Gar kein oder garkein: die richtige Schreibung
Gar kein: immer in zwei Wörtern geschrieben
Gar kein wird in zwei Wörtern geschrieben. Gar ist dabei eine eigenständige, verstärkende Partikel vor kein. Der Vergleich mit gar nicht und die Abgrenzung zu garantiert helfen bei der Prüfung.
Gar kein wird getrennt geschrieben
Gar kein schreibt man immer in zwei Wörtern, eine Schreibung garkein führt der Duden nicht. Gar ist dabei eine eigenständige, verstärkende Partikel vor kein. Duden beschreibt gar bei der Bedeutung „überhaupt, absolut“ als Verstärkung bei Verneinungen. In dieser Funktion steht die Partikel als eigenes Wort vor kein.
Duden führt gar kein als eigenen Verweis-Eintrag und nennt die Worttrennung mit zwei getrennten Wörtern. Für weitere Angaben verweist der Eintrag auf gar. Garkein ist dort nicht als Schreibvariante aufgeführt. Damit beantwortet die angegebene Worttrennung die Frage nach dieser Verbindung.
Die Regeln zur Getrennt- und Zusammenschreibung entscheiden hier nicht, denn gar ist eine eigenständige Partikel und kein Wortbildungsteil von kein. Für die Schreibfrage ist der Begriff Indefinitpronomen nicht entscheidend. Die Partikel gar wird deshalb nicht Teil des Wortes kein.
Ein Beispielsatz lautet: „Das ist gar kein Anlass.“ Er zeigt die getrennte Verbindung. Für die konkrete Schreibfrage genügt der Blick auf den Verweis-Eintrag: geschrieben wird gar kein, nicht garkein.

Die Partikel gar vor Verneinungen
Duden führt gar als eigenständige Partikel mit vier Bedeutungen. Für die hier geprüfte Frage ist die Bedeutung überhaupt, absolut entscheidend. In dieser Bedeutung nennt Duden die Verwendung von gar als Verstärkung bei Verneinungen. Das erklärt die Funktion von gar in gar kein. Gar steht vor dem verneinenden Wort und bleibt als eigenes Wort erkennbar.
Die folgenden Beispiele geben einzelne im Duden genannte Verwendungen wieder:
- Die Verbindung „gar kein“ zeigt gar vor einer Verneinung.
- Im Beispielsatz „Sie stellte gar keine Fragen“ steht gar vor keine.
- Die Frage „Warum nicht gar?“ enthält ebenfalls die Partikel gar.
- Der Satz „Das ist doch ganz und gar nicht wahr“ nennt gar vor nicht.
Die Beispiele gehören zur genannten Bedeutung überhaupt, absolut. Sie zeigen nicht, dass jede Bedeutung von gar dieselbe Funktion hat. Duden führt für gar vier Bedeutungen; die Verstärkung bei Verneinungen ist hier nur die passende Einordnung. Deshalb wird aus den Beispielen keine allgemeine Aussage über alle Verwendungen von gar abgeleitet.
Die Kleinschreibung zeigt die Form gar kein. Im Beispielsatz kann gar am Satzanfang groß erscheinen; innerhalb der Verbindung steht die Form gar klein. Für die konkrete Verbindung bleibt zusätzlich die getrennte Worttrennung zu beachten.
Ein eigener Beispielsatz kann die Bedeutung veranschaulichen: „Ich habe gar kein Ticket.“ Hier verstärkt gar die Verneinung mit kein. Die Schreibweise bleibt dabei unverändert, weil die Partikel als eigenständiges Wort vor dem verneinenden Wort steht.
Ein weiterer Satz lautet: „Sie fand gar keine Antwort.“ Auch hier steht gar vor einer Verneinung. Der Satz dient nur als kurze Veranschaulichung der im Duden beschriebenen Funktion. Er begründet keine zusätzliche Regel für andere Wortgruppen.
Für die Prüfung genügt daher die Verbindung von Funktion und Form: Liegt die Bedeutung überhaupt, absolut als Verstärkung einer Verneinung vor, steht gar als eigenes Wort. Bei gar kein führt das zur getrennten Schreibung.
Was der Duden-Verweis zu gar kein zeigt
Duden führt gar kein als eigenen Verweis-Eintrag. Der Eintrag trägt den Hinweis, dass das Stichwort gar kein eine Nebenform zu gar ist. Für weitere Informationen verweist Duden auf den Artikel gar. Diese Angabe ordnet die Verbindung dem Haupteintrag zu, ohne eine neue Bedeutung für gar kein einzuführen.
