Manuskript bei den Aufbau Verlagen einreichen: So läuft es 2026
Aufbau Verlage: Post, Ausschlüsse und Wartefrist
Zum Stand 5. Oktober 2026 nennen die Aufbau Verlage die Post an ein Lektorat als Weg für eine Manuskriptprobe. Verlangt werden ein Exposé und ein repräsentatives Kapitel von höchstens 20 Seiten, nicht das vollständige Buch. Mehrere Gattungen wie Fantasy, Science-Fiction und Kinder- und Jugendliteratur sind nach der FAQ ausgeschlossen, und bleibt innerhalb von zehn Wochen eine Antwort aus, gilt das als Absage.
Der Einreichweg: Post an ein Lektorat der Gruppe
Die Aufbau Verlage nennen als Weg für Manuskriptproben die Post, ein Online-Portal gibt es nach der FAQ nicht. Wer ein Projekt anbieten möchte, schickt die Unterlagen demnach per Post an die Aufbau Verlage GmbH & Co. KG in Berlin. Als Empfänger wählst du dabei ein Lektorat aus, zur Auswahl stehen das allgemeine Lektorat sowie die beiden Lektorate der Imprints Ch. Links Verlag und Die Andere Bibliothek. Die vollständige Anschrift mit Straße und Hausnummer steht auf der FAQ-Seite des Verlags, hier wird sie bewusst nicht wiederholt.
Auf der Seite findet sich kein eigenes Formular und kein gesondertes Portal für Manuskripte. Neben der Postanschrift ist zwar eine E-Mail-Adresse als Kontakt angegeben, dass diese Adresse aber für den Versand von Manuskriptdateien gedacht ist, lässt sich daraus nicht ableiten. Die FAQ nennt sie lediglich als allgemeinen Kontaktweg neben der Postadresse. Wer unsicher ist, welche Angaben für den Versand aktuell gelten, schaut vor dem eigenen Versuch noch einmal direkt in die Seite.
Bevor die Post auf den Weg geht, lohnt sich ein Blick auf die Verlagsprogramme der Gruppe: Die Wahl des passenden Hauses innerhalb der Gruppe soll vorab über die jeweiligen Programme geklärt werden. Welches Lektorat für das eigene Projekt die richtige Adresse ist, zeigt der Vergleich der Programme. Daraus ergibt sich: Der Weg führt über die Post an ein Lektorat der Gruppe, und vorher wird geklärt, zu welchem der Häuser das Projekt passt. Wer mehrere Häuser gegenüberstellen möchte, findet Orientierung unter dem Thema Verlag finden. Dieser Stand wurde am 5. Oktober 2026 gegen die FAQ-Seite der Aufbau Verlage gelesen; wer sendet, liest die Seite vorher noch einmal.

Ausgeschlossene Gattungen und Alternativen
Zum Stand 5. Oktober 2026 schließt die FAQ der Aufbau Verlage mehrere Gattungen ausdrücklich aus. Dazu zählen laut dieser Quelle Science-Fiction, Fantasy und Mystery ebenso wie Kinder- und Jugendliteratur. Auch Kurzgeschichten, Lyrik, Märchen und Esoterik stehen auf der Liste, genauso wie Satiren sowie Reise- oder Lebensberichte. Ergänzt wird sie um Promotions- und Habilitationsschriften, um Fachbücher, um Sekundärliteratur und um Bildbände.
Die Seite beschreibt damit nur, was nicht ins Programm passt. Welche Gattungen das Programm positiv aufnimmt, sagt die FAQ an dieser Stelle nicht, und auch über einzelne Imprints der Gruppe trifft die Ausschlussliste keine eigene Aussage.
