Manuskripte an den mareverlag: Meeresbezug, Unterlagen und Wege

mareverlag: Meeresbezug, Unterlagen und Antwort

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 7. Oktober 2026 · Buch veröffentlichen

Stand 7. Oktober 2026 nennt der mareverlag Belletristik und Sachbücher mit eindeutigem Meeresbezug, bittet um Exposé und Textprobe ab 50 Seiten und schreibt keine Absagebriefe. Hier findest du, welche Wege der Verlag nennt und wie du dein Projekt vorab einordnest.

Programm, Meeresbezug und Ausschlüsse

Der mareverlag nimmt Belletristik und Sachbücher mit eindeutigem Meeresbezug in den Blick. Nach eigener Angabe veröffentlicht der Verlag ausschließlich Belletristik und Sachbücher, deren Bezug zum Meer eindeutig und zentral ist. Außerdem bittet er um Exposé und Textprobe, wobei die Textprobe mindestens 50 Seiten umfasst, und er schreibt keine Absagebriefe. Wer ein Projekt anbieten möchte, prüft deshalb zuerst, ob das Meer den Kern des Textes bildet.

Laut Verlagsseite beschreibt der Verlag damit nur die Ausrichtung seines Programms. Dass ein Thema zum Meer passt, bedeutet also keine Annahmezusage. Daraus leitest du ab, dass du vor dem Versand prüfst, ob der Meeresbezug eindeutig und zentral ist und ob dein Projekt nicht zu den Formen gehört, die nicht zum Programm passen. Wer den Text vorab prüfen lassen möchte, findet dazu den Ratgeber zum Manuskript-Check.

Laut Verlagsseite passen Lyrik, Reiseführer und persönliche Lebens-, Reise- und Segelberichte nicht zur Ausrichtung des Programms. Bildbände konzipiert und beauftragt der Verlag grundsätzlich selbst. Wenn dein Projekt also ein persönlicher Reisebericht über eine Segelreise ist, liegt es außerhalb dessen, was der Verlag als Programm beschreibt. Die Trennung zwischen Thema und Ausrichtung hilft dir, dein Projekt nüchtern einzuordnen.

Manuskript beim mareverlag einreichen: der Ablauf in drei Schritten

Unterlagen: Exposé und Textprobe

Laut Verlagsseite möchte der mareverlag Exposé und Textprobe sehen, wobei die Textprobe mindestens 50 Seiten umfasst. Im Idealfall wünscht sich der Verlag zusätzlich das komplette Manuskript. Als Dateiformat nennt der Verlag Word oder PDF. Ein Exposé für den Roman gehört damit zu den Unterlagen, wenn du einen Roman anbietest. Eine Vorlage für das Exposé nennt der Verlag nicht, du formulierst es deshalb selbst.

Der Mindestumfang der Einsendung besteht laut Verlagsangabe aus einem Exposé und einer Textprobe ab 50 Seiten. Das vollständige Manuskript nennt der Verlag ausdrücklich nur als Idealfall und nicht als Pflicht. Du legst es also nicht zwingend bei, wenn du eine Textprobe ab 50 Seiten einreichst. Die Übersicht unten fasst zusammen, was der Verlag jeweils nennt und worauf du achten solltest.

Tabelle: Baustein, Angabe des Verlags, Worauf zu achten ist
BausteinAngabe des VerlagsWorauf zu achten ist
ExposéDer Verlag bittet darum, eine Vorlage nennt er nichtDu formulierst es selbst
TextprobeMindestens 50 SeitenDu zählst die Seiten vor dem Versand nach
Vollständiges ManuskriptIm Idealfall, keine PflichtDu entscheidest, ob du es zusätzlich beilegst
DateiformatWord oder PDFDu sendest die Datei in einem dieser beiden Formate

Vor dem Versand prüfst du, ob Exposé und Textprobe beide vorliegen. Liegen die Dateien in einem anderen Format vor, wandelst du sie in Word oder PDF um.

Eine Textprobe unter 50 Seiten entspricht nicht der Angabe des Verlags, deshalb zählst du die Seiten vor dem Versand nach. Wer das vollständige Manuskript zusätzlich beilegt, folgt damit dem Idealfall, den der Verlag nennt.

