Versteckte Metadaten in Word finden und vor der Abgabe entfernen

Metadaten vor der Abgabe bereinigen: Word-Dokumentprüfung und PDF

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 30. September 2026 · Leitfaden für die Bachelorarbeit

Word-Dokumente enthalten Metadaten wie Autorenname, Erstellungsdatum und persönliche Informationen. Dieser Artikel erklärt, was die Dokumentprüfung findet und entfernt, wie die Schritte laut Microsoft Support aussehen, welche Grenzen das Werkzeug hat und was beim PDF-Export gilt.

Was steckt in den Dokumenteigenschaften?

Wer Metadaten vor der Abgabe bereinigen will, prüft in Word die Dokumenteigenschaften und lässt die Dokumentprüfung an einer Kopie laufen. Laut Microsoft Support können Dokumenteigenschaften oder Metadaten Angaben zu einem Dokument wie Autor, Betreff und Titel enthalten. Dazu kommen Informationen, die Word automatisch verwaltet: darunter der Name derjenigen Person, die das Dokument zuletzt gespeichert hat, sowie das Erstellungsdatum.

Die Dokumentprüfung kann diese Angaben aufspüren und entfernen. Sie deckt dabei mehrere Kategorien ab, die im Dokument gespeichert sein können:

  • Dokumenteigenschaften und persönliche Informationen wie Autorname und Erstellungsdatum
  • Kopf- und Fußzeileninformationen
  • Wasserzeichen
  • Ausgeblendeter Text
  • Benutzerdefinierte XML-Daten

Nicht jede Abgabe muss anonymisiert werden. Ob Angaben zur Person im Dokument stehen dürfen oder nicht, regelt die Prüfungsordnung des jeweiligen Studiengangs. Abgabe der Bachelorarbeit bedeutet nicht automatisch, dass alle Metadaten entfernt sein müssen: Welche Anforderungen konkret gelten, klärt man direkt beim Prüfungsamt oder der betreuenden Person.

Das Wissen um die verschiedenen Kategorien hilft dabei, gezielt vorzugehen. Die Dokumentprüfung lässt sich auf einzelne Bereiche beschränken, sodass nur das entfernt wird, was tatsächlich entfernt werden soll. Wer alle Kategorien auf einmal bereinigt, sollte wissen, dass dieser Vorgang nicht umkehrbar ist, deshalb arbeitet man an einer Kopie, nie am Original. Welche Schritte dabei nötig sind, zeigt der folgende Abschnitt.

Metadaten vor der Abgabe bereinigen: der Ablauf in drei Schritten

Die Dokumentprüfung Schritt für Schritt

Vor dem Start der Dokumentprüfung legt man eine Sicherungskopie an. Microsoft Support hält ausdrücklich fest, dass entfernte Inhalte sich möglicherweise nicht mit der Rückgängig-Funktion wiederherstellen lassen. Die Menübezeichnungen können je nach Word-Version abweichen.

Microsoft Support beschreibt den Ablauf in folgenden Schritten:

  1. Über Datei und Speichern unter eine Kopie des Dokuments anlegen und unter einem neuen Namen speichern.
  2. In der gespeicherten Kopie über Datei und Info den Bereich Auf Probleme prüfen aufrufen und dort Dokument prüfen wählen.
  3. Die Kontrollkästchen der gewünschten Inspektoren aktivieren.
  4. Prüfen wählen, damit Word die ausgewählten Bereiche durchsucht.
  5. Neben den Ergebnissen, die entfernt werden sollen, Alle entfernen anklicken.

Abgabe der Masterarbeit erfordert dieselbe Sorgfalt wie bei jeder anderen Abschlussarbeit: Der Unterschied zwischen Original und Kopie ist entscheidend, weil entfernte Angaben nicht wiederhergestellt werden können. Wer versehentlich am Original arbeitet, riskiert, Angaben dauerhaft zu verlieren.

Wer nur bestimmte Bereiche bereinigen möchte, aktiviert vor dem Schritt Prüfen gezielt nur die Kontrollkästchen der gewünschten Inspektoren, statt alle Kategorien auf einmal auszuwählen. So bleibt nachvollziehbar, welche Angaben tatsächlich entfernt werden sollen, bevor der Schritt ausgeführt wird.

