So gelangt ein Manuskript zu Penguin Random House

Penguin Random House: Upload-Portal, PDF-Vorgaben und Wartefrist

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 30. September 2026 · Buch veröffentlichen

Penguin Random House nimmt Manuskripte über den Service Manuskript-Upload entgegen, die Unterlagen gehen als eine einzige PDF-Datei bis 50 MB ein, Post wird weder bearbeitet noch zurückgeschickt, und bleibt nach zwölf Wochen eine Antwort aus, ist von einer Absage auszugehen.

Der Weg über das Portal

Penguin Random House nimmt Manuskripte über ein Online-Portal entgegen, per Post eingesandte Manuskripte werden nicht bearbeitet. Die Verlagsgruppe bietet mit dem Service Manuskript-Upload einen digitalen Weg an, über den Manuskripte hochgeladen werden können, und das FAQ verweist auf die Frage, an wen ein Manuskript gesendet werden kann, genau auf diesen Weg. Wer sich vorab unsicher ist, ob die eigenen Unterlagen bereits vorzeigbar sind, kann einen Manuskript-Check nutzen, bevor der erste Schritt im Portal beginnt.

Die Einreichung selbst läuft in zwei Schritten ab. Im ersten Schritt wird auf der Portalseite ein kurzes Formular ausgefüllt, darin stehen Anrede, Name und eine E-Mail-Adresse. Nach dem Absenden dieses Formulars schickt das System an die hinterlegte Adresse einen Link, über den sich das eigentliche Manuskript danach hochladen lässt. Dieser Zwischenschritt trennt also die Anmeldung von der eigentlichen Dateiübertragung.

Wichtig ist dabei die Gültigkeit des zugeschickten Links: Er verliert nach 48 Stunden seine Gültigkeit. Ist die Frist bereits abgelaufen, lässt sich über die Startseite ein neuer Link anfordern, das Portal weist zudem darauf hin, bei einer ausbleibenden Mail den Spam-Filter zu prüfen. Daraus ergibt sich in der Praxis, dass die PDF mit Exposé und Textprobe am besten schon fertiggestellt ist, bevor der Link angefordert wird, denn der Link verliert nach 48 Stunden seine Gültigkeit.

Manuskript bei Penguin Random House einreichen: der Ablauf in drei Schritten

PDF, Dateigröße und Umfang der Unterlagen

Für den Upload gelten mehrere technische Vorgaben gleichzeitig, die sich am besten in einer Übersicht zusammenfassen lassen.

Tabelle: Baustein, Belegte Vorgabe, Worauf zu achten ist
BausteinBelegte VorgabeWorauf zu achten ist
DateiformatDie Unterlagen müssen als PDF vorliegenAndere Formate werden im Portal nicht erwähnt
Zahl der DateienAlle Inhalte gehören in eine einzige DateiPro Upload kann nur eine Datei hochgeladen werden
DateigrößeHöchstens 50 MBDie Grenze ist eine technische Obergrenze, keine Qualitätsprüfung
DateinameKeine Sonderzeichen, Leerzeichen oder UmlauteEin Beispiel wäre Manuskript_Mueller_Exposee.pdf
Umfang der UnterlagenExposé und beziehungsweise oder zwei bis drei Kapitel reichen ausEin vollständiges Manuskript wird nicht vorausgesetzt

Weil pro Upload nur eine Datei angenommen wird, müssen ein Exposé für den Roman und ein Manuskriptauszug vor dem Hochladen zu einem gemeinsamen Dokument zusammengeführt werden. Konkret bedeutet das: Vor dem Hochladen wird geprüft, dass Exposé und Textprobe bereits in einem einzigen PDF-Dokument vorliegen, denn das Portal nimmt pro Vorgang nur eine Datei an.

Zu Seitenzahl, Zeilenabstand oder Schriftgröße macht das Portal in diesen Texten keine Angabe, insofern bleibt die konkrete Gestaltung der eingereichten Seiten offen. Die Obergrenze von 50 MB beschreibt dabei ausschließlich, was technisch noch hochgeladen werden kann, sie sagt nichts darüber aus, ob eine Datei später inhaltlich geprüft oder angenommen wird. Wer die genannten Punkte zusammenträgt, bereitet also ein kompaktes Dokument mit klarem, einfachem Dateinamen vor, bevor der Upload-Link überhaupt angefordert wird.

