Bastei Lübbe oder Heyne: Wie der Einreichweg sich unterscheidet

Bastei Lübbe oder Heyne: Formular, Gruppenportal und Programm im Vergleich

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 30. September 2026 · Buch veröffentlichen

Bastei Lübbe nimmt Manuskripte über ein eigenes Formular als PDF entgegen, jede Datei auf höchstens 2 MB begrenzt. Heyne führt keinen eigenen Einreichweg, sondern ist über das Gruppenportal der Penguin Random House Verlagsgruppe erreichbar, das eine einzelne PDF bis 50 MB akzeptiert. Dieser Artikel stellt die belegten Unterschiede zwischen beiden Wegen nebeneinander.

Einreichweg und Dateiformat im Vergleich

Bastei Lübbe hat ein eigenes Einsendeformular, Heyne hat keines. Das ist der grundlegende Unterschied bei der Frage, wie ein Manuskript den Weg zu einem der beiden Verlage findet.

Bastei Lübbe nimmt Einsendungen ausschließlich digital entgegen, ein Postweg ist nicht vorgesehen. Das Manuskript gelangt als PDF über das Kontaktformular auf der Verlagsseite zum Lektorat. Wer ein Dokument im Word-Format einschicken möchte, wird damit keinen Erfolg haben: Aus Sicherheitsgründen lassen sich Word-Dateien dort nicht öffnen und daher auch nicht prüfen. Das PDF-Format ist Bedingung, nicht bloß Empfehlung. Im Formular sind unter anderem Nachname, E-Mail-Adresse, Titel, Genre und Seitenumfang als Pflichtangaben vorgesehen; weitere Felder lassen sich optional ausfüllen.

Heyne führt auf den eigenen Seiten keinen separaten Einreichweg. Die Heyne-Verlagsseite verweist im Service-Bereich auf den Punkt Manuskripte, der zum gemeinsamen Manuskript-Upload-Portal der Penguin Random House Verlagsgruppe führt. Wer ein Projekt bei Heyne einreichen will, wählt den Verlag im Formular dieser Gruppe aus. Das Portal fordert ebenfalls PDF und erlaubt je Upload nur eine einzelne Datei; alle Unterlagen werden vor dem Hochladen zu einem Dokument zusammengeführt.

Tabelle: Frage, Bastei Lübbe, Heyne
FrageBastei LübbeHeyne
EinreichwegEigenes digitales Kontaktformular auf der VerlagsseiteGruppenportal der Penguin Random House Verlagsgruppe
DateiformatAusschließlich PDFPDF (eine Datei pro Upload)
DateigrößeJe PDF höchstens 2 MBJe PDF höchstens 50 MB
Umfang der UnterlagenExposé, Leseprobe, Vita; kein Gesamtmanuskript nötigExposé und/oder zwei bis drei Kapitel in einer PDF
PostNicht vorgesehen, ausschließlich digitalWird weder bearbeitet noch zurückgeschickt
RückmeldungBei Interesse innerhalb von vier Monaten; nach sechs Monaten gilt Schweigen als AbsageNach zwölf Wochen ohne Antwort gilt Absage als wahrscheinlich

Beide Wege setzen auf das PDF-Format und auf einen digitalen Übermittlungsweg. Der Unterschied liegt darin, dass Bastei Lübbe ein eigenes Formular mit verlagsinternen Pflichtfeldern betreibt, während Heyne über die gemeinsame Plattform der Gruppe erreichbar ist. Wer die eigenen Unterlagen vor dem Versand auf formale Vollständigkeit prüfen lassen möchte, kann dafür einen Manuskript-Check in Anspruch nehmen.

Bastei Lübbe oder Heyne: der Ablauf in drei Schritten

Unterlagen, Umfang und Dateigröße

Wer bei Bastei Lübbe einreicht, stellt zunächst eine Leseprobe zusammen. Erwartet werden etwa 30 bis 50 Seiten; ein vollständiges Manuskript muss dabei nicht mitgeschickt werden. Im Formular oder auf der Leseprobe selbst soll der geplante Gesamtumfang des Werks vermerkt sein. Für diese Datei gilt, wie für Exposé und Manuskript, eine Obergrenze von 2 MB je Dokument.