Grenzen der Dokumentprüfung und ein Hochschulbeispiel

Die Dokumentprüfung arbeitet nicht ohne Lücken. Laut Microsoft Support erfasst der Inspektor für ausgeblendeten Text keinen Text, der auf anderem Weg verborgen wurde, zum Beispiel weißen Text auf weißem Hintergrund. Objekte, die von anderen Objekten überdeckt werden, erkennt der Inspektor für nicht sichtbaren Inhalt ebenfalls nicht. Wer Inhalte auf diese Weise versteckt hat, kann sich daher nicht allein auf die Dokumentprüfung verlassen.

Eine Anleitung des Fachbereichs 6 der Universität Bremen beschreibt den technischen Weg, wie eine Word-Datei ohne die persönlichen Daten weitergegeben wird: Im Menü Datei öffnet man Informationen, navigiert zu Auf Probleme prüfen und startet Dokument prüfen. Nach einem Klick auf Prüfen erscheinen die Ergebnisse; bei Dokumenteigenschaften und persönliche Informationen klickt man auf Alle entfernen und speichert die Datei anschließend, damit die Änderungen übernommen werden. Daraus folgt nicht, dass andere Fachbereiche eine anonymisierte Abgabe verlangen: Die Anleitung des Fachbereichs 6 beschreibt ausschließlich den technischen Weg für ihren eigenen Kontext.

Wer die Abschlussarbeit nach der Abgabe veröffentlicht, findet bei Abschlussarbeit vor der Veröffentlichung prüfen lassen weitere Kontrollpunkte, die über die reine Metadatenbereinigung hinausgehen. Ob eine Anonymisierung verlangt wird, steht in der Prüfungsordnung oder im Leitfaden des jeweiligen Fachbereichs. Wer sich darüber nicht sicher ist, fragt beim Prüfungsamt oder bei der betreuenden Person nach, bevor die Datei eingereicht wird.

PDF-Export und die Einstellung für Dokumenteigenschaften

Wer die Abschlussarbeit als PDF einreicht, trifft in Word eine Einstellung, die bestimmt, ob Dokumenteigenschaften in die Ausgabedatei übernommen werden. Microsoft nennt unter den PDF-Optionen, erreichbar über Speichern als PDF und dann Weitere Optionen, die Einstellung Dokumenteigenschaften. Damit diese Eigenschaften in die PDF-Datei aufgenommen werden, muss dieses Kontrollkästchen ausgewählt sein. Wer es abwählt, bewirkt, dass die Eigenschaften nicht aufgenommen werden sollen. Daraus folgt jedoch nicht, dass ein abgewähltes Kontrollkästchen jede Metadatenangabe aus der Datei entfernt: Microsoft sagt an dieser Stelle nur, dass die Eigenschaften in diesem Fall nicht aufgenommen werden sollen.

Microsoft nennt an derselben Stelle auch die Möglichkeit, das PDF-Dokument mit einem Kennwort zu verschlüsseln. Diese Option steht unabhängig von der Einstellung für Dokumenteigenschaften zur Verfügung.

Abgabe der Bachelorarbeit als PDF-Datei setzt also voraus, dass man diese Optionen kennt und bewusst einstellt. Wer eine Doktorarbeit abgibt, findet bei Dissertation formatieren weiterführende Informationen zu PDF/A und Pflichtexemplaren. Wer nach der Bereinigung des Word-Dokuments zur PDF-Konvertierung wechselt, prüft vor dem Export, ob das Kontrollkästchen für Dokumenteigenschaften dem eigenen Ziel entsprechend gesetzt ist, und klärt bei Unsicherheit mit dem Prüfungsamt, welche Einstellung verlangt wird. Der PDF-Export ist damit ein eigener Schritt, der getrennt von der Dokumentprüfung im Word-Dokument zu betrachten ist.