Post, Originale und Haftung

Für den klassischen Postweg gelten andere Regeln als für das Online-Portal. Pakete und Briefe, die auf diesem Weg bei der Verlagsgruppe eintreffen, werden nicht zurückgesendet, und das gilt ausdrücklich auch für Originale, gedruckte Bücher, Fotos sowie Memory-Sticks. Für Publikationsangebote, die auf diesem Weg eingereicht werden, übernimmt die Gruppe außerdem keine Haftung. Wer vorab noch eine sprachliche Überarbeitung einplant, findet dafür unter dem Stichwort Buch-Lektorat einen eigenen Bereich, bevor überhaupt etwas verschickt wird.

Laut FAQ werden per Post eingereichte Manuskripte weder bearbeitet noch an die Absenderin oder den Absender zurückgeschickt. Der digitale Upload gilt damit als der vom Verlag vorgesehene Regelweg, ein ausgedrucktes Manuskript im Briefumschlag ersetzt diesen Weg nicht. Die Gruppe beschreibt dazu, dass sie digital eingereichte Angebote sichtet und sich bei Interesse von selbst meldet, eine Prüfung oder Rückmeldung im Einzelfall ist damit jedoch nicht garantiert.

Aus beiden Angaben lässt sich ableiten, dass ein Versand per Post weder eine Rückgabe der Unterlagen noch eine inhaltliche Bearbeitung nach sich zieht. Wer dennoch gedruckte Seiten einsendet, bewahrt sinnvollerweise eine eigene Kopie auf, denn eine Rücksendung ist nach den genannten Angaben nicht vorgesehen. Für den eigentlichen Einreichweg bleibt damit praktisch allein der digitale Upload über das Portal, während die Post nach den Hinweisen der Verlagsgruppe weder Bearbeitung noch Rückgabe sichert.

Wartefrist und Umgang mit Nachfragen

Nach dem Absenden eines Manuskripts stellt sich die Frage, wie lange eine Rückmeldung realistisch abzuwarten ist. Bleibt innerhalb von zwölf Wochen nach dem Einreichen jede Antwort des Verlags aus, ist laut FAQ davon auszugehen, dass eine Aufnahme ins Verlagsprogramm nicht zustande kommt. Ein gesondertes Absageschreiben wird dabei nicht in jedem Fall zugesichert, das bloße Ausbleiben einer Reaktion gilt selbst bereits als Absage, und die genannte Frist beginnt mit dem Tag der Einreichung.

Zum aktuellen Stand einer einzelnen Einsendung äußert sich die Verlagsgruppe gegenüber Einsenderinnen und Einsendern nach eigener Aussage nicht. Als Grund dafür nennt sie die sehr hohe tägliche Anzahl eingehender Manuskripte, telefonische oder schriftliche Rückfragen zum Bearbeitungsstand bleiben deshalb unbeantwortet. Besteht tatsächlich Interesse an einem eingereichten Werk, meldet sich der Verlag von sich aus bei der betreffenden Person, ein aktives Nachhaken ändert an diesem Ablauf nichts.

Daraus ergibt sich, dass die zwölf Wochen eher als Richtwert für die eigene Erwartungshaltung dienen und nicht als fester Bearbeitungstermin zu verstehen sind. Nachfragen zum Zwischenstand bringen in diesem Ablauf erkennbar keinen zusätzlichen Nutzen. Wer parallel eine Literaturagentur finden möchte, kann genau diese Wartezeit nutzen, um sich in Ruhe über eine solche Alternative zu informieren und weitere Wege zu prüfen.

Kosten und Vertrag im Fall einer Veröffentlichung

Für Autorinnen und Autoren stellt sich die Frage, ob eine Veröffentlichung mit eigenen Kosten verbunden ist. Nach dem FAQ verlangt die Verlagsgruppe bei der Veröffentlichung eines Manuskripts keinen Druckkostenzuschuss. Diese Aussage bezieht sich ausdrücklich auf den Fall, dass ein Verlag der Gruppe sich für eine Publikation entscheidet.

Entscheidet sich ein Verlag für eine Publikation, wird dafür ein Vertrag geschlossen, und die Autorin oder der Autor erhält dafür ein Honorar. Etwa ein halbes Jahr vor dem Erscheinen stellen Verlagsvertreterinnen und Verlagsvertreter sowie Kataloge das Buch dem Buchhandel vor. Für die eigene Vorbereitung hilft ein kurzer Klappentext; eine eigene Vorgabe dazu nennt das Portal in diesen Texten nicht.

