Das oder dass richtig schreiben: die Ersatzprobe
Das jenes welches: richtige Schreibweise
Bei „Das jenes welches“ führt die Ersatzprobe zur richtigen Schreibweise: Lässt sich das fragliche Wort durch dies(es), jenes oder welches ersetzen, steht das mit einfachem s. Ist der Austausch nicht möglich, steht dass mit Doppel-s.
Die richtige Schreibweise sofort erkennen
Richtig ist: das, wenn sich die Stelle durch dies(es), jenes oder welches ersetzen lässt. Diese Probe klärt die Entscheidung zwischen „das“ mit einfachem s und „dass“ mit Doppel-s. Die gesuchte Form ist also nicht pauschal aus der Lautung abzuleiten, sondern aus der Funktion des Wortes im Satz.
Steht ein Gegenstand oder ein Bezug im Satz, kann die Ersatzprobe zu „das“ führen. Beispiel: „Das Bild gefällt mir.“ Die Probe lautet: „Dieses Bild gefällt mir.“ Auch in einem Relativsatz funktioniert sie: „Ich kenne das Bild, das du meinst.“ Daraus wird in der Probe: „Ich kenne das Bild, welches du meinst.“
Ein weiteres Beispiel zeigt „das“ als Pronomen: „Das überrascht mich.“ Die Ersatzprobe ergibt „Dies überrascht mich.“ Weil der Austausch funktioniert, wird „das“ mit einem s geschrieben. Für Fragen zur Rechtschreibung lässt sich dieselbe Stelle zunächst vollständig ausschreiben und anschließend mit der Ersatzprobe prüfen.
Bei „dass“ funktioniert der Austausch nicht. In „Ich weiß, dass du kommst“ kann „dass“ nicht durch „dies(es)“, „jenes“ oder „welches“ ersetzt werden. Hier steht die Konjunktion mit Doppel-s. Die sofort sichtbare Kurzentscheidung lautet daher: Ersetzbar bedeutet „das“, nicht ersetzbar bedeutet „dass“.
Die Begriffe Rechtschreibregeln und Groß- und Kleinschreibung helfen bei anderen sprachlichen Fragen, entscheiden aber nicht anstelle dieser Ersatzprobe über das oder dass.

Die Ersatzprobe als belegte Regel
Die belegte Regel ist eine einfache Austauschprobe. Prüfe das fragliche Wort, indem du nacheinander dies(es), jenes oder welches einsetzt. Passt eine dieser Formen in den Satz, handelt es sich um „das“ mit einfachem s. Passt keine dieser Formen, handelt es sich um „dass“ mit Doppel-s und damit um eine Konjunktion.
Die richtige und die falsche Form unterscheiden sich deshalb nicht bloß durch einen zusätzlichen Buchstaben. „Das“ kann als Artikel oder Pronomen verwendet werden und ist nach der Quelle ersetzbar. „Dass“ ist eine Konjunktion und lässt sich nach derselben Probe nicht ersetzen. Die Regel wird am Beispiel sichtbar: „Das Heft liegt hier“ kann zu „Dieses Heft liegt hier“ werden. „Ich hoffe, dass du es findest“ lässt sich nicht sinnvoll zu „Ich hoffe, dieses du es findest“ umformen.
Auch ein Relativsatz lässt sich mit der Probe untersuchen. In „Der Text, den ich lese, ist kurz“ steht „den“, weil „Text“ maskulin ist. Für die Ersatzprobe eignet sich ein sächliches Beispiel: „Das Kapitel, das ich lese, ist kurz.“ Die Fassung „Das Kapitel, welches ich lese, ist kurz“ zeigt die Schreibweise mit einfachem s.
Am Satzanfang gelten dieselben beiden Schreibweisen. „Das Ergebnis ist klar“ enthält ersetzbares „das“: „Dieses Ergebnis ist klar.“ „Dass das Ergebnis klar ist, überrascht mich“ enthält am Anfang die nicht ersetzbare Konjunktion „dass“. Der Satzanfang allein entscheidet also nicht; entscheidend bleibt die Ersatzprobe.
Die Themen Getrennt- und Zusammenschreibung, Kommasetzung und Zeichensetzung können bei anderen Prüfungen wichtig sein. Für die hier behandelte Schreibentscheidung ist jedoch nur die belegte Unterscheidung zwischen ersetzbarem „das“ und nicht ersetzbarem „dass“ maßgeblich.
Richtig und falsch im Satz vergleichen
Behandle zuerst den Satzanfang getrennt von der eigentlichen Regel. Ob das fragliche Wort am Anfang, in der Mitte oder nach einem Komma steht, entscheidet nicht allein über die Schreibweise. Prüfe an jeder Stelle, ob dies(es), jenes oder welches eingesetzt werden kann.
- Richtig: Das Fenster ist offen. Probe: Dieses Fenster ist offen.
Falsch: Dass Fenster ist offen. - Richtig: Ich sehe das Zeichen. Probe: Ich sehe jenes Zeichen.
Falsch: Ich sehe dass Zeichen. - Richtig: Sie sagt, dass der Versuch gelingt.
Probe: Sie sagt, *jenes der Versuch gelingt.
Falsch: Sie sagt, das der Versuch gelingt.