Das zweite Pflichtdokument ist ein Exposé oder eine Handlungsskizze. Der Verlag erwartet dafür maximal fünf bis zehn Seiten, in denen Thema, wichtigste Figuren, Handlungsstränge sowie Zeit und Ort der Geschichte knapp umrissen werden. Das Exposé ist ein Pflichtfeld im Formular und wird als eigene PDF hochgeladen, ebenfalls auf maximal 2 MB begrenzt. Wer sich über Aufbau und Inhalt eines solchen Textes informieren möchte, findet dazu Hinweise unter Exposé für den Roman. Ergänzend erbittet der Verlag eine kurze Vita von höchstens einer Seite mit aktuellen Kontaktdaten. Falls bereits Veröffentlichungen vorliegen, kann eine Liste davon beigefügt werden; wer noch keine hat, lässt diesen Teil einfach weg.

Im Gruppenportal, über das Heyne erreichbar ist, sieht die Situation anders aus. Die PDF-Datei darf dort bis zu 50 MB groß sein, und für den Umfang reicht es, ein Exposé sowie zwei bis drei Kapitel einzureichen. Weil das Portal je Einreichung nur eine Datei annimmt, werden Exposé und Kapitel vor dem Hochladen zu einem einzigen Dokument zusammengeführt. Für den Dateinamen gilt außerdem, dass Sonderzeichen, Leerzeichen und Umlaute darin nicht vorkommen sollten.

Die Dateigrenze beim Bastei-Lübbe-Formular ist mit 2 MB je PDF deutlich enger als die technische Obergrenze von 50 MB beim Gruppenportal. Auch die Umfangsvorgaben unterscheiden sich: Bastei Lübbe sieht für Exposé und Leseprobe getrennte PDFs mit je eigener Größengrenze vor, das Gruppenportal erwartet alles in einer zusammengeführten PDF. Keine der beiden Regelungen bewertet die andere; sie spiegeln lediglich zwei verschiedene Prozesse wider.

Post, Originale und Haftung

Bastei Lübbe bittet auf der Manuskriptseite ausdrücklich darum, auf dem Postweg keinerlei physische Materialien einzuschicken. Die Aufzählung umfasst unter anderem Ausdrucke, Bücher, CD-ROMs, SD-Karten sowie Memory-Sticks. Für alle auf diesem Weg eingegangenen Publikationsangebote übernimmt die Bastei Lübbe AG keinerlei Haftung. Das gilt unabhängig davon, ob es sich um einmalige Originale oder beliebig reproduzierbare Ausdrucke handelt. Der Hinweis steht direkt neben der Bitte, ausschließlich digital einzureichen.

Bei Heyne ergibt sich die Lage aus der Verbindung zum Gruppenportal. Das FAQ der Penguin Random House Verlagsgruppe hält fest, dass per Post eingetroffene Manuskripte weder bearbeitet noch an den Absender zurückgeschickt werden. Das Portal nennt dies als Grund, den Online-Weg zu nutzen. Wer also ein gedrucktes Exemplar an Heyne schickt, erhält es nicht zurück und kann keine inhaltliche Prüfung erwarten.

Die Gruppenhinweise gehen dabei noch weiter: Auf dem Postweg eintreffende Unterlagen, ausdrücklich genannt werden auch Bücher, Fotos, Originale und Memory-Sticks, werden nicht retourniert. Eine Haftung für solche Sendungen übernimmt die Gruppe ebenfalls nicht.

Daraus ergibt sich für beide Wege dasselbe Bild: Weder postalische Einsendungen noch physische Datenträger sind vorgesehen. Die eigene Datei bleibt in jedem Fall beim Autor oder der Autorin. Wer sichergehen möchte, dass der Text sprachlich überzeugend wirkt, kann vorab ein Buch-Lektorat beauftragen, bevor das Formular abgesendet wird.

Rückmeldung und Wartefristen

Wenn ein Manuskript bei Bastei Lübbe das Interesse der Lektorinnen und Lektoren weckt, meldet sich der Verlag innerhalb von vier Monaten nach der Einreichung. Diese Zusage gilt allerdings nur für den Fall eines tatsächlichen Interesses; eine Rückmeldung auf jede einzelne Einsendung verspricht der Verlag nicht. Auf Nachfragen zum aktuellen Prüfstand geht das Lektorat nicht ein, da die Zahl eingehender Einsendungen sehr hoch ist.

