Wie soll die Abgabedatei heißen? Vorgaben einzelner Hochschulen im Überblick
Dateiname der Abschlussarbeit: Schemata, Zeichen und Beispiele einzelner Hochschulen
Für die Abgabedatei der Abschlussarbeit kann ein Namensschema der eigenen Hochschule gelten. Die belegten Beispiele zeigen, dass Umlaute und Sonderzeichen Portale stören können und dass die Matrikelnummer in allen drei belegten Beispielen Teil des Namens ist. Dieser Artikel erklärt, worauf es beim Benennen ankommt.
Was der Dateiname der Abgabedatei leisten muss
Der Dateiname der Abgabedatei folgt an vielen Stellen einem festen Schema, das die Arbeit eindeutig einer Person zuordnet. Dateien im Studium einheitlich benennen beginnt am besten mit einem Blick in das Merkblatt oder das Portal der eigenen Prüfungsstelle, denn dort steht das für die Abgabedatei geltende Schema. Das Schema enthält in den belegten Beispielen mindestens eine Matrikelnummer, kombiniert mit weiteren Angaben zur abgebenden Person.
Die Wirtschaftswissenschaften der LMU München beschriften die Datei nach dem Schema Matrikelnummer_Dateiname. Ein dort aufgeführtes Beispiel zeigt eine achtstellige Matrikelnummer, gefolgt von Vor- und Nachname mit Bindestrich, einer Artbezeichnung sowie einem Datum. Umlaute und Sonderzeichen soll der Name ausdrücklich nicht enthalten. Einen anderen Aufbau verlangt das Studienzentrum Informatik der Universität Bremen: Dort steht die Matrikelnummer an erster Stelle, gefolgt von Vorname und Nachname, getrennt durch Unterstriche, und die Datei endet auf .pdf. Die FH Münster stellt in ihrem Merkblatt das Schema Nachname, Vorname_Matrikelnummer vor und verlangt die Einreichung per E-Mail vom Hochschulkonto des Studierenden.
Aus diesen drei Beispielen lässt sich ableiten, dass die Matrikelnummer in allen drei Fällen im Dateinamen vorkommt, Reihenfolge und Trennzeichen aber von Stelle zu Stelle verschieden sind. Deshalb ist das Schema der eigenen Stelle maßgebend und nicht das einer anderen Hochschule. Wie häufig Hochschulen die Matrikelnummer im Dateinamen verlangen, lässt sich aus den Quellen nicht entnehmen, denn jede der belegten Quellen beschreibt allein die Vorgabe der eigenen Einrichtung. Wer die Vorgabe der eigenen Hochschule nicht findet, sucht sie im Merkblatt des Prüfungsamts oder fragt dort direkt nach.

Drei Namensschemata im Vergleich
Die drei belegten Beispiele zeigen, wie unterschiedlich Hochschulen den Dateinamen der Abgabedatei regeln. Jede der drei Stellen nennt ein eigenes Schema mit eigener Reihenfolge und eigenen Trennzeichen. Das folgende Gegenüber macht die Unterschiede auf einen Blick sichtbar.
| Hochschule | Schema | Besonderheit |
|---|---|---|
| LMU München (Wirtschaftswissenschaften) | Matrikelnummer_Dateiname | Ohne Umlaute und Sonderzeichen; Beispiel zeigt Vor- und Nachname mit Bindestrich, Artbezeichnung und Datum |
| Universität Bremen (Informatik) | Nummer_Vorname_Nachname.pdf | Einreichen per E-Mail ist nicht zulässig |
| FH Münster | Nachname, Vorname_Matrikelnummer | Abgabe per E-Mail vom Hochschulkonto |
Das Beispiel der LMU zeigt, dass ein Dateiname über Matrikelnummer und Namen hinaus eine Artbezeichnung und ein Datum enthalten kann. PDF aus Word erzeugen ist ein eigener Schritt, der dem Benennen der Datei vorausgeht. Vor dem endgültigen Speichern lohnt ein Abgleich, ob Dateiname und Dateiinhalt zur tatsächlich abzugebenden Version gehören.
Die Tabelle enthält keine Wertung, welches Schema besser oder schlechter geeignet ist. Sie zeigt ausschließlich die Vorgaben der drei belegten Stellen. Eine Aussage, dass eines dieser Schemata allgemein verbreitet oder auf andere Hochschulen übertragbar ist, tragen die Quellen nicht.
Zeichen und Länge: Was Portale abweisen können
Nicht nur der Aufbau des Dateinamens kann vorgegeben sein, sondern auch, welche Zeichen darin vorkommen dürfen. Die folgenden drei Stellen nennen je eine Zeichenregel für die Abgabedatei oder die Veröffentlichungsplattform.
- TU Darmstadt: Der Dateiname darf keine Leer- oder Sonderzeichen enthalten. Die Hilfeseite nennt einen unzulässigen Dateinamen ausdrücklich als möglichen Grund, warum die automatische Formatprüfung das Einreichen verhindert.
- LMU München: Die Vorgabe nennt ausdrücklich keine Umlaute und keine Sonderzeichen im Dateinamen der Abgabedatei.
- Universität Stuttgart (OPUS): Für den Dokumentenserver OPUS gilt: Der Name soll kurz und sinnvoll sein, Umlaute und Leerzeichen sind zu vermeiden, stattdessen dienen Unterstriche als Trennzeichen. Im Idealfall entspricht der Name der ISO-9660-Konvention mit höchstens acht Zeichen aus A bis Z, Ziffern und Unterstrich. Diese Angabe gilt für die Veröffentlichung auf dem Dokumentenserver OPUS in Stuttgart und nicht für die Prüfungsabgabe.