Einreichweg: Post oder E-Mail

Für Manuskripte gibt der Verlag das Lektorat in Hamburg als Adresse an. Daneben nennt er eine Funktionsadresse für E-Mails. Die genaue Adresse findest du in den aktuellen Angaben des Verlags. Post und E-Mail stehen nebeneinander, und der Verlag nennt beide nebeneinander. Wer vorab eine Literaturagentur finden möchte, recherchiert dafür unabhängig vom Verlag.

Per Post nimmt der Verlag laut Verlagsangabe nur Ausdrucke an. Handschriftliche Manuskripte können nicht bearbeitet werden, ebenso wenig Dateien, die auf Datenträgern eingereicht werden. Postsendungen schickt der Verlag nicht zurück, und für unverlangt eingesandte Manuskripte übernimmt er keine Haftung. Daraus leitest du ab, dass du bei einer Postsendung nur eine Kopie schickst, weil nichts zurückkommt und keine Haftung besteht.

Dass Post und E-Mail nebeneinander genannt sind, heißt nicht, dass eine Form bevorzugt wird. Du wählst den Weg, der zu deinem Material passt. Bevor du per Post sendest, prüfst du, ob dein Manuskript als Ausdruck vorliegt. Vor einer E-Mail prüfst du, ob die Datei als Word-Datei oder PDF vorliegt.

Der Verlag nennt Post und E-Mail als Wege, ohne eine Reihenfolge festzulegen.

Antwort ohne Absagebrief

Den Verzicht auf Absagebriefe begründet der Verlag mit dem sehr hohen Aufkommen an Einsendungen. Hat der Verlag Interesse an einem Text, meldet er sich. Daraus folgt, dass du nach der Einsendung keinen Absagebrief erwarten musst, sondern eine Meldung nur bei Interesse.

Eine Frist für eine Antwort nennt der Verlag nicht. Ebenso trifft er keine Aussage dazu, ab wann ein ausbleibendes Schreiben als Absage gilt. Was ein Schweigen nach der Einsendung bedeutet, ergibt sich aus der Angabe deshalb nicht.

Wenn du nach der Einsendung weitere Häuser vergleichen möchtest, findest du einen Ratgeber, wie du einen Verlag finden kannst. Zum Vergleich kannst du den Ratgeber Rowohlt Manuskript einreichen lesen; seine Angaben gelten nicht für den mareverlag.

Wer den Ablauf nachvollziehen möchte, hält sich an die Angabe, dass der Verlag sich bei Interesse meldet.

Profil: Zeitschrift und Buchverlag

Laut Verlagsangabe hat der Meeresbiologe Nikolaus Gelpke Mitte der 1990er-Jahre einen Verlag gegründet. Im April 1997 kam die Zeitschrift mare mit einer ersten Nummer heraus. Der marebuchverlag entstand 2001 und legte im Herbst 2002 das erste Programm vor. Seit 2008 heißt das Haus mareverlag, gemeinsam mit der Zeitschrift.

Diese Gründungsgeschichte beschreibt die Entwicklung des Hauses. Über die heutige Leitung sagt sie nichts, und Auswahlkriterien für Einsendungen enthält sie ebenfalls nicht. Das Profil als Zeitschrift und Buchverlag mit Meeresschwerpunkt hilft dir deshalb bei der Frage, ob dein Projekt zu diesem Haus passt. Es ist jedoch keine Erfolgsaussicht.

Wenn du deinen Text vorab sprachlich überarbeiten lassen möchtest, kannst du dich zuerst über das Buch-Lektorat informieren. Den Bezug zum Meer prüfst du dabei weiterhin an der Ausrichtung des Programms, die im Abschnitt zum Programm beschrieben ist.

Zeitschrift und Buchverlag gehören zu einem Haus mit Meeresschwerpunkt. Für deine Einsendung bleibt deshalb die Frage, ob dein Manuskript zu den Büchern passt, die der Verlag laut Angabe veröffentlicht. Die Gründungsjahre geben damit eine Orientierung, mehr aber nicht.