Absagebriefe verschickt Bastei Lübbe aus Kapazitätsgründen nicht. Wer nach sechs Monaten noch keine Antwort erhalten hat, wertet das Ausbleiben als Absage. Die Grenzen von vier Monaten bei positivem Interesse und von sechs Monaten als Gesamtfrist für die Einordnung als Ablehnung ergeben sich direkt aus den Hinweisen auf der Verlagsseite.

Für den Weg über das Gruppenportal, über das Heyne erreichbar ist, gilt ein anderer Zeitrahmen. Dort gilt nach zwölf Wochen ohne Rückmeldung die Ablehnung als wahrscheinlich. Schriftliche oder telefonische Nachfragen zum Stand einer Einreichung werden auch hier nicht beantwortet; das Portal bittet um Verständnis dafür und verweist auf die sehr hohe tägliche Zahl der Einsendungen.

Im Vergleich: Bastei Lübbe rechnet mit einem Zeitfenster von vier bis sechs Monaten, das Gruppenportal nennt zwölf Wochen. Bei beiden gilt: Wer keine Rückmeldung erhält, wertet Schweigen als Absage, und Nachfragen zum Stand bleiben unbeantwortet. Wer die Wartezeit für eine alternative Strategie nutzen möchte, kann unter Literaturagentur finden prüfen, ob der Agenturweg als Ergänzung in Frage kommt.

Programmpassung bei beiden Verlagen

Welche Textgattungen Bastei Lübbe grundsätzlich nicht verlegt, steht klar auf der Manuskriptseite: Kurzprosa, Gedichte, Theaterstücke, Promotionsschriften, Habilitationsschriften sowie Abschlussarbeiten auf Magister- und Studienniveau werden dort nicht geprüft. Einsendungen aus diesen Bereichen werden nach diesem Hinweis nicht berücksichtigt. Außerdem empfiehlt die Manuskriptseite, vor einer Einsendung zu prüfen, ob das eigene Projekt zum laufenden Programmportfolio passt, und dafür die Verlagswebsite zu recherchieren. Weitere Genreangaben enthält die Manuskriptseite selbst nicht; sie verweist auf die Verlagswebsite für einen vollständigen Programmüberblick.

Auf der Heyne-Verlagsseite begegnen Autorinnen und Autoren konkret benannten Programmbereichen: Kriminalromane und Thriller, Fantasy und Science Fiction, Liebesromane sowie Sachbuch. Heyne beschreibt sich als Verlag, der Bücher für begeisterte Leserinnen und Leser herausgibt, mit international bekannten Autorinnen und Autoren im Programm.

Zusätzlich zum Kernprogramm gibt es zwei Imprints. Heyne fliegt richtet sich an junge Leserinnen und Leser ab acht Jahren und deckt Themen wie Coming of Age, Abenteuer und Fantasy ab. Heyne Hardcore, dessen Profil 2005 entstand, verlegt Literatur jenseits des Mainstreams und gilt auf der Penguin-Verlagsseite als eines der ungewöhnlichsten Imprints der deutschen Verlagslandschaft.

Die Heyne-Verlagsseite stellt außerdem Neuerscheinungen, Autorinnen und Autoren sowie Veranstaltungen vor und bietet damit eine Grundlage für den Programmabgleich vor einer Einreichung. Wer das Thema Verlag finden systematisch angeht, nutzt die Programmübersichten beider Verlage als Ausgangspunkt und klärt die Passung, bevor die Unterlagen zusammengestellt werden.

Bastei Lübbe oder Heyne: Prüfliste mit vier Punkten

Kosten, Urheberschaft und Verlagszugehörigkeit

Für den Weg über das Gruppenportal, über das Heyne erreichbar ist, hält das FAQ der Verlagsgruppe fest: Bei einer Veröffentlichung fällt kein Druckkostenzuschuss an. Wenn es zu einer Publikation kommt, schließt der Verlag einen Vertrag ab und übernimmt die Zahlung eines Autorenhonorars. Diese Aussage gilt für Heyne als Teil der Penguin Random House Verlagsgruppe und ist über das FAQ dieser Gruppe belegt.