Metadaten vor der Abgabe bereinigen: Prüfliste mit vier Punkten

Was diese Quellen nicht beantworten können

Dieser Abschnitt benennt die Grenzen des vorliegenden Materials. Die verwendeten Quellen nennen keine Hochschulvorgabe zur Anonymisierung von Abschlussarbeiten und keine Garantie dafür, dass nach der Dokumentprüfung keine personenbezogene Angabe mehr im Dokument steckt. Die Dokumentprüfung ist ein technisches Werkzeug, das die Angaben findet und entfernt, die ihre Inspektoren erkennen können. Ob darüber hinaus noch Angaben vorhanden sind, lässt sich damit nicht ausschließen.

Ob und wie eine Arbeit anonymisiert werden muss, regelt die Prüfungsordnung oder der zuständige Fachbereich. Wer sich darüber nicht sicher ist, fragt beim Prüfungsamt oder der betreuenden Person nach, bevor die Datei eingereicht wird.

Die hier beschriebenen Funktionen und Menüwege beziehen sich auf den Stand September 2026. Word-Menüs können sich durch Software-Updates ändern, sodass Bezeichnungen und Pfade in späteren Versionen abweichen können. Wer einen Menüpfad nicht findet, sucht in der Word-Hilfe nach den Begriffen Dokumentinspektor oder Dokument prüfen.

Ein eigener Ratgeber zu Abschlussarbeit korrekturlesen lassen vertieft diesen Punkt und zeigt, welche weiteren Prüfschritte vor der Abgabe sinnvoll sein können.

Quellen und Stand

Die Einordnung „Versteckte Metadaten in Word finden und vor der Abgabe entfernen“ fasst den vollständigen Zusammenhang zusammen.

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Häufige Fragen zu Metadaten in Word und PDF

Welche Angaben zählen laut Microsoft zu den Dokumenteigenschaften?

Laut Microsoft Support können Dokumenteigenschaften oder Metadaten Angaben zu einem Dokument wie Autor, Betreff und Titel enthalten. Hinzu kommen automatisch verwaltete Informationen, darunter der Name der Person, die das Dokument zuletzt gespeichert hat, sowie das Erstellungsdatum.

Warum empfiehlt Microsoft, die Dokumentprüfung an einer Kopie auszuführen?

Weil entfernte Inhalte sich möglicherweise nicht mit der Rückgängig-Funktion wiederherstellen lassen. Wer die Prüfung am Original ausführt, riskiert, Angaben dauerhaft zu verlieren. Das Anlegen einer Kopie über Datei und Speichern unter ist deshalb der erste Schritt, bevor ein Inspektor gestartet wird.

Welchen ausgeblendeten Text erkennt die Dokumentprüfung nicht?

Laut Microsoft Support erfasst der Inspektor für ausgeblendeten Text keinen Text, der auf anderem Weg verborgen wurde, zum Beispiel weißen Text auf weißem Hintergrund. Der Inspektor für nicht sichtbaren Inhalt erkennt außerdem keine Objekte, die von anderen Objekten überdeckt werden.

Gilt die Anonymisierungsanleitung der Universität Bremen für alle Hochschulen?

Nein. Die Anleitung des Fachbereichs 6 der Universität Bremen beschreibt nur den technischen Weg für ihren eigenen Kontext. Daraus folgt nicht, dass andere Fachbereiche oder Hochschulen eine anonymisierte Abgabe verlangen. Ob und wie eine Arbeit anonymisiert werden muss, regelt die Prüfungsordnung oder der zuständige Fachbereich der eigenen Hochschule.

Was bewirkt die Einstellung Dokumenteigenschaften beim PDF-Export in Word?

Microsoft nennt unter den PDF-Optionen in Word die Einstellung Dokumenteigenschaften: Damit die Eigenschaften in die PDF-Datei aufgenommen werden, muss das Kontrollkästchen ausgewählt sein. Daraus folgt nicht, dass ein abgewähltes Kästchen jede Metadatenangabe aus der Datei entfernt; Microsoft sagt nur, dass die Eigenschaften in diesem Fall nicht aufgenommen werden sollen.

Gibt es beim PDF-Export in Word auch eine Kennwortfunktion?

Ja. Microsoft nennt unter denselben PDF-Optionen auch die Möglichkeit, das PDF-Dokument mit einem Kennwort zu verschlüsseln. Diese Option steht unabhängig von der Einstellung für Dokumenteigenschaften zur Verfügung.

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