Krimi einreichen: Was Pendragon und Grafit konkret verlangen

Pendragon oder Grafit: Krimi, Unterlagen und Wege

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 6. Oktober 2026 · Buch veröffentlichen

Beide Verlage nehmen Einsendungen per Mail entgegen, unterscheiden sich aber beim Genre und bei den verlangten Unterlagen. Hier siehst du, was die Seiten nennen und wo sie schweigen.

Einreichweg im Vergleich: Mail an das Lektorat

Pendragon und Grafit nennen beide den Weg per Mail an das Lektorat. Für dich bedeutet das, dass die Einsendung bei beiden Häusern elektronisch erfolgt. Beim Pendragon Verlag bittet die Manuskriptseite darum, die Unterlagen per E-Mail an eine dort genannte Mitarbeiterin zu schicken, danach prüft das Lektorat die Einsendung. Die Adresse steht auf der Seite nur verschleiert, mit ausgeschriebenem at, deshalb wird sie hier nicht abgedruckt. Beim Grafit Verlag ist das Textangebot per E-Mail an das Lektorat zu senden, einen Postweg oder ein Formular nennt die Seite nicht.

Der zweite Unterschied liegt im Genre. Laut eigener Angabe konzentriert sich Grafit ausschließlich auf Kriminalromane, unverlangt eingesandte Manuskripte werden dort geprüft, und Kurzgeschichten fallen laut Seite heraus. Pendragon beschreibt ein breiteres Feld: Im Schwerpunkt stehen Romane zu historischen Schauplätzen und Zeiten der deutschen Geschichte, daneben Werke aus anderen Kulturen, Krimis und Lyrik.

Tabelle: Frage, Pendragon, Grafit
FragePendragonGrafit
EinreichwegPer E-Mail an die auf der Seite genannte Mitarbeiterin, das Lektorat prüft die EinsendungPer E-Mail an das Lektorat, Postweg oder Formular nicht genannt
GenreSchwerpunkt auf historischen Romanen, Krimis und Lyrik; grundsätzlich ausgeschlossen sind unter anderem Fantasy, Kinderbücher und KochbücherNach eigener Angabe ausschließlich Kriminalromane; Kurzgeschichten ausgenommen
UnterlagenInhaltsangabe, Exposé und ProbekapitelExposé, Leseprobe von etwa 30 Seiten und Vita
Manuskript auf AnfrageVollständiges Manuskript nur auf AnfrageKeine Angabe der Verlagsseite
RückmeldungBitte um Verzicht auf Nachfragen zum Stand der Prüfung; Keine Angabe der Verlagsseite zu PrüffristBearbeitungszeit von mehreren Wochen; keine Eingangsbestätigung
HaftungKeine Haftung bei Postsendungen für unverlangt eingereichte Manuskripte; keine OriginaleKeine grundsätzliche Haftung für unverlangtes Material, auch bei persönlicher Abgabe; keine Originale

Die Tabelle stellt die Angaben beider Verlagsseiten nebeneinander. Wo ein Haus nichts sagt, steht in der Zelle Keine Angabe der Verlagsseite, und keine Angabe wird auf das andere Haus übertragen. Der deutlichste Unterschied liegt beim Genre, denn Grafit nennt nur Kriminalromane, während Pendragon mehrere Schwerpunkte benennt.

Der Einreichweg ist damit klar beschrieben, aber nicht ohne Grenzen. Dein Titel sollte deshalb zuerst gegen die Genreangaben beider Häuser gehalten werden, bevor du Zeit in Unterlagen steckst. Wer vor dem Versand die eigene Fassung prüfen lassen möchte, findet dafür einen Manuskript-Check als eigenen Schritt. Die Angaben stammen von Seiten, die am 6. Oktober 2026 geprüft wurden.

