Literatur bei Schöffling und Wagenbach einreichen: zwei Wege

Schöffling oder Wagenbach: Weg, Format und Fristen

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 6. Oktober 2026 · Buch veröffentlichen

Laut Manuskriptseite soll man Manuskripte bei Schöffling & Co. ausschließlich digital ans Lektorat schicken, und sechs Monate ohne Rückmeldung können als Absage gelten. Der Verlag Klaus Wagenbach prüft nur Ausgedrucktes und bearbeitet keine E-Mails.

Einreichweg im Vergleich: digital oder ausgedruckt

Schöffling und Wagenbach nennen gegensätzliche Wege zum Einreichen. Laut der Manuskriptseite von Schöffling & Co. soll man ein Manuskript zur Prüfung ausschließlich digital ans Lektorat schicken. Bei Wagenbach gilt dagegen: Manuskripte und Exposés werden laut Verlag ausschließlich in ausgedruckter Form geprüft, handschriftliche Texte, E-Mails und Datenträger bearbeitet der Verlag nicht. Stand dieser Angaben ist der 6. Oktober 2026.

Die folgende Tabelle stellt die Angaben der Verlagsseiten nebeneinander. Wo ein Verlag zu einem Punkt nichts sagt, steht dort ausdrücklich Keine Angabe der Verlagsseite. Eine Angabe des einen Hauses wird nie in die Spalte des anderen übertragen, auch wenn sie auf den ersten Blick ähnlich klingt.

Tabelle: Frage, Schöffling, Wagenbach
FrageSchöfflingWagenbach
EinreichwegAusschließlich digital ans Lektorat, laut ManuskriptseiteNur in ausgedruckter Form, E-Mails und Datenträger werden nicht bearbeitet
FormatDigital, Dateiformat: Keine Angabe der VerlagsseiteAusgedruckt, Umfang: Keine Angabe der Verlagsseite
AusschlüsseNach eigener Angabe grundsätzlich keine Fachbücher, Reiseberichte, Bildbände, Kinderbücher und MärchenKeine Gedichte, Biografien, autobiografischen Texte und Erzählungen, so die Bitte des Verlags
RückmeldungKeine Auskunft zum Stand aus Zeitgründen, sechs Monate ohne Rückmeldung gelten als AbsageAntwort kann mehrere Wochen dauern, bei einer Absage keine individuelle Bewertung
HaftungKeine Haftung für unverlangt eingereichte Texte, Bildmaterial oder DatenKeine Haftung für unverlangtes Material, keinesfalls Originale schicken
ProgrammUnabhängiger, überschaubarer literarischer Verlag, 1994 gegründet, Sitz in FrankfurtNavigation nennt Reihen wie Quartbuch/Literatur, Oktavheft und SALTO

Bei Schöffling ist also nur der digitale Weg genannt, bei Wagenbach nur der Ausdruck. Ein Weg des einen Hauses gilt deshalb nicht beim anderen. Die Manuskriptseite von Schöffling nennt weder Dateiformat noch Umfang noch Exposé, und die Adresse des Lektorats steht in diesem Text nicht. Die Kontaktseite von Wagenbach nennt als Anschrift die Verlag Klaus Wagenbach GmbH in Berlin-Wilmersdorf, der Abschnitt Manuskripte steht auf derselben Seite, eine eigene Manuskriptadresse nennt die Seite nicht. Wer beide Häuser anspricht, plant die beiden Wege deshalb getrennt.

In der Praxis heißt das: Wer dieselbe Datei an beide Verlage schickt, übergeht beim einen Haus den dort genannten Weg. Sinnvoller ist eine eigene Fassung pro Haus, also eine digitale Version für Schöffling und ein ausgedruckter Satz für Wagenbach. Wer die Unterlagen bei Wagenbach zurückerhalten möchte, legt einen adressierten und ausreichend frankierten Rückumschlag bei; ohne diesen Umschlag nennt der Verlag keine Rücksendung.

Vor dem Versand lassen sich die eigenen Unterlagen mit dem Manuskript-Check ordnen, bevor du dich für einen der beiden Wege entscheidest. Die Lektüre des Verlagsprogramms und der jeweiligen Manuskriptseite am Tag des Versands bleibt davon unberührt.