Änderungen und Kommentare entfernen gehört zu den Punkten, die vor dem endgültigen Benennen der Datei zu prüfen sind. Eine belegte Längengrenze für Dateinamen in der Prüfungsabgabe nennt keine der Quellen. Als Ableitung aus den Beispielen lässt sich festhalten: Der Name bleibt kurz und folgt dem Schema der Vorgabe der eigenen Stelle.
Der Rat, Unterstriche statt Leerzeichen zu verwenden, stammt aus der Stuttgarter Vorgabe für OPUS. Er passt zu den Beispielen von Bremen und der LMU, die ebenfalls Unterstriche als Trennzeichen zeigen. Welche Zeichen das eigene Abgabeportal konkret ablehnt, steht in den Hinweisen des Portals oder im Merkblatt des Prüfungsamts und ist dort vor der Abgabe nachzuprüfen.
Den Dateinamen vor der Abgabe festlegen: Schrittfolge
Die folgende Schrittfolge ist eine Ableitung aus den Beispielen von LMU München, Universität Bremen (Informatik) und TU Darmstadt. Sie ersetzt nicht die Vorgabe der eigenen Stelle, hilft aber dabei, keinen vermeidbaren Fehler beim Benennen der Abgabedatei zu machen. Ein Namensschema kann sich von Studiengang zu Studiengang unterscheiden, auch wenn beide Studiengänge an derselben Hochschule angeboten werden.
- Vorgabe des Prüfungsamts oder der Prüfenden suchen: Merkblatt, Portal-Hinweise oder Prüfungsordnung aufrufen und das gültige Schema notieren.
- Schema übernehmen: Reihenfolge der Bestandteile genau wie angegeben, also Matrikelnummer, Name, Artbezeichnung in der vorgegebenen Folge.
- Umlaute, Leerzeichen und Sonderzeichen entfernen: Unterstriche statt Leerzeichen setzen, Umlaute nach Vorgabe behandeln.
- Dateiendung prüfen: Die FH Münster verlangt eine PDF-Datei. Das Format ist zu bestätigen, bevor der Dateiname feststeht.
- Namen mit der Abgabeversion abgleichen: Die LMU nennt im Beispiel einen Zusatz Abgabeversion im Dateinamen. Wer mehrere Versionen gespeichert hat, prüft, ob der fertige Name zur tatsächlich abzugebenden Datei gehört.
Metadaten in der Abgabedatei prüfen gehört vor das endgültige Umbenennen: Dokumenteigenschaften wie Autorname oder Titel lassen sich dort kontrollieren. Die FH Münster verlangt außerdem, dass die Versicherung über selbstständige Arbeit auf der letzten Seite der PDF-Datei steht, wobei eine eingescannte Unterschrift genügt. Wer all diese Punkte vor dem Hochladen oder Absenden erledigt, hat die wichtigsten Fehlerquellen beim Dateinamen und Dateiinhalt ausgeschlossen.
Bestätigung der Abgabe aufbewahren gehört direkt nach dem Einreichen dazu. Welchen Nachweis das Portal oder die Einreichungsseite ausstellt, steht in den Hinweisen zur Abgabe der jeweiligen Stelle.

Was die Quellen nicht klären
Die Quellen zeigen Beispiele von Hochschulen, sie ersetzen nicht die eigene Prüfungsordnung. Die belegten Beispiele stammen aus vier Prüfungsabgaben von LMU München (Wirtschaftswissenschaften), Universität Bremen (Informatik), FH Münster und TU Darmstadt sowie aus einer Veröffentlichungsseite der Universität Stuttgart (OPUS). Ob für die eigene Hochschule ein bestimmtes Namensschema gilt, lässt sich aus keiner dieser fünf Quellen ableiten, weil jede nur die Vorgabe der eigenen Einrichtung beschreibt.
Ob die Prüfenden eine eigene Benennung wünschen, die von einer allgemeinen Hochschulvorgabe abweicht, klärt die Prüfungsordnung des jeweiligen Studiengangs, das Merkblatt des Fachbereichs oder eine direkte Rückfrage beim Prüfungsamt. Eine Annahme, dass das Schema einer anderen Hochschule auf die eigene Abgabe übertragbar ist, tragen die vorliegenden Quellen nicht.
Stand dieses Artikels ist Oktober 2026. Vorgaben können sich ändern, weil Prüfungsämter ihre Abgabeprozesse und Abgabeportale anpassen. Wer sicher gehen möchte, ruft die Seite der eigenen Hochschule kurz vor der Abgabe noch einmal auf und prüft, ob die gespeicherte Vorgabe noch gültig ist. Enthält ein Merkblatt keine klare Aussage zum Dateinamen, klärt eine Rückfrage beim Prüfungsamt die offene Frage.
Quellen und Stand
- LMU München: Elektronische Abgabe der Abschlussarbeit (Wirtschaftswissenschaftliche Prüfungen): www.lmu.de (geprüft am 2026-10-01)
- Universität Bremen: Studienzentrum Informatik, FAQ zur Form der Abgabe: www.szi.uni-bremen.de (geprüft am 2026-10-01)
- FH Münster: Wichtige Informationen zur Abgabe der Abschlussarbeit (Stand 2026): www-backend.fh-muenster.de (geprüft am 2026-10-01)
- TU Darmstadt: Abschlussarbeiten einreichen (Hilfe und FAQ): www.tu-darmstadt.de (geprüft am 2026-10-01)
- Universität Stuttgart: Hochladen auf OPUS (Open Access): www.oa.uni-stuttgart.de (geprüft am 2026-10-01)
„Wie soll die Abgabedatei heißen? Vorgaben einzelner Hochschulen im Überblick“ erscheint auf dieser Seite unter dem Titel „Dateiname der Abschlussarbeit richtig wählen“.