Pendragon oder Grafit: der Ablauf in drei Schritten

Unterlagen und Vorgaben: Was du vorbereiten solltest

Beim Pendragon Verlag genügen nach der Manuskriptseite eine Inhaltsangabe, ein Exposé und ein Probekapitel. Das vollständige Manuskript wird erst auf Anfrage erwartet. Der Verlag bittet um Einsendung per E-Mail an die auf der Seite genannte Mitarbeiterin, deren Adresse dort nur in verschleierter Schreibweise steht. Zu Seitenzahl der Probe, Vita und Format macht die Seite keine Angaben, deshalb bleibt bei diesen Punkten offen, was der Verlag verlangt. Du planst also eine kurze Mappe und hältst das Gesamtmanuskript bereit, ohne es ungefragt zu schicken.

Grafit möchte ein Exposé, eine Leseprobe von den ersten etwa 30 Seiten sowie eine kurze Vita mit einer Liste bisheriger Veröffentlichungen, falls vorhanden. Zusätzlich soll in den Unterlagen eine gültige E-Mail-Adresse stehen. Das Textangebot ist per E-Mail an die dort genannte Adresse zu senden, einen Postweg oder ein Formular nennt die Seite nicht. Ein vollständiges Manuskript nennt die Seite nicht.

Das Exposé für den Roman gehört bei beiden Häusern zu den genannten Unterlagen und ist deshalb der Baustein, den du in jedem Fall fertig haben solltest. Ein Vergleich zeigt: Pendragon nennt drei Bestandteile, Grafit verlangt zusätzlich eine Leseprobe von etwa 30 Seiten samt Vita. Die Seite des Pendragon Verlags nennt keine Angabe zu Seitenzahl und Vita, und sie beschreibt auch kein Format für die Probe.

Eine Mappe mit Inhaltsangabe, Exposé, Probekapitel und Vita deckt die Aufzählungen beider Seiten ab, falls Probekapitel und Leseprobe gleichgesetzt werden. Ob beide Proben dasselbe Format haben sollen, sagen die Seiten jedoch nicht. Dieser Punkt lässt sich direkt auf den jeweiligen Verlagsseiten nachlesen, bevor eine Fassung ausgewählt wird.

Wartezeit, Haftung und Nachfragen

Pendragon bittet, von Nachfragen zum Stand der Prüfung abzusehen. Bei einer Absage kann der Verlag wegen der Vielzahl von Einsendungen keine ausführliche Erklärung liefern. Eine Prüffrist fehlt in den Angaben des Verlags, ebenso fehlt eine Angabe, nach welcher Zeit Stillschweigen als Ablehnung zu werten wäre.

Grafit verweist auf eine Bearbeitungszeit von mehreren Wochen, die wegen der großen Zahl an Einsendungen nicht zu vermeiden sei. Telefonische Rückfragen sollen unterbleiben, und eine Eingangsbestätigung stellt der Verlag nicht aus. Wer also eine Mail verschickt, erhält von dort keinen Empfangsbeleg.

Bei einer Einsendung per Post übernimmt Pendragon nach dem rechtlichen Hinweis keine Verantwortung für ungefragt geschickte Manuskripte, Bilder oder Daten. Originale sollen nicht versendet werden, und Manuskripte kommen nur zurück, wenn ein ausreichend frankierter Rückumschlag beiliegt. Grafit haftet grundsätzlich nicht für ungefragt eingeschicktes Material, selbst wenn es persönlich abgegeben wird. Unikate und Originale sollen auf keinen Fall eingeschickt werden.

Daraus lässt sich ableiten, dass beide Häuser um Verzicht auf Nachfragen bitten. Grafit nennt eine Wartezeit von mehreren Wochen, Pendragon nennt keine Frist. Für beide gilt, dass nur Kopien statt Originale verschickt werden sollten. Wer neben dem Verlag auch eine Literaturagentur finden möchte, hat dafür einen eigenen Weg, und wer die Texte vorab fachlich verbessern lassen will, kann ein Buch-Lektorat in Betracht ziehen.

