Wie wird „aber“ richtig getrennt?
Aber Silbentrennung: richtige Schreibweise
Bei „aber“ lautet die richtige Schreibweise am Zeilenende: Das Wort bleibt ungetrennt. Die Form „a-ber“ ist keine korrekte Silbentrennung.
Die richtige Form auf einen Blick
Die richtige Schreibweise lautet aber. Bei der Silbentrennung am Zeilenende wird das Wort nicht als a-ber getrennt. Der Grund liegt darin, dass die erste Sprechsilbe nur aus dem einzelnen Vokal a besteht. Ein einzelner Vokal am Wortanfang wird bei der Worttrennung nicht abgetrennt. Deshalb bleibt „aber“ vollständig in einer Zeile stehen, wenn die Trennung an dieser Stelle nur durch ein allein stehendes a möglich wäre.
Für die konkrete Frage „Aber Silbentrennung“ genügt damit eine klare Entscheidung: aber ist die korrekte Form, a-ber ist als Zeilentrennung falsch. Es geht nur um die Stelle, an der ein Wort am Zeilenende getrennt werden soll.
Wer eine allgemeine Rechtschreibung prüft, sollte die Worttrennung als eigenen Teilbereich behandeln. Bei „aber“ kommt hinzu, dass das Wort im Wörterbuch als Partikel und auch als Konjunktion geführt wird. Die Wortart ändert aber nichts an der Trennung. In einem Satz wie „Er kommt, aber sie bleibt“ bleibt das Wort als aber geschrieben.
Die sichtbare Kurzentscheidung lautet daher: Steht „aber“ am Zeilenende, trenne es nicht in „a-ber“. Prüfe stattdessen, ob das Wort vollständig in die vorherige oder in die nächste Zeile gesetzt werden kann. Das folgt aus der Regel für einzelne Vokalbuchstaben am Wortanfang oder Wortende.
Für die Anwendung weiterer Rechtschreibregeln sollte die Trennfrage nicht mit anderen Fragen vermischt werden. Die Entscheidung über „aber“ betrifft hier die Worttrennung. Sie ist weder eine Frage der Groß- und Kleinschreibung noch der Getrennt- und Zusammenschreibung. Auch ein Komma im Satz entscheidet nicht darüber, ob „aber“ am Zeilenende in „a-ber“ zerlegt werden darf.

Welche Regel entscheidet?
Die Regel unterscheidet zwischen einfachen Wörtern sowie Zusammensetzungen und Präfixbildungen. Ein mehrsilbiges einfaches Wort wird grundsätzlich nach den beim langsamen Sprechen erkennbaren Silben gegliedert. Zugleich werden einzelne Vokalbuchstaben am Anfang oder Ende eines Wortes nicht abgetrennt. Bei „aber“ ist das eindeutig: Die mögliche erste Silbe wäre zwar ein einzelnes a, doch dieses a darf nicht allein am Zeilenende stehen. Daher ist „a-ber“ keine richtige Trennung.
Die richtige Form ist also „aber“ ohne Trennstrich innerhalb des Wortes. Die falsche Form ist „a-ber“. Auch „ab-er“ ist falsch, weil es nicht der erkennbaren Silbenstruktur folgt. Die praktische Lösung bleibt deshalb: Das Wort wird nicht getrennt.
Die Regel lässt sich an neutralen Beispielen anwenden. In „Sie wollte kommen, aber sie blieb“ wird „aber“ als vollständiges Wort geschrieben. Steht das Wort am Zeilenende, darf der einzelne Anfangsvokal nicht allein stehen. In „Aber morgen beginnt der Kurs“ gilt für die Trennung dasselbe. Satzanfang und Worttrennung sind zwei getrennte Fragen.
Eine andere Regel gilt für zusammengesetzte Wörter und Wörter mit Vorsilben: Dort orientiert sich die Trennung an den erkennbaren Bestandteilen. Bei „aber“ hilft das nicht weiter, denn es ist kein zusammengesetztes Wort. Du musst also keine innere Gliederung suchen.
Auch die Kommasetzung liefert keine Trennstelle. Ein Komma kann im Beispielsatz vor „aber“ stehen, doch das Satzzeichen gehört zur Satzgliederung und nicht zur Worttrennung. Entsprechend ist die Zeichensetzung getrennt von der Schreibweise und der Silbentrennung zu prüfen. Wer eine frühere oder aktuelle Schreibweise vergleichen möchte, kann die Frage im Zusammenhang mit der Rechtschreibreform untersuchen; für die Trennung von „aber“ zählt jedoch die Regel zu einzelnen Vokalbuchstaben.
Erkenne die mögliche Silbengliederung, prüfe den einzelnen Vokal am Wortanfang und verwende anschließend nicht „a-ber“.
Richtig und falsch im Satz
Satzanfang und Worttrennung sind zwei getrennte Fragen. Erst schaust du auf die Form des Wortes im Satz, dann auf die Trennstelle am Zeilenende. Die folgenden Paare zeigen jeweils die richtige und die falsche Form.
| Richtig | Falsch |
|---|---|
Er wollte gehen, aber er wartete noch. | Er wollte gehen, a-ber er wartete noch. |
Aber am Nachmittag änderte sich der Plan. | A-ber am Nachmittag änderte sich der Plan. |
Sie las den Abschnitt, aber sie markierte ihn nicht. | Sie las den Abschnitt, ab-er sie markierte ihn nicht. |
Im ersten richtigen Satz steht „aber“ nach einem Komma. Das Komma ist für die Worttrennung nicht entscheidend. Die falsche Darstellung „a-ber“ trennt den einzelnen Vokal am Wortanfang ab und verstößt damit gegen die Regel.
Im zweiten Paar steht „Aber“ am Satzanfang. Die Großschreibung am Anfang und die Frage nach einem Trennstrich sind zwei verschiedene Dinge. Bei der Trennung bleibt die entscheidende Form weiterhin „aber“, nicht „a-ber“.
Das dritte Paar zeigt eine andere denkbare Aufteilung. „Ab-er“ ergibt sich aus der Regel nicht als richtige Form. Entscheidend ist nicht eine beliebige Buchstabengrenze, sondern die Silben- und Vokalregel. Auch hier gilt: „aber“ nicht innerhalb des Wortes trennen.
Die Beispiele zeigen keine zusätzliche Regel zu Kommas oder zur Stellung von „aber“. Es genügt der Vergleich zwischen der vollständigen Form „aber“ und den Trennungen „a-ber“ beziehungsweise „ab-er“.
Typische Verwechslungen vermeiden
Eine naheliegende Stolperfalle besteht darin, die Trennstelle allein aus der Aussprache abzuleiten. Beim langsamen Vorlesen kann „aber“ in Sprechsilben gegliedert werden. Daraus folgt jedoch nicht, dass jede hörbare Silbe am Zeilenende allein stehen darf. Der einzelne Vokal am Wortanfang wird ausdrücklich nicht abgetrennt. Deshalb darf die Entscheidung nicht bei „a-ber“ stehen bleiben.
Eine zweite Stolperfalle ist die Orientierung an der bloßen Buchstabenfolge. Zwischen den Buchstaben von „aber“ lassen sich optisch Stellen markieren, doch eine solche Markierung ist noch keine richtige Worttrennung. Die richtige Form entsteht aus der Anwendung der Trennregel, nicht aus einer beliebigen Aufteilung des Wortbildes.
Auch Umgangssprache oder eine persönliche Aussprache liefern keine eigene Schreibregel. Wer „aber“ betont, verkürzt oder besonders deutlich spricht, darf daraus keine neue Variante für die Zeile ableiten. Es zählt die Regel zur Worttrennung. Eine Variante wie „a-ber“ wird nicht dadurch richtig, dass sie beim Sprechen zunächst plausibel wirkt.
Eine weitere Verwechslung entsteht, wenn die Funktion des Wortes mit seiner Trennung verbunden wird. „Aber“ kann laut Wörterbuchangabe als Partikel oder als Konjunktion vorkommen. Das betrifft nur die Wortart. Sie erlaubt nicht, das Wort wegen seiner Funktion anders zu trennen.
Ebenso sollte die Trennung nicht mit anderen Themen verwechselt werden. Die Rechtschreibprogramme können bei einer Prüfung hilfreich sein, doch aus einem technischen Vorschlag folgt hier keine eigene Sprachregel. Für wissenschaftliches Schreiben gilt dieselbe Frage: Erlaubt die Trennregel diese Trennstelle?
Bei weiteren Sprachfragen helfen passende Nachschlagebereiche. Wer Abkürzungen richtig schreiben möchte, hat eine andere Frage. Für Wortbedeutungen und Abkürzungen gilt ebenfalls eine eigene Antwort. Der Artikel der, die und das betrifft das grammatische Geschlecht, die Pluralbildung die Mehrzahlform und Synonyme die Auswahl bedeutungsähnlicher Wörter. Keine dieser Fragen erzeugt eine zusätzliche Trennstelle in „aber“.
Wie häufig eine Variante vorkommt, hilft bei der Entscheidung nicht weiter. Prüfe nur die Schreibweise und die Regel.

Der schnelle Prüfweg
Für einen kurzen Merkcheck reichen vier Fragen. Erstens: Ist das Wort in der vollständigen Form als aber geschrieben? Zweitens: Wird die mögliche Trennung nach den Sprechsilben betrachtet? Drittens: Würde dabei ein einzelner Vokal am Wortanfang abgetrennt? Viertens: Wird eine solche Trennung als „a-ber“ vermieden?
Schreibe die Wortform zunächst vollständig: aber.
Trenne die Frage nach dem Satzanfang von der Frage nach der Silbentrennung. Für die Worttrennung gilt unabhängig vom Satzanfang dieselbe Trennregel.
Ermittle die mögliche Gliederung beim langsamen Vorlesen, ohne daraus automatisch eine zulässige Zeilentrennung zu machen.
Kontrolliere, ob ein einzelner Vokal am Wortanfang allein abgetrennt würde. Bei „a-ber“ ist das der Fall, daher wird diese Form verworfen.
Vergleiche einen eigenen Beispielsatz mit der vollständigen Form, etwa: „Ich komme, aber ich bleibe nicht lange.“
Prüfe die häufige Verwechslung „a-ber“ und lehne sie als Trennform ab.
Der Merksatz lautet: „Aber“ bleibt bei dieser Trennfrage zusammen. Die Regel wird nicht aus der Aussprache allein und nicht aus der Umgangssprache abgeleitet. Entscheidend ist, dass ein einzelner Vokal am Wortanfang nicht abgetrennt wird.
Wenn der Text außerdem andere Themen enthält, ordne sie getrennt ein. Die Textformen eines Dokuments ändern nicht automatisch die Schreibweise. Ob Brief, Aufsatz oder Fachtext: Bei „aber“ schreibst du das Wort zuerst vollständig und achtest dann darauf, dass die Trennung am Zeilenende kein einzelnes a übrig lässt. Das Ergebnis ist die vollständige Form ohne Trennstrich.
Quellen und Stand
- Duden | Worttrennung: www.duden.de (geprüft am 2026-08-31)
- aber ▶ Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft | Duden: www.duden.de (geprüft am 2026-08-31)