| Gattung | Was die FAQ sagt | Was du daraus machst |
|---|---|---|
| Fantasy und Science-Fiction | Beide Gattungen stehen auf der Ausschlussliste der FAQ | Projekte dieser Art gehen nicht an die Aufbau Verlage |
| Kinder- und Jugendliteratur | Diese Gattung ist nach der FAQ ebenfalls ausgeschlossen | Ein anderer Verlag mit passendem Programm wird gesucht |
| Lyrik und Kurzgeschichten | Beide Formen zählt die FAQ zu den ausgeschlossenen Gattungen | Die Suche richtet sich auf spezialisierte Häuser oder Zeitschriften |
| Fachbücher und Promotionsschriften | Auch wissenschaftliche Texte dieser Art nennt die FAQ als ausgeschlossen | Ein Fachverlag oder ein wissenschaftlicher Verlag kommt eher in Frage |
Ein Projekt aus einer der genannten Gattungen geht nach dieser Ausschlussliste besser gar nicht erst nach Berlin, sondern die Suche wird gezielt woanders fortgesetzt. Für Science-Fiction und Fantasy lohnt sich zum Beispiel ein Blick auf das Thema Heyne Manuskript einreichen. Für Kinder- und Jugendliteratur gibt es einen eigenen Weg, beschrieben unter Manuskript bei Carlsen einreichen. Ob Heyne oder Carlsen ein bestimmtes Projekt tatsächlich annehmen, lässt sich damit nicht sagen, das zeigt erst die jeweils eigene Prüfung. Wer lieber einen anderen Weg sucht, liest sich in das Thema Literaturagentur finden ein, bevor weitere Verlage angeschrieben werden.
Unterlagen: Exposé und ein Kapitel, keine Datenträger
Verlangt wird keine komplette Fassung des Buchs, sondern eine Manuskriptprobe mit Exposé. Die FAQ bittet ausdrücklich darum, auf die Zusendung vollständiger Manuskripte zu verzichten: Ein Exposé zusammen mit einem einzelnen, aussagekräftigen Kapitel von bis zu 20 Seiten reicht laut dieser Quelle aus. Wer sich vorab unsicher ist, wie ein solches Exposé aufgebaut wird, informiert sich separat zum Thema Exposé für den Roman, bevor die eigentliche Probe zusammengestellt wird.
Zur Länge des Exposés selbst, zu einem Anschreiben oder zu einer bestimmten Formatierung macht die Seite keine eigene Angabe. Wer dazu mehr Sicherheit haben möchte, zieht vor dem Versand einen fachlichen Blick von außen heran, etwa über einen Manuskript-Check, der die eigenen Unterlagen noch einmal durchgeht.
Bei den Datenträgern ist die FAQ eindeutig: Texte in Handschrift sowie Einsendungen auf CD oder USB-Stick fließen nicht in die Prüfung ein. Originale gehören grundsätzlich nicht in den Umschlag, verschickt wird ausschließlich eine Kopie. Schickst du Unterlagen unaufgefordert ein, haftet der Verlag dafür ausdrücklich nicht, dieses Risiko trägt allein die einsendende Person.
Daraus ergibt sich insgesamt: Exposé und ein Kapitel gehen in Papierform an das gewählte Lektorat, ohne Datenträger und ohne Originalunterlagen. Dass Ausdrucke ausdrücklich vorgeschrieben wären oder eine Einsendung per E-Mail ausgeschlossen ist, lässt sich der Seite nicht entnehmen, dazu äußert sie sich nicht. Weil feste Formatangaben fehlen, ist ein Blick in die aktuelle FAQ unmittelbar vor dem eigenen Versand sinnvoll, damit sich an Anschrift oder Ansprechpartner nichts geändert hat.
Keine Rücksendung und die Frist von zehn Wochen
Unverlangt eingereichte Manuskripte kommen bei den Aufbau Verlagen grundsätzlich nicht zurück, selbst wenn der Sendung Rückporto beiliegt. Als Begründung nennt die FAQ die außerordentlich hohe Zahl an Einsendungen, die täglich eintrifft. Rückporto beizulegen bringt demnach nichts und sollte deshalb gleich entfallen.
Was mit den eingesandten Unterlagen anschließend geschieht, lässt sich der Seite nicht entnehmen, eine Aussage zur Vernichtung der Unterlagen trifft die FAQ nicht. Gerade deshalb ist es sinnvoll, immer nur eine Kopie des Kapitels und niemals das einzige vorhandene Exemplar auf den Postweg zu geben.
