oder schriftliche Nachfragen beeinflussen diese Entscheidung nach Angabe des Verlags nicht und beschleunigen sie auch nicht. Den Picus Verlag und Kremayr & Scheriau stellt der Vergleich Picus Verlag oder Kremayr & Scheriau gegenüber.

Eine Frist, nach der ein Projekt als abgelehnt gilt, nennt der Verlag an keiner Stelle, obwohl er ausdrücklich nur bei Zusage antwortet. Das bedeutet, dass auf der Zeitachse keine Orientierung durch den Verlag selbst vorliegt. Wer sein Projekt eingereicht hat und nichts hört, bekommt also keine ausdrückliche Mitteilung, und Nachfragen ändern nach Angabe des Verlags daran nichts.

Wie ein anderer österreichischer Verlag Einsendungen handhabt, zeigt der Vergleich mit Residenz, der die beiden Häuser gegenüberstellt. Wer parallel verschiedene Häuser anschreiben möchte, kann sich zudem einen Überblick verschaffen, wie man grundsätzlich einen Verlag finden kann, der zum eigenen Projekt passt.

Zum Verlag: Gründung und Ausrichtung

Kremayr & Scheriau wurde 1951 von Rudolf Kremayr und Wilhelm Scheriau gegründet. Nach eigener Darstellung versteht sich der Verlag als unabhängiges Haus für Sachbuch und Literatur mit Sitz in Wien. Diese Herkunft erklärt die beiden Sparten, in denen der Verlag tätig ist, und ordnet das Haus in die österreichische Verlagslandschaft ein.

Über die Gründungsgeschichte lässt sich jedoch nichts darüber ableiten, nach welchen Kriterien eingesandte Manuskripte ausgewählt werden. Die Angaben zur Entstehung des Verlags beziehen sich auf die Firmengeschichte, nicht auf die Praxis bei Einsendungen. Wer also wissen will, wie eine Einsendung konkret abläuft, findet die relevanten Informationen auf der Manuskriptseite des Verlags, nicht in der Firmenchronik.

Das Profil als Verlag für Sachbuch und Literatur erleichtert immerhin die Frage, ob das eigene Projekt grundsätzlich passen könnte, auch wenn daraus keine Erfolgsaussicht für die konkrete Einsendung folgt. Bevor man ein fertiges Manuskript einreicht, lohnt sich ein Blick auf ein Buch-Lektorat, um Sprache und Aufbau noch einmal durchzusehen, da die Zugehörigkeit zu einer Sparte allein über die inhaltliche und sprachliche Qualität nichts aussagt.

Manuskript bei Kremayr & Scheriau einreichen: Prüfliste mit vier Punkten

Rechtsform und Sitz laut Impressum

Im Impressum tritt der Verlag als Kremayr & Scheriau GmbH & Co. KG auf, mit Sitz in Wien. Diese Angabe zu Firmenname und Ort sagt für sich genommen nichts über den inhaltlichen Umgang mit Manuskripten aus.

Das Impressum nennt also die Rechtsform und den Standort des Unternehmens, enthält aber keine Hinweise darauf, wie eingereichte Texte geprüft oder bewertet werden. Wer nach Kriterien für die Manuskriptprüfung sucht, wird im Impressum nicht fündig, denn dort stehen ausschließlich Angaben zum Unternehmen selbst.

Für die eigene Einsendung bedeutet das: Die Rechtsform als GmbH & Co. KG hat keine Auswirkung auf den Ablauf der Einreichung. Die tatsächlich geltenden Regeln zu Textprobe, Exposé und Einreichweg stehen ausschließlich auf der Manuskriptseite des Verlags. Wer zum eigenen Projekt bereits einen kurzen, prägnanten Klappentext entworfen hat, kann diesen zusätzlich zum Exposé bereithalten, auch wenn der Verlag dazu keine ausdrückliche Vorgabe nennt.

Quellen und Stand

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Häufige Fragen zur Einreichung bei Kremayr & Scheriau

Reicht es, nur die Textprobe ohne Exposé zu schicken?

Nein, der Verlag nennt als Bestandteile der Einsendung neben der Textprobe von maximal 30 Seiten auch ein Exposé, das das Projekt skizziert, sowie bio- und bibliografische Angaben zur Person. Diese drei Teile gehören laut Verlag zusammen zur Einsendung.

Kann ich mein Manuskript auch per Post schicken?

Der Verlag bittet ausdrücklich darum, Manuskripte der Umwelt zuliebe ausschließlich per E-Mail einzureichen. Für Material, das trotzdem unverlangt auf dem Postweg eingesandt wird, übernimmt der Verlag grundsätzlich keine Haftung, und eine Rücksendung ist nur mit adressiertem, ausreichend frankiertem Rückumschlag möglich.

Woran erkenne ich, welche E-Mail-Adresse für mein Projekt passt?

Der Verlag nennt zwei getrennte Adressen, eine für Sachbuch und eine für Literatur. Welche Adresse zutrifft, richtet sich nach der Sparte des eigenen Projekts.

Bekomme ich eine Absage, wenn ich nichts höre?

Der Verlag beantwortet unverlangt eingesandte Manuskripte wegen der hohen Zahl täglicher Einsendungen ausschließlich bei positiver Rückmeldung. Eine Frist, nach der ein Projekt als abgelehnt gilt, nennt der Verlag nicht, deshalb bleibt bei fehlender Antwort keine ausdrückliche Mitteilung zu erwarten.

Hilft es, nach der Einsendung nachzufragen?

Nach Angabe des Verlags beeinflussen oder beschleunigen telefonische und schriftliche Nachfragen die Entscheidung nicht. Die Rückmeldung erfolgt ausschließlich bei einer Zusage.

Spielt es eine Rolle, dass der Verlag 1951 gegründet wurde?

Der Verlag wurde 1951 von Rudolf Kremayr und Wilhelm Scheriau gegründet und versteht sich nach eigener Angabe als unabhängiger Verlag für Sachbuch und Literatur mit Sitz in Wien. Über Auswahlkriterien für Einsendungen sagt diese Gründungsgeschichte nichts aus.

Welche Themen passen zum Literaturprogramm des Verlags?

Der Verlag hat nach eigener Angabe seit Herbst 2015 ein Literaturprogramm, das auf neue Stimmen der Gegenwart, auf Debütantinnen und Debütanten, auf das Spiel mit der Sprache und auf ungewöhnliche Sichtweisen auf die Welt zielt. Eine vollständige Genreliste oder konkrete Ausschlüsse nennt der Verlag dazu nicht.

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