Was das Paper zu KI beim wissenschaftlichen Schreiben zeigt
Can artificial intelligence help for scientific writing im Überblick: Einordnung für Studium und Schreiben
Michele Salvagno, Fabio Silvio Taccone und Alberto Giovanni Gerli diskutieren 2023 in Critical Care, wie Chatbots wie ChatGPT beim Verfassen wissenschaftlicher Texte eingesetzt werden können. Der Abstract beschreibt den Nutzen solcher Werkzeuge beim Ordnen von Material, beim Erstellen eines ersten Entwurfs und beim Korrekturlesen, verweist aber auch auf die nötige Prüfung durch Fachleute.
Worum geht es im Paper?
Das Paper von Michele Salvagno, Fabio Silvio Taccone und weiteren Autoren aus dem Jahr 2023 behandelt den Einsatz von Chatbots mit künstlicher Intelligenz beim wissenschaftlichen Schreiben. Im Mittelpunkt steht ChatGPT, ein Chatbot von OpenAI, der auf dem Sprachmodell Generative Pre-trained Transformer aufbaut und natürliche Sprache verarbeiten und beantworten kann. Der Abstract beschreibt, dass solche Werkzeuge Forschenden dabei helfen können, Material zu ordnen, einen ersten Entwurf zu erstellen oder Korrektur zu lesen. Gleichzeitig halten die Autoren fest, dass bislang keine Publikation im Bereich der Intensivmedizin mit diesem Vorgehen entstanden ist, eine solche Möglichkeit aber in naher Zukunft gesehen wird. Beim Risiko von Plagiat und Ungenauigkeiten, das die Autoren nennen, spielen auch erfundene ChatGPT-Quellen eine Rolle: Von einem Chatbot erzeugte Quellenangaben sollten vor ihrer Verwendung gegen die Originalquelle abgeglichen werden. Die Autoren betonen zudem, dass die Ausgabe eines Chatbots menschliches Urteilsvermögen nicht ersetzen sollte und von Fachleuten geprüft werden muss, bevor sie in kritischen Entscheidungen verwendet wird. Neben inhaltlichen Fragen geht es im Abstract auch um ethische Aspekte, etwa um ein mögliches Ungleichgewicht beim Zugang zwischen einkommensstarken und einkommensschwachen Ländern, falls entsprechende Software kostenpflichtig wird. Die Autoren sehen deshalb Bedarf an einem Konsens darüber, wie der Einsatz von Chatbots beim wissenschaftlichen Schreiben künftig geregelt werden soll. Für die Quellenangabe eines solchen Fachartikels in einer eigenen Arbeit bietet die APA-Zitierweise ein einheitliches Format, das Autor, Erscheinungsjahr, Zeitschriftentitel und DOI in einer nachvollziehbaren Reihenfolge zusammenführt. Das Paper selbst ist unter einer CC-BY-4.0-Lizenz bei Springer Nature erschienen und in der Zeitschrift Critical Care veröffentlicht.

Mit welcher Methode und welchem Material arbeitet die Studie?
Laut Abstract diskutiert das Paper den Einsatz von KI-Chatbots im wissenschaftlichen Schreiben. ChatGPT dient dabei als Beispiel für einen KI-Chatbot, der auf dem GPT-Sprachmodell basiert und natürliche Sprache verarbeiten und beantworten kann. Inhaltlich benennt der Abstract mehrere Anwendungsfelder, in denen ein Chatbot laut den Autoren unterstützen kann: beim Organisieren von Material, beim Erstellen eines ersten Entwurfs und beim Korrekturlesen. Zum Hinweis der Autoren, dass die Ausgabe eines Chatbots menschliches Urteilsvermögen nicht ersetzen sollte und von Fachleuten geprüft werden muss, bevor sie in kritischen Entscheidungen verwendet wird, passt die Prüfung KI-generierter Quellenangaben: Vom Chatbot erzeugte Angaben lassen sich gegen die Originalquelle abgleichen. Die Autoren verbinden diese methodische Vorsicht mit ethischen Überlegungen, etwa zum Risiko von Plagiat und Ungenauigkeiten sowie zu einem möglichen Zugangsungleichgewicht zwischen Ländern mit unterschiedlichem Einkommen, sollte die eingesetzte Software kostenpflichtig werden. Der Volltext ist in der Zeitschrift Critical Care erschienen.
Was sind die zentralen Ergebnisse laut Abstract?
Der Abstract nennt mehrere inhaltliche Kernpunkte, die sich wie folgt zusammenfassen lassen.
- KI-Chatbots und insbesondere ChatGPT erscheinen laut den Autoren als nützliche Werkzeuge im wissenschaftlichen Schreiben.
- Sie können Forschende beim Organisieren von Material, beim Erstellen eines ersten Entwurfs und beim Korrekturlesen unterstützen.
- Bislang liegt keine Publikation im Bereich der Intensivmedizin vor, die mit diesem Ansatz erstellt wurde, eine solche Möglichkeit wird aber für die nahe Zukunft gesehen.
- Die Ausgabe eines Chatbots sollte menschliches Urteilsvermögen nicht ersetzen und vor jeder kritischen Verwendung von Fachleuten geprüft werden.