Bei der Rückmeldung gilt eine klare Regel: Der Verlag meldet sich nach eigener Angabe ausschließlich dann, wenn an einem Projekt Interesse besteht. Absagen werden nicht einzeln verschickt. Bleibt eine Antwort innerhalb von zehn Wochen aus, ist das nach der FAQ als Absage zu verstehen. Dass bei Interesse tatsächlich innerhalb dieser zehn Wochen geantwortet wird, sagt die Quelle nicht, die Frist beschreibt ausschließlich den Punkt, ab dem Schweigen als Absage gilt.
Ergänzend bittet die FAQ darum, von telefonischen und schriftlichen Anfragen zum Stand der Prüfung abzusehen. Als Grund wird der hohe Arbeitsaufwand genannt, der mit individuellen Rückmeldungen zum Bearbeitungsstand verbunden wäre. Für die eigene Planung bedeutet das: Die zehn Wochen dienen als Richtwert für die eigene Erwartung, Nachfragen zum Stand bringen nach dieser Quelle nichts. Wer die Wartezeit nutzen möchte, kann sich in der Zwischenzeit mit einem Buch-Lektorat für den eigenen Text beschäftigen oder weitere Verlage parallel prüfen.

Die Verlagsgruppe: Imprints und Eigentümer
Die Aufbau Verlage gehen auf einen Verlag zurück, der 1945 im Osten Berlins gegründet wurde. Im Laufe der Zeit kamen weitere Häuser zur Gruppe: 2006 schlossen sich Rütten & Loening und der aufbau taschenbuch verlag an, 2011 kam Blumenbar dazu, 2019 die Edition Braus, im Jahr 2020 der Ch. Links Verlag, ein Jahr später dann Die Andere Bibliothek. Dazu zählen inzwischen auch die Formate aufbau digital für elektronische Bücher und aufbau audio für Hörbücher.
Dass alle diese Imprints Manuskripte nach demselben Verfahren prüfen, lässt sich daraus nicht ableiten. Die Seite beschreibt an dieser Stelle lediglich die Struktur der Gruppe, nicht die einzelnen Einreichwege der jeweiligen Häuser.
Zur Eigentümerstruktur beschreibt sich der Verlag selbst als eines der wenigen noch unabhängigen Häuser im deutschsprachigen Verlagswesen. Mehrheitlich gehören die Aufbau Verlage einer gemeinnützigen Stiftung namens Kommunikationsaufbau. Seit 2011 hat die Gruppe ihren Sitz im Aufbau Haus am Berliner Moritzplatz. Über andere Beteiligte an der Verlagsgruppe trifft die Seite keine Aussage, genannt wird lediglich die Mehrheit der Stiftung.
Für die eigene Einsendung ergibt sich daraus ein klares Bild: Wer ein Manuskript anbietet, schickt es an ein Lektorat innerhalb dieser Gruppe, und die unterschiedlichen Verlagsprogramme zeigen dabei, zu welchem Haus das eigene Projekt am ehesten passt. Wer die eigenen Unterlagen schon fertig hat, kann parallel auch an einen passenden Klappentext denken, der später für die Vorstellung des Buchs gebraucht wird.
Quellen und Stand
- Aufbau Verlage, FAQ: Manuskript einsenden: www.aufbau-verlage.de (geprüft am 2026-10-05)
- Aufbau Verlage, FAQ: Manuskript einsenden: www.aufbau-verlage.de (weitere Quelle) (geprüft am 2026-10-05)
- Aufbau Verlage, FAQ: Manuskript einsenden: www.aufbau-verlage.de (Quelle 2) (geprüft am 2026-10-05)
- Aufbau Verlage, FAQ: Manuskript einsenden: www.aufbau-verlage.de (Quelle 3) (geprüft am 2026-10-05)
- Aufbau Verlage, FAQ: Manuskript einsenden: www.aufbau-verlage.de (Quelle 4) (geprüft am 2026-10-05)
- Aufbau Verlage, FAQ: Manuskript einsenden: www.aufbau-verlage.de (Quelle 5) (geprüft am 2026-10-05)
- Aufbau Verlage, FAQ: Manuskript einsenden: www.aufbau-verlage.de (Quelle 6) (geprüft am 2026-10-05)
- Aufbau Verlage, Über uns: www.aufbau-verlage.de (geprüft am 2026-10-05)
- Aufbau Verlage, Über uns: www.aufbau-verlage.de (weitere Quelle) (geprüft am 2026-10-05)