Pendragon oder Grafit: Prüfliste mit vier Punkten

Profil und Ausschlüsse der beiden Verlage

Pendragon besteht seit 1981. Laut der Verlagsseite liegt der Schwerpunkt auf Romanen, die historische Schauplätze und Zeiten der deutschen Geschichte behandeln, daneben stehen Werke aus anderen Kulturen, Krimis und Lyrik. Das Impressum nennt den Pendragon Verlag in Bielefeld, eine Rechtsform nennt es nicht.

Laut Seite erscheinen grundsätzlich keine Fantasy, Kinderbücher oder Kochbücher. Die Liste umfasst weitere Gattungen. Die Seite bittet darum, das Programm vorab zu checken, bevor ein Titel eingereicht wird.

Grafit wurde 1989 gegründet. 1999 entschied sich das Team, ausschließlich Kriminalliteratur zu veröffentlichen. Das Programm reicht laut Seite von Thrillern bis zu historischen Romanen. Grafit zog vom Standort Dortmund nach Köln, und seit 2019 ist der Verlag dem Emons Verlag zugeordnet. Im Impressum erscheint als Firmenname die Emons Verlag GmbH mit Sitz in Köln.

Unsere Einschätzung: Wer das Programm beider Häuser vergleicht, bereitet die Unterlagen vor und prüft bei Bedarf die Agentursuche als Weg daneben. Parallel dazu lohnt sich ein Klappentext, der den Inhalt knapp zusammenfasst. Wer über diese zwei Häuser hinaus schauen möchte, sollte das Thema Verlag finden gesondert betrachten. Die eigenen Einreichhinweise des Grafit Verlags lassen sich unter Grafit Manuskript einreichen separat nachlesen.

Quellen und Stand

Soll dein Manuskript vor dem Versand sprachlich geprüft werden?

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Häufige Fragen zu Pendragon und Grafit

Darf ich bei Grafit einen historischen Roman einreichen?

Grafit gibt nach eigener Angabe an, ausschließlich Kriminalromane zu publizieren. Die Manuskriptseite nennt ausschließlich Kriminalromane.

Wohin schicke ich ein Manuskript bei Pendragon?

Laut Manuskriptseite geht die Einsendung per Mail an eine dort genannte Mitarbeiterin, danach prüft das Lektorat sie. Die Adresse steht dort verschleiert, mit ausgeschriebenem at, und wird hier nicht abgedruckt.

Muss ich bei Pendragon das ganze Manuskript mitschicken?

Laut Seite genügen eine Inhaltsangabe, ein Exposé und ein Probekapitel. Das ganze Manuskript wird erst auf Anfrage erwartet. Zu Seitenzahl der Probe, Vita und Format steht nichts da: Keine Angabe der Verlagsseite.

Welche Unterlagen verlangt Grafit?

Grafit möchte ein Exposé, eine Leseprobe im Umfang von etwa 30 Seiten und eine knappe Vita mit einer Liste bisheriger Titel, falls vorhanden. Zusätzlich soll eine gültige Mailanschrift in den Unterlagen stehen. Ein vollständiges Manuskript nennt die Seite nicht.

Darf ich bei Grafit Kurzgeschichten einreichen?

Kurzgeschichten sind von der Sichtung unverlangt eingesandter Manuskripte ausgenommen. Nach eigener Angabe umfasst das Programm des Grafit Verlags nur Kriminalromane.

Bekomme ich bei Pendragon eine ausführliche Begründung, wenn abgesagt wird?

Der Verlag bittet um Verzicht auf Nachfragen zum Stand der Prüfung. Im Fall einer Absage kann er wegen der Vielzahl von Einsendungen keine ausführliche Begründung liefern. Zur Frage, ab wann Schweigen als Ablehnung gilt, sagt die Seite nichts: Keine Angabe der Verlagsseite.

Kann ich Originale per Post schicken?

Grafit haftet grundsätzlich nicht für ungefragt eingeschicktes Material, selbst bei persönlicher Abgabe, und Unikate oder Originale sollen nicht eingeschickt werden. Pendragon schickt Manuskripte nur zurück, wenn ein ausreichend frankierter Rückumschlag beiliegt.

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