- Es bestehen ethische Fragen, etwa das Risiko von Plagiat und Ungenauigkeiten sowie ein mögliches Ungleichgewicht beim Zugang zwischen Ländern mit unterschiedlichem Einkommen, falls die Software kostenpflichtig wird.
- Die Autoren sehen Bedarf an einem Konsens darüber, wie der Einsatz von Chatbots im wissenschaftlichen Schreiben geregelt werden soll.
Zur Prüfung durch Fachleute passt das Korrekturlesen vor der Einreichung: Ein Text, an dem ein Chatbot mitgearbeitet hat, wird vor der Abgabe noch einmal gründlich durchgesehen. Der Abstract nennt zudem das Risiko von Plagiat und von Ungenauigkeiten in den Ausgaben eines Chatbots sowie die Frage eines möglichen Zugangsungleichgewichts zwischen Ländern mit unterschiedlichem Einkommen, falls entsprechende Software kostenpflichtig wird, als eigenständige ethische Aspekte der Nutzung solcher Werkzeuge. Aus diesen Gründen halten die Autoren bald einen Konsens darüber für nötig, wie der Einsatz von Chatbots im wissenschaftlichen Schreiben geregelt werden soll. Dem stellt der Abstract die möglichen Vorteile gegenüber: Ein Chatbot kann beim Organisieren von Material, beim ersten Entwurf und beim Korrekturlesen helfen.
Was folgt daraus für Studierende und Schreibende?
Für Studierende, Promovierende und andere Schreibende, die wissen wollen, wie weit KI beim Verfassen von Fachtexten tragen darf, liefert der Abstract mehrere Anknüpfungspunkte. Wenn ein Chatbot laut Abstract beim Organisieren von Material und beim Erstellen eines ersten Entwurfs helfen kann, kann KI-Unterstützung etwa beim Ordnen von Material und beim ersten Gliedern eines Textes nützlich sein. Weil die Ausgabe eines Chatbots menschliches Urteilsvermögen nicht ersetzen soll, gehört jede KI-gestützte Passage vor der Weiterverwendung selbst geprüft und gegebenenfalls überarbeitet. Auch die genannten Risiken von Ungenauigkeiten und Plagiat sprechen dafür, mit Quellenangaben aus Chatbots besonders sorgfältig umzugehen. Die Autoren halten einen Konsens über die Regelung des Chatbot-Einsatzes im wissenschaftlichen Schreiben für nötig; vor einer Veröffentlichung lohnt sich deshalb ein Blick in die Richtlinien der Zeitschrift, ein Punkt, der bei der Wahl der passenden Fachzeitschrift ohnehin eine Rolle spielt. Die ethische Frage nach einem ungleichen Zugang zwischen einkommensstarken und einkommensschwachen Ländern bei kostenpflichtiger Software kann Studierende zudem dazu anregen, die Zugangsbedingungen der an der eigenen Hochschule verfügbaren KI-Werkzeuge zu klären.

Für wen lohnt sich das Lesen und wie zitierst du das Paper?
Für Autoren und Studierende, die wissen wollen, wie weit KI beim Schreiben von Fachtexten tragen darf, ist das Paper ein Einstieg. Es erschien in der Zeitschrift Critical Care und nimmt im Abstract Bezug auf die Intensivmedizin. Bevor du das Paper in einer eigenen Arbeit zitierst, lohnt sich ein Blick in den vollständigen Text bei Critical Care, denn ein Abstract fasst Inhalte zusammen, ersetzt aber nicht die Lektüre des gesamten Beitrags. Der Abstract dieses Papers führt Gegenstand, Einsatzfelder, Grenzen und die Forderung nach einem Konsens in wenigen Sätzen zusammen; wie ein Abstract gegliedert ist, zeigt der Lesetipp zum Aufbau eines Abstracts. Für die Zitation nach APA gilt folgendes Muster, das sich aus den bibliografischen Angaben zu diesem Paper ergibt: Michele Salvagno, Fabio Silvio Taccone und Alberto Giovanni Gerli (2023). Can artificial intelligence help for scientific writing?. Critical Care. https://doi.org/10.1186/s13054-023-04380-2. Die digitale Objektkennung 10.1186/s13054-023-04380-2 erlaubt es, den Beitrag eindeutig der Zeitschrift Critical Care zuzuordnen und ihn in Literaturverzeichnissen nachprüfbar zu referenzieren. Das Paper ist bei Springer Nature unter einer CC-BY-4.0-Lizenz veröffentlicht. Für eine korrekte Einbindung in die eigene Arbeit empfiehlt sich, die Originalquelle über die DOI aufzurufen und die dort angegebenen bibliografischen Daten mit der eigenen Literaturverwaltung abzugleichen, statt sich allein auf Sekundärangaben zu verlassen.
Quellen und Stand
- Crossref-Abstract: Can artificial intelligence help for scientific writing: doi.org (geprüft am 2026-10-02)
- Bibliografische Angaben: Can artificial intelligence help for scientific writing: doi.org (geprüft am 2026-10-02)
- Einordnung: Can artificial intelligence help for scientific writing: api.crossref.org (geprüft am 2026-10-02)
Der Beitrag „Was das Paper zu KI beim wissenschaftlichen Schreiben zeigt“ trägt den vollständigen Titel „Can AI help for scientific writing? Das Paper erklärt“.