Manuskript beim Picus Verlag einreichen: so geht der Postweg

Picus Verlag: Postweg, Leseprobe und Antwort

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 9. Oktober 2026 · Buch veröffentlichen

Der Picus Verlag nimmt nach eigenen Angaben Angebote nur per Post an, mit einem Exposé, einer Leseprobe bis zu 30 Seiten und einer kurzen Vorstellung der einreichenden Person. E-Mail, Datenträger und Einschreiben sind dem Verlag zufolge nicht erwünscht. Dieser Text ordnet die Angaben des Wiener Verlags für den 9. Oktober 2026 ein.

Welche Bücher passen ins Programm

Der Picus Verlag verlegt Belletristik, Kinderbücher und Sachbücher. Daneben führt der Verlag nach eigenen Angaben die Reihe Picus Lesereisen als eigenständigen Programmteil. Diese vier Bereiche bilden das Grundgerüst, das der Verlag auf seiner Kontaktseite beschreibt, wobei die Sparten dort nicht gleich groß dargestellt werden.

Gleichzeitig benennt der Verlag eine Reihe von Formen, die nicht ins Programm gehören. Dazu zählen Lyrik, Fantasy, Science-Fiction, Märchen, Jugendbücher, Ratgeber und Fotobände. Wer ein Manuskript aus einer dieser Kategorien vorbereitet, sollte diese Angabe ernst nehmen, auch wenn sich in einem langjährigen Programm in der Vergangenheit durchaus einmal ein Titel gefunden haben kann, der heute nicht mehr in dieses Raster passt. Die aktuelle Aussage des Verlags bezieht sich auf die gegenwärtige Ausrichtung.

Vor dem Versand lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf das eigene Projekt. Wer unsicher ist, ob der eigene Text zu Belletristik, Kinderbuch oder Sachbuch zählt oder eher in eine der ausgeschlossenen Formen fällt, kann diese Einordnung vorab mit einem Manuskript-Check klären. So lässt sich vermeiden, dass ein Angebot schon an der Sparte scheitert, bevor es überhaupt um Inhalt oder Qualität geht. Die Zuordnung ist der erste Schritt, bevor die eigentlichen Einreichunterlagen zusammengestellt werden.

Manuskript beim Picus Verlag einreichen: der Ablauf in drei Schritten

Der Postweg und die verlangten Unterlagen

Der Picus Verlag bittet darum, Manuskriptangebote mit der Post zu schicken. Angebote, die per E-Mail oder auf elektronischen Datenträgern eingehen, werden nach Angabe des Verlags nicht bearbeitet. Der gedruckte Brief bleibt der einzige vom Verlag genannte Kanal.

Inhaltlich wünscht der Verlag drei Bausteine: ein Exposé, eine Leseprobe und eine kurze Vorstellung der einreichenden Person. Die Leseprobe soll dabei höchstens 30 Seiten umfassen. Diese Grenze gilt ausdrücklich nur für die Probe selbst, nicht für das gesamte Werk, das durchaus deutlich umfangreicher sein darf. Für den Aufbau des Exposés kann eine Orientierung an einem Exposé für den Roman hilfreich sein, auch wenn der Verlag selbst keine Formatvorgabe für dieses Dokument nennt.

Die folgende Übersicht fasst zusammen, was der Verlag zu jedem Baustein sagt und worauf beim Zusammenstellen zu achten ist.

Tabelle: Baustein, Angabe des Verlags, Worauf zu achten ist
BausteinAngabe des VerlagsWorauf zu achten ist
VersandwegNur per Post, keine E-Mail, keine DatenträgerUnterlagen ausgedruckt und als Brief vorbereiten
ExposéWird als Teil des Angebots erwartetInhalt und Aufbau des Projekts knapp zusammenfassen
LeseprobeHöchstens 30 SeitenUmfang vor dem Druck zählen und begrenzen
VorstellungKurze Vorstellung der einreichenden PersonKnappe, sachliche Angaben zur eigenen Person

Alle drei Teile gehen zusammen in einem Umschlag an den Verlag. Wer die Unterlagen vorher noch einmal durchgeht, vermeidet, dass ein formaler Punkt wie die Seitenzahl der Leseprobe die ganze Einsendung unnötig erschwert.

Haftung, Rücksendung und Versandart

Der Picus Verlag übernimmt für eingesandtes Material nach eigener Angabe keine Haftung und schickt es auch nicht zurück. Diese Aussage bedeutet nicht, dass eingesendete Manuskripte verloren gehen. Sie bedeutet lediglich, dass der Verlag für das physische Material, das bei ihm eingeht, keine rechtliche Verantwortung übernimmt und es nicht an die einreichende Person zurücksendet.