Im ersten Paar steht „das“ am Satzanfang und bezeichnet den folgenden Gegenstand. Der Ersatz durch „dieses“ funktioniert. Im zweiten Paar steht „das“ vor einem Substantiv; auch dort gelingt der Austausch durch „jenes“. Im dritten Paar verbindet „dass“ den Ausdruck „Sie sagt“ mit dem folgenden Satz. Die Ersatzprobe funktioniert nicht, deshalb ist die Form mit Doppel-s richtig.
Ein weiteres Paar zeigt die Unterscheidung nach einem Bezugsausdruck: „Das Buch, das auf dem Tisch liegt, ist neu“ ist mit einfachem s geschrieben. Die Probe mit „welches“ bleibt verständlich. „Das Buch, dass auf dem Tisch liegt, ist neu“ verwendet dagegen die falsche Form an dieser Stelle.
Bei der Auswertung muss die Ersatzform grammatisch in den Satz passen. Wird durch dies(es), jenes oder welches ein sinnvoller Satz möglich, spricht das für „das“. Entsteht kein passender Satz, ist „dass“ zu prüfen. Für die Rechtschreibreform ist zusätzlich festzuhalten: Die frühere Schreibung „daß“ ist seit 1996 nicht mehr korrekt.
Typische Verwechslungen sicher vermeiden
Eine wichtige Stolperfalle besteht darin, die Schreibweise allein aus der Aussprache oder aus Umgangssprache abzuleiten. Beide Formen klingen ähnlich, unterscheiden sich aber in ihrer Satzfunktion. Deshalb soll die Entscheidung nicht auf dem gehörten Klang beruhen. Setze stattdessen dies(es), jenes oder welches an die fragliche Stelle.
Eine zweite Stolperfalle ist die Annahme, dass ein Satzanfang automatisch „das“ verlangt. Das stimmt für die Entscheidung nicht. „Das Thema ist klar“ enthält ersetzbares „das“. „Dass das Thema klar ist, freut mich“ beginnt dagegen mit „dass“. Der Beginn des Satzes liefert daher keine ausreichende Entscheidung.
Auch ein Komma beantwortet die Frage nicht allein. In „Ich glaube, dass der Text stimmt“ folgt „dass“ auf ein Komma, weil die Form nicht ersetzbar ist. In „Der Text, das Beispiel und die Grafik“ kann „das“ durch „dieses“ ersetzt werden. Die Zeichensetzung darf also nicht an die Stelle der Wortprobe treten.
Eine weitere Verwechslung entsteht, wenn die frühere Schreibung „daß“ übernommen wird. Für die Konjunktion ist diese Form seit der Rechtschreibreform 1996 nicht mehr korrekt. Schreibe in diesem Fall „dass“ mit Doppel-s.
Für die Prüfung eines eigenen Textes können Rechtschreibprogramme zusätzliche Hinweise liefern. Die konkrete Entscheidung soll dennoch über die Bedeutung im Satz und die Ersatzprobe nachvollzogen werden. Beim Thema wissenschaftliches Schreiben ist deshalb ein neutraler Beispielsatz mit anschließender Probe hilfreich. Begriffe wie Abkürzungen richtig schreiben, Wortbedeutungen und Abkürzungen, Artikel der, die und das, Pluralbildung, Synonyme und Textformen gehören zu weiteren Sprachprüfungen; sie ersetzen die hier belegte Probe nicht.

Der kurze Prüfweg für den eigenen Text
- Lies den vollständigen Satz und markiere die Stelle, an der du zwischen „das“ und „dass“ schwankst.
- Prüfe die Schreibweise: Geht es um „das“ mit einfachem s oder um „dass“ mit Doppel-s? Die Form „daß“ scheidet nach der Rechtschreibreform 1996 aus.
- Setze dies(es), jenes oder welches ein. Funktioniert mindestens eine Ersatzform, schreibe „das“.
- Funktioniert keine Ersatzform, schreibe „dass“.
- Kontrolliere danach den gesamten Beispielsatz. Prüfe besonders, ob der Ersatz wirklich an derselben Stelle steht und ob du nicht nur den Satzanfang, die Aussprache oder das Komma als Entscheidung verwendet hast.
Der Merkcheck lässt sich an zwei kurzen Sätzen anwenden. Bei „Das Ergebnis überzeugt“ führt die Probe zu „Dieses Ergebnis überzeugt“; deshalb steht „das“. Bei „Ich hoffe, dass das Ergebnis überzeugt“ führt die Probe an der Konjunktion zu keiner passenden Ersatzform; deshalb steht „dass“. Das zweite „das“ im selben Satz wird separat geprüft und lässt sich durch „dieses“ ersetzen.
Wenn du die Regel mit anderen Sprachthemen abgleichen möchtest, notiere als weitere Prüffelder Rechtschreibung, Rechtschreibregeln, Kommasetzung, Zeichensetzung, Groß- und Kleinschreibung und Getrennt- und Zusammenschreibung. Für diese Seite bleibt die Kernfrage jedoch knapp: Ersetzbar durch dies(es), jenes oder welches? Ja bedeutet „das“, nein bedeutet „dass“.
Quellen und Stand
- „das“ oder „dass“? | So liegen Sie immer richtig | Duden: www.duden.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)