Die Auslandsrechte bietet die Lizenzabteilung an, sofern diese Rechte dem Verlag übertragen wurden, eine konkrete Honorarhöhe nennt die Quelle nicht. Zusammengefasst bedeutet das: Im Fall einer tatsächlichen Publikation verlangt die Gruppe keinen Druckkostenzuschuss, daraus folgt aber weder eine Zusage für eine Veröffentlichung noch eine bestimmte Höhe des späteren Honorars.

Manuskript bei Penguin Random House einreichen: Prüfliste mit vier Punkten

Den passenden Verlag der Gruppe finden

Weil das Portal für mehrere Verlage gleichzeitig genutzt wird, lohnt sich vorab eine kurze Orientierung. Autorinnen und Autoren sollen sich vor dem Hochladen auf der Verlagswebsite über die einzelnen Häuser und deren Programme informieren, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wohin das eigene Projekt inhaltlich passt. Der passende Verlag wird anschließend im Formular selbst ausgewählt, dort lassen sich dabei mehrere Häuser gleichzeitig angeben, und für jedes davon wird jeweils ein eigenes Genre bestimmt.

Nach eigener Darstellung zählt sich die Gruppe zu den führenden Publikumsverlagsgruppen im deutschsprachigen Raum und vereint mehr als 40 Verlage mit jeweils eigenen Programmteams unter einem gemeinsamen Dach, darunter etwa Heyne, Goldmann, btb, Blanvalet, Siedler, DVA, Penguin und Luchterhand. Diese Breite zeigt, dass das Formular mehrere Häuser der Gruppe gleichzeitig berücksichtigen kann, wie im Formular selbst vorgesehen.

Das Portal bildet damit einen gemeinsamen Einreichweg für viele Verlage der Gruppe, die eigentliche Auswahl trifft jedoch stets die einreichende Person selbst. Ob der gewählte Verlag das Manuskript am Ende tatsächlich annimmt, lässt sich daraus nicht ableiten. Wer also vorab Zeit investiert, um über die Website den passenden Verlag finden zu können, klärt diese Frage bereits bevor der eigentliche Upload beginnt, weil das Portal selbst diese inhaltliche Entscheidung nicht abnimmt.

Quellen und Stand

Die Einordnung „So gelangt ein Manuskript zu Penguin Random House“ fasst den vollständigen Zusammenhang zusammen.

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Häufige Fragen zur Einreichung bei Penguin Random House

Reicht ein kurzes Exposé ohne vollständiges Manuskript für den Upload aus?

Nach den Hinweisen des Upload-Portals reicht ein Exposé und beziehungsweise oder zwei bis drei Kapitel aus dem Manuskript aus, ein vollständiges Manuskript wird für die Einreichung nicht vorausgesetzt.

Darf der Dateiname der PDF Umlaute enthalten?

Nein, der Dateiname sollte weder Sonderzeichen noch Leerzeichen noch Umlaute enthalten, ein Name wie Manuskript_Mueller_Exposee.pdf entspricht dieser Vorgabe.

Was passiert mit einem Manuskript, das per Post verschickt wird?

Per Post eingesandte Manuskripte werden nach dem FAQ weder bearbeitet noch zurückgeschickt, auch Originale, Bücher, Fotos und Memory-Sticks sendet die Verlagsgruppe nicht zurück.

Wird eine Absage immer schriftlich mitgeteilt?

Nein, ein Absageschreiben wird nicht in jedem Fall versprochen, das Ausbleiben einer Reaktion innerhalb von zwölf Wochen nach der Einsendung gilt selbst als Absage.

Kann man telefonisch nach dem Bearbeitungsstand eines Manuskripts fragen?

Wegen der sehr großen Zahl täglicher Einsendungen beantwortet die Verlagsgruppe schriftliche oder telefonische Nachfragen zum Bearbeitungsstand nicht, meldet sich der Verlag für ein Angebot, geschieht das von sich aus.

Muss ein veröffentlichter Autor einen Druckkostenzuschuss zahlen?

Nach dem FAQ verlangt die Verlagsgruppe bei der Veröffentlichung eines Manuskripts keinen Druckkostenzuschuss, stattdessen wird ein Vertrag geschlossen und ein Honorar gezahlt.

Kann im Upload-Formular mehr als ein Verlag der Gruppe ausgewählt werden?

Ja, im Upload-Formular lassen sich mehrere Verlage angeben, für jeden davon wird jeweils ein Genre gewählt, die Auswahl trifft dabei die einreichende Person selbst.

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