Aus dieser Haltung folgt praktisch, dass nur Kopien auf den Weg gehen sollten, niemals das einzige vorhandene Exemplar eines Textes. Ein normaler Postversand genügt dabei, denn der Verlag bittet ausdrücklich darum, Manuskriptangebote nicht als Einschreiben zu schicken. Ein Einschreiben entspricht nicht dem vom Verlag gewünschten Vorgehen. Zu einem Zusammenhang zwischen Versandart und Bewertung macht der Verlag keine Angabe.

Wer unsicher ist, ob der eigene Text direkt an einen Verlag gehen soll oder ob es sinnvoller wäre, zunächst eine Literaturagentur finden zu lassen, kann diese Frage unabhängig vom konkreten Versandweg klären. Beide Wege schließen sich nicht grundsätzlich aus, sie unterscheiden sich aber in der Art, wie ein Manuskript den Verlag erreicht. Für die direkte Einsendung an den Picus Verlag bleibt festzuhalten, dass ein einfacher Postversand mit Kopien der gewünschte Weg ist.

Was nach dem Versand passiert

Wegen der großen Zahl an Einsendungen dauert die Prüfung beim Picus Verlag nach eigener Angabe einige Zeit. Nachfragen zum aktuellen Stand der Bearbeitung wünscht der Verlag ausdrücklich nicht. Für wartende Autorinnen und Autoren bedeutet das, dass eine Kontaktaufnahme zur Statusabfrage nicht dem gewünschten Vorgehen entspricht, auch wenn das Warten unangenehm sein kann.

Der Verlag meldet sich nach eigener Angabe nur dann zurück, wenn Interesse an einem Angebot besteht. Der Verlag gibt dabei weder eine Zahl von Wochen oder Monaten noch eine Zeitspanne an, nach der ausbleibende Antwort als Absage zu verstehen wäre.

Vorgesehen ist vom Verlag nur das Warten ohne begleitende Nachfrage. Wer sich zusätzlich orientieren möchte, kann parallel einen weiteren Verlag finden und das eigene Projekt dort ebenfalls einordnen. Wie ein anderer Wiener Verlag Einsendungen behandelt, zeigt der Vergleich, wenn du Residenz vergleichen möchtest, um die Unterschiede zwischen beiden Häusern besser einzuschätzen.

Gründung, Sitz und Programmumfang

Der Picus Verlag wurde im Jahr 1984 gegründet, und zwar von Dorothea Löcker und Alexander Potyka, mit Standort in Wien. Diese Gründungsgeschichte reicht damit mittlerweile mehrere Jahrzehnte zurück. Der Sitz des Verlags liegt nach eigenen Angaben weiterhin in Wien, was jedoch nicht bedeutet, dass ausschließlich Autorinnen und Autoren aus Österreich verlegt werden. Die Angabe betrifft allein den Verlagssitz, nicht die Herkunft der veröffentlichten Werke.

Zum Umfang des Programms nennt das Verlagsporträt konkrete Zahlen: Mit drei Mitarbeiterinnen erscheinen demnach rund dreißig Titel pro Jahr, insgesamt sind seit der Gründung mehr als 1200 Bücher entstanden. Diese Zahlen zeigen ein vergleichsweise kleines Team, das ein beachtliches Programm betreut. Dabei ist nicht gesagt, dass jedes Jahr dieselbe Zahl neuer Namen ins Programm aufgenommen wird, denn die genannte Gesamtzahl bezieht sich auf das gesamte Programm über die Jahre.

Der Verlag begründet die Prüfzeit mit der großen Zahl an Einsendungen. Wer sein Manuskript zuvor sprachlich überarbeiten möchte, findet dafür mit einem Buch-Lektorat eine Möglichkeit, den Text vor dem Versand in eine saubere Form zu bringen, auch wenn dies die Entscheidung des Verlags selbst nicht vorwegnimmt.

Manuskript beim Picus Verlag einreichen: Prüfliste mit vier Punkten

Eigentum und Förderung des Verlags

Der Picus Verlag beschreibt sich selbst im Verlagsporträt als nach wie vor unabhängig. Diese Formulierung ist eine Selbstaussage des Verlags. Zu den Eigentumsverhältnissen im Einzelnen macht der Verlag keine Angaben. Wer genauere Angaben zur rechtlichen Struktur sucht, findet im Impressum weitere Hinweise, die über die Selbstbezeichnung hinausgehen.