Für Bastei Lübbe enthält die Manuskriptseite zur Kostenfrage keine Angabe. Erwähnt wird lediglich, dass im Einsendeformular die Urheberschaft an den eingereichten Texten bestätigt werden muss. Daneben bietet das Formular eine Newsletter-Anmeldung an, die freiwillig ist und getrennt vom eigentlichen Einreichvorgang behandelt wird. Aus diesen Hinweisen lässt sich zur Kostenfrage nichts ableiten.

Heyne gehört zur Penguin Random House Verlagsgruppe, die mehr als 40 Verlage an Standorten in München, Gütersloh, Berlin und Stuttgart unter einem Dach vereint. Zur Verlagsfamilie zählen neben Heyne auch Namen wie Blanvalet, Goldmann, Luchterhand und Siedler. Die gemeinsamen Servicewege der Gruppe, darunter das Gruppenportal, gelten damit auch für Heyne. Wer im Gruppenportal einreicht, wählt im Formular den gewünschten Verlag aus.

Die Kostenaussage des Gruppenportals ist für Heyne belegt; für Bastei Lübbe liegt dazu keine belegte Angabe vor. Wer vorab einen Klappentext ausarbeiten möchte, findet dazu Hinweise unter Klappentext.

Quellen und Stand

Die Einordnung „Bastei Lübbe oder Heyne: Wie der Einreichweg sich unterscheidet“ fasst den vollständigen Zusammenhang zusammen.

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Häufige Fragen zu Bastei Lübbe und Heyne

Welches Dateiformat ist bei Bastei Lübbe für die Einreichung Pflicht?

Bastei Lübbe verlangt das PDF-Format. Word-Dateien lassen sich dort aus Sicherheitsgründen nicht öffnen und werden daher nicht geprüft. Das Formular nimmt ausschließlich PDFs entgegen, und jede Datei darf höchstens 2 MB groß sein.

Was passiert mit einem Manuskript, das per Post an Heyne gesendet wird?

Heyne ist über das Gruppenportal der Penguin Random House Verlagsgruppe erreichbar, und für dieses Portal gilt: Per Post eingetroffene Manuskripte werden weder bearbeitet noch zurückgeschickt. Physische Unterlagen wie Bücher, Fotos und Memory-Sticks sendet die Gruppe ebenfalls nicht zurück, und eine Haftung dafür übernimmt sie nicht.

Welche Textgattungen schließt Bastei Lübbe auf der Manuskriptseite ausdrücklich aus?

Laut der Manuskriptseite von Bastei Lübbe werden Kurzprosa, Gedichte und Theaterstücke nicht verlegt. Ebenso ausgeschlossen sind Promotions- und Habilitationsschriften sowie Abschlussarbeiten auf Magister- und Studienniveau. Einsendungen aus diesen Bereichen werden nach dieser Angabe nicht geprüft.

Was ist Heyne Hardcore, und seit wann gibt es dieses Imprint?

Heyne Hardcore ist ein Imprint des Heyne Verlags, dessen Profil 2005 entstand. Es verlegt Literatur abseits des Mainstreams und gilt auf der Penguin-Verlagsseite als eines der ungewöhnlichsten Imprints der deutschen Verlagslandschaft. Als Beispiele werden auf der Verlagsseite Autorinnen und Autoren wie Irvine Welsh und Marlon James genannt.

Muss ich bei Bastei Lübbe das vollständige Manuskript mitschicken?

Nein. Bastei Lübbe erwartet als ersten Textbaustein eine Leseprobe von etwa 30 bis 50 Seiten; das gesamte Manuskript muss bei der Einreichung nicht beigefügt werden. Zusätzlich wird ein Exposé oder eine Handlungsskizze mit bis zu zehn Seiten als Pflichtunterlage erwartet, ebenfalls als PDF mit höchstens 2 MB.

Zu welcher Verlagsgruppe gehört Heyne, und was bedeutet das für den Einreichweg?

Heyne ist Teil der Penguin Random House Verlagsgruppe, die mehr als 40 Verlage unter einem Dach vereint. Die gemeinsamen Servicewege der Gruppe, darunter das Gruppenportal für Manuskripteinreichungen, gelten auch für Heyne. Wer bei Heyne einreichen möchte, wählt den Verlag im Formular des Gruppenportals aus.

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