Wie schreibt man „Bescheid geben“ richtig?
Bescheid geben Rechtschreibung: richtige Schreibweise
Die belegte Schreibweise lautet: „Bescheid geben“. Die beiden Wörter stehen getrennt, und „Bescheid“ beginnt mit einem Großbuchstaben.
Die richtige Schreibweise auf einen Blick
Die richtige Schreibweise lautet Bescheid geben. Die Wörter werden getrennt geschrieben. Der erste Bestandteil beginnt groß: Bescheid. Die Form bescheid geben ist für diese Wendung nicht die im Wörterbucheintrag ausgewiesene Schreibweise.
Der Duden führt „Bescheid“ als maskulines Substantiv und nennt die Verbindung „Bescheid geben“. Daraus lässt sich für die konkrete Schreibfrage eine klare Schreibentscheidung ableiten: Schreibe das Substantiv groß und das Verb getrennt davon. Ein kurzer Beispielsatz ist: Ich werde dir morgen Bescheid geben. Ein weiterer neutraler Satz lautet: Bitte gib mir Bescheid, sobald du die Nachricht gelesen hast.
Für die Einordnung solcher Fragen hilft die Rechtschreibung, weil hier nicht die Aussprache allein entscheidet, sondern die belegte Schreibweise des Wörterbuchs. Wer zusätzlich die maßgeblichen Rechtschreibregeln nachschlagen möchte, kann die konkrete Verbindung mit der dort ausgewiesenen Form abgleichen.
Die Schreibweise bleibt auch dann sichtbar, wenn die Verbindung in einen längeren Satz eingebettet wird: Die Abteilung wird Ihnen schriftlich Bescheid geben. Am Satzanfang beginnt der Satz mit „Bescheid“; die Großschreibung dieses Wortes ergibt sich dabei bereits aus seiner Verwendung als Substantiv. Ein Beispielsatz lautet: Bescheid geben wollte ich dir schon gestern. Für die hier behandelte Wendung ist entscheidend, dass „Bescheid“ als Substantiv erkennbar bleibt und „geben“ als getrenntes Verb folgt.

Welche Regel die Entscheidung trägt
Die Quelle bezeichnet „Bescheid“ als Substantiv, maskulin, und führt die Verbindung „Bescheid geben“ an. Für die konkrete Entscheidung genügt deshalb die Prüfung der belegten Wortform: Steht der Bestandteil als „Bescheid“ im Wörterbucheintrag, wird er in der Wendung ebenso geschrieben. Das Verb folgt getrennt: Bescheid geben.
Die richtige und die falsche Form lassen sich dadurch unterscheiden. Richtig ist: Sie will heute Bescheid geben. Falsch für die hier geprüfte Form ist: Sie will heute bescheidgeben. Richtig ist außerdem: Wir haben ihm Bescheid gegeben. In diesem Satz verändert sich die Verbform von „geben“, aber der Bestandteil „Bescheid“ bleibt als eigenes großgeschriebenes Wort erhalten.
Bei einer Prüfung der Groß- und Kleinschreibung ist daher auf den Anfang von „Bescheid“ zu achten. Bei der Getrennt- und Zusammenschreibung ist zu prüfen, ob „Bescheid“ und „geben“ als zwei Wörter erscheinen. Diese beiden Beobachtungen führen hier gemeinsam zur belegten Form.
Die Quelle nennt außerdem „Bescheid sagen“ und „Bescheid wissen“. Diese weiteren Verbindungen zeigen, dass „Bescheid“ in den angeführten Wendungen eigenständig geschrieben wird. Daraus darf für die vorliegende Frage die konkrete Form „Bescheid geben“ bestätigt werden. Weitergehende Aussagen über andere Verbindungen sollten jeweils gesondert nachgeschlagen werden.
Die Kommasetzung entscheidet nicht über die Schreibweise der beiden Wörter. Auch die allgemeine Zeichensetzung ist von der Worttrennung zu unterscheiden. Wer alte und neue Schreibweisen miteinander vergleicht, kann den Begriff Rechtschreibreform als eigenen Recherchepunkt verwenden, sollte die konkrete Verbindung aber an einem maßgeblichen Wörterbucheintrag prüfen.
Richtig und falsch im Satzvergleich
Die folgenden Satzpaare trennen zwei Fragen: Erstens steht „Bescheid“ am Satzanfang oder innerhalb des Satzes. Zweitens wird die eigentliche Verbindung mit „geben“ getrennt geschrieben. Der Satzanfang kann einen Großbuchstaben verlangen, aber er ersetzt nicht die Prüfung der Wortform.
| Richtig | Falsch |
|---|---|
| Ich werde dir Bescheid geben. | Ich werde dir bescheid geben. |
| Bescheid geben wollte sie erst später. | Bescheidgeben wollte sie erst später. |
| Er hat mir Bescheid gegeben. | Er hat mir bescheidgegeben. |
Im ersten Paar steht die Wendung innerhalb des Satzes. „Bescheid“ beginnt groß, „geben“ steht getrennt. Im zweiten Paar steht die Verbindung am Satzanfang. Das große „B“ ist dort zugleich durch den Satzanfang sichtbar, dennoch bleibt die Trennung zwischen „Bescheid“ und „geben“ bestehen. Im dritten Paar wird die Form des Verbs verändert: Aus „geben“ wird „gegeben“. Diese Veränderung macht aus den beiden Bestandteilen kein zusammengeschriebenes Wort.
Ein zusätzlicher Vergleich hilft bei gebeugten Formen: Gib mir bitte Bescheid. Hier steht „geben“ in einer anderen Verbform, während „Bescheid“ weiterhin als eigenes Wort erscheint. Ebenso lautet ein neutraler Satz: Wir geben Ihnen Bescheid. Die Beispiele dienen nur dazu, die belegte Schreibweise im Satz anzuwenden.
Für die Rechtschreibprogramme gilt bei einer Prüfung: Übernimm eine Markierung nicht ungeprüft, sondern vergleiche die angezeigte Form mit einem Wörterbucheintrag. Beim Thema wissenschaftliches Schreiben ist die Verbindung in einem vollständigen Satz ebenso zu kontrollieren wie in einer kurzen Notiz. Die Schreibfrage bleibt dieselbe, unabhängig davon, ob der Satz sachlich, persönlich oder formal formuliert ist.
Typische Verwechslungen vermeiden
Eine naheliegende Stolperfalle besteht darin, die Schreibung allein aus dem Klang abzuleiten. Das reicht für diese Entscheidung nicht aus. Prüfe stattdessen die schriftlich belegte Form. Der Duden-Eintrag weist „Bescheid“ als Substantiv aus und nennt die Verbindung „Bescheid geben“. Deshalb ist die Schreibweise nicht aus einer vermuteten Aussprache, einer lockeren Gesprächssituation oder einer persönlichen Gewohnheit abzuleiten.
Eine zweite Stolperfalle ist die Zusammenschreibung. Die Form Bescheidgeben sieht auf den ersten Blick wie ein mögliches zusammengesetztes Wort aus. Für die hier geprüfte Verbindung ist jedoch die getrennte Form ausgewiesen. Schreibe daher: Bescheid geben. Die bloße Nähe der beiden Wörter im Satz ist kein Grund, sie zu einem Wort zu verbinden.
Eine dritte Stolperfalle betrifft den Satzanfang. Beginnt der Satz mit der Wendung, steht dort Bescheid geben. Das große „B“ kann dann leicht als bloße Satzanfangsschreibung missverstanden werden. Vergleiche deshalb auch einen Satz, in dem die Verbindung in der Satzmitte steht: Sie wird dir Bescheid geben. So wird die Schreibentscheidung unabhängig von der Position geprüft.
Auch verwandte Themen sollten nicht vermischt werden. Abkürzungen richtig schreiben, Wortbedeutungen und Abkürzungen, Artikel der, die und das und Pluralbildung sind eigene Prüfbereiche. Für „Bescheid geben“ ist zunächst die konkrete Wortform maßgeblich. Falls eine andere Formulierung gesucht wird, können Synonyme geprüft werden. Die passende Einordnung in unterschiedliche Textformen ändert jedoch nicht automatisch die belegte Schreibweise.
Behaupte bei der Prüfung keine Häufigkeit, nur weil eine Form vertraut klingt. Entscheidend ist hier nicht, welche Variante dir begegnet, sondern welche Form der angeführte Wörterbucheintrag ausweist.

Kurzer Prüfweg für den eigenen Text
Prüfe die Stelle in fünf kurzen Schritten:
- Lies den ganzen Satz und markiere die fragliche Verbindung.
- Kontrolliere die Schreibweise des ersten Bestandteils: Für die belegte Wendung steht dort Bescheid mit großem B.
- Kontrolliere die Trennung: Zwischen „Bescheid“ und „geben“ steht ein Leerzeichen.
- Prüfe die Verbform im Beispielsatz. „Geben“, „gib“ und „gegeben“ können im Satz unterschiedlich erscheinen, ohne dass daraus die Zusammenschreibung folgt.
- Vergleiche die gefundene Form mit dem Wörterbucheintrag und achte auf die häufige Verwechslung mit einer Kleinschreibung oder Zusammenschreibung.
Der schnellste Merksatz lautet: Bescheid bleibt ein eigenes großes Wort, geben bleibt getrennt. Danach kannst du den vollständigen Satz noch einmal lesen. Steht die Verbindung innerhalb des Satzes, bleibt das B in „Bescheid“ groß. Steht sie am Satzanfang, prüfst du zusätzlich, dass die Wortgrenze zwischen „Bescheid“ und „geben“ erhalten bleibt.
Wenn du weitere Sprachfragen bearbeitest, trenne die Themen sauber: Die Rechtschreibung der konkreten Verbindung ist hier geklärt. Die Rechtschreibregeln können für andere Fälle gesondert geprüft werden. Für einen letzten Formcheck lassen sich auch Kommasetzung und Zeichensetzung unabhängig von der Wortschreibung ansehen.
So bleibt die Prüfung auf das beschränkt, was für diese Frage belegt ist: die im Wörterbuch ausgewiesene Verbindung, die Großschreibung von „Bescheid“, die getrennte Schreibweise und die Anwendung in kurzen neutralen Sätzen.
Quellen und Stand
- Regeln und Wörterverzeichnis: www.rechtschreibrat.com (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)
- Bescheid ▶ Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft | Duden: www.duden.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)