Schöffling oder Wagenbach: der Ablauf in drei Schritten

Unterlagen und Vorgaben: was du vorbereitest

Schöffling & Co. nennt auf der Manuskriptseite keine Unterlagenliste. Ob ein Exposé oder eine Leseprobe gewünscht ist, sagt die Seite nicht. Zum Exposé für den Roman nennt die Seite keine Vorgabe.

Der Verlag Klaus Wagenbach beschreibt, dass sehr viele Einsendungen eingehen, und gibt die Trefferquote mit ungefähr 1:1000 an. Vor dem Versand empfiehlt er, das Verlagsprogramm genau zu kennen, damit sich weder der Verlag noch die Einsenderin oder der Einsender unnötig enttäuscht sieht. Die Navigation der Verlagsseite nennt unter Bücher unter anderem die Reihen Quartbuch/Literatur, Oktavheft und SALTO, dazu Sachbuch, Politik und die Edition Giorgio Vasari.

Die Verlagsseiten zeigen das Programm der Häuser, nicht ihren Bedarf an neuen Manuskripten. Schöffling & Co. beschreibt sich als unabhängigen, überschaubaren literarischen Verlag mit Sitz in Frankfurt, der 1994 gegründet wurde. Im Programm stehen deutschsprachige wie internationale Gegenwartstitel, etwa Debüts, Romane und Erzählungen.

Daraus folgt für dich: Die beiden Seiten beschreiben kaum Unterlagen. Der Weg über das Programm und die eigene Vorbereitung des Exposés ist deshalb vor dem Versand zu klären. Vor dem Versand lässt sich ein Exposé am Programm des jeweiligen Hauses ausrichten.

Wartezeit, Haftung und Nachfragen im Blick

Schöffling & Co. kann aus Zeitgründen laut Manuskriptseite keine Auskunft zum Stand der Prüfung geben. Wer dort innerhalb von sechs Monaten keine Rückmeldung erhalten hat, kann das laut Verlag als Absage betrachten. Ob vor Ablauf dieser Zeit eine Antwort kommt, sagt die Seite nicht. Bei unverlangt eingereichten Texten, Bildern oder Daten schließt der Verlag laut Seite eine Haftung aus.

Der Verlag Klaus Wagenbach sagt, eingehende Manuskripte werden geprüft. Wegen der Vielzahl der Einsendungen kann es jedoch mehrere Wochen dauern, bis eine Antwort kommt. Bei einer Absage gibt es keine individuelle Bewertung des Textes, und den Verlag bittet man, auf telefonische Rückfragen zu verzichten.

Für unverlangt eingesandtes Material übernimmt der Verlag Klaus Wagenbach ebenfalls keine Haftung. Er bittet darum, keinesfalls Originale zu verschicken, und eine Rücksendung setzt einen adressierten, ausreichend frankierten Rückumschlag voraus. Daraus folgt für Wagenbach, dass du Kopien statt Originale verschickst.

Aus beiden Seiten ergibt sich: Wagenbach stellt eine Antwort nach mehreren Wochen in Aussicht, Schöffling nennt eine Sechsmonatsregel für das Schweigen. Als Weg daneben kannst du den Punkt Literaturagentur finden prüfen. Für die sprachliche Vorbereitung vor dem Versand bleibt außerdem das Thema Buch-Lektorat im Blick.

Schöffling oder Wagenbach: Prüfliste mit vier Punkten

Profil und Ausschlüsse beider Häuser

Nach eigener Angabe erscheinen bei Schöffling & Co. grundsätzlich keine Fachbücher, Reiseberichte, Bildbände, Kinderbücher und Märchen. Das heißt nicht, dass jede andere Gattung willkommen ist, denn die Seite nennt nur Ausschlüsse und keine Annahmegarantie. Laut Verlagsseite erscheinen regelmäßig das Jahrbuch der Lyrik und Gedichtbände, und als größten Long- und Bestseller nennt die Seite den Literarischen Katzenkalender. Ob Gedichte bei Schöffling eingereicht werden sollen, sagt die Manuskriptseite nicht.