Manuskript beim mareverlag einreichen: Prüfliste mit vier Punkten

Impressum: Wer hinter dem Verlag steht

Im Impressum steht die mareverlag eG mit Sitz in Hamburg. Als Vertretung nennt es die Dreiviertel Verlag GmbH. Für die Einordnung nennt das Impressum Firmenname und Ort.

Das Impressum nennt Rechtsform und Sitz, es sagt aber nichts darüber, wie Manuskripte geprüft werden. Die Rechtsform ist für deine Einsendung nicht entscheidend. Die Einreichregeln findest du in den Hinweisen zu Lektorat und Manuskripten des Verlags. Wer also wissen will, nach welchen Kriterien geprüft wird, findet die Antwort im Impressum nicht.

Für die Kurzbeschreibung deines Projekts kannst du den Ratgeber zum Klappentext als Vorbereitung nutzen.

Für die Einreichung zählen daher die Angaben zu Lektorat und Manuskripten, nicht der Impressumseintrag. Der Eintrag beschreibt die Organisationsform des Hauses.

Quellen und Stand

Soll dein Manuskript vor dem Versand sprachlich geprüft werden?

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Häufige Fragen zur Einreichung beim mareverlag

Welche Bücher nimmt mare an?

Der mareverlag veröffentlicht nach eigener Angabe nur Belletristik und Sachbücher mit klarem und zentralem Bezug zum Meer. Lyrik, Reiseführer und persönliche Lebens-, Reise- und Segelberichte passen laut Verlag nicht zur Ausrichtung des Programms, und Bildbände konzipiert der Verlag grundsätzlich selbst. Eine Annahme verspricht die Angabe nicht, auch wenn ein Thema zum Meer passt. Die Angaben sind mit Stand 7. Oktober 2026 versehen.

Muss ich das vollständige Manuskript schicken?

Nein, das vollständige Manuskript ist laut Verlagsangabe nur als Idealfall genannt und keine Pflicht. Der Verlag möchte Exposé und Textprobe sehen, wobei die Textprobe mindestens 50 Seiten umfasst. Als Dateiformat nennt der Verlag Word oder PDF. Eine Vorlage für das Exposé nennt der Verlag nicht.

Kann ich mein Manuskript per Post schicken?

Per Post nimmt der Verlag laut Verlagsangabe nur Ausdrucke an. Handschriftliche Manuskripte können nicht bearbeitet werden, ebenso wenig Dateien auf Datenträgern. Postsendungen werden nicht zurückgeschickt, und für unverlangt eingesandte Manuskripte übernimmt der Verlag keine Haftung. Post und E-Mail nennt der Verlag nebeneinander, ohne einen Weg zu bevorzugen.

Bekomme ich nach der Einsendung einen Absagebrief?

Den Verzicht auf Absagebriefe begründet der Verlag mit dem sehr hohen Aufkommen an Einsendungen. Hat der Verlag Interesse an einem Text, meldet er sich. Eine Frist für eine Antwort nennt der Verlag nicht, und ob Schweigen als Absage gilt, sagt die Angabe nicht.

Gibt es eine Vorlage für das Exposé?

Nein, laut Verlagsangabe nennt der Verlag keine Vorlage für das Exposé. Der Verlag bittet um ein Exposé zusammen mit einer Textprobe, die mindestens 50 Seiten umfasst. Die Dateien sollen als Word-Datei oder als PDF vorliegen.

Wer steht im Impressum?

Im Impressum steht die mareverlag eG mit Sitz in Hamburg, als Vertretung die Dreiviertel Verlag GmbH. Das Impressum nennt Rechtsform und Sitz, sagt aber nichts darüber, wie Manuskripte geprüft werden. Die Einreichregeln stehen in den Hinweisen zu Lektorat und Manuskripten des Verlags.

Ist mare nur eine Zeitschrift?

Nein, laut Verlagsangabe gehören zum Haus eine Zeitschrift und ein Buchverlag. Im April 1997 kam die Zeitschrift mare mit einer ersten Nummer heraus, 2001 entstand der marebuchverlag. Die Gründungsgeschichte sagt nichts über die heutige Leitung und enthält keine Auswahlkriterien für Einsendungen. Sie hilft bei der Passungsfrage, ist aber keine Erfolgsaussicht.

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