Bedeutung und Verwendung von f. und ff.

folgende: der Verweis auf Folgeseiten

Lesezeit ca. 3 Min. · aktualisiert: 14. Juni 2026 · zurück zum Blog

Die Abkürzungen f. und ff. bedeuten „folgende“ und verweisen auf eine oder mehrere Folgeseiten nach der genannten Seitenzahl. Diese Seite erklärt den Unterschied zwischen f. und ff. und warum eine genaue Seitenangabe oft besser ist.

Die Bedeutung von f. und ff. beim Zitieren

Die Abkürzung f. steht für folgende (Seite). Sie bezieht sich auf die angegebene Seite und genau die eine unmittelbar anschließende Seite. Die Schreibweise S. 45 f. umfasst daher Seite 45 und 46. Die Abkürzung ff. bedeutet dagegen fortfolgende. Mit ihr verweist eine Quellenangabe auf die genannte Seite und auf mehrere danach folgende Seiten. Bei S. 45 ff. beginnt die relevante Passage also ab Seite 45 und läuft über weitere Seiten fort. Der entscheidende Unterschied liegt somit im Umfang des Verweises.

f. oder ff.: So wählst du die richtige Form

Für die Auswahl genügt eine klare Frage: Erstreckt sich die zitierte Aussage nur auf die nächste Seite oder über mehrere Folgeseiten? Im ersten Fall gilt f. = eine Folgeseite, im zweiten Fall ff. = mehrere. Zwischen der Seitenzahl und f. beziehungsweise ff. steht ein Leerzeichen, am besten ein geschütztes, damit Seitenzahl und Kürzel bei einem Zeilenumbruch zusammenbleiben: S. 45 f. Beide Abkürzungen werden kleingeschrieben und enden mit einem Punkt. Das doppelte f in ff. ist deshalb beabsichtigt und kein Tippfehler. Diese Bedeutung und Verwendung von f. und ff. gilt es in einer Arbeit einheitlich umzusetzen.

Warum eine genaue Seitenspanne meist klarer ist

Viele Zitierrichtlinien raten inzwischen von ff. ab, weil das Ende der zitierten Passage offenbleibt. Wer die Quelle prüfen möchte, erkennt bei diesem Kürzel nicht sofort, wie viele Seiten tatsächlich gemeint sind. Präziser ist deshalb die exakte Spanne: S. 45–48 statt S. 45 ff. Die Angabe zeigt unmittelbar, wo der Beleg beginnt und endet. Bei f. fällt die Unschärfe geringer aus, da nur eine Folgeseite gemeint ist. Trotzdem ist auch hier S. 45–46 eindeutiger. Maßgeblich bleiben die Zitiervorgaben, nach denen du deine Arbeit verfasst.

Häufige Schreibfehler bei Seitenangaben vermeiden

Zu den typischen Fehlern gehören das fehlende Leerzeichen wie in S. 45f., die Verwechslung von f. und ff. sowie die Schreibweise von ff. ohne abschließenden Punkt. Prüfe daher zuerst, wie viele Folgeseiten der Beleg umfasst. Setze anschließend das passende Kürzel mit Abstand hinter die Seitenzahl und achte auf den Punkt. Wenn Anfang und Ende der Fundstelle bekannt sind, ist eine exakte Seitenspanne die sauberste Lösung. Weitere Zitierkürzel und ihre Schreibweise erläutert der Beitrag Abkürzungen beim Zitieren.

Die Bedeutung und die Verwendung der Abkürzung f. und ff. lassen sich damit knapp zusammenfassen: f. schließt genau eine folgende Seite ein, ff. verweist auf mehrere anschließende Seiten. Eine konkrete Seitenspanne erleichtert jedoch häufig das Auffinden und Überprüfen der zitierten Textstelle.

Wenn du weitere Kürzel in Quellenangaben prüfen möchtest, findest du ergänzende Erklärungen unter vgl. Bedeutung und et al. Bedeutung. Einen breiteren Überblick über die Grundregeln bietet Abkürzungen beim Zitieren. Beim Korrekturlesen kann außerdem kontrolliert werden, ob solche Angaben im gesamten Text einheitlich gesetzt sind. Allgemeine Hinweise bündelt die Übersicht zu Rechtschreibung und Grammatik.

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Häufige Fragen zur Verwendung von f. und ff.

Was bedeutet f. beim Zitieren?

f. steht für folgende und umfasst die angegebene Seite sowie genau eine unmittelbar anschließende Folgeseite. S. 45 f. bezeichnet somit 45 und 46.

Was bedeutet ff.?

ff. steht für fortfolgende. Die Angabe schließt neben der genannten Seite mehrere nachfolgende Seiten ein, etwa bei S. 45 ff.

Was ist der Unterschied zwischen f. und ff.?

f. verweist auf eine Folgeseite, ff. dagegen auf mehrere. Das jeweilige Kürzel zeigt also, wie weit sich der Seitenverweis nach der Ausgangsseite fortsetzt.

Soll man ff. verwenden?

Viele Richtlinien raten davon ab, weil ff. das Ende der Fundstelle nicht erkennen lässt. Klarer ist eine exakte Seitenspanne wie S. 45–48.

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