Der Verlag Klaus Wagenbach bittet, ihm keine Gedichte, Biografien, autobiografischen Texte und Erzählungen zu schicken. Die beiden Ausschlusslisten gelten getrennt: Gedichte stehen nur beim Verlag Klaus Wagenbach auf der Ausschlussliste, bei Schöffling erscheinen Gedichtbände im Programm. Erzählungen nennt die Verlagsbeschreibung von Schöffling ausdrücklich im Programm. Im Impressum stehen die Schöffling & Co. Verlagsbuchhandlung GmbH in Frankfurt am Main und die Verlag Klaus Wagenbach GmbH in Berlin-Wilmersdorf.

Unsere Einschätzung: Das Programm beider Häuser lässt sich vor der Entscheidung ansehen. Die Rubriken Oktavheft oder SALTO stehen in der Navigation von Wagenbach und dienen als Ausgangspunkt für diesen Blick. Die Unterlagen bereitest du nach dem jeweiligen Weg vor, also digital für Schöffling und ausgedruckt für Wagenbach. Die Agentursuche prüfst du bei Bedarf als Weg daneben. Wer weitere Häuser vergleichen will, nutzt dafür den Schritt Verlag finden.

Der Punkt Klappentext gehört zur späteren Vorbereitung des eigenen Textes. Für einen weiteren Verlag liest du dessen aktuelle Autorenhinweise vor dem Versand, etwa unter Suhrkamp Manuskript einreichen.

Quellen und Stand

Soll dein Manuskript vor dem Versand sprachlich geprüft werden?

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Häufige Fragen zu Schöffling und Wagenbach

Wie reichst du bei Schöffling & Co. ein Manuskript zur Prüfung ein?

Laut Manuskriptseite soll man ein Manuskript zur Prüfung ausschließlich digital ans Lektorat schicken. Die Seite nennt keine Angaben zu Dateiformat, Umfang oder Exposé, und die Adresse des Lektorats steht hier nicht.

Kann ich dem Verlag Klaus Wagenbach ein Manuskript per E-Mail schicken?

Nach eigener Angabe prüft der Verlag Manuskripte und Exposés nur in ausgedruckter Form, handschriftliche Texte, E-Mails und Datenträger kann er nicht bearbeiten. Die Kontaktseite nennt als Anschrift die Verlag Klaus Wagenbach GmbH in Berlin-Wilmersdorf, eine eigene Manuskriptadresse nennt die Seite nicht.

Gilt der digitale Weg von Schöffling auch beim Verlag Klaus Wagenbach?

Nein, ein Weg des einen Hauses gilt nicht beim anderen. Genannt ist bei Schöffling nur der digitale Weg ans Lektorat, bei Wagenbach nur der Ausdruck.

Welche Texte bittet der Verlag Klaus Wagenbach nicht einzusenden?

Der Verlag bittet darum, ihm keine Gedichte, Biografien, autobiografischen Texte und Erzählungen zu schicken. Die Seite nennt nur diese Ausschlüsse, ein positives Annahmeprofil nennt sie nicht.

Nimmt Schöffling Gedichte an?

Laut Verlagsseite erscheinen bei Schöffling regelmäßig das Jahrbuch der Lyrik und Gedichtbände. Ob Gedichtmanuskripte eingereicht werden sollen, sagt die Manuskriptseite nicht.

Was gilt bei Schöffling, wenn keine Rückmeldung kommt?

Wer innerhalb von sechs Monaten keine Rückmeldung erhalten hat, kann das laut Schöffling & Co. als Absage betrachten. Eine Auskunft zum Stand der Prüfung gibt der Verlag aus Zeitgründen nicht.

Haftet der Verlag für zugeschickte Unterlagen?

Schöffling & Co. übernimmt laut Manuskriptseite keine Haftung für unverlangt eingereichte Manuskripte, Bildmaterial oder Daten. Der Verlag Klaus Wagenbach übernimmt für unverlangtes Material ebenfalls keine Haftung und bittet, keinesfalls Originale zu schicken.

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