Unter Aussprache nennt der Eintrag die Betonung „g a r kein“. Diese Angabe macht die beiden Bestandteile im Eintrag sichtbar. Sie wird hier nur als Wörterbuchangabe wiedergegeben. Aus der Betonung wird keine zusätzliche Regel über die Aussprache anderer Verbindungen abgeleitet.
Unter Rechtschreibung nennt der Duden-Eintrag die Worttrennung gar kein. Die Trennangabe weist damit auf zwei getrennte Wörter hin. Der Eintrag behandelt gar kein als feste, aber getrennt geschriebene Fügung. Genau diese Verbindung aus fester Fügung und getrennter Schreibung beantwortet die Ausgangsfrage.
Eine Schreibweise garkein wird an dieser Stelle nicht als Alternative geführt. Belegt ist also die Form gar kein im eigenen Verweis-Eintrag. Der Eintrag bezeichnet garkein nicht ausdrücklich mit einer eigenen Falschschreibungsmarkierung; er führt diese Form lediglich nicht als Schreibalternative.
Für die konkrete Kontrolle kann der Eintrag in drei Angaben gelesen werden: Verweis auf gar, Betonung „g a r kein“ und Worttrennung gar kein. Diese Angaben gehören zu demselben Duden-Eintrag. Sie stützen die getrennte Schreibweise, ohne Aussagen über weitere Wörter zu verlangen.
Ein kurzer Beispielsatz lautet: „Er hat gar kein Interesse.“ Darin erscheint die im Eintrag geführte Verbindung mit Leerzeichen. Der Satz dient nur dazu, die Schreibweise im Fließtext sichtbar zu machen.
Gar nicht als paralleler Vergleich
Duden führt auch gar nicht als eigenen, knappen Verweis-Eintrag. Die dort angegebene Trennangabe zeigt gar nicht als zwei getrennte Wörter. Eine eigene Bedeutungsangabe enthält dieser knappe Eintrag nicht. Stattdessen nennt er Nachbarwörter im Alphabet und verweist auf den Hauptartikel gar.
Der Eintrag zu gar nicht zeigt am parallelen Fall dasselbe Schreibmuster wie der Eintrag zu gar kein: Die Partikel gar steht vor einem eigenständigen Wort und wird getrennt geschrieben. Für gar kein bleibt der eigene Duden-Eintrag maßgeblich. Der parallele Fall ersetzt diesen Eintrag nicht.
DWDS führt gar außerdem als Adverb mit mehreren Bedeutungen. An erster Stelle nennt DWDS die Verstärkung einer Verneinung mit der Bedeutung überhaupt. Damit beschreibt DWDS unabhängig von Duden dieselbe Funktion von gar als verstärkendes, eigenständiges Wort vor einer Verneinung wie kein oder nicht.
Die Tabelle stellt die beiden Duden-Angaben nebeneinander:
| Fügung | Worttrennung laut Duden | Zusammenschreibung geführt |
|---|---|---|
| gar kein | gar kein | nicht als Alternative geführt |
| gar nicht | gar nicht | keine Angabe im Verweis-Eintrag |
Beide Zeilen zeigen die getrennte Folge. Bei gar kein stützt sich die Angabe auf den eigenen Verweis-Eintrag. Bei gar nicht stammt sie aus dem eigenen knappen Verweis-Eintrag. DWDS ergänzt die Bedeutungsbeschreibung der eigenständigen Partikel gar.
Ein Vergleichssatz macht das Muster sichtbar: „Das ist gar nicht sicher.“ Ein zweiter Satz lautet: „Das ist gar kein Beweis.“ In beiden Sätzen steht gar getrennt vor dem folgenden Wort.
Der Vergleich hilft bei Zweifel, führt aber keine neue Schreibregel für andere Verbindungen ein. Für die gesuchte Form bleiben die Duden-Angabe zu gar kein und die beschriebene Funktion der Partikel ausschlaggebend.
Gar kein und garantiert unterscheiden
Garantiert ist ein eigenständiges, umgangssprachliches Adverb. Duden gibt dafür die Bedeutung mit Sicherheit, bestimmt an. Als Beispiel nennt der Eintrag den Satz „Er hat es garantiert vergessen.“ Das Wort garantiert ist von garantieren abgeleitet. Diese Angaben gehören zum Duden-Eintrag garantiert und beschreiben nicht die Partikel gar.
Zwischen garantiert und gar im Sinn von überhaupt, sehr besteht kein inhaltlicher Bezug. Die ähnliche Buchstabenfolge gar am Wortanfang ist zufällig. Sie ist keine Ableitung von gar in dieser Bedeutung. Deshalb kann die Form garantiert nicht als Beleg dafür dienen, gar kein zu garkein zusammenzuziehen.
Ein möglicher Fehler besteht darin, aus der ähnlichen Buchstabenfolge in garantiert auf eine Zusammenschreibung bei gar kein zu schließen. Dieser Schluss verbindet zwei getrennte Einträge miteinander. Der Duden führt gar kein als Verbindung aus gar und kein, während garantiert als eigenständiges Adverb mit eigener Bedeutung beschrieben wird.
Die beiden Formen lassen sich in eigenen Sätzen unterscheiden: „Das ist gar kein Beweis.“ Hier steht gar vor kein und verstärkt die Verneinung. „Er hat es garantiert vergessen.“ Hier bezeichnet garantiert die Bedeutung mit Sicherheit, bestimmt.
Für die Abgrenzung genügt daher die Bedeutung des ganzen Wortes. Steht die Bedeutung mit Sicherheit, bestimmt im Vordergrund, handelt es sich um garantiert. Steht gar vor einer Verneinung und hat die Bedeutung überhaupt, absolut, liegt die im Duden beschriebene Partikelfunktion vor.
Die Buchstaben am Wortanfang liefern für diese Unterscheidung keinen Grund zur Zusammenschreibung. Entscheidend sind die getrennten Wörter und ihre belegten Bedeutungen. Eine Ähnlichkeit der Schreibbilder ersetzt keine Angabe aus dem jeweiligen Wörterbucheintrag.
So bleibt die Antwort auf die Schreibfrage klar: garantiert ist nicht die zusammengeschriebene Form von gar kein. Gar kein wird nach dem eigenen Duden-Verweis getrennt geschrieben. Garantiert gehört als abgeleitetes Adverb zu einem anderen Eintrag.

Gar kein in drei Schritten prüfen
Prüfe zuerst, ob gar als verstärkende Partikel vor kein oder nicht steht. Maßgeblich ist dabei die im Duden beschriebene Bedeutung überhaupt, absolut bei Verneinungen. Steht gar in dieser Funktion vor kein, liegt die Verbindung gar kein vor. Steht es vor nicht, kannst du den parallelen Duden-Eintrag gar nicht zum Vergleich heranziehen.
- Prüfe die Funktion: Verstärkt gar eine Verneinung mit kein oder nicht?
- Schreibe gar kein in zwei Wörtern, wie es der Duden-Verweis-Eintrag angibt.
- Vergleiche bei Zweifel die getrennte Form gar nicht und grenze garantiert über seine eigene Bedeutung ab.
Der zweite Schritt betrifft die konkrete Schreibweise. Duden führt gar kein als eigenen Verweis-Eintrag und nennt unter Rechtschreibung die Worttrennung gar kein. Eine Schreibweise garkein wird dort nicht als Alternative geführt. Schreibe deshalb die beiden Bestandteile mit einem Leerzeichen.
Der dritte Schritt ordnet mögliche Verwechslungen. Gar nicht ist ein paralleler Duden-Verweis-Eintrag mit getrennter Worttrennung. Garantiert ist dagegen ein eigenständiges, umgangssprachliches Adverb mit der Bedeutung mit Sicherheit, bestimmt und von garantieren abgeleitet. Die ähnliche Buchstabenfolge ist kein Grund, gar kein zusammenzuschreiben.
Ein kurzer Kontrollsatz lautet: „Ich habe gar kein Geld.“ Prüfe darin die Funktion von gar und anschließend das Leerzeichen. Bleibt die Einordnung unklar, kannst du die beiden Duden-Verweise nebeneinander prüfen.
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Quellen und Stand
- Duden: gar (Partikel): www.duden.de (geprüft am 2026-09-15)
- Duden: gar kein: www.duden.de (geprüft am 2026-09-15)
- Duden: gar nicht: www.duden.de (geprüft am 2026-09-15)
- DWDS: gar: www.dwds.de (geprüft am 2026-09-15)
- Duden: garantiert: www.duden.de (geprüft am 2026-09-15)