Im Impressum steht der Picus Verlag als Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Wien. Die Geschäftsführung liegt dort bei Dr. Alexander Potyka. Eine Muttergesellschaft wird im Impressum nicht genannt. Diese formalen Angaben ergänzen die eher programmatische Aussage zur Unabhängigkeit um eine zusätzliche Perspektive, ohne sie zu widerlegen oder zu bestätigen.

Zusätzlich wird das Programm des Verlags im Rahmen der Kunstförderung des zuständigen österreichischen Bundesministeriums gefördert. Diese Förderung betrifft das Programm als Ganzes und muss keinen Einfluss auf die Auswahl einzelner eingesandter Manuskripte bedeuten. Für die praktische Einreichung bleibt deshalb vor allem der beschriebene Postweg entscheidend, unabhängig von Förderfragen oder Eigentumsstruktur. Wer später über die Gestaltung der eigenen Buchrückseite nachdenkt, kann sich separat mit dem Klappentext befassen, was mit der Einreichung selbst aber nichts zu tun hat.

Quellen und Stand

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Häufige Fragen zur Einreichung beim Picus Verlag

Darf die Leseprobe auch deutlich kürzer als 30 Seiten sein?

Der Verlag nennt als Angabe eine Obergrenze von höchstens 30 Seiten für die Leseprobe. Eine Untergrenze gibt der Verlag nicht an. Wer unsicher ist, kann die eigene Textauswahl anhand der inhaltlichen Aussagekraft treffen, statt sich an einer nicht genannten Mindestzahl zu orientieren.

Kann ich dem Picus Verlag ein fertiges vollständiges Manuskript statt einer Leseprobe schicken?

Der Verlag nennt als gewünschte Unterlagen ein Exposé, eine Leseprobe und eine kurze Vorstellung der einreichenden Person. Erwartet werden vom Verlag diese drei Teile. Wer unsicher ist, ob zusätzliche Unterlagen sinnvoll sind, kann die eigenen Einreichunterlagen vorab mit den genannten drei Bausteinen abgleichen.

Lohnt sich ein Einschreiben, um die Zustellung sicherer zu machen?

Der Verlag bittet ausdrücklich darum, Manuskriptangebote nicht als Einschreiben zu schicken. Ein Einschreiben entspricht nicht dem vom Verlag gewünschten Vorgehen. Ein normaler Postversand mit Kopien der Unterlagen folgt damit genauer der Angabe des Verlags.

Passt mein Fantasy-Roman trotz starker literarischer Qualität zum Picus Verlag?

Der Verlag nennt Fantasy ausdrücklich unter den Formen, die nach seinen Angaben derzeit nicht verlegt werden, neben Science-Fiction, Lyrik, Märchen, Jugendbüchern, Ratgebern und Fotobänden. Diese Angabe bezieht sich auf die aktuelle Ausrichtung des Programms, unabhängig von der Qualität eines einzelnen Textes. Ein Manuskript-Check kann vorab helfen, die eigene Einordnung in Sparte und Form zu klären, bevor Unterlagen zusammengestellt werden.

Woran erkenne ich, dass der Verlag an meinem Angebot interessiert ist?

Der Verlag meldet sich nach eigener Angabe nur dann zurück, wenn ein Interesse an einem konkreten Angebot besteht. Zu weiteren Rückmeldungen, etwa einer automatischen Eingangsbestätigung, äußert sich der Verlag nicht.

Ist der Sitz in Wien ein Hinweis darauf, dass vor allem österreichische Autorinnen und Autoren verlegt werden?

Der Verlag nennt Wien als seinen Sitz, trifft aber keine Aussage darüber, dass nur Autorinnen und Autoren aus Österreich ins Programm aufgenommen werden. Der Verlagssitz beschreibt den rechtlichen und organisatorischen Standort, nicht die Herkunft der eingereichten Texte. Wer dazu mehr wissen möchte, kann die aktuellen Programmhinweise des Verlags direkt einsehen.

Spielt die staatliche Förderung eine Rolle dafür, welche Manuskripte angenommen werden?

Der Verlag nennt eine Förderung seines Programms im Rahmen der Kunstförderung des zuständigen österreichischen Bundesministeriums. Diese Förderung betrifft nach den vorliegenden Angaben das Programm insgesamt und wird nicht als Kriterium für die Auswahl einzelner Manuskripte beschrieben. Für die Einreichung selbst bleibt deshalb allein der beschriebene Postweg mit Exposé, Leseprobe und Vorstellung maßgeblich.

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