Manuskript beim Residenz Verlag einreichen: Diese Vorgaben gelten

Residenz Verlag: Post, Unterlagen und Wartezeit

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 9. Oktober 2026 · Buch veröffentlichen

Wer dem Residenz Verlag ein Manuskript anbieten will, findet auf der Verlagsseite feste Regeln zu Unterlagen, Versandweg und Bearbeitung. Der Residenz Verlag nimmt Stand 9. Oktober 2026 nur Ausdrucke oder Kopien per Post an, wünscht sich eine Inhaltsangabe, eine biografische Notiz, ein Exposé und ein Probekapitel von etwa 20 Seiten und antwortet nach eigener Angabe nicht auf Einsendungen.

Welches Programm der Residenz Verlag führt

Der Residenz Verlag verlegt Literatur und Sachbuch. Mit Sitz in Salzburg und Wien beschreibt der Verlag sein Literaturprogramm selbst: Dort finden sich junge Neuentdeckungen aus dem gesamtdeutschsprachigen Raum ebenso wie die Betreuung des Gesamtwerks bekannter österreichischer Autorinnen und Autoren. Daneben führt der Verlag ein Sachbuchprogramm, das laut Verlag Zeitgeschichte, Nachhaltigkeit, Kunst und Biografien umfasst. Wie der Picus Verlag mit Einsendungen umgeht, beschreibt die Seite Picus Verlag Manuskript einreichen.

Diese Beschreibung sagt etwas über die Ausrichtung des Hauses, aber nichts über eine feste Annahmequote oder einen Ausschluss bestimmter Themen. Der Verlag nennt auf seiner Seite keine Liste von Genres, die er grundsätzlich ablehnt, und formuliert seine Schwerpunkte als Beschreibung des bestehenden Programms, nicht als Zusage für neue Projekte. Wer dort ein Manuskript einreichen will, kann daraus ableiten, dass ein Blick in das aktuelle Programm sinnvoll ist, bevor der Text verschickt wird, damit das eigene Projekt inhaltlich zur Ausrichtung passt.

Bevor ein Text auf den Weg geht, lohnt sich ein Blick auf die sprachliche und strukturelle Seite des eigenen Manuskripts. Ein Manuskript-Check kann dabei helfen zu erkennen, ob ein Text in der vorliegenden Form bereits für eine Einsendung geeignet ist, unabhängig davon, zu welchem Verlag er später geschickt wird. Wer sein Projekt kennt und die Programmbeschreibung des Verlags gelesen hat, kann vor dem Versand prüfen, ob das Manuskript zur genannten Ausrichtung passt.

Manuskript beim Residenz Verlag einreichen: der Ablauf in drei Schritten

Welche Unterlagen der Verlag sich wünscht

Der Residenz Verlag beschreibt auf seiner Manuskriptseite, welche Unterlagen er sich idealerweise wünscht. Genannt werden vier Bausteine: eine Inhaltsangabe des Textes, eine kurze biografische Notiz zur Person, ein Exposé zum Projekt sowie ein Probekapitel, das ungefähr 20 Seiten umfassen soll. Das Wort idealerweise zeigt dabei, dass der Verlag hier einen Wunsch formuliert und keine zwingende Vorgabe festschreibt, die jede Einsendung erfüllen muss.

Aus dieser Formulierung lässt sich ableiten, dass vier Bausteine zusammenkommen sollen und dass das Probekapitel mit etwa 20 Seiten einen groben Richtwert bekommt, ohne dass eine exakte Seitenzahl verlangt wird. Wer sich an diesen vier Bausteinen orientiert, bildet die Struktur nach, die der Verlag selbst beschreibt.

Wer an einem Roman-Exposé arbeitet und wissen möchte, wie dieser Baustein aufgebaut wird, findet unter Exposé für den Roman eine Einordnung dazu. Die folgende Übersicht zeigt, wie sich die vier Bausteine laut Verlag darstellen.

Tabelle: Baustein, Angabe des Verlags, Worauf zu achten ist
BausteinAngabe des VerlagsWorauf zu achten ist
Inhaltsangabewird idealerweise mitgeschicktknappe Zusammenfassung des Inhalts beilegen
Biografische Notizkurz gehalten, laut Verlag gewünschtwenige Sätze zur eigenen Person reichen aus
Exposégehört zu den gewünschten UnterlagenAufbau und Verlauf des Projekts darstellen
Probekapiteletwa 20 Seiten laut VerlagUmfang grob an dieser Angabe ausrichten

Insgesamt ergibt sich so ein Paket aus vier Teilen, das sich an der Beschreibung des Verlags orientiert, ohne dass daraus eine feste Pflicht für jede Einsendung abzuleiten ist. Wer diese vier Punkte vor dem Versand zusammenstellt, erfüllt den Wunsch, den der Verlag auf seiner Manuskriptseite formuliert.

Warum nur der Postweg offensteht

Der Residenz Verlag nennt auf seiner Manuskriptseite klare Ausschlüsse: Zusendungen per E-Mail, auf Diskette oder CD sowie handschriftliche Texte nimmt der Verlag nicht an. Stattdessen sollen Ausdrucke oder Kopien verschickt werden. Damit bleibt faktisch nur der Postweg, weil der Verlag keinen digitalen Weg für die Einsendung anbietet.

Für den Versand nennt der Verlag eine konkrete Adresse: Manuskripte gehen an das Lektorat des Residenz Verlags in Wien. Wer einen Brief oder ein Paket vorbereitet, richtet die Anschrift also an das Lektorat in Wien und nicht an einen anderen Standort des Hauses.

Zur Rücksendung sagt der Verlag, dass unaufgefordert eingesandte Manuskripte nicht zurückgeschickt werden, es sei denn, ein ausreichend frankierter und adressierter Rückumschlag liegt der Sendung bei. Für Illustratorinnen und Illustratoren nennt der Verlag eine zusätzliche Einschränkung: Sie sollen keine Originale verschicken, sondern nur Kopien. Daraus folgt für die Einsendung: Ein Ausdruck oder eine Kopie wird verschickt, und eine Rücksendung des eingereichten Materials ist nur möglich, wenn ein Rückumschlag beiliegt.

Wer den direkten Weg zu einem einzelnen Verlag für zu unsicher hält, kann als Alternative erst eine Literaturagentur finden und das Projekt über diesen Umweg anbieten lassen. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Residenz Verlag selbst ausschließlich den Postweg für Einsendungen beschreibt.

Wie lange die Bearbeitung dauert und was zurückkommt

Der Residenz Verlag nennt auf seiner Manuskriptseite einen Zeitraum für die Bearbeitung: Wegen der Vielzahl unverlangter Manuskripte kann die Bearbeitung nach eigener Angabe zwischen drei und sechs Monaten dauern. Der Verlag weist zugleich darauf hin, dass Nachfragen diesen Vorgang nicht beschleunigen.

Darüber hinaus beschreibt der Verlag, dass er wegen des hohen Verwaltungsaufwands nicht in der Lage ist, Einsendungen zu beantworten. Eine Bewertung des eingesandten Textes findet laut Verlag ebenfalls nicht statt, weder mündlich noch schriftlich. Das bedeutet: Wer nichts hört, erfährt dadurch nichts über die inhaltliche Einschätzung des eigenen Textes, denn eine fehlende Rückmeldung ist laut dieser Beschreibung kein Urteil über die Qualität des Manuskripts.

Aus diesen beiden Angaben lässt sich ableiten, dass mit einer Wartezeit von drei bis sechs Monaten zu rechnen ist und dass während dieser Zeit und danach keine Antwort und keine Bewertung erfolgt. Wer parallel weitere Häuser ansprechen möchte, kann sich beim Thema Verlag finden einen Überblick darüber verschaffen, wie andere Verlage mit Einsendungen umgehen. Wie ein anderer österreichischer Verlag Einsendungen regelt, zeigt der Vergleich mit Kremayr im Vergleich, der die Unterschiede zwischen beiden Häusern gegenüberstellt.

Wie der Verlag entstanden ist und wem er gehört

Der Residenz Verlag wurde 1956 von Wolfgang Schaffler in Salzburg gegründet. Diese Gründungsgeschichte beschreibt die Verlagsseite als Ausgangspunkt der heutigen Struktur des Hauses. Den Picus Verlag und den Residenz Verlag stellt der Vergleich Picus Verlag oder Residenz Verlag gegenüber.

Zur aktuellen Eigentümerstruktur nennt der Verlag eine Angabe aus dem Jahr 2015: Die Salzburger PDP Holding hält den Residenz Verlag nach eigener Angabe seit Juli jenes Jahres vollständig, also zu 100 Prozent. Diese Eigentümerangabe betrifft die Gesellschaftsstruktur, sagt aber nichts über die inhaltlichen Kriterien, nach denen eingesandte Manuskripte beurteilt werden.

Wer vor der Einsendung über den sprachlichen Feinschliff seines Textes nachdenkt, findet unter Buch-Lektorat eine Einordnung, wie eine solche Überarbeitung vor dem Versand aussehen kann. Für die Frage, wie ein Manuskript an den Verlag geschickt wird, bleibt die Eigentümerstruktur ohne Bedeutung, weil die Regeln zu Unterlagen, Versandweg und Bearbeitung ausschließlich von der Manuskriptseite des Verlags stammen. Wer prüft, an wen ein Manuskript geschickt werden soll, orientiert sich an den Angaben der Manuskriptseite, nicht an der Gesellschafterstruktur.

Manuskript beim Residenz Verlag einreichen: Prüfliste mit vier Punkten

Was im Impressum steht und was das für die Einsendung bedeutet

Das Impressum des Residenz Verlags nennt die Residenz Verlag GmbH mit Sitz in Salzburg-Gnigl, eingetragen beim Landesgericht Salzburg. Diese Angabe bezieht sich auf den rechtlichen Firmensitz, wie ihn das Impressum ausweist.

Auffällig ist, dass das Impressum einen anderen Ort nennt als die Adresse, an die Manuskripte laut Verlag geschickt werden sollen, nämlich das Lektorat in Wien. Die Verlagsseite erklärt diesen Unterschied zwischen Firmensitz und Einsendeadresse an keiner Stelle ausdrücklich.

Für die Einsendung selbst bedeutet das: Allein die Lektoratsadresse in Wien zählt als Versandziel, während der im Impressum genannte Sitz in Salzburg-Gnigl keine Rolle für den Versand eines Manuskripts spielt. Wer sich zusätzlich mit der Außendarstellung eines Buchs beschäftigt, findet unter dem Stichwort Klappentext eine Einordnung, wie sich ein Klappentext von der weiter oben beschriebenen Inhaltsangabe unterscheidet, die für die Einsendung an den Verlag gedacht ist.

Quellen und Stand

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Häufige Fragen zur Einreichung beim Residenz Verlag

Reicht ein vollständiges Manuskript anstelle von Exposé und Probekapitel?

Der Residenz Verlag beschreibt Inhaltsangabe, biografische Notiz, Exposé und ein Probekapitel von etwa 20 Seiten als das, was er sich idealerweise wünscht. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass ein vollständiges Manuskript abgelehnt würde, denn der Verlag nennt diese vier Bausteine ausdrücklich als Idealfall und nicht als einzig mögliche Form der Einsendung.

Kann ein Manuskript per E-Mail an das Lektorat geschickt werden?

Nein, der Residenz Verlag nimmt laut eigener Angabe keine Zusendungen per E-Mail, auf Diskette oder CD an, ebenso keine handschriftlichen Texte. Stattdessen sollen Ausdrucke oder Kopien verschickt werden, sodass für die Einsendung nur der Postweg an das Lektorat in Wien bleibt.

Wird ein eingesandtes Manuskript ohne Rückumschlag zurückgeschickt?

Laut Verlag schickt der Residenz Verlag unaufgefordert eingesandte Manuskripte aus Zeit- und Kostengründen nicht zurück, es sei denn, ein ausreichend frankierter und adressierter Rückumschlag liegt bei. Ohne diesen Umschlag bleibt das eingereichte Material also beim Verlag.

Bedeutet eine fehlende Antwort, dass der Text abgelehnt wurde?

Das sagt der Verlag so nicht. Der Residenz Verlag ist wegen des hohen Verwaltungsaufwands nicht in der Lage, Einsendungen zu beantworten, und nimmt auch keine Bewertung des Textes vor, weder mündlich noch schriftlich. Eine fehlende Rückmeldung verrät damit nichts über eine Einschätzung des eingesandten Textes.

Sollen Originale von Illustrationen mitgeschickt werden?

Nein, Illustrierende sollen keine Originale schicken, wenn sie ihr Material einsenden. Stattdessen sind Kopien vorzubereiten, die dem übrigen Prinzip entsprechen, nach dem der Residenz Verlag nur Ausdrucke oder Kopien statt Originaldokumenten annimmt.

Warum nennt das Impressum einen anderen Ort als die Einsendeadresse?

Das Impressum des Residenz Verlags nennt die Residenz Verlag GmbH mit Sitz in Salzburg-Gnigl, während Manuskripte laut Manuskriptseite an das Lektorat in Wien geschickt werden. Die Verlagsseite erklärt diesen Unterschied zwischen Firmensitz und Einsendeadresse nicht weiter, sodass für den Versand allein die Lektoratsadresse in Wien maßgeblich bleibt.

Verändert der Eigentümerwechsel von 2015 die Einreichregeln?

Der Verlag nennt dazu keinen Zusammenhang. Seit Juli 2015 gehört der Residenz Verlag nach eigener Angabe zu 100 Prozent der Salzburger PDP Holding, doch diese Angabe zur Eigentümerstruktur steht getrennt von den Regeln zu Unterlagen, Versandweg und Bearbeitungsdauer, die ausschließlich auf der Manuskriptseite des Verlags beschrieben werden.

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