Tredition und BoD: Wo liegen die Unterschiede?

tredition oder BoD: Kostenmodell, Honorar und Vertrieb im Vergleich

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 27. September 2026 · Buch veröffentlichen

Dieser Vergleich stellt die öffentlich zugänglichen Bedingungen von tredition und BoD gegenüber. Er liefert Angaben zu den finanziellen Modellen, den verfügbaren Serviceoptionen und der vertraglichen Lage der Autorinnen und Autoren.

Kostenmodell im Vergleich

tredition und BoD beschreiben ihr Kostenmodell unterschiedlich, das zeigt schon ein Blick auf die jeweilige Preisseite.

Tabelle: Frage, tredition, BoD
FragetreditionBoD
Kostenmodellkostenfrei, Verdienst nur bei VerkaufPaket Publish 39 Euro einmalig
ISBNeigene oder kostenlose ISBN von treditionim Paket Publish enthalten
ZusatzleistungenLektorat, Coverdesign, Buchsatz einzeln buchbarin höheren Paketen gebündelt
Honorar im eigenen Shopim Schnitt 41 Prozentabhängig vom selbst gewählten Ladenpreis
Auszahlungmonatlich ab 25 Eurovierteljährlich
Mindestauflagein den geprüften Quellen nicht genanntkeine, Druck ab einem Exemplar

tredition stellt sein Geschäftsmodell als für Autorinnen und Autoren kostenfrei dar; verdient wird laut eigener Aussage nur, wenn sich das Buch verkauft. Für das Einstiegspaket Publish gibt BoD einen einmaligen Betrag von 39 Euro an, der die ISBN und die Aufnahme in mehr als 6.000 Buchhandlungen umfasst. Für die Startkosten heißt das: tredition beschreibt die Basisveröffentlichung als kostenlos, BoD verlangt schon für das kleinste Paket einen festen Betrag. Wer die Startkosten möglichst niedrig halten möchte, sollte diesen Unterschied genau prüfen. In der Rubrik tredition im Überblick lässt sich dieses Prinzip nachlesen. Beide Angaben stammen von den Preisseiten der Anbieter mit Stand 27. September 2026; wer ganz sicher gehen will, ruft die jeweils aktuelle Fassung direkt dort ab, da sich Preise und Paketinhalte ändern können.

tredition oder BoD: der Ablauf in drei Schritten

ISBN und Vertriebswege im Vergleich

Bei der ISBN gehen beide Anbieter unterschiedliche Wege, auch wenn beide eine Nummer vergeben. Bei tredition lässt sich zwischen einer kostenlosen ISBN von tredition selbst und einer bereits vorhandenen eigenen ISBN wählen. Als Vertriebswege nennt tredition den Verkauf im Buchladen, bei großen Filialisten und in Online-Shops, dazu die Eintragung in Buchhandelskataloge. BoD wiederum gibt für das Paket Publish an, dass die ISBN enthalten ist und die Veröffentlichung in mehr als 6.000 Buchhandlungen erfolgt. Wer eine ISBN beantragen möchte, findet bei beiden Anbietern eine Lösung, auch wenn der beschriebene Vertriebsweg unterschiedlich dargestellt wird. Beim Vergleich zeigt sich: Beide Anbieter schließen die ISBN in ihr Basisangebot ein, tredition nennt dabei mehrere Kanaltypen, BoD eine konkrete Zahl an Buchhandlungen. Für die eigene Wahl lohnt sich ein Blick in die jeweils aktuellen Angaben der Anbieter, da sich Vertriebsnetze und Kooperationen mit der Zeit verändern können, und im Zweifel ein Nachlesen in den aktuellen Autorenhinweisen der gewählten Plattform.

Zusatzleistungen und Pakete im Vergleich

Auch bei zusätzlichen Leistungen unterscheiden sich die Strukturen deutlich. tredition führt Lektorat, Coverdesign und Buchsatz als eigenständig buchbare Leistungen neben der kostenlosen Basisveröffentlichung, also getrennt vom Grundangebot. Wer ein Buch-Lektorat braucht, kann dieses bei tredition offenbar einzeln hinzubuchen. Beim Paket Publish Plus verlangt BoD einmalig 299 Euro; enthalten sind die ISBN sowie das Coverdesign Plus, dessen Wert BoD separat mit 149 Euro angibt. Für Publish Premium liegt der einmalige Preis laut BoD bei 699 Euro, darin enthalten sind ISBN, ein Buchcoaching und das Coverdesign Premium, das BoD gesondert mit 349 Euro beziffert. Der Zuschnitt unterscheidet sich also: tredition beschreibt Zusatzleistungen als einzeln buchbare Module, BoD bündelt sie in gestaffelten Paketen mit steigendem Preis. Wer nur eine einzelne Leistung braucht, findet dafür eher bei tredition ein passendes Angebot, wer ein Gesamtpaket sucht, eher bei BoD. Der genaue Leistungsumfang je Paket lässt sich am besten in der aktuellen Preisübersicht des jeweiligen Anbieters nachlesen, bevor man sich festlegt.

Honorar und Provisionen im Vergleich

Laut tredition liegt die Provision für gedruckte Bücher bei Verkäufen über den Buchhandel, ob online oder stationär, im Schnitt bei 22 Prozent des Verkaufspreises. Im eigenen tredition-Shop gibt der Anbieter für gedruckte Bücher eine durchschnittliche Provision von 41 Prozent des Verkaufspreises an. Alle diese Provisionsangaben versteht tredition netto, also ohne Mehrwertsteuer, bezogen auf den Netto-Verkaufspreis. BoD hingegen zahlt für jedes verkaufte Buch ein Honorar, dessen Höhe sich nach dem selbst festgelegten Ladenpreis richtet. Bei der Vergütung bedeutet das: tredition nennt feste Prozentsätze je nach Vertriebsweg, BoD koppelt das Honorar an den selbst gewählten Ladenpreis. Wer feste Prozentsätze bevorzugt, findet sie bei tredition, wer die Preisgestaltung selbst steuern möchte, eher bei BoD. Ein Blick in den Self-Publishing-Anbieter im Vergleich lohnt sich, bevor eine Entscheidung fällt, ebenso ein Vergleich der eigenen erwarteten Verkaufszahlen mit den jeweiligen Beispielrechnungen der Anbieter.

Auszahlung und Mindestauflage im Vergleich

Auch beim Rhythmus der Auszahlung unterscheiden sich beide Anbieter. tredition zahlt angesammelte Provision monatlich aus, sobald der Betrag mindestens 25 Euro erreicht. BoD schüttet das Honorar für Verkäufe über den Buchhandel nach eigener Angabe vierteljährlich aus. Eine Mindestauflage verlangt BoD nicht, gedruckt wird nach eigener Aussage bereits ab einem einzigen Exemplar. Für die Auszahlung gilt damit: tredition zahlt monatlich mit einer Mindestschwelle aus, BoD vierteljährlich, und für den Druck selbst ist bei BoD keine Mindestmenge nötig. Bevor du dein Manuskript einreichst, lohnt sich ein prüfender Blick auf den eigenen Klappentext, weil er die Kaufentscheidung der Leserschaft mitbeeinflusst. Wer beim Auszahlungsrhythmus oder bei der Mindestmenge unsicher ist, prüft am besten die aktuellen Vertragsunterlagen des gewählten Anbieters, bevor er sich festlegt.

tredition oder BoD: Prüfliste mit vier Punkten

Rechte und Reichweite im Vergleich

BoD stellt klar, dass Autorinnen und Autoren ungehindert bleiben, gedruckte Exemplare ihres eigenen Buchs selbst zu vertreiben, etwa über eine eigene Webseite oder bei Lesungen, und dass sämtliche inhaltlichen Rechte bei ihnen verbleiben. Für die Dauer des Vertrags räumen Autorinnen und Autoren BoD laut Autorenvertrag lediglich die Rechte zur Vervielfältigung und Verbreitung ein. BoD gibt zudem an, dass mittlerweile mehr als 80.000 Autorinnen und Autoren die Plattform nutzen. Bei den Rechten ist der Befund klar: Die inhaltlichen Rechte bleiben bei BoD durchgehend bei der Autorin oder dem Autor, übertragen werden nur die für den Vertrieb nötigen Rechte, und zwar befristet auf die Vertragslaufzeit. Wer Einzelheiten zu den übertragenen Rechten sucht, findet sie im Autorenvertrag von BoD. Einen Überblick zu weiteren Punkten liefert BoD im Überblick, bevor man sich für einen Anbieter entscheidet und den eigenen Vertrag genau durchliest.

Quellen und Stand

Der Beitrag „tredition und BoD: Wo liegen die Unterschiede?“ trägt den vollständigen Titel „Tredition und BoD: Kosten, Honorar und Rechte im Detail“.

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Häufige Fragen zu tredition und BoD

Wie funktioniert die ISBN-Zuweisung bei beiden Anbietern?

Bei tredition kann zwischen einer kostenlosen ISBN von tredition oder der Nutzung einer eigenen ISBN gewählt werden. BoD integriert die ISBN fest in sein Basispaket Publish. In beiden Fällen ist die ISBN im Angebot enthalten.

Welche Vertriebskanäle werden explizit genannt?

Ein Anbieter benennt Buchläden, große Filialisten und Online-Shops sowie die Eintragung in Kataloge. Der andere Anbieter spricht von einer Veröffentlichung in über sechstausend Buchhandlungen. Die Betonung liegt jeweils auf der physischen und digitalen Erreichbarkeit.

Sind Zusatzleistungen wie Lektorat immer im Paket enthalten?

Nein. Ein Anbieter bietet Lektorat, Coverdesign und Buchsatz als separate, buchbare Zusatzleistungen an. Der andere Anbieter bündelt solche Merkmale in gestaffelten Paketen mit höheren Preisen, wobei das Coverdesign dort gesondert beziffert wird.

Wovon hängt die Höhe des Honorars ab?

Bei einem Anbieter sind feste Prozentsätze je Vertriebsweg genannt, basierend auf dem Nettoverkaufspreis. Beim anderen Anbieter bestimmt der selbst festgelegte Ladenpreis die Höhe des Honorars für jedes verkaufte Buch.

Gibt es eine Pflicht zur Bestellung einer Mindestauflage?

BoD gibt an, dass keine Kosten für Mindestauflagen anfallen, weil der Druck ab einem Exemplar möglich ist. Für tredition liegt dazu in den geprüften Quellen keine Angabe vor, deshalb wird dieser Punkt hier nur für BoD genannt. Bei tredition wird stattdessen die Wahl zwischen einer kostenlosen ISBN von tredition oder einer eigenen ISBN angeboten.

Behalte ich meine urheberrechtlichen Inhalte?

Ja. Ein Anbieter bestätigt, dass alle inhaltlichen Rechte bei der Autorin oder dem Autor verbleiben. Es werden nur Vertriebsrechte für die Vertragsdauer übertragen. Der eigene Verkauf des Buchs in gedruckter Form, etwa über die eigene Website oder bei Lesungen, bleibt